Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  11. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Leere der kirchlichen Lehre

Aus Kindern ohne Liebe werden Erwachsene voller Hass!

4. Dezember 2007 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kinder benötigen die Zuwendung ihrer Mütter und Väter in ausreichendem Maße - Den Krippenausbau in Deutschland verhindern - Ein Kommentar von Eva Herman


Hamburg (kath.net/idea)
Lea-Sophie (5), verhungert … Kevin (2), totgeschlagen … Jessica (7), verhungert … Max-Luca (1), totgeschlagen … Justin (1 1/2), zu Tode verbrüht … Das dritte Jahrtausend hat begonnen und die Menschheit ist stolz auf ihre hoch entwickelten, technischen Errungenschaften. Wir sind vernetzt mit der ganzen Welt, Entfernungen zu anderen Kontinenten werden mühelos bewältigt. Alle diese Eroberungen interessieren die toten Kinder nicht mehr. Sie starben durch die Hände ihrer Mütter, Väter oder Stiefväter, getrennt durch einige Zentimeter Mauerwerk von der Außenwelt – von uns, der übrigen multimedial vernetzten, modernen Gesellschaft. Sie starben, während nebenan im Fernseher darüber berichtet wurde, dass zwar die Diätenerhöhung der Politiker beschlossene Sache, die Erhöhung des Kindergeldes jedoch verschoben worden sei.

Warum sie starben

Sie starben, weil ihre Eltern überfordert waren: mit dem täglichen Überlebenskampf, mit ihren Kindern, vor allem aber mit sich selbst. Wer sich die Mühe macht, genauer hinzusehen, stellt fest, dass die Eltern der toten Kinder fast ausnahmslos unter eigenen schwersten, zum Teil traumatischen Bindungsstörungen leiden. Ihr Leben begann meist in gefühlsarmen sozialen Sicherungssystemen, in Heimen oder überfüllten KiTas. Liebe und Zuwendung erfuhren sie selten.Der Heidelberger Wissenschaftler Ronald Grossarth fand in langjährigen Studien heraus, dass eine stabile, liebevolle Mutterbeziehung das ideale Fundament für ein glückliches, gesundes Leben und den christlichen Glauben darstellt. Wer Liebe erfährt, erkennt Gott leichter und findet zu ihm. Wer sie nicht kennenlernen darf, versinkt oft in den Verstrickungen seines anstrengenden Lebens und geht manchmal auch mit dem Teufel unter. In unserem heutigen Gesellschaftssystem, in welchem Kinder viel zu früh von ihren erwerbstätigen Müttern getrennt werden, kommt es nicht selten zu dramatischen Auswirkungen der Beziehungslosigkeit. Aus Kindern ohne Liebe werden häufig Erwachsene voller Hass! Wenn sie selbst Eltern werden, stehen sie mit ihren Ängsten, Sorgen und Unfähigkeiten alleine da, ihre Kinder sind nicht selten an Leib und Seele gefährdet. Zwar registriert das Jugendamt diese „Fälle“, doch geholfen wird Kindern und Eltern eher selten. Die Finanzen für die Jugendämter wurden stark gekürzt, die Folgen sind dramatisch: Es wird heute meist nach Kassenlage der Institutionen und nicht nach Hilfsbedürftigkeit der Familien entschieden! Mitarbeiter sind hoffnungslos überfordert.

Den Krippenausbau verhindern!

Auch Menschen mit massiven Bindungsstörungen können ihre Kinder erziehen, wir müssen ihnen nur dabei helfen. Sie brauchen unser Verständnis und unsere Liebe. Nur wer darüber informiert ist, dass Kinder die Zuwendung ihrer Mütter und Väter in ausreichendem Maße benötigen, um stabil und gesund durchs Leben zu kommen, wird alles unternehmen, um den Krippenausbau in Deutschland auf 750.000 Plätze zu verhindern. Er wird nicht die Erwerbstätigkeit der Frau als höchstes Ziel verfolgen, sondern das Wohl der Kinder und Familien als vorrangiges Ziel betrachten. Er wird nicht das Jugendamt anweisen, die Kinder von den „Horroreltern“ wegzuholen, und die Lufthoheit über den Kinderbetten der Staatskontrolle übertragen, vielmehr wird er alleine die Stärkung der Familie von der Wurzel an vorantreiben. Hier sind die Kirchen gefragt, hier liegt die Verantwortung der Christen. In einer Welt, die immer moderner, schriller und materialistischer wird, ist es oberstes Gebot, unseren Kindern die notwendige Geborgenheit zu geben. (idea)

(Die Autorin, Eva Herman (Hamburg), ist ehemalige Tagesschau-Sprecherin und Bestsellerautorin)

Buchtipp: Das Prinzip Arche Noah



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eva Herman

  1. Eva Herman präzisiert ihre Loveparaden-Kritik
  2. Die Wahrheit und ihr Preis
  3. Eva Hermann: 'Jede zweite erwerbstätige Mutter ist 'ausgebrannt'
  4. Gottesdienst mit Eva Herman verweigert
  5. Eva Herman siegt vor Gericht
  6. Eva Herman moderiert Internet-TV
  7. Emma tritt Eva
  8. Richter: Eva Herman hat die NS-Familienpolitik nicht verherrlicht
  9. 'Die öffentliche und die veröffentlichte Meinung'
  10. 'Wir müssen den Frauen den Rücken frei halten'






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  4. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  5. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  6. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  7. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  8. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  9. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  10. Maria, die Mutter des Friedens
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  13. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  14. Vergebung kennt keine Grenze
  15. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz