27 März 2007, 13:15
Büchel: Habe nicht 'ihre konkrete Lebensform' beurteilt
 
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Bischof von St. Gallen nimmt gegenüber KATH.NET zu den Medienberichten im Zusammenhang mit der "Schweizerischen Vereinigung schwuler Führungskräfte Network" Stellung

St. Gallen (www.kath.net)
Der Schweizer Bischof Markus Büchel vom Bistum St. Gallen hat am Dienstag gegenüber KATH.NET zu den Presseberichten rund um die „Schweizerische Vereinigung schwuler Führungskräfte Network“ Stellung genommen.

Auf die Frage, warum der Bischof die Gruppe im Dom empfangen habe, meinte der Bischof: „Begrüßt wurden die Mitglieder von Regierungspräsidentin Karin Keller-Sutter und vom St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin im Pfalzkeller. Im Rahmen dieser Geschäftversammlung wurde eine Führung durch den Stiftsbezirk, die Stiftsbibliothek und in die Kathedrale von St. Gallen angeboten.“

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Er begrüße, wann immer es ihm möglich sei, Teilnehmende von gesamtschweizerischen Anlässen, die auch die Kathedrale besuchen, sagte Bischof Büchel. Die Mitglieder von Network wollte er „als Organisation von Unternehmern“ begrüßen, die in Wirtschaft und Gesellschaft wichtige Aufgaben wahrnehmen.“

Er bestätigte, dass er in diesem Zusammenhang „Gottes Segen für ihre verantwortungsvollen Aufgaben“ gewünscht habe. Der Bischof von St. Gallen verweist darauf, dass die Kirche gemäß dem Katechismus und Verlautbarungen des Heiligen Stuhls homosexuelle Handlungen ablehne, nicht aber „homosexuell veranlagte Menschen“.

Am Samstag habe er in erster Linie „eine Gruppe von Menschen“ in der Kathedrale begrüßt und ihnen „Gottes Segen und Kraft“ gewünscht, unterstrich der Bischof. Damit habe er nicht „ihre konkrete Lebensform“ beurteilt.

Bischof Büchel verweist auf ein Vatikandokument aus dem Jahr 2005, wo zu homosexuellen Menschen folgendes steht: „Ihnen ist mit Achtung und Takt zu begegnen; man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Sie sind berufen, den Willen Gottes in ihrem Leben zu erfüllen und die Schwierigkeiten, die ihnen erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“

Der Bischof verweist außerdem auf ein Pastoralschreiben der Schweizer Bischofskonferenz vom Oktober 2002, wo es heißt, dass die Kirche keine homosexuellen Menschen ablehne. Sie seien wertvolle Menschen, die nicht selten ungerechte Ausgrenzungen ertragen müssten.

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