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Die Geschichtlichkeit der Evangelien

1. September 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Die Ratzinger-Schüler debattierten bei Papst Benedikt über die Passion und den Tod Jesu - Mit dabei zwei weltbekannte lutherische Bibeltheologen


Vatikan (kath.net/PEW)
Die Geschichtlichkeit der Evangelien stand im Mittelpunkt der Tagung des "Schülerkreises" von Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo. Insbesondere wurde auch das Thema der Passion und des Todes Jesu in Jerusalem behandelt. Zwei weltbekannte lutherische Bibeltheologen - die beiden emeritierten Tübinger Professoren Martin Hengel und Peter Stuhlmacher - legten in ihren Vorträgen den Ertrag ihrer jahrzehntelangen wissenschaftlichen Arbeit über die Evangelien vor.

Papst Benedikt XVI. - der momentan am zweiten Band seines Buches "Jesus von Nazareth" schreibt – nahm selbst intensiv an der Diskussion teil, "mit der gleichen Offenheit, dem gleichen Humor und der Klarheit, die ihn als Universitätsprofessor bei seinen Seminaren und Kolloquien auszeichneten", wie es im Abschlusskommunique des "Schülerkreises" heißt. Die Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" verwies auf die von Benedikt XVI. immer wieder in Erinnerung gerufene Feststellung, dass die Darstellung Jesu in den Evangelien nicht nur in theologischer Hinsicht fundamental ist, sondern in den entscheidenden Elementen auch dem "historischen Jesus" entspricht.


Bei den Plenarversammlungen der Tagung in Castel Gandolfo - die unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn stattfanden – wurden auch die letzten Details der neuen Stiftung "Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI." geklärt. Die Stiftung wird am 12. November in München öffentlich präsentiert. Ihr Ziel ist die Förderung "der Theologie im Geist Joseph Ratzingers".

Dem international zusammengesetzten "Board of Trustees" der Stiftung gehören auch einstige Schüler Joseph Ratzingers aus Deutschland, Portugal, Irland, der westafrikanischen Republik Benin und den USA an.

Zum ersten Mal waren heuer auch Doktoranden, die derzeit Studien zur Theologie des Papstes betreiben, zum "Schülerkreis" eingeladen. 17 junge Theologen präsentierten ihre Studienprojekte vor dem Papst und seinen einstigen Schülern. "Das bedeutet den Beginn einer neuen Generation von Ratzinger-Studenten", so das Abschlusskommunique des "Schülerkreises".

In Castel Gandolfo waren 38 Mitglieder des "Schülerkreises" anwesend, unter ihnen Theologieprofessoren, Pfarrer, Ordensmänner und Ordensfrauen, aber auch Laien. Organisiert wurde die Tagung vom Vorsitzenden der Vereinigung der Ratzinger-Schüler, P. Stephan Horn.


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