Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  11. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Aus Kindern ohne Liebe werden Erwachsene voller Hass!

4. Dezember 2007 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kinder benötigen die Zuwendung ihrer Mütter und Väter in ausreichendem Maße - Den Krippenausbau in Deutschland verhindern - Ein Kommentar von Eva Herman


Hamburg (kath.net/idea)
Lea-Sophie (5), verhungert … Kevin (2), totgeschlagen … Jessica (7), verhungert … Max-Luca (1), totgeschlagen … Justin (1 1/2), zu Tode verbrüht … Das dritte Jahrtausend hat begonnen und die Menschheit ist stolz auf ihre hoch entwickelten, technischen Errungenschaften. Wir sind vernetzt mit der ganzen Welt, Entfernungen zu anderen Kontinenten werden mühelos bewältigt. Alle diese Eroberungen interessieren die toten Kinder nicht mehr. Sie starben durch die Hände ihrer Mütter, Väter oder Stiefväter, getrennt durch einige Zentimeter Mauerwerk von der Außenwelt – von uns, der übrigen multimedial vernetzten, modernen Gesellschaft. Sie starben, während nebenan im Fernseher darüber berichtet wurde, dass zwar die Diätenerhöhung der Politiker beschlossene Sache, die Erhöhung des Kindergeldes jedoch verschoben worden sei.

Warum sie starben

Sie starben, weil ihre Eltern überfordert waren: mit dem täglichen Überlebenskampf, mit ihren Kindern, vor allem aber mit sich selbst. Wer sich die Mühe macht, genauer hinzusehen, stellt fest, dass die Eltern der toten Kinder fast ausnahmslos unter eigenen schwersten, zum Teil traumatischen Bindungsstörungen leiden. Ihr Leben begann meist in gefühlsarmen sozialen Sicherungssystemen, in Heimen oder überfüllten KiTas. Liebe und Zuwendung erfuhren sie selten.Der Heidelberger Wissenschaftler Ronald Grossarth fand in langjährigen Studien heraus, dass eine stabile, liebevolle Mutterbeziehung das ideale Fundament für ein glückliches, gesundes Leben und den christlichen Glauben darstellt. Wer Liebe erfährt, erkennt Gott leichter und findet zu ihm. Wer sie nicht kennenlernen darf, versinkt oft in den Verstrickungen seines anstrengenden Lebens und geht manchmal auch mit dem Teufel unter. In unserem heutigen Gesellschaftssystem, in welchem Kinder viel zu früh von ihren erwerbstätigen Müttern getrennt werden, kommt es nicht selten zu dramatischen Auswirkungen der Beziehungslosigkeit. Aus Kindern ohne Liebe werden häufig Erwachsene voller Hass! Wenn sie selbst Eltern werden, stehen sie mit ihren Ängsten, Sorgen und Unfähigkeiten alleine da, ihre Kinder sind nicht selten an Leib und Seele gefährdet. Zwar registriert das Jugendamt diese „Fälle“, doch geholfen wird Kindern und Eltern eher selten. Die Finanzen für die Jugendämter wurden stark gekürzt, die Folgen sind dramatisch: Es wird heute meist nach Kassenlage der Institutionen und nicht nach Hilfsbedürftigkeit der Familien entschieden! Mitarbeiter sind hoffnungslos überfordert.

Den Krippenausbau verhindern!

Auch Menschen mit massiven Bindungsstörungen können ihre Kinder erziehen, wir müssen ihnen nur dabei helfen. Sie brauchen unser Verständnis und unsere Liebe. Nur wer darüber informiert ist, dass Kinder die Zuwendung ihrer Mütter und Väter in ausreichendem Maße benötigen, um stabil und gesund durchs Leben zu kommen, wird alles unternehmen, um den Krippenausbau in Deutschland auf 750.000 Plätze zu verhindern. Er wird nicht die Erwerbstätigkeit der Frau als höchstes Ziel verfolgen, sondern das Wohl der Kinder und Familien als vorrangiges Ziel betrachten. Er wird nicht das Jugendamt anweisen, die Kinder von den „Horroreltern“ wegzuholen, und die Lufthoheit über den Kinderbetten der Staatskontrolle übertragen, vielmehr wird er alleine die Stärkung der Familie von der Wurzel an vorantreiben. Hier sind die Kirchen gefragt, hier liegt die Verantwortung der Christen. In einer Welt, die immer moderner, schriller und materialistischer wird, ist es oberstes Gebot, unseren Kindern die notwendige Geborgenheit zu geben. (idea)

(Die Autorin, Eva Herman (Hamburg), ist ehemalige Tagesschau-Sprecherin und Bestsellerautorin)

Buchtipp: Das Prinzip Arche Noah



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eva Herman

  1. Eva Herman präzisiert ihre Loveparaden-Kritik
  2. Die Wahrheit und ihr Preis
  3. Eva Hermann: 'Jede zweite erwerbstätige Mutter ist 'ausgebrannt'
  4. Gottesdienst mit Eva Herman verweigert
  5. Eva Herman siegt vor Gericht
  6. Eva Herman moderiert Internet-TV
  7. Emma tritt Eva
  8. Richter: Eva Herman hat die NS-Familienpolitik nicht verherrlicht
  9. 'Die öffentliche und die veröffentlichte Meinung'
  10. 'Wir müssen den Frauen den Rücken frei halten'






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  11. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  12. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz