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Erzbischof Lackner: Aufruf zum Gebet für die Diözese Gurk

11. März 2019 in Österreich, 9 Lesermeinungen
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Bußgottesdienst mit dem Apostolischen Visitator - Prediger Hopfgartner: Unter der früheren bischöflichen Leitung sei manches passiert, was das Miteinander belastet habe


Klagenfurt (kath.net/KAP) "Wir haben in den letzten Wochen viele Menschen gehört und Fragen gestellt. Nun lade ich ein, im österlichen Bußgebet für die Diözese Gurk-Klagenfurt zu beten." Mit diesen Worten hat der Apostolische Visitator Erzbischof Franz Lackner am Freitagabend in der Nikolaikirche der Franziskaner in Villach den von ihm initiierten Bußgottesdienst eröffnet. Rund 170 Gläubige waren zum gemeinsamen Gebet gekommen. Lackner bat um "den Mut, umzukehren" und um "die Kraft, neu anzufangen".

Die Predigt hielt P. Willibald Hopfgartner, Vorsteher des Franziskanerklosters in Graz. Unter der früheren bischöflichen Leitung sei manches passiert, was das Miteinander belastet habe, so der Franziskaner, der zugleich aber vor allem die "Heilung von Verletzungen", die Notwendigkeit des Mittragens der Schwächen der Anderen und die Notwendigkeit der Vergebung hervorhob.


Abgeschlossen wurde der Bußgottesdienst mit dem traditionellen Hemma-Gebet. Die Hlg. Hemma (ca. 995-1045) ist die Kärntner Landespatronin. Bei der abschließenden Agape im Pfarrhof nahm sich Erzbischof Lackner - mit weiteren Vertretern des Visitationsteams - noch sehr viel Zeit für das Gespräch mit den Gläubigen.

Die "Kleine Zeitung" hatte unmittelbar vor dem Gottesdienst eine Umfrage unter den Gläubigen vor Ort gemacht. Der Tenor: Die Kirche in Kärnten braucht mehr Barmherzigkeit, mehr Gebet füreinander und einen guten Neuanfang.

Mehr als 200 Gespräche

"Die österliche Bußzeit ruft uns alle auf, einen ehrlichen Blick darauf richten, wie wir unsere Verantwortung als Christinnen und Christen, aber insbesondere als Verantwortliche in der Kirche wahrgenommen haben", hatte Lackner vor kurzem bei der Ankündigung des Gottesdienstes betont und hinzugefügt: "Nur wenn wir uns der ganzen Wahrheit stellen, wird für die Diözese Gurk-Klagenfurt wieder ein vertrauensvolles Miteinander möglich sein."

Lackner und sein Visitationsteam hatten in den vergangenen Wochen mehr als 200 Gespräche mit Kärntnerinnen und Kärntnern, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diözese und des Bistums geführt und dabei viel von Enttäuschungen, Kränkungen, Misstrauen, Sorgen und Erwartungen gehört. "Vieles bedarf einer Heilung. Wir hoffen, dass Gottes Gnade unser Wirken zum Guten führen wird. Alles Gehörte wollen wir im Gebet vor Gott hintragen, alles wird auch in den Bericht einfließen, der laut Dekret nach Rom geschickt werden muss", hielt der Apostolische Visitator damals gegenüber Kathpress fest.

Am 14. Jänner hatte Erzbischof Lackner mit der Visitation in der Diözese Gurk, unterstützt vom Feldkircher Bischof Benno Elbs und einem Team, begonnen. Neben Gesprächen mit der Kärntner Diözesanleitung, dem Domkapitel und zahlreichen kirchlichen Verantwortungsträgern hielt der Salzburger Erzbischof auch allgemeine Sprechtage ab. Der Abschluss der Visitation soll nach Angaben der Verantwortlichen noch in der Fastenzeit erfolgen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Erzbischof Lackner (c) Erzdiözese Gurk/Sulzer


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Lesermeinungen

 Schneerose 12. März 2019 
 

@Hadrianus Antonius

Für die Großbuchstaben bin ich verantwortlich, ich wollte so das Gebet mehr hervorheben. Hat es Sie gestört, dann verzeihen Sie mir bitte.


1
 
 Schneerose 12. März 2019 
 

@Jesusfan

Dieses Schwarz-Netzwerk wird sich wohl einmal auflösen? Oder müssen wir warten, bis die wichtigsten Drahtzieher wegsterben?
Der bevorstehende Bericht wird noch zusätzliche Fakten zu Tage bringen, da bin ich mir sicher. Dann ist Schluss mit Ausreden und Schweigen!


3
 
 Hadrianus Antonius 12. März 2019 
 

@Schneerose und @EB Lackner

Äusserst kurz und alles in Großbuchstaben dieses bekannteste universale Gebet:
SOS
(Save our souls) : "Rette unsere Seelen".
Paßt genau.


4
 
 Jesusfan 12. März 2019 

ja Schneerose

Hätte Frau Enzinger nicht vor Gericht die Diözese verklagt und weiterhin für ihre Unfähigkeit Kirchengelder in unverschämter Höhe abkassieren wollen;
hätte EB Schönborn und Schwarz nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt und die Pressekonverenz verhindert und dann als Draufgabe in der Öffentlichkeit auch noch die Unwahrheit sagen und zu behaupten "es wäre eh alles in Ordnung", wäre Bischof Schwarz nicht nach St.Pölten versetzt worden sondern z.B als Bischof in eines der ärmsten Länder der Welt;
ja dann wäre das alles ausgeblieben. Und wie Sie selber am besten wissen - hätte bereits vor Jahren der Nuntius, Erzdiözese Salzburg, Kardinal Schönborn, Bischofskonferenz reagiert und eine Kursänderung eingeschlagen - hätte die Kirche Österreichs nicht so sehr an Glaubwürdigkeit verloren.


4
 
 Jesusfan 11. März 2019 

@ Schneerose

In der Wirtschaft, Bund Länder und Gemeinden ec. wäre jemand, gegen den ein gerichtliches Strafverfahren läuft zumindest während des Verfahrens dienstfrei gestellt. Bischof Schwarz übt in St.Pölten weiterhin sein Amt als Bischof aus und ist in der Bischofskonferenz auch noch "Finanzbischof". Es wird Zeit, dass der Endbericht bald fertig wird und es zu einem guten Neubeginn in Kärnten kommen kann.


3
 
 girsberg74 11. März 2019 
 

Sie meinten sicherlich nur den Schaden, den reinen Schaden!

@Komplet „Wenn ich die ganze Büsserei sehe … dann denke ich der Klerus sozialisiert ... den Mißbrauch.


5
 
 Schneerose 11. März 2019 
 

@Komplet

In der Wirtschaft würde man nach all dem Querstellen gegenüber der Leitung (in diesem Fall der Metropolit, dem die Diözese Gurk-K. unterstellt ist) diese Filiale unter die Kontrolle einer anderen Filialleitung stellen bzw. schlimmstenfalls ganz schließen.
Wie hat ein Posting in diesem Zusammenhang einmal gelautet? Gliedert doch diese Diözese in die Steiermark ein.


4
 
 Schneerose 11. März 2019 
 

Hemma - Gebet

für alle, die es interessiert zum Mitbeten. Vorallem aber für die, die nicht anwesend sein WOLLTEN (ein indiskutables Verhalten der Diözesanleitung und der Stadtkirche):
HEILIGE HEMMA, HEILIGE FRAU,
ZEIGE UNS DIE WEGE ZUR HEILIGKEIT:
WEGE ZU EINEM DENKEN, DAS NICHT IN VORUTEILEN VERHÄRTET IST;
WEGE ZU EINEM SEHEN, DAS DER WÜRDE DES MENSCHEN UND DER GANZEN SCHÖPFUNG GERECHT WIRD;
WEGE ZU EINEM HÖREN, DAS AUCH AUF DIE LEISESTEN STIMMEN ACHTET;
WEGE ZU EINER SPRACHE, DIE TÜREN UND HERZEN ÖFFNET.
ZEIGE UNS, WIE WIR MITEINANDER GEHEN KÖNNEN
WEGE DES FRIEDENS:
FRIEDE DEN FERNEN, FRIEDE DEN NAHEN.
ERBITTE UNS WEGWEISENDE, HELFENDE, BERUFENE, DIE GOTTES RUF FOLGEN
UND IHM TREU BLEIBEN.
HEILIGE HEMMA, BITTE FÜR UNS.


7
 
  11. März 2019 
 

In der Wirtschaft heißt es: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren

Wenn ich diese ganze Büsserei im Zusammenhang mit Mißbrauch aller Art sehe, dann denke ich der Klerus sozialisiert auch noch den Mißbrauch.


10
 

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