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Synodaler Weg – „Ich halte das für einen Etikettenschwindel“

24. Mai 2019 in Deutschland, 26 Lesermeinungen
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Augsburger Bischof Zdarsa übt im KNA-Interview schwere Kritik an der Geschwätzigkeit einiger deutscher Mitbrüder – Dieses "undisziplinierte Daherreden" sei eines der größten Probleme


Augsburg (kath.net)
Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hat in einem Interview mit der KNA schwere Kritik an der Geschwätzigkeit mancher seiner bischöflichen Mitbrüder in Deutschland geübt. Er habe den Mitbrüdern einmal ein Moratorium für öffentliche Stellungnahmen vorgeschlagen und diese gebeten, in ihren Äußerungen wenigstens nur von sich zu sprechen und nicht von "wir", "den Bischöfen" oder "der Kirche". Zdarsa wollte sich nicht dauernd von manchen Mitbrüdern vereinnahmen lassen, weil er dezidiert bei manchen Dingen eine andere Meinung habe. Dieses "undisziplinierte Daherreden" sei eines der größten Probleme.


Der Bischof von Augsburg hat in dem Interview auch den Begriff des "synodalen Wegs" zurückgewiesen. "Vom griechischen Wortsinn her ist das eine Tautologie, das ist Unsinn. Ich halte das auch für einen Etikettenschwindel", so Zdarsa wörtlich. Er betonte auch, dass er diesem "Weg" von Marx nicht zugestimmt habe.

Bischof Zdarsa kritisiert beim Thema "Abtreibung", dass diejenigen, die sich heute gegen Abtreibung oder auch Sterbehilfe einsetzen, als "freiheitsfeindlich" beschimpft würden. Er begrüße Aktionen wie den Berliner Marsch für das Leben und würde gerne daran teilnehmen, wenn es terminlich ginge.

Foto Bischof Zdarsa (c) Bistum Augsburg


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