Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Die Krise des Bischofsamtes
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

Unterschriftenaktion gegen neuen Totalitarismus

21. April 2009 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ist sexuelle Orientierung veränderbar? Über 370 Persönlichkeiten wenden sich mit ihrer Unterschrift gegen Bestrebungen der Homosexuellen-Verbände, die freie Wissenschaft zu zensurieren.


Marburg (kath.net/idea) Über 370 Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft – darunter Philosophen, Juristen, Politiker und Theologen - haben sich in einer Erklärung gegen Bestrebungen gewandt, die Rede- und Wissenschaftsfreiheit beim Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge zu beschneiden, der vom 20. bis 24. Mai in Marburg stattfindet.

Schwulen- und Lesbenverbände sowie linksorientierte Kreise werfen dem von der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (Frankenberg/Nordhessen) veranstalteten Kongress vor, dass dort Referenten auftreten, „die Homosexuelle zu Heterosexuellen ‚therapieren’ wollen“. Sie seien „gefährliche Scharlatane“, so der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Die Kritik bezieht sich auf zwei bis drei von 120 Referenten, wie KATH.NET berichtet hat.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, forderte den Veranstalter auf, Seminare zu den Themen Identitätsbildung und –konflikte von drei Referenten der Organisationen „Wüstenstrom“ und „Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft“ abzusagen. Der Politiker lebt nach eigenen Angaben in einer schwulen Lebensgemeinschaft. Andere Kritiker fordern, den Kongress zu verhindern oder ihm öffentliche Räume zu entziehen. Zu der Tagung, die sich mit dem Thema Identität befasst, werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.


Prominente Unterzeichner

Die zu der Kritik am 20. April veröffentlichte Erklärung trägt die Überschrift „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Philosoph Prof. Robert Spaemann (München), der Staats- und Verfassungsrechtler Martin Kriele (Köln), der Salzburger katholische Weihbischof Andreas Laun, der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Ulrich Rüß (Hamburg), die Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“, Mechthild Löhr (Glashütten/Taunus), die Publizistin Gabriele Kuby (Rimsting/Oberbayern) und der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU). Nach ihrer Ansicht stellt die Kampagne gegen den Kongress einen Angriff auf fundamentale Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind.

Niemand bestreite die Würde von Menschen mit homosexueller Orientierung und ihre persönliche Freiheit, eine homosexuelle Lebensweise zu praktizieren. Es gebe aber Menschen, die unter ihrer homosexuellen Orientierung litten und therapeutische Hilfe suchten. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge berge praktizierte Homosexualität ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko. Dazu zähle eine überdurchschnittliche Anfälligkeit für Aids, Geschlechtskrankheiten, Depressionen, Ängste, Suchtmittelmissbrauch und Suizidgefährdung.

In sich widersprüchliche Argumentation

Die Initiative macht auch auf den inneren Widerspruch in der Argumentation der Homosexuellen-Aktivisten aufmerksam: Einerseits werde die Freiheit betont, seine sexuelle Orientierung frei zu wählen zu können. Andererseits werde dann die Möglichkeit homosexueller Menschen geleugnet, sich frei für eine heterosexuelle Orientierung zu entscheiden.

Veränderung ist möglich

International ausgewiesene Wissenschaftler und klinische Therapeuten bezeugten mit ihrer Arbeit, dass Veränderung einer homosexuellen Neigung möglich sei. Niemand wolle Menschen zu einem solchen therapeutischen Weg drängen: „Dass aber die Lesben- und Schwulenverbände die Möglichkeit eines solchen Therapieangebots, ja sogar die wissenschaftliche Information und Auseinandersetzung unterdrücken wollen, ist eine Missachtung der Wissenschaftsfreiheit, der Meinungsfreiheit, des Leidens der betroffenen Menschen und ihres Rechts auf Selbstbestimmung.“ Das dürfe in einem freiheitlichen Staat nicht hingenommen werden.

Die Unterzeichner werfen den Lesben- und Schwulenverbänden vor, „ihre partikularen Interessen mit persönlichem und öffentlichen Druck, medialem Mobbing und Verleumdung“ durchzusetzen. Die Erklärung fordert, die Agitation gegen Veranstalter und Referenten des Kongresses zurückzuweisen und dem Druck der Lesben- und Schwulenverbände nicht nachzugeben. Allen Kongressteilnehmern solle ein „uneingeschränkter fachlicher Dialog“ ermöglicht werden.

Die gesamte Liste der Unterzeichner finden Sie hier.
Sie können auch hier online unterzeichnen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  8. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  9. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  10. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  4. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  5. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  10. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  11. Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes
  12. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  13. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  14. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  15. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz