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Unterschriftenaktion gegen neuen Totalitarismus

21. April 2009 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Ist sexuelle Orientierung veränderbar? Über 370 Persönlichkeiten wenden sich mit ihrer Unterschrift gegen Bestrebungen der Homosexuellen-Verbände, die freie Wissenschaft zu zensurieren.


Marburg (kath.net/idea) Über 370 Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft – darunter Philosophen, Juristen, Politiker und Theologen - haben sich in einer Erklärung gegen Bestrebungen gewandt, die Rede- und Wissenschaftsfreiheit beim Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge zu beschneiden, der vom 20. bis 24. Mai in Marburg stattfindet.

Schwulen- und Lesbenverbände sowie linksorientierte Kreise werfen dem von der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (Frankenberg/Nordhessen) veranstalteten Kongress vor, dass dort Referenten auftreten, „die Homosexuelle zu Heterosexuellen ‚therapieren’ wollen“. Sie seien „gefährliche Scharlatane“, so der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Die Kritik bezieht sich auf zwei bis drei von 120 Referenten, wie KATH.NET berichtet hat.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, forderte den Veranstalter auf, Seminare zu den Themen Identitätsbildung und –konflikte von drei Referenten der Organisationen „Wüstenstrom“ und „Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft“ abzusagen. Der Politiker lebt nach eigenen Angaben in einer schwulen Lebensgemeinschaft. Andere Kritiker fordern, den Kongress zu verhindern oder ihm öffentliche Räume zu entziehen. Zu der Tagung, die sich mit dem Thema Identität befasst, werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.


Prominente Unterzeichner

Die zu der Kritik am 20. April veröffentlichte Erklärung trägt die Überschrift „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Philosoph Prof. Robert Spaemann (München), der Staats- und Verfassungsrechtler Martin Kriele (Köln), der Salzburger katholische Weihbischof Andreas Laun, der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Ulrich Rüß (Hamburg), die Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“, Mechthild Löhr (Glashütten/Taunus), die Publizistin Gabriele Kuby (Rimsting/Oberbayern) und der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU). Nach ihrer Ansicht stellt die Kampagne gegen den Kongress einen Angriff auf fundamentale Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind.

Niemand bestreite die Würde von Menschen mit homosexueller Orientierung und ihre persönliche Freiheit, eine homosexuelle Lebensweise zu praktizieren. Es gebe aber Menschen, die unter ihrer homosexuellen Orientierung litten und therapeutische Hilfe suchten. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge berge praktizierte Homosexualität ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko. Dazu zähle eine überdurchschnittliche Anfälligkeit für Aids, Geschlechtskrankheiten, Depressionen, Ängste, Suchtmittelmissbrauch und Suizidgefährdung.

In sich widersprüchliche Argumentation

Die Initiative macht auch auf den inneren Widerspruch in der Argumentation der Homosexuellen-Aktivisten aufmerksam: Einerseits werde die Freiheit betont, seine sexuelle Orientierung frei zu wählen zu können. Andererseits werde dann die Möglichkeit homosexueller Menschen geleugnet, sich frei für eine heterosexuelle Orientierung zu entscheiden.

Veränderung ist möglich

International ausgewiesene Wissenschaftler und klinische Therapeuten bezeugten mit ihrer Arbeit, dass Veränderung einer homosexuellen Neigung möglich sei. Niemand wolle Menschen zu einem solchen therapeutischen Weg drängen: „Dass aber die Lesben- und Schwulenverbände die Möglichkeit eines solchen Therapieangebots, ja sogar die wissenschaftliche Information und Auseinandersetzung unterdrücken wollen, ist eine Missachtung der Wissenschaftsfreiheit, der Meinungsfreiheit, des Leidens der betroffenen Menschen und ihres Rechts auf Selbstbestimmung.“ Das dürfe in einem freiheitlichen Staat nicht hingenommen werden.

Die Unterzeichner werfen den Lesben- und Schwulenverbänden vor, „ihre partikularen Interessen mit persönlichem und öffentlichen Druck, medialem Mobbing und Verleumdung“ durchzusetzen. Die Erklärung fordert, die Agitation gegen Veranstalter und Referenten des Kongresses zurückzuweisen und dem Druck der Lesben- und Schwulenverbände nicht nachzugeben. Allen Kongressteilnehmern solle ein „uneingeschränkter fachlicher Dialog“ ermöglicht werden.

Die gesamte Liste der Unterzeichner finden Sie hier.
Sie können auch hier online unterzeichnen.


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