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„Es brauchte eine katholische Mission“

16. Juni 2019 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Beim Kongress „Freude am Glauben“ wurde gefragt, wie in einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt Christen eine menschliche Arbeitswelt gestalten können. kath.net-Bericht von Susanne Wenzel


Ingolstadt (kath.net) Der zweite Tag des Kongresses "Freude am Glauben" begann mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Mensch bleiben in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts". Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie in einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt und steigender Unzufriedenheit mit der eigenen Arbeitssituation, gerade auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung von Arbeitsprozessen, Christen eine menschliche Arbeitswelt gestalten können. Während große Unternehmen häufig lediglich in Kategorien von Profit und kurzfristigen Börsenerfolgen denken würden, sei die große Stärke von Familienunternehmen gerade, dass sie sich um ihre Mitarbeiter kümmerten und sie in ihrer Entwicklung förderten. Positiv wurde festgestellt, dass Arbeitswelt und Gesellschaft wieder nach Wertorientierung suchten. In einer Zeit, in der die Nachfrage nach Arbeitskräften höher sei als das Angebot, müssten Unternehmen um Mitarbeiter werben. Das biete selbstverständlich die Chance für zufriedenstellendere Arbeitsbedingungen. Dabei müsse dann aber auch bedacht werden, dass die Arbeit nicht alles absorbieren dürfte.


Pfarrer Erich Maria Fink erinnerte in seinem Vortrag "Wir brauchen einen missionarischen Aufbruch, aber eine katholische Mission - Was können wir von religiösen Mega-Events erhoffen?" an die Evangelisierungsbemühungen der Päpste seit Paul VI., der den gewaltigen Glaubensabfall unserer Zeit vorausgesehen und die Notwendigkeit der Evangelisierung zu einer der vordringlichsten Aufgaben der Kirche erklärt hatte. Auch Johannes Paul II. hatte diesen Auftrag zum Programm seines Pontifikates gemacht und sei durch seinen unermüdlichen Einsatz als Völkerapostel selbst zum Vorbild und Pionier der Neuevangelisierung geworden. Die Weltjugendtage sollten der Kirche zeigen, wie Glauben und Beheimatung in der Kirche vermittelt werden können. Es brauchte aber eine katholische Mission, die den unverkürzten Christus der apostolischen Überlieferung verkündet.

Der Publizist Stefan Meetschen beleuchtete in seinem Vortrag "Fluch oder Segen? Was die Neuen Medien mit den Menschen und der Kirche machen", wie sehr Social Media den privaten und professionellen Tagesablauf und die Gestaltung des spirituellen Lebens prägen. Auch für die Einrichtungen der Kirche sind die virtuellen Kanäle immer wichtiger, da sie eine große Reichweite aufwiesen. Eine kritische Distanz sei bei den Lesern auch offizieller Webseiten kirchlicher Organisationen aber wichtig. So sei es von Bedeutung, ob ein bestimmtes kirchenpolitisches Bild oder eine Tendenz vermittelt werden sollte. Im Umgang untereinander etwa in Diskussionen auf Facebook stellte Meetschen fest, dass häufig nur "über Gott, aber nicht von Gott" gesprochen werde. Auch der Ton sei vielfach scharf. In diesem Zusammenhang zitierte Meetschen Papst Benedikt XVI., der einen christlichen Stil in der Präsenz der digitalen Welt angemahnt hatte. Dieser äußere sich vor allem in einer aufrichtigen, offenen und respektvollen Kommunikation. So könne jeder Christ im eigenen digitalen Profil konsequent Zeugnis ablegen.

Josef Kraus beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Frage, wie objektiv die Medien uns informieren und fragte, welche Verantwortung Medien in der digitalen Welt haben.

Den Abschluss des Haupttages bildete die Prozession durch die Ingolstädter Innenstadt mit anschließender Marienweihe.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 18. Juni 2019 
 

Epidemie von Alzheimer?

Bei der Lektüre dieses Artikels, des Vortrags und die 2 (zwei!) Kommentare frage ich mich ab:
Gibt es in diesen Ländern hier einen kollektiven Erinnerungsverlust?
In 2001 wurde in Wien (Österreich) von einem gewissen Kard. Schönborn, zusammen mit Kard. Danneels (EB Mecheln-Brüssel, Belgien), Kard. Lustiger (Paris, Frankreich) und Kard. Policarpo (Lissabon, Portugal) die Großoffensive für "die Neuevangelisierung in den Großstädten des Westens (Europa)" vor großem Publikum, mit gewaltigen finanziellen Anstrengungen und medialem Heisa gestartet und jedes Jahr weitergeführt.

Auf früher urkatholischem Gebiet, ca. 30 Millionen Bewohnern, zehntausenden Katechisten...
Das war nichts mit verwelkten und ungedüngten Pflanzen.
Das war ganz einfach Kursk; und die Superstrategen regieren bis jetzt noch :-(


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 Adamo 16. Juni 2019 
 

Wir brauchen einen missionarischen Aufbruch,

eine katholische Mission, so sagt es sehr richtig Pfr.Erich Maria Fink.

Leider wurde diese früher praktizierte Mission als nicht mehr zeitgemäß abgeschafft.

Damit ist auch der Glaube unserer Christen verwelkt und ist vielfach auch eingegangen wie ungedüngte unbewässerte Pflanzen.


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 Stefan Fleischer 16. Juni 2019 

Es brauchte aber eine katholische Mission, die den unverkürzten Christus der apostolischen Überliefe

Wenn sich aber die Verkündigung allzu sehr bemüht, das zu sagen, was die Menschen hören wollen, ihnen jene «Events» zu bieten, welche sie begeistern, dann bleibt von der katholischen, allumfassenden Lehre oft nicht mehr viel übrig. Wenn wir uns viel zu wenig bemühen, den Glauben alltagstauglich zu machen, dann sähen wir unter die Dornen und/oder auf felsigen Grund.
Bei den Laudes heute früh ist mir aufgefallen, wie oft unsere Verkündigung – aus falscher Rücksicht, unter dem Titel einer zeitgemässen Sprache – sich bemüht all dem auszuweichen, was wir Menschen nicht wirklich verstehen, was wir zuerst einmal glauben müssen (z.B. die Trinität). Das Stundengebet ist – vorläufig noch – vor all den «Textverbesserungen» (Textverwässerungen) verschont geblieben, welche «innovative» Geistliche z.B. in die liturgischen Texte des Heiligen Messopfers glauben einbringen zu müssen. Würden diese ihr Brevier wirklich beten, sie müssten eigentlich merken, dass sie so nicht glaubwürdig sind.


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