Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Kirche im Verfall
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  12. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  15. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“

Der Heilige Geist und die DNA der Kirche

31. Mai 2020 in Spirituelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Pfingstfest ist von den großen Festen im Kirchenjahr das Fest, welches noch am wenigsten 'verweltlicht' ist - Eine Pfingstbetrachtung von Prälat Wilhelm Imkamp


Regensburg (kath.net)

Weihnachtsmann und Osterhase ist es gelungen, die Festgeheimnisse, aus denen sie ursprünglich hervorgegangen sind, weit hinter sich zu lassen. Sie stehen für ein vollkommen verweltlichtes Kommerz-Christentum. Der Pfingstochse dagegen ist relativ unbekannt geblieben und wirft, wenn überhaupt, nur einen ganz kleinen Schatten auf dieses Fest. So ist das Pfingstfest von den großen Festen im Kirchenjahr das Fest, welches noch am wenigsten „verweltlicht“ ist.

Dennoch ist der eigentliche Festgegenstand des Pfingstfestes merkwürdig unbestimmt. Es ist jedenfalls nicht nur der Heilige Geist, denn die großen Feste sind nicht Feste einer göttlichen Person, sondern lebendige Erinnerungen an bestimmte Heilsereignisse. Es geht nicht um eine göttliche Person, sondern um das Handeln einer göttlichen Person. Und so gehören zum Pfingstereignis zwei: der Heilige Geist und die Kirche. Am fünfzigsten Tag nach Ostern erwacht die Kirche in der Geschichte. Durch die Herabkunft des Heiligen Geistes wurde die junge Kirche sich ihrer Selbst und ihres Auftrags so intensiv bewusst, dass es sinnvoll ist, heute vom Geburtstag der Kirche zu sprechen. Die Selbstwerdung der Kirche durch den Heiligen Geist ist der Inhalt des Pfingstfestes und dieser Inhalt ist auch die Schwierigkeit.


Welcher Theologe würde heute noch, wie Johann Adam Möhler „vom Heiligen Geist als der Seele der Kirche“ sprechen oder wie der große Matthias Joseph Scheeben  von der Kirche „als einer Art Inkarnation des Heiligen Geistes“ reden oder gar als „Pfingstwunder in Permanenz“ wie der Tübinger Karl Adam? Pfingsten, das ist nicht nur das Fest des Heiligen Geistes, sondern, weil es das Fest des Heiligen Geistes ist, auch besonders das Fest der Kirche.

Alle drei Lesungen des heutigen Pfingstsonntags zeigen das Handeln des Heiligen Geistes in und an der jungen Kirche. In der Lesung aus dem ersten Korinther-Brief nennt der Hl. Paulus ganz deutlich das Kriterium für jene Geistsendung. Es ist der Satz: „Jesus ist der Herr.“ Unsere Lesung aus dem Korinther-Brief zeigt das Zusammenspiel von hierarchischen und charismatischen Gaben. Ekstase und Enthusiasmus sind noch keine Werte an sich. Es kommt auf den Inhalt an und dieser Inhalt muss sich messen lassen an dem Satz: „Jesus ist der Herr.“  Die Gnadengaben haben die gleiche Quelle und das gleiche Ziel. Sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Pfingsten ist auch das Fest der Liebe zur Kirche und zwar der Liebe zur konkreten Kirche, denn vom Heiligen Geist gilt: „Er führt die Kirche in alle Wahrheiten ein (vgl. Jo 16,13), eint sie in Gemeinschaft und Dienstleistung, bereitet und lenkt sie durch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben und schmückt sie mit seinen Früchten (vgl. Eph 4,11-12; 1 Kor 12,4; Gal 5,22)“, so sagt es das II. Vatikanische Konzil und das hört sich ganz anders an als „der Missbrauch der Macht steckt in der DNA der Kirche.“ Wer so redet, brüllt seine eigene Geistvergessenheit und Inkompetenz heraus. Mit solchen und ähnlichen Aussagen reiten geistvergessene Apostelnachfolger auf dem Pfingstochsen in eine grenzenlos beliebige Verweltlichung. Liebe zur Kirche ist die Voraussetzung für das Handeln aus der Kraft des Geistes. Das gilt auch für uns alle, denn der Heilige Geist ist die Seele der Kirche.

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heiliger Geist

  1. Beten wir HEUTE: »Veni Sancte Spiritus!
  2. Lackner: Der Heilige Geist ist immer radikal anders
  3. Ein Wunder des Heiligen Geistes
  4. Komm, der jedes Herz erhellt
  5. Warum das Sprachengebet immer schön klingt
  6. Die Anwesenheit des Heiligen
  7. Wollt auch ihr weggehen?
  8. Pfingsten, die Vollendung des Osterfestes
  9. Spiritus sanctus ipse harmonia est
  10. Kirche soll 'Anti-Geist des Materialismus' die Stirn bieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  8. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  9. Kirche im Verfall
  10. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. Bozner Bischof: Wortgottesdienste ohne Kommunionausteilung feiern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz