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Papst wirbt für Organspende

14. April 2019 in Weltkirche, 36 Lesermeinungen
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Franziskus bei Treffen mit italienischem Organspendeverband im Vatikan: Organspende ist "edle und verdienstvolle Tat", wenn sie aus freien Stücken und "auf ethisch akzeptable Weise" geschieht


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat für die Organspende geworben. Der Bedarf sei weiterhin hoch; eigene Organe für Kranke zur Verfügung zu stellen, entspreche nicht nur der sozialen Verantwortung, sondern sei auch ein Zeichen umfassender Solidarität und der Nächstenliebe. Eine Spendekultur müsse durch Information und Sensibilisierung gefördert werden, betonte er bei einem Treffen mit dem italienischen Organspenderverband am Samstag im Vatikan.

Der Papst verwies auf den Katechismus der Katholischen Kirche, der die Organspende eine "edle und verdienstvolle Tat" nennt. Zugleich heißt es dort, Organspende sei "sittlich unannehmbar, wenn der Spender oder die für ihn Verantwortlichen nicht ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben" (Artikel 2296). Franziskus betonte, Organspende müsse "auf ethisch akzeptable Weisen" erfolgen und unentgeltlich sein. "Jede Form der Vermarktung des Körpers oder eines seiner Teile widerspricht der Menschenwürde", sagte er.

Der Papst nannte Organspende einen Beitrag zu einer Kultur des Lebens und ein Zeichen gegen entgegengesetzte Handlungen wie Abtreibung oder Euthanasie. Ausdrücklich ermunterte er Christen zur Organspende. Es handle sich um "ein Geschenk für den leidenden Herrn, der sagte, dass alles, was wir für einen notleidenden Bruder getan haben, für ihn getan haben", so Franziskus.

Weiterführender kath.net-Artikel: Prof. Axel Bauer: „Man braucht also für die Organspende Lebende, die zugleich tot sein müssen. Wie kann das funktionieren?“

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto: Papst Franziskus


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Lesermeinungen

 Benno Faessler-Good 15. April 2019 
 

Organspender als Lebensschützer?

Es ist eine Gabe Gottes, wenn ein Arzt, auch durch eine Organspende, das Leben einer Mutter oder eines Vaters retten kann.

Oder Leben auch ohne Organspende retten kann!

Es war der Wille meiner Mutter nicht am Tropf einer Maschine zu hängen, sondern um auf den Erlöser zu warten. Dieses Warten dauerte eine lange, schwere Woche!


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 in dubio 15. April 2019 
 

@scheinfrager

"also vom hohen Roß bitte runtersteigen"

In der Kürze liegt die Würze! Da kann ich @scheinfrager nur zustimmen. Die "Argumentation" ist doch arg an den Haaren herbeigezogen ...


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 scheinfrager 15. April 2019 
 

@freya

"Und 2. Sollte man sich fragen, ob man es verantworten kann, dass ein anderer mit meinen Organen evtl. ein gotteslästerliches Leben führen wird!"

1. Wenn Sie jemanden Almosen geben, kann der diese auch für ein gotteslästerliches Leben nutzen. Sie können zwar versuchen darauf zu achten, dass Sie niemanden Almosen geben, der solches tun würde. Aber Sie können es nie ausschließen.

Ergo trifft Sie im Allgemeinen keine Schuld, wenn Sie jemanden etwas geben - Geld, Essen, Unterkunft, medizinische Vrersorgung, Organe - und derjenige nutzt das gewonnene dann gegen Gott.

2. Sofern Sie nicht zufälligerweise ein Gerechter sind - und derer gibt es wenn überhaupt nicht viele (manche Juden gehen von 26 in der ganzen Menschheit aus; Sodom hatte keine 10) - ist Ihr eigenes Leben teilweise von Sünde geprägt, Sünde ist immer auch Lästerung von Gott, ergo werden Ihre Organe momentan ohnehin für ein teilweise gotteslästliches Leben verwendet - also vom hohen Roß bitte runtersteigen.


2

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 lakota 15. April 2019 
 

@Benno Faessler-Good

Ich danke Ihnen. Bei mir in der Nähe gibt es ein sehr gutes Hospiz, mit St.Anna-Schwestern, ich hoffe meine letzten Tage und Stunden dort verbringen zu können. Ich habe zwar eine liebe Nichte, aber leider keine Kinder, da muß man selbst vorsorgen so gut es geht.
Meine Mutter wird 90 und ich weiß, sie kann jeden Tag gehen, daher kann ich Ihnen nachfühlen, wie es Ihnen jetzt geht. Ich wünsche Ihnen für die schwere Zeit Kraft. Wir haben ja die Gewissheit, unsere Lieben wiederzusehen!


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 Benno Faessler-Good 15. April 2019 
 

" Unser Leben gleicht der Reise"

@lakota

Ich hoffe für Sie, dass Sie auf dieser Reise begleitet werden!

"Unser Leben gleicht der Reise
Eines Wandrers in der Nacht;
Jeder hat in seinem Gleise
Etwas, das ihm Kummer macht."


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 lakota 15. April 2019 
 

@Freya

Mit Ihrer Antwort an @Vukanai kamen Sie mir zuvor, aber ich unterschreibe jedes Wort!
Heute gibt es wie bei vielen anderen Dingen eine Anspruchshaltung, die auch vor dem Tod nicht haltmacht. Ich persönlich verstehe eine solche Haltung nicht: ob es um Leber, Herz, Nieren ect. geht - wenn diese Körperteile versagen, habe ich Anspruch auf eine Transplantation! Vor 50Jahren gabs das nicht und man mußte sich mit dem Tod abfinden. Natürlich ist es immer schwer, wenn es um Menschen geht, die man liebt, doch wenn man einen festen Glauben an unseren Vater im Himmel hat, dann kann man sich in seinen Willen ergeben. Man muß nicht um Ersatzorgane kämpfen und man weiß ja, daß man seine Lieben im Himmel wiedersieht.
In meiner Patientenverfügung steht klar: keine Organe, keine Schläuche ect. - wenn ich so weit bin, soll man mich gehen lassen.


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 Herbstlicht 15. April 2019 
 

@Benno Faessler-Good

Gott hat Ihre Mutter bei der Hand genommen und zu sich gerufen.
Wenn auch alles vergeht und nichts bestehen bleibt - seien Sie getrost.
ER ist mit ihr und mit Ihnen und den trauernden Angehörigen.


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 Benno Faessler-Good 15. April 2019 
 

Ich bin dieser Ordensgemeinschaft zu Dank verpflichtet

Meine Mutter wollte zu Hause zu Gott berufen werden.

Ihr Zimmer befand sich gefühlsmässig fast über der Kapelle im Tiefgeschoss. Das Licht floss von oben in die Kapelle.

Die Gottesdienste werden von den Bewohnern gerne besucht, gestern am Palmsonntag war die Kapelle gut gefüllt.

Ich bin froh, dass man Mutter nicht ins anonyme Spital musste.

Man gibt dort den Leuten genügend Zeit für die Heimkehr zu Gott unserem Schöpfer.


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 Benno Faessler-Good 15. April 2019 
 

Im Alters- und Pflegeheim gab man meiner Mutter genügend Zeit für die Heimkehr zu ihrem Schöpfer

Meine Mutter schlief praktisch eine Woche lang, manchmal setzte der Atem aus und kam wieder nach ein paar langen Sekunden.

Ich wollte einfach, dass jemand in der Nähe war.

Aber was machen diejenigen, die niemanden mehr haben bei dieser letzten Reise?

Im Gottesdienst sollte diese Lied zu Ostern nicht fehlen:

https://www.youtube.com/watch?v=Rhw7Zd2KpOI

Die Pflegenden schauten regelmässig zu Mutter und betteten sie mehrmals um.


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 Benno Faessler-Good 15. April 2019 
 

In der Nacht von Freitag zu Samstag wurde meine Mutter zu Gott berufen

Am Samstagmorgen um 05.04 Uhr klingelte mein Handy mit der traurigen Nachricht, dass meine Mutter im Alter von fast 91 zu Gott berufen wurde.

Seit dem vorletzten Freitag konnte meine Mutter das Bett nicht mehr verlassen und wir, meine älterer und jünger Bruder wachten bei ihr.

Am Montag ging ich nochmals arbeiten, aber es fiel mir schwer.

Deshalb "Wachte und betete ich" seit dem letztem Dienstag. Am Donnerstag schrieb mich der Arzt krank.

Meine Mutter war in einem Alters- und Pflegeheim, noch betreut von einer kleinen Gemeinschaft von Ordensbrüdern.

Sie erhielt die Krankensalbung. Am letzten Freitag, die Nacht vor ... kam ein Bruder 3 mal zu ihr.

Wir sprachen ein Vater unser, Gegrüssest seist zu Maria und das Gebet von Bruder Klaus.

Am Sonntag rief ich aus tiefer Not zum Ordensgründer, mein Gebet wurde gehört und meine Mutter konnte nochmals in die Wohnstube ihrer letzten Heimat. Dort lebte sie seit 11 Jahren.

Ich bin den Brüdern dankbar für ihren Beistand.


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 freya 15. April 2019 
 

@Vukanai

Und selbst wenn man darauf angewiesen sein sollte, ist es keinesfalls rechtens davon auch Gebrauch zu machen!

Zu meinem Freundeskreis zählte ein fünffacher Familienvater, der an einer angeborenen Herzschwäche litt. Im Alter von nur 48 Jahren stellten ihn die Ärzte vor die Alternative: Transplantation oder Tod. Der entsprechende Donator war bereits gefunden - er brauchte nur noch einzuwilligen. Er entschied sich für das Leben - des Spenders! und für sein ewiges Leben bei Gott.

1. Ist es überhaupt nicht sicher, dass das Spendeorgan nicht wieder vom Körper des Empfängers abgestoßen wird wie z.B. bei einem Fürst von Turn und Taxis, der schließlich nach der zweiten Herztransplantation verstarb.
Und 2. Sollte man sich fragen, ob man es verantworten kann, dass ein anderer mit meinen Organen evtl. ein gotteslästerliches Leben führen wird!

Sollte man an einer Organinsuffizienz leiden, besteht immer auch die Möglichkeit, den lieben Gott um Heilung zu bitten. Sein Wille ist ausschlaggebend!


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 freya 15. April 2019 
 

Ich würde es sehr begrüßen, wenn H. H. Bischof Laun ein Statement dazu abgeben würde!

Ihm, als ausgewiesenen Experten wenn es um den Lebensschutz geht - traue ich am ehesten eine richtungsweisende Stellungnahme zum Thema Organspende zu.


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 scheinfrager 15. April 2019 
 

Zum Thema selbst:

Ich sehe Organspende als prinzipiell zulässig, wenn man - so wie silas schildert - NUR noch darüber entscheiden kann, wann man die lebenserhaltenden Geräte abstellt.

Dann wählt man nur noch den Zeitpunkt des Todes des Menschen.

Wenn man den einfach verschiebt, damit dem Willen des Menschen entsprechend seine Organe - die er ohnehin nicht mehr braucht - entnommen und jemand anderem damit geholfen werden kann, tötet man den Menschen nicht durch die Organentnahme (Ausnahme vielleicht bei Herzspende), sondern durch das Geräte abschalten.

Man tötet ihn also so oder so auf gleiche Weise, kann aber vorher noch einem anderen das Leben erleichtern/retten.

Das geht meiner Ansicht nach aus katholischer Sicht in Ordnung.

Ich selber habe allerdings immer noch einen ablehnenden Spendeausweis im Geldbeutel. Denn ich muss auch Vertrauen ins System haben. Und das habe ich nicht, wenn das System lügt oder zumindest Tatsachen verschweigt (dass Organe grundsätzlich einem Sterbenden entnommen werden)


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 scheinfrager 15. April 2019 
 

@silas:

"Das Halbwissen ist bei dieser Thematik groß."

Die Unwissenheit ist aber gerade durch die gezielte sprachliche Unklarheit bedingt.

Denn wie Sie selber sagen:

"Richtig ist, dieser Mensch liegt im Sterben. Werden die Lebenserhaltenden Geräte abgestellt, stirbt dieser Mensch recht schnell."

Somit ist der Mensch zum Zeitpunkt der Organentnahme nicht tot.

Genau das wird aber immer wieder explizit behauptet (hier unterläuft vielleicht sogar dem Papst ein Fehler).

Beweis:
https://www.organspende-info.de/organ-und-gewebespende/verlauf
"In einigen Fällen ist das Gehirn jedoch so stark geschädigt, dass seine Funktion unumkehrbar und vollständig zerstört ist, die Person also verstorben ist. In so einem Fall kann über die Möglichkeit der Organspende nachgedacht werden."

Die offizielle BzGA Seite verbreitet somit die LÜGE, der Tod sei bereits eingetreten.

Also nachsichtig sein, wenn man hier etwas misstrauisch ist und Halbwahrheiten glaubt. Das passiert, wenn offizielle Stellen LÜGEN.


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 anjali 15. April 2019 
 

@Alpengluehen

Danke sehr,das wusste ich nicht.Selbst habe ich einen Nicht-Organspende ausweis.Hier in der Niederlanden ist man immer Spender wenn man das nicht ausdruecklich festlegt das nicht zu wollen!


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 girsberg74 15. April 2019 
 

Zustimmung mit einer kleinen Korrektur

@lakota „Hirntod = Tot?“

Ich stimme Ihren Ausführungen voll zu, bis auf „Gott ist der Herr ... ER kann Hirntote, wie schon geschehen, erwachen und leben lassen“

Anders als bei Lazarus, wo nur eine göttliche Machttat zur Erklärung der „Auferstehung“ in Frage kommt, verhält es sich mit dem Wieder-ins-Leben-Gelangen nach einer Hirntod-Bestimmung so, dass die Hirntod-Diagnostik mit Fehlern behaftet war, der „Hirntote“ also im Sinne der Definition nicht wirklich „hirntot“ war.

Das kommt insbesondere dann häufiger vor, wenn zwischen „Hirntod“-Bestimmung und Organentnahme eine längere Zeit verstreicht. Der Schwerverletzte wird an der Maschine länger und daher besser durchblutet, wobei sein Gehirn, das zum Zeitpunkt des Messung wirklich nichts „gesagt“ hatte, durch die gute Durchblutung wieder zu arbeiten beginnt.

Es mag sein, dass an manchen Orten schneller explantiert wird, um solche „Unsicherheiten“ auszuschließen.


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 girsberg74 14. April 2019 
 

@Ginsterbusch „Stellungnahme der Kirche?“

Sehr geehrte Ginsterbusch, „tot“ oder „nicht tot“, ist keine Sache der Theologie.

Zuständig sind hier Biologie bzw. Medizin, keine andere Wissenschaft sonst.

Hierzu lohnt sich ein Blick in die USA, wo unter Experten diese Frage längst geklärt ist. Es sind : Franklin Miller, Robert D. Truog und Alan Shewmon. Alle drei waren Befürworter der „Hirntod-Definition“, haben diese aber verworfen. Miller und Truog sprechen nun von „justified killing“(berechtigtem Töten).
Alan Shewmon hat sich aus strenger Wissenschaftlichkeit gänzlich von dieser Definition verabschiedet. Er hatte unter seinen mehr als 150 Dokumentationen den Fall eines unzweifelhaft „hirntoten“ Patienten, der über etwas mehr als 60 Tage an einer Maschine gehalten worden war, dann an einer unbehandelten Sepsis starb. Shewmon beobachtete an diesem Patienten den Eintritt von Bartwuchs, also den Beginn der Pubertät.


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 jabberwocky 14. April 2019 

Danke, @Alpenglühen

Ab morgen werde ich auch einen Nicht-Organspendeausweis haben! Danke für den Tip!


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 Montfort 14. April 2019 

Was ich mich bei solchen päpstlichen "Wortspenden",

"Ringkuss-Verweigerungs-Spässen" und Schuhkuss-Aktionen etc., etc. schön langsam ERNSTHAFT frage:

Ist Papst Franziskus überhaupt noch "bei vollem Verstand"?

Bitte nicht falsch verstehen - ich stelle diese Frage in Sorge um die Kirche, die jedem Christen als Glied des Leibes Christi zusteht.


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 Alpenglühen 14. April 2019 

@anjali

Es wurde immer wieder behauptet u. damit auch für Organspende geworben, daß Papa Benedikt Organspender wäre. Dies wurde aber bereits 2011 ausdrücklich u. klar verneint. s. Art. 29987, eine weitere Veröffentlichung s. Link.
M.W.n galt der Ausweis auch nur für die Hornhaut der Augen u. nicht für Organe.
Ich selber besitze einen Ausweis, daß ich weder Spender noch Empfänger bin, u. auch die Hirntoddiagnostik ausdrücklich ablehne. Denn oft wird erst gerade durch diese Diagnostik ein irreparabler Hirnschaden ausgelöst.

www.organspende-aufklaerung.de/neues/archiv-2011/03-02-11-papst-benedikt-xvi-ist-kein-organspender/


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 silas 14. April 2019 

Leben mit Würde und Sterben in Würde

Das Halbwissen ist bei dieser Thematik groß.

Wir leben in Deutschland und zwei Ärzte, die nichts mit der Organentnahme zu tun haben müssen eine irreversibel Schädigung des Gehirns feststellen, bevor bei uns Organe entnommen werden dürfen.

Richtig ist, dieser Mensch liegt im Sterben. Werden die Lebenserhaltenden Geräte abgestellt, stirbt dieser Mensch recht schnell. Als Krankenhausseelsorger erlebe ich dies häufig.

Soll ein speziell hierfür ausgebildetes und eingeflogenes Ärzteteam Organe entnehmen, müssen die Lebenserhaltenden Geräte weiter genutzt werden.

Das Problematische ist, das in den Sterbeprozess eingegriffen wird und der Sterbende ,länger‘ hier behalten wird. Wer das für sich nicht will darf kein Organspender sein! Denn seine von ihm eingegrenzte Würde und Selbstbestimmung würde missachtet!

Nun meine Schwester hat 6 Kinder und sie sagt, ,wenn ich im Sterben liegen und andere Kinder / Menschen helfen könnte tät ich es‘. Auch hier würde ihre Würde gewahrt!


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 Diadochus 14. April 2019 
 

Giftmischung

Papst Franziskus argumentiert mit christlichen Schlagworten, die aber in ihrer Zusammensetzung und Verwendung zu einer unannehmbaren Giftmischung verkommen. Er spricht von einer Kultur des Lebens und meint offensichtlich eine ganz andere, von der Papst Johannes Paul II. noch gesprochen hat. Er spricht von einem Geschenk für den leidenden Herrn. Ist es das wirklich? Worin besteht also das Gift? Wenn wir an der Seite des Herrn leben, unser Leben dem Willen Gottes überlassen (Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden; siehe Vaterunser), dann brauchen wir auch keine Angst zu haben vor dem Sterben. Dann können wir auch das Leid im Leben mit dem Blick auf das Kreuz so annehmen, so wie es Gott gefügt hat. Bei der Organspende sehe ich viel Egoismus, den Tod auf Kosten von anderen verdrängen zu wollen. Wir können nicht entrinnen. Nehmen wir das Leben so an mit allen Konsequenzen. Vergeuden wir unser Leben nicht mit einer solchen Giftmischung, einer falschen Hoffnung.


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 Selene 14. April 2019 
 

Die Organentnahme zu Zwecken der Transplantation

greift in den Sterbeprozess ein, dh., sie lässt den Menschen nicht in Frieden und Würde sterben.

Die Hirntoten, denen man Organe entnimmt, erhalten eine Narkose, eben weil sie noch nicht tot sind.

Der Papst schwätzt mal wieder drauf los ohne wirklich Bescheid zu wissen.


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 Chris2 14. April 2019 
 

KKK nicht aktuell

Danke @Eliah. Leider spricht auch der KKK vom "toten Leib", was Unsinn ist, denn die Organe arbeiten ja meist von alleine weiter. Gemeint ist der "Hirntod" - eine Definition, die es ohne Organspende gar nicht gäbe. Und: Auch heute noch wachen "hirntote" Menschen manchmal wieder auf und sind sogar komplett gesund. Fazit: Die Hirntod-Definition ist entweder falsch oder noch nicht sicher genug feststellbar. Zumal vieleOrgane ja ohne Steuerung durch das Gehirn versagen müssten, was sie aber nicht (immer) tun.


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 anjali 14. April 2019 
 

@Ginsterbusch

Ich weiss dass Papst Benedikt seine Organe spenden will. Ich bin gegen Organspende. Aber fuer Papst Benedikt wuerde ich gerne meine Organe spenden wenn er das braucht!


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 Alpenglühen 14. April 2019 

Denkt P.F. jemals nach u. informiert sich,

bevor er redet? Erst die Lobhudelei bei den dtsch. Medien, sie würden keine Fake-News bringen, sondern nur die Wahrheit berichten – selten so gelacht! – u. jetzt liefert er B.-Gesundh.-Minister Spahn die Steilvorlage, auf die der sich berufen kann, um seine Widerspruchsregelung durchzusetzen. Keine wie auch immer geartete, angebl. Verantwortung berechtigt, einen Menschen zur Organspende zu pressen. Denn m.E. ist das Gerede von P.F. von „sozialer Verantwortung“ nichts anderes als Erpressung. Er hätte lieber Papa Benedikt zitieren sollen, s. Art. 33795. Zitat: „Es ist jedoch nützlich daran zu erinnern, dass die einzelnen lebenswichtigen Organe nur ‚ex cadavere‘ entnommen werden dürfen [d.h. wenn der Mensch tot ist], der im übrigen seine einzigartige Würde behält, die zu respektieren ist.“ Zitat Ende
Worin bemißt sich für P.F. der Wert eines Menschen? Der Wert seiner Organe in € od. darin, daß er nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist? Ich bin kein Ersatzteillager od. Organdepot!

forum-deutscher-katholiken.de/erklaerung-des-forums-deutscher-katholiken-zur-neuregelung-der-organspende/#more-3921


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 Herbstlicht 14. April 2019 
 

Organentnahme, was bedeutet dies konkret?

Organe toter Menschen, genauer gesagt Leichen, sind für die Entnahme nicht geeignet.
Folglich also müssen es lebende Menschen sein, deren Organe man sich bedient.
Man bedenke den Sinn, der sich hinter dieser Vorgehensweise verbirgt.


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 Montfort 14. April 2019 

KKK 2296

"Organverpflanzung ist sittlich unannehmbar, wenn der Spender oder die für ihn Verantwortlichen nicht im vollen Wissen ihre Zustimmung gegeben haben. Sie entspricht hingegen dem sittlichen Gesetz und kann sogar verdienstvoll sein, wenn die physischen und psychischen Gefahren und Risiken, die der Spender eingeht, dem Nutzen, der beim Empfänger zu erwarten ist, entsprechen. Die Invalidität oder den Tod eines Menschen direkt herbeizuführen, ist selbst dann sittlich unzulässig, wenn es dazu dient, den Tod anderer Menschen hinauszuzögern."


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 Montfort 14. April 2019 

Zweierlei Maß?

Die Todesstrafe als "ultima ratio"-Nowehr eines Staates wurde als angeblich "gegen die Würde des Menschen" verstoßend durch PF geächtet - aber die Tötung eines Menschen mit immer noch intaktem Herz-Kreislauf-System zwecks Organentnahme und -verkauf wird hoch gelobt?! Hat der für "hirntot" Erklärte keine Chance der "Todesstrafe Organraub" zu entkommen?

Misst da nicht jemand mit zweierlei Maß?


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 Winrod 14. April 2019 
 

Verwirrung

Ich kenn mich mit diesem Papst nicht mehr aus!


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 Ginsterbusch 14. April 2019 

Stellungnahme der Kirche?

Ist das jetzt die private Meinung, oder die offizielle Meinung?
Gibt es morgen ein Dementi?
Wurden Passagen hinzugefügt oder weggelassen?
Liebes Kathnet-Team: gibt es dazu auch verbindliche Aussagen von Papst JPII oder Benedikt?
Es wird jeden Tag doller.


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 Eliah 14. April 2019 
 

Den Katechismus falsch zutiert

Franziskus zitiert hier zielgerichtet falsch und biegt sich den Katechismus so zurecht, wie er ihn wohl gern hätte. Im KKK steht in 2296 zwar tatsächlich, eine Organspende könne verdienstvoll sein, aber dort ist auch folgendes zu lesen: ...den Tod eines Menschen direkt herbeizuführen, ist selbst dann sittlich unzulässig, wenn es dazu dient, den Tod anderer Menschen hinauszuzögern“. Und in 2301 wird ausdrücklich festgelegt, wann man von „verdienstvoll“ sprechen kann: Nach dem Tod des „Spenders“. Daraus geht klar hervor, dass mit sittlich zulässiger Organspende nur die Spende einer Niere gemeint sein kann.


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 lakota 14. April 2019 
 

Hirntod = Tot?

Gibt man hier in kath.net den Begriff Organspende ein, findet man gute Artikel, die gegen eine Organspende sprechen.
U.a. einen Bericht von Prof. Spieker, dort steht:
"Die katholische Kirche teilt nicht die Auffassung der Transplantationschirurgen, dass der Hirntod der Tod des Menschen ist. Der Hirntod ist der Tod eines wichtigen Organs, aber nicht der Tod des ganzen Menschen. Eine hirntote Schwangere, deren Schwangerschaft bis zur Geburt des Kindes fortgeführt wird, ist ein lebendiger Beleg dafür."
Eine Organentnahme greift in den Sterbeprozess eines Menschen ein.
Gott ist der Herr über Leben und Tod, ER kann Hirntote, wie schon geschehen, erwachen und leben lassen und er kann Menschen mit implantierten Organen trotzdem sterben lassen.
Was P.F. hier sagt:"eigene Organe für Kranke zur Verfügung zu stellen, entspreche nicht nur der sozialen Verantwortung...." ist der Versuch, Druck auf andersdenkende Menschen auszuüben, weil viele den Tod nicht akzeptieren können.


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 Veritatis Splendor 14. April 2019 

Wirklich tot?

Das ist die eigentliche Frage...

Die aktuelle Hirntod-Diagnose ist eine Katastrophe und ganz klar transplations-affin:

Da die Krankenhäuser bei kaum einer anderen Leistung so viel & relativ leichtes Geld verdienen können (>50.000 aufwärts), sind sie auch nicht gerade "unbefangen" in der Hirntod-Diagnostik. Allein schon die Entnahme mehrerer Organe wird leistungsmäßig üppig vergütet, egal ob die anschließende Transplatation überhaupt noch glückt oder nicht.

Daher widerspricht auch diese indirekte "Vermarktung des Körpers oder eines seiner Teile [...] der Menschenwürde".

Nur die Spende von doppelt vorhanden Organen (Niere/Lunge), aus frei-willentlicher, persönlicher Nächstenliebe (für einen geliebten Menschen) würde ich noch befürworten.

Die Verschleierungen im Zshg. mit der Organspende lassen sich nicht mit christlichen Ideen schönreden:

Eine an sich moralisch schlechte Handlung (töten), wird auch nicht durch den Zweck geheiligt. Daran hat Pp. em. Benedikt soeben erinnert :-)


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 Eliah 14. April 2019 
 

Kajaphas heute

Der Link enthält das Eingeständnis der amerikanischen Wissenschaftler Robert D. Truog und Franklin Miller, dass „hirntote“ Menschen tatsächlich getötet werden müssen, um ihnen lebenswichtige Organe entnehmen zu können. Die Herren bezeichnen aber die Tötung dieser Menschen als durch den „guten Zweck“ der Organentnahme „gerechtfertigt“. Einer muss also sterben, damit ein anderer leben kann. Das aber ist doch nochmals eine Steigerung der Rates von Kajaphas "Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt“.


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 freya 14. April 2019 
 

Jetzt bläst er auch noch in dieses Horn

und zeigt wieder Mal wie ignorant und uninformiert er doch ist! Von wegen "Organspende ist ein Beitrag zur Kultur des Lebens und Handlungen wie Abtreibung und Euthanasie entgegengesetzt" - das Gegenteil ist der Fall: Nur Menschen mit einem intakten Herz-Kreislauf-System kommen als Organspender in Frage. Sind solche Menschen aber wirklich tot?! Darf einem Hirntoten ein frühes Ende gesetzt werden, nur weil ein anderer seine Organe braucht?!- Es ist an der Zeit, das Hirn- und Teilhirntod-Kriterium zu hinterfragen!
Außerdem ist PF nicht auf dem neuesten Stand, da die Forschung inzwischen fast so weit ist, Ersatzorgane für Menschen aus Tier- (hps. Schweine-) Stammzellen im Labor herzustellen zu können. Dann wird das Ausschlachten von Untoten hoffentlich bald Geschichte sein!


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