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Erzbischof Viganò warnt Hirten der Kirche vor Menschenfurcht

8. Oktober 2019 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Priester, die sich scheuen die Wahrheit zu sagen, sind wie Hirten die vor den Wölfen fliehen. Alle Hirten, auch Kardinäle und der Papst, hätten die Aufgabe, gegen ‚weltliche Mächte’ Stellung zu nehmen, welche die Christenheit bedrohen.


Vatikan (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Erzbischof Carlo Maria Viganò hat am 6. Oktober einen Aufruf an die Hirten der Kirche veröffentlicht. In einer „brüderlichen Zurechtweisung“ warnt der frühere Apostolische Nuntius in den USA Priester, Bischöfe, Kardinäle und „insbesondere Papst Bergoglio S.J.“ davor, sich zu verstecken und fordert sie auf, gegen die „Wölfe“ und „weltlichen Mächte“ Stellung zu nehmen, welche die Christenheit bedrohen.

Viganòs Aufruf enthält ein langes Zitat aus dem „Buch der Pastoralregel“ des hl. Gregor des Großen (540-604 n. Chr.), das die Pflichten der Hirten in der Unterweisung ihrer Herde erläutert.

„Der Seelsorger muß taktvoll im Schweigen und tüchtig im Reden sein“, heißt es zu Beginn des 4. Kapitels von Buch 2. Es sei zu oft der Fall, dass Hirten „sich scheuen, frei und offen zu reden, weil sie sonst die Gunst der Menschen einbüßen könnten“. Sie „fliehen vor dem Wolf, wenn sie sich durch Stillschweigen in Sicherheit bringen wollen“. Diese Hirten handeln „wie Mietlinge“, kritisiert Gregor der Große.

Sich zum Widerstand erheben „heißt zur Verteidigung der anvertrauten Herde mit freimütigem Worte den Gewalten dieser Welt entgegentreten.“ Wer sich fürchte, die Wahrheit zu sagen, der ergreife die Flucht indem er schweige. „Denn wer in das Priestertum eintritt, übernimmt das Amt eines Herolds, um lautrufend der Ankunft des Richters voranzugehen, der schreckenverbreitend ihm folgt“, schreibt der heilige Gregor weiter.

Jeder Priester müsse sich gewissenhaft prüfen, ob er sich diesen Vorgaben entsprechend verhalte, schreibt Erzbischof Viganò.

Link zum Artikel auf LifeSiteNews (englisch) mit der „Brüderlichen Zurechtweisung“ von Erzbischof Viganò:

Abp Viganò warns against silence of ’reckless pastors’ who fear losing human ’favor’


© Foto: Steve Jalsevac, LifeSiteNews



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Lesermeinungen

 NicoA 9. Oktober 2019 
 

Schon im Alten Testament wussten wir das

Qui timet hominem cito corruet; qui sperat in Domino sublevabitur. - so lautet Sprüche 29,25

Der moderne Mensch aber wähnt sich als Herrscher und Schöpfer beliebiger Götter. Ihr Maß sind sie selber - ohne jeden Verstand Getriebene. Der Eine Gott wird diese Wahnsinnigen zuschanden bringen. Gnade Ihren Seelen.


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 winthir 8. Oktober 2019 

danke, hape.

"Alles hat seine Zeit" sprach der Prediger.

Es gibt eine Zeit, für Lachen, und Weinen.

Es gibt eine Zeit, zum Auseinanderreißen und zum zusammen- nähen.

Es gibt eine Zeit für den Tanz.

Alles, Alles hat seine Zeit.

(das ist mein "Trau-Spruch", den ich mir gewünscht hatte).

winthir.

winthir.


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 Stephaninus 8. Oktober 2019 
 

sorry aber das Verhalten von EB Vignano

der sich selber versteckt hält, wirkt auf mich nicht besonders beispielhaft. Ausserdem finde ich die Bezeichnung Papst Bergoglio SJ daneben.


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 hape 8. Oktober 2019 

Alles hat seine Zeit

Eb. Viganò erinnert daran, dass Hirten nicht im eigenen Auftrag unterwegs sind, sondern im Auftrag des Herrn. Nicht ihr eigenes Wort sollen sie verkündigen, sondern das Wort Gottes. Eb. Viganò meint, dass die Hirten aber allzu oft aus Menschenfurcht schweigen. Aber wer sind die Wölfe? Es ist naheliegend, darunter externe Kirchenfeinde zu verstehen. Atheisten, Gottlosen, Gleichgültigen. Auch Freimaurer, säkulare Staaten und manch andere Religion mögen dazu gehören. Ich habe aber den Eindruck, dass viele Hirten darüber hinaus auch aus Angst vor internen Wölfen zurückweichen. Sie schweigen aus Angst vor der absolutistischen Attitüde Roms, aus Angst vor dem Wegbrechen von Kirchensteuern und Spendengeldern, aus Angst von den Medien, aus Angst vor Feministinnen- und Homonetzwerken. Man müsse taktvoll im Schweigen und tüchtig im Reden sein, so der Hl. Gregor. Es ist auch klug, den Kairos abzuwarten. Aber wann ist die rechte Stunde, zu reden oder zu schweigen?


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 Eliah 8. Oktober 2019 
 

"Hirten" und Wölfe

Muss man sich nicht mittlerweile fragen, ob die angesprochenen Pseudo-Hirten überhaupt noch vor den Wölfen fliehen? Sitzen sie nicht lägst in trauter Runde mit ihnen zusammen, um mehr über die wölfische Lebenswirklichkeit zu erfahren? Ist es nicht wie am Schluss von George Orwells prophetischem Buch „Farm der Tiere“, als die Schweine sich mit den Menschen verbrüdern und die anderen Tiere beim Blick durch das Fenster nicht mehr unterscheiden können, wer wer ist?


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