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München: Ordinariat wird nicht mehr von Priester geleitet

27. November 2018 in Deutschland, 42 Lesermeinungen
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Erzbistum München: Leitung der erzbischöflichen Verwaltung wird weiter konsequent professionalisiert


Rom (kath.net/pem) Der Reformbedarf in der katholischen Kirche ist hoch – das Erzbistum München und Freising wird deshalb eine weit gehende Veränderung auf seiner Leitungsebene vollziehen. An der Spitze der Verwaltung wird künftig nicht mehr ein Priester stehen, wie es bislang in der katholischen Kirche allgemein üblich ist, sondern eine Frau oder ein Mann aus dem Laienstand. Dies teilte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt einer Klausurtagung der Ordinariatskonferenz und des Bischofsrates zur Zukunft der Erzdiözese am späten Sonntagabend, 25. November, in Rom mit.


Bislang fungiert ein geweihter Priester im Amt des Generalvikars als allgemeiner Vertreter des Erzbischofs auch als oberster Chef des Erzbischöflichen Ordinariats. Dieses Amt und die damit verbundenen Aufgaben und Funktionen werden aufgeteilt. Eine Amtschefin oder ein Amtschef wird nun die operative Verwaltungstätigkeit eigenständig leiten, ein Priester als Generalvikar wird sich um thematische, inhaltliche und theologische Fragen kümmern – er wird zwar eine dienstliche Aufsicht über den Chef oder die Chefin des Ordinariats ausüben, aber nicht dessen oder deren Vorgesetzter in Fragen der Verwaltung sein.

Kardinal Marx und der bisherige Generalvikar Peter Beer wollen mit dieser Reform die Laufbahnentwicklung für Frauen und Männer im Laienstand erweitern und Karrierechancen eröffnen. Ziele sind zudem eine weitere Professionalisierung im Bereich der Verwaltung und der Abbau von einseitiger Konzentration der Macht auf Priester.

Die Stelle des Amtsleiters/der Amtsleiterin soll ab sofort näher beschrieben und im 1. Quartal des Jahres 2019 ausgeschrieben werden, zum 1. Januar 2020 sollen beide Spitzenpositionen neu besetzt sein. Der bisherige Amtsinhaber Peter Beer wird danach eine neue Aufgabe übernehmen.

Foto: Eingangsbereich des alten Ordinariates (c) kath.net


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