Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  3. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  4. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  5. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X, um eine Spaltung zu vermeiden
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

Kirchliches Institut für Professionalisierung der Sexualpädagogik

30. Juni 2019 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Institut für Ehe und Familie (IEF) begrüßt Vorstoß von ÖVP und FPÖ im Parlament, dass in Schulen künftig keine schulfremden Vereine Sexualkundeunterricht erteilen dürfen.


Wien (kath.net/ KAP)
Das kirchliche Institut für Ehe und Familie (IEF) hat den jüngsten Beschluss von ÖVP und FPÖ im Unterrichtsausschuss des Parlaments begrüßt, dass künftig keine schulfremden Vereine oder auch Einzelpersonen Sexualkundeunterricht erteilen dürfen. Zugleich wird eine Professionalisierung der Sexualpädagogik in den Schulen eingefordert.

Tatsächlich seien aufgrund bisher mangelnder thematischer und methodischer Grenzziehungen bei extern angebotener Sexualpädagogik an Schulen eine Fülle an Angeboten möglich geworden, die gerade bei dieser heiklen Thematik zurecht Sorge bei Eltern, Lehrerenden und Bildungspolitikern auslösten, so IEF-Expertin Stephanie Merckens gegenüber "Kathpress" am Donnerstag. Auch die zuletzt vom Bildungsministerium ins Leben gerufenen Clearingstellen in den Bildungsdirektionen bzw. Akkreditierungskriterien für Vereine hätten keine Besserung gebracht.

Die Sexualpädagogik sei in den letzten Jahrzehnten geprägt gewesen vom Ansatz einer "Sexualpädagogik der Vielfalt". In den letzten Jahren stünden die Ansätze dieser proaktiv sexualisierenden Pädagogik aber immer stärker in der Kritik. Doch habe man von Seiten des IEF bisher nicht erkennen können, dass das Bildungsministerium diesem Wandel Rechnung getragen hat. "Es wäre höchst an der Zeit, fachlich ausgewiesene Kritiker an der Sexualpädagogik der Vielfalt zu Rate zu ziehen und in angedachte Prüf- und Akkreditierungskommissionen zu berufen", so Merckens. Dies habe bis dato nicht stattgefunden.


Auch wäre kritisch zu hinterfragen, was eigentlich die Bildungsziele im Bereich Sexualpädagogik sind und wie die diversen Interessen von Kindern, Eltern und Lehrenden besser als bisher auf einen Nenner gebracht werden können. Merckens: "Wir gehen davon aus, dass die Erkenntnisse aus einer kritischen Auseinandersetzung dazu führen dürften, den 2015 unter Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) erlassenen Grundsatzerlass zur Sexualpädagogik zu überarbeiten.

Es sei daher sehr zu begrüßen, dass vorerst die Inanspruchnahme externer Vereine an Schulen unterbleiben soll, so Merckens: "Ein Stopp aller externer Anbieter ist bis zur Klärung zahlreicher Fragen daher dringend geboten. Dass dies auch leider sehr begrüßenswerte Initiativen trifft, ist zwar sehr bedauerlich, aber vorerst wohl nicht anders lösbar."

Das IEF, ein Fachinstitut der katholischen Bischofskonferenz, schlägt für die Zukunft die Schulung von schuleigenen Sozialarbeitern in sexualpädagogischen Fragen vor. Merckens: "Das hätte den Vorteil, dass eine Person, die die Kinder nicht benotet, den Workshop machen kann, diese aber auch im Nachhinein für weitere Fragen im individuellen, vertraulichen Gespräch greifbar wäre."

Ziel müsse es sein, die Sexualpädagogik "auf eine professionelle, weltanschaulich neutrale, alters- und entwicklungsgerechte Ebene einzupendeln". Aus Sicht des IEF sollte Sexualpädagogik "sexualfreundlich affirmativ, nicht aber proaktiv sexualisierend" sein.

Mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ wurde am Dienstag im Unterrichtsausschuss des Nationalrats ein Entschließungsantrag verabschiedet, mit dem Vereine grundsätzlich aus dem Sexualkundeunterricht verbannt werden sollen. ÖVP und FPÖ ersuchen Bildungsministerin Iris Rauskala laut dem Antrag, "die erforderlichen Schritte einzuleiten, damit eine altersgerechte und weltanschaulich neutrale Sexualerziehung ohne Beiziehung von schulfremden Personen oder Vereinen, sondern durch an der Schule wirkenden Pädagoginnen und Pädagogen sichergestellt ist". Der Nationalrat wird über den Antrag nächste Woche abstimmen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sexualität

  1. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’
  2. Bischof Bonnemain lässt die 'Schweizer Katze' aus dem Sack
  3. Nach Elternprotesten: Katholischer Kindergarten stoppt ‚sexualpädagogisches Konzept’
  4. USA: Sommerlager mit Sexualaufklärung für 8-10jährige Kinder
  5. USA: Schulbehörde zieht Planned Parenthood Flugblatt zur Sexualerziehung zurück
  6. 'Kirche, Sex und Sünde' - Fake-News-Alarm durch Kardinal Marx & Friends
  7. "Sex ist gut, aber nicht beliebig"
  8. In Israel gilt seit dem 10. Juli ein generelles Sexkaufverbot
  9. Zeitschrift EMMA: Frauen berichten über Rückkehr aus der Transgender-Identität
  10. Online lieben lernen?– Sexualerziehung in digitalisierter Gesellschaft






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz