Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“

Jugendstudie: Familie gewinnt, Religion verliert an Bedeutung

8. Oktober 2019 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine "absolute Renaissance" unter Jugendlichen erlebt die Familie - Glaube für Jugendliche mit Migrationshintergrund eher bedeutsam - Auch Politik, Parteien und herkömmliche Medien haben unter den 16- und 29-Jährigen ein Imageproblem


Wien-Graz (kath.net/KAP) Eine "absolute Renaissance" unter Jugendlichen erlebt die Familie: Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Jugendkulturforschung im Blick auf die von ihm durchgeführte "Österreichische Jugendwertestudie 2019". Für 76 Prozent der 1.000 im September befragten 16- und 29-Jährigen ist Familie der wichtigste Lebensbereich, gefolgt von Freunden und Bekannten (71 Prozent). Religion (13 Prozent) und Politik (13,5 Prozent) erachtet das Studienteam um den Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier als "nahezu irrelevant".

In seiner Aussendung über die Studie nahm das Institut am Montag dazu folgende Einschränkung bzw. Präzisierung vor: Für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist Religion deutlich wichtiger (26 Prozent "sehr wichtig") als für autochthone Österreicher (nur 9 Prozent "sehr wichtig"), für weitere 20 Prozent der Migranten ist Religion "wichtig".


Kirche als gesellschaftlicher Faktor sei auch in der nächsten Generation in der Krise, erklärte Heinzlmaier der "Kleinen Zeitung" (Montag-Ausgabe): "Offensichtlich geben bereits areligiöse Elternhäuser diese Einstellung an die nächste Generation weiter." Zu den Gewinnern unter den Institutionen zählt die Zeitung unter Berufung auf Vertrauensrankings die Polizei, die Gerichte und das Bundesheer.

Haltung zur Politik "alarmierend"

"Alarmierend" nannte das Institut für Jugendkulturforschung in seiner Zusammenfassung die Haltung der jungen Österreicher zur Politik. Der Aussage "Die meisten Politiker haben keine Ahnung, wie es den meisten Menschen geht", könnten mehr als vier von fünf Befragten zustimmen. Die Politik hat somit - wie bereits bei der älteren Generation - auch bei den Jungen ein massives Imageproblem. Nur drei Prozent der Befragten vertrauen den Parteien, die damit am Ende des Rankings liegen. 67 Prozent glauben, dass der Wohlstand zurückgehen wird und es ihnen einmal schlechter gehen wird als ihren Eltern. 70 Prozent der Jugendlichen stimmen mit keiner Partei wirklich überein und wählen spontan, sagte Heinzlmaier: "Beim Wahlverhalten kommt es bei den Jungen auf die Emotion an", gewählt wird überwiegend "das geringste Übel".

Bei der Verwendung Sozialer Medien zeigte sich laut dem Jugendforscher: "Bildmedien mit präsentativer Symbolik" triumphieren über diskursive Textmedien. Emotionen würden immer wichtiger, Argumente und inhaltliche Tiefe träten demgegenüber in den Hintergrund. Bestes Beispiel ist laut Heinzlmaier "das Phänomen Greta Thunberg. Es ist das starke Bild des zornigen Mädchens mit Tränen vor der UNO, das die Emotion bedient und die Massen erreicht." Dieses Bild verbreite sich rasant, längere Textpostings lese hingegen keiner mehr.

Bilddominierte Medien wie Instagram (75 Prozent Nutzung) und Snapchat (62 Prozent) haben solche wie Facebook an Bedeutung überflügelt; nur 27 Prozent der Befragten gaben an, Facebook oft zu nutzen. Der ORF und Zeitungen als einstige Leitmedien stecken laut der Studie ebenfalls in einer Krise. Weniger als 7 Prozent der Befragten haben großes Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ähnliches gilt für Printmedien. "Die höher Gebildeten trauen Medien noch eher über den Weg, niedrigere Bildungsschichten fühlen sich von Medien, die Teil des Establishments und der Eliten seien, eher verhöhnt oder belehrt", meinte Heinzlmaier. (Info: www.jugendkultur.at)

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  2. Zwischen Wölfen und Brüdern
  3. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  4. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  5. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  6. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  7. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  8. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein
  9. Eine Kathedrale in Istanbul - und eine in Nantes
  10. US-Stadt will barbusige Frauen in öffentlichen Parks erlauben






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz