Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“

,Kein Handlungsbedarf zur Regelung homosexueller Partnerschaften’

20. November 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng warnte in einem Gastkommentar vor einer rechtlichen Gleichstellung von homosexuellen Beziehungen.


Würzburg / St. Pölten (www.kath.net) „Gleichgeschlechtliche Paare können die für die Gesellschaft wichtigen Leistungen der Familie nicht erbringen, daher können ihnen vom Staat – wenn er gerecht sein will – auch nicht die der Ehe vorbehaltenen Rechte gewährt werden.“ Das stellte der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“ fest.

Küng bezog sich auf den Vorwurf, homosexuell orientierte Menschen dürften nicht diskriminiert werden. Wichtig sei zu unterscheiden: „Einerseits ist es wichtig, jedem Menschen, selbstverständlich auch einem gleichgeschlechtlich empfindenden, Verständnis, Toleranz und Achtung entgegenzubringen, ihm auch die persönlichen Rechte zu sichern, sofern dadurch nicht die Rechte anderer bedroht sind.“

Andererseits sei es aber die Aufgabe des Staates, „die gesunde Entwicklung der Gesellschaft zu fördern“, unterstrich der Bischof. „Von zentraler Bedeutung ist in dieser Hinsicht die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau.“

Mit gutem Grund seien in fast allen Rechtsordnungen der Welt Ehe und Familie mit bestimmten Rechten und Pflichten ausgestattet. Küng: „Es geht dabei um das Kindeswohl, um die Förderung der Widmung an die Familie und um die finanzielle Förderung beziehungsweise um die Sicherung des oft gemeinsam erarbeiteten oder ererbten Vermögens. Gleichgeschlechtliche Paare können die für die Gesellschaft wichtigen Leistungen der Familie nicht erbringen, daher können ihnen vom Staat – wenn er gerecht sein will – auch nicht die der Ehe vorbehaltenen Rechte gewährt werden.“

Der St. Pöltner Bischof warnte vor den Folgen einer rechtlichen Gleichstellung von homosexuellen Beziehungen mit der Ehe, nämlich die Forderung, Kinder zu adoptieren oder bei lesbischen Frauen eine künstliche Befruchtung durchführen zu lassen. „Kinder brauchen aber für ihre Persönlichkeitsentwicklung Vater und Mutter“, unterstrich er.

Außerdem entstünden weitere Ungerechtigkeiten, bemerkte er. „Warum nicht auch die rechtliche Anerkennung jener ,Lebensgemeinschaften’, die zum Beispiel aus verwandtschaftlichen, beruflichen oder anderen Gründen eingegangen werden? Warum sollen nur jene Personen Sonderrechte erhalten, die eine geschlechtliche Beziehung haben?“

Der Bischof schloss mit den Worten: „Ein Handlungsbedarf zur Regelung homosexueller Partnerschaften besteht nicht, da die vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten berechtigte Ansprüche bereits gewährleisten. Je mehr sich die staatliche Gesetzgebung von der in der Natur des Menschen verankerten Werteordnung entfernt, desto größer sind die Gefahren von Fehlentwicklungen, die sich daraus ergeben.“

Die Tagespost - Lesen Sie, was Kirche und Welt bewegt. Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Leseprobe für 2 Wochen (6 Ausgaben) an - völlig unverbindlich für Sie!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  2. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  3. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  4. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  5. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  6. Pfarre in der Diözese Linz ignoriert Anweisungen aus Rom
  7. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  8. ‚Politischer Gottesdienst’ mit der Homosexuellen Initiative Linz
  9. Kardinal Zen wirft Papst Verunsicherung von Gläubigen vor
  10. Synode über die Synodalität wird ‚Moment der Krise’ für die katholische Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz