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Augsburg: Zwei frühere evangelische Pfarrer empfangen Priesterweihe

23. Oktober 2018 in Deutschland, 89 Lesermeinungen
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Der Augsburger Bischof Zdarsa weiht am 28. Oktober in der Rektoratskirche St. Sebastian zwei Diakone zu Priestern - Beide früheren Pfarrer sind verheiratet und haben Dispens des Papstes vom Zölibat erhalten


Augsburg (kath.net/pba) Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa wird am Sonntag, 28. Oktober, zwei Diakone zu Priestern weihen. In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst um 14.30 Uhr in der Rektoratskirche St. Sebastian in Augsburg werden Diakon André Schneider und Diakon Andreas Theurer das Sakrament der Priesterweihe empfangen.

Mit Portraits, die kurz vor der Priesterweihe entstanden sind, werden die zwei Kandidaten im Folgenden kurz vorgestellt: Biografisches, ihre Beweggründe, Priester in der katholischen Kirche zu werden, die künftigen Aufgaben in der Pfarrei und die Bedeutung ihres Primizspruchs.

André Schneider (44), verheiratet, vier Kinder
(Heimat)Pfarrei: Dompfarrei Zum Heiligsten Herzen Jesu, Augsburg
Studium: Humboldt-Universität Berlin (1993-2001), Lutherische Theologische Hochschule Oberursel/Taunus (2001-2002), Universität Augsburg (2014-2017)
Diakonatspraktikum: Pfarreiengemeinschaft Augsburg – St. Georg/St. Maximilian/St. Simpert
Primiz: St. Georg, Augsburg,
1. November, 10 Uhr
Nachprimizen: Heilig Geist Augsburg-Hochzoll, 11. November, 11 Uhr und Zwölf Apostel Augsburg-Hochzoll
18. November, 10 Uhr

ab November 2018: Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist/Zwölf Apostel in Augsburg-Hochzoll

Warum haben Sie sich dazu entschieden, den Beruf des Priesters zu ergreifen?

Ich stamme aus einer evangelischen Familie, in der Religion allerdings keine Rolle gespielt hat. Obwohl getauft und konfirmiert, habe ich erst mit 16 Jahren durch Freunde zu Glaube und Kirche zurückgefunden. Meine geistliche Heimat war seitdem ein - wenn man so will - sehr „katholisches“, liturgisch-sakramentales Luthertum, und mein größter Wunsch wurde sehr schnell, Gott und seiner Kirche am Altar, dem Herzen der Kirche selbst dienen zu dürfen. Nach dem Theologiestudium war ich von 2002-2013 erst Vikar, dann evangelisch-lutherischer Pfarrer in Erfurt. Mit der Zeit wurde mir jedoch immer klarer, dass man nicht allein für sich selbst und seine Gemeinde katholisch sein kann, sondern dass es dafür die volle, lebendige Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche und ihrem Oberhaupt braucht. Ich bin Papst Franziskus dankbar, dass er mir durch den Dispens vom Zölibat ermöglicht hat, meiner Berufung weiter zu folgen.

Ihr Primizspruch lautet: „Regnare Christum volumus!“ Was möchten Sie damit zum Ausdruck bringen?

Der Primizspruch bedeutet „Wir wollen, dass Christus herrscht, dass er König ist“. Die Kirche verkündigt uns Jesus Christus als König der Könige und Herrn aller Herren. Wo Gott aus dem Mittelpunkt verdrängt wird, gerät auch der Mensch schnell unter die Räder, das scheint mir eine zentrale Lehre aus den Schrecken des letzten Jahrhunderts zu sein. Der Primizspruch erinnert mich aber auch daran, die Prioritäten meines geistlichen Dienstes im Blick zu behalten und vor allem, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

Was sind Ihre Wünsche, Hoffnungen und Ziele für Ihre künftigen Aufgaben in der Seelsorge?

Ich freue mich sehr auf die Gemeinschaft mit den Schwestern und Brüdern in der Pfarrei und den gemeinsamen Weg miteinander auf Christus hin, auf das gemeinsame Wachsen in der Freundschaft zu ihm. Unser gemeinsames Ziel als Christen ist ja der Himmel; dieses Ziel gilt es, niemals aus den Augen zu verlieren.

Andreas Theurer (51), verheiratet, zwei erwachsene Söhne
(Heimat)Pfarrei: St. Gabriel, Deuringen
Studium: Tübingen (1988-90, 1991-94), Erlangen (1990-91), Augsburg (2014-17)
Diakonatspraktikum: PG Oberhausen-Bärenkeller
Primiz: Deuringen, 4. November,
10 Uhr
Nachprimiz: Maria Vesperbild,
18. November, 17 Uhr

ab November 2018: Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Göggingen-Inningen und - wie bisher - als Referent im Institut für Neuevangelisierung tätig

Warum haben Sie sich dazu entschieden, den Beruf des Priesters zu ergreifen?

Ich war schon 17 Jahre lang evangelischer Pfarrer in Württemberg. Das bin ich geworden, weil ich seit meinem 11. Lebensjahr bewusst Christ sein und dem Willen Gottes folgen wollte. Und als es dann um die Berufsentscheidung ging, war mir auch bald klar, dass der Weg ins Pfarramt meine Berufung ist. In der Zeit als Pfarrer ist in mir dann aber die Einsicht gereift, dass zur vollmächtigen Spendung der Sakramente vom biblischen und altkirchlichen Zeugnis her tatsächlich eine Priesterweihe nötig ist. Das war auch der wesentliche Grund für meine Konversion im Jahr 2012. Insofern ist die jetzt anstehende Priesterweihe auch die Antwort auf meine damaligen theologischen Fragen und die Erfüllung meiner Hoffnungen. Ich bin dankbar, dass ich durch die in solchen Fällen mögliche Dispens des Papstes vom Zölibat auch dieser Berufung folgen darf.

Was möchten Sie mit ihrem Primizspruch „Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.“ (Mt 10,32) ausdrücken?

Das war 1981 mein Konfirmationsspruch, den ich mir damals auch selbst aussuchen durfte. Ein Konfirmationsspruch ist für evangelische Christen oft so etwas wie ein Lebensmotto. Der Grund, warum ich mich als 14-Jähriger für diesen Bibelvers entschieden habe, war, dass ich immer im Bewusstsein behalten wollte, dass das aktive Bekenntnis zu Jesus und ein missionarischer Lebensstil zum Christsein dazugehören. Gerade weil ich von meiner Art her eher schüchtern war, wollte ich mich mit diesem Jesuswort zu einem solchen Zeugnis ermutigen. Schon als evangelischer Pfarrer und nun in der Arbeit im Institut für Neuevangelisierung habe ich eigentlich immer versucht, diesem Motto treu zu bleiben.

Was sind Ihre Wünsche, Hoffnungen und Ziele für Ihre künftigen Aufgaben in der Seelsorge?

Ich wünsche mir, dass der Weg, den ich vor über 30 Jahren in der Württembergischen Landeskirche mit der Vorbereitung auf das geistliche Amt begonnen habe, nun in der sakramentalen Fülle der katholischen Kirche zum Ziel führt. Ich möchte mit meinem Dienst als Priester dazu beitragen, dass das Evangelium den Menschen verkündet wird und möglichst viele eine lebendige Beziehung zu Christus finden.

kath.net-Beiträge über Andreas Theurer.

Die beiden verheirateten Diakone Andreas Theurer und Diakon André Schneider werden zu Priestern geweiht werden (v.l.)


Gudrun und Andreas Theurer direkt nach ihrer Aufnahme in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche


Foto: Diakon Andreas Theurer und Diakon André Schneider (c) Nicolas Schnall/pba


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Lesermeinungen

 Stefan Godehard 26. Oktober 2018 
 

@Msgr.F. Schlegl

Herzlichen Dank für Ihre Antwort! Die Hinweise bezüglich der Literatur sowie auf die Ostkircheninstitute sind bereits sehr hilfreich!- Die Auslegung der entsprechenden Schriftstellen bei Heid liest sich durchaus plausibel; aber die Quellen für die z.T. anderslautenden Auffassungen im byzantinischen, altorientalischen und ostsyrischen Bereich würde ich mir natürlich auch gerne zu besserem Verständnis noch etwas weiter erschließen- dicitur et altera pars. Ihre Anregungen werde ich sehr gerne dazu nutzen!


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 Giovanni Bosco 26. Oktober 2018 

Zölibat versus Ehe

Mir hat in der Jugend ein Seelsorger gesagt, dass der Unterschied zwischen einem zölibatären und verheirateten Leben kein großer Unterschied besteht.
Je älter ich werde, desto mehr verstehe ich was er meinte: Treue und die Fähigkeit zur Enthaltsamkeit ist in beiden Lebensformen gefragt.


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 Giovanni Bosco 26. Oktober 2018 

... und einige haben sich selbst dazu (eheunfähig) gemacht, um des Himmelreiches Willen (Mt 19)

Der zölibatär lebende Priester würdigt und heiligt durch seinen Lebensstil die Ehe. Denn er verzichtet freiwillig auf das, was ihm und der Kirche besonders wichtig ist.
Und genau durch diesen endgültigen Verzicht, der das ganze Leben durchzieht wirken durch den Zölibat besondere Gnaden!


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 SCHLEGL 26. Oktober 2018 
 

@Paddel

Auf schnelle Art und Weise kann ich Ihnen keinen Link angeben, aber ich habe die Äußerungen von Papst Johannes Paul II GENAU verfolgt, war 1997 Gast der Ostkirchenkongregation in Rom und bei einer Papstaudienz!
Johannes Paul hat den VORRANG des lateinischen Ritus in der Mission ABGESCHAFFT! Das heißt Missionsarbeit kann in JEDEM Ritus erfolgen (in Indien zumeist im syro-malabarischen Ritus), weil er dem Ehrfurchtsempfinden der Inder näher liegt.
Johannes Paul hat bei seinem Besuch in der Ukraine sowohl verheiratete, als auch ehelose Priester als Märtyrer der Sowjets heiliggesprochen.
In Ostpolen wurde, gegen den Willen der lateinischen Bischöfe geduldet,dass verheiratete ukrainische Priester für die 500.000 griechisch katholischen Gläubigen in der Diözese von Peremysc =Przcemysl eingesetzt werden.
Papst Franziskus hat jetzt die Weihe verheirateter orientalischer Priester auch außerhalb der ethnischen Gebiete zum Einsatz für die Minderheiten,gestattet.Msgr. Franz Schlegl


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 SCHLEGL 26. Oktober 2018 
 

@Stefan Godehard

Also,ich habe bei Heid das Gefühl,dass von vornherein feststeht,was bewiesen werden soll, mag es auch Verrenkungen kosten.Ich habe auch 3 Jahre orth. Theologie bei einem Professor aus Konstantinopel studiert und hatte als Studienkollegen(damals jungem Priester) den heutigen Katholikos-Patriarchen Karekin III. von Armenien.
Da haben wir sehr viel über Geschichte und Praxis der Orientalen im 1. Jt. gesprochen.
sowohl im Lexikon der Ostkirchenkunde, als auch im Werk von Heiler("Die Ostkirchen"),wie in der Zeitschrift"Der christliche Osten" der "Catholica Unio", deren Ausgaben seit 1954 ich alle besitze,steht eine Menge darüber,aber das kann man weder mit 1000 Zeichen zitieren,noch kann ich solche Artikel heraussuchen! Ein Ostkircheninstitut könnte weiterhelfen.
Nur so viel:Der v. Heid postulierte Enthaltsamkeitszölibat lässt sich schwer nachweisen,weil mangels Geburtsurkunden nicht feststellbar ist,ob Kinder VOR od. NACH der Weihe(was sicher scheint) gezeugt worden sind!Msgr.F. Schlegl


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 SCHLEGL 26. Oktober 2018 
 

@freya

Ich weiss nicht,ob es Ihnen bekannt ist, aber in einer Reihe von westeuropäischen Ländern sind verheiratete griech.kath. Priester nicht nur in der Spitalsseelsorge, sondern auch regulär in röm.-kath., also lat.Pfarren eingesetzt,auch als Moderatoren,also Leiter der Pfarren.
Weil die kath. Ostkirchen eine Minderheit sind u.in der Vergangenheit auch von Bischöfen/Priestern des lat. Ritus viel Unrecht erfahren haben, (19.Jh. USA/20.Jh. Polen),fühle ich mich als zölibatärer Priester beider Riten als einziger Nativspeaker der deutschen Sprache unter den ukr. Priestern schon dafür verantwortlich,für die Mitbrüder einzutreten.
Es ist keine Frage, dass die verheirateten Mitbrüder ehelose Priester (Mönchspriester)schätzen,weil aus ihren Reihen die Bischöfe kommen.
Ich habe das nicht nur heuer im Zug von 4 Spitalsaufenthalten,von denen einer postoperativen Komplikation für 3 Tage in der Intensivstation endete, erfahren.Die Mitbrüder spendeten d. Krankensalbung u. besuchten mich.Msgr.Schlegl


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 Paddel 26. Oktober 2018 

@SCHLEGL

Haben Sie da einen Link, was Papst Johannes Paul II dazu gesagt hat? Mich interessiert das ehrlich.
Ich fühle mich nicht "geschulmeistert". Ich denke wir Menschen leben davon, dass wir voneinander lernen. Auch wenn ich Ihren Argumenten nicht folgen kann, bin auch ich nicht der Meinung, dass man Priester in zwei Klassen einteilt oder benotet. Durch was wird denn der verheiratete Priester "schlechter", weil er geheiratet hat? Das entwertet nicht nur das Priesteramt sondern auch die Ehe.
Nun denn, trotzdem würde es mich freuen, wenn Sie mir nicht gleich die Kompetenz vollkommen absprechen, weil ich kein Priester bin.
Wie auch immer die Ostkirche das praktiziert, für die lateinische Kirche ist der Zölibat essentiell. Der zölibatäre Priester hat definitiv ein anderes Apostolat.


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 Stefan Godehard 26. Oktober 2018 
 

@Msgr. Franz Schlegl

Hochwürden, Sie erwähnen, daß Sie von der Darstellung Stefan Heids zum Zölibat unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung in den verschiedenen Ostkirchen nicht überzeugt sind. Könnten Sie zum Thema der Geschichte des Zölibats in den Ostkirchen (hier wären natürlich besonders Zitate früher Quellen interessant) eventuell jüngere Publikationen empfehlen oder benennen? Bislang fand ich die Schlüsse von Heid und auch Kard. Stickler durchaus nachvollziehbar, würde aber natürlich auch sehr gerne quellenbasierende Gegenargumente zu deren Ansichten untersuchen wollen. Herzlichen Dank im Voraus!


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 freya 26. Oktober 2018 
 

@SCHLEGL

Manche hier sind es auch leid, dass Sie sich hier in Bezug auf verheiratete Priester ständig wiederholen....
Was Sie von anderen einfordern, bitte selbst auch einhalten! (Goldene Regel)

Sie scheinen ja auch sehr genau zu wissen, wer hier im Zölibat lebt und wer nicht!? - Seit wann eigentlich, hat der Klerus den Hl. Geist für sich allein gepachtet?!

Es gibt übrigens nicht wenige verheiratete Priester der orthodoxen Kirche, die ihrerseits eine Hochachtung für die zölibataere Lebensform der römisch katholischen Priester haben und dies auch offen bekunden!


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 bernhard_k 26. Oktober 2018 
 

@Msgr. Schlegl

Sie müssen weder verheiratete Priester in Schutz nehmen (das können diese selber) noch sich aufregen.

Es geht in dieser Frage schlicht um Logik.

Und natürlich gibt es auch zölibatäre Priester, die für ihren Glauben starben. Also, wenn Sie vergleichen, dann bitte immer "ceteris paribus", also unter sonst gleichen Bedingungen.


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 SCHLEGL 26. Oktober 2018 
 

@bernhard_k

Sie wiederholen sich, das haben Sie schon geschrieben.
Bekanntlich sind griechisch katholische Priester KATHOLISCH, ebenso wie andere Priester einer katholischen Ostkirche. Ich bin es leid, ständig verheiratete Mitbrüder, die sich durch solche Postings zurückgesetzt fühlen,vor manchen "Superkatholiken",die selbst nicht Priester sind,aber Lebensformen mit entsprechenden Schulnoten versehen, in Schutz nehmen zu müssen.
In der Sowjetzeit, ebenso wie im Nahen Osten, sind es sehr viele verheiratete Priester gewesen, die unter Lebensgefahr, oder unter Hingabe ihres Lebens Christus bezeugt haben, während wir hier im Westen diskutieren! Msgr. Franz Schlegl


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 Paddel 26. Oktober 2018 

Ein Fleisch

1. Warum können nur Männer Priester werden?
2. Warum kann ein Priester verheiratet und Priester sein oder aber unverheiratet und Priester?
Ich meine, wenn verheiratete Priester, Priester sein dürfen, müssten das auch ihre Frauen sein dürfen, denn sie sind nicht mehr zwei sondern ein Fleisch!


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 SCHLEGL 26. Oktober 2018 
 

@doda

Darf ich Ihnen mitteilen, dass mich das Wort "wertschätzend" auf die Palme bringt! Ich habe diesen unerträglichen Neologismus auch bei diversen Schulkonferenzen und Sitzungen gehört! Ich schätze JEDE PERSON, weil sie ein Geschöpf Gottes und zum ewigen Leben berufen ist.
Ob "Paddel" ein Mann, oder eine Frau ist, ist mir nicht bekannt.
Es stört mich aber sehr, wenn mich griechisch katholische Gläubige und Priester, auch Orthodoxe, auf die Abwertung der verheirateten Priester, die in diesem Forum leider manchmal anzutreffen ist, hinweisen, So etwas ist in keiner Weise "WERTSCHÄTZEND".
Und da empfehle ich eben allen Personen die keinem orientalischen Ritus angehören derartige Empfehlungen bezüglich der verheirateten orientalischen Kleriker zu unterlassen. Ich bin ziemlich sicher, dass man in der Ukraine, oder Transsilvanien, sich wesentlich heftiger ausgedrückt hätte, als ich es beschrieben hatte.Msgr. Franz Schlegl


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 Walahfrid Strabo 26. Oktober 2018 

Etwas befremdlich....

...sind einige Kommentare hier ja schon. In unseren Priesterseminaren herrschen teilweise Zustände wie in Sodom und Gomorrha und hier wird sich darüber ausgelassen, ob die beiden Konvertiten noch mit ihren Ehefrauen (und den Müttern ihrer Kinder) das Bett zu teilen haben oder nicht. Da schämt man sich ja direkt. Hoffentlich lesen die beiden (und vor allem ihre Familien) nicht hier mit...

Ich wünsche den beiden Neupriestern jedenfalls von Herzen alles Gute und Gottes reichen Segen für ihr Wirken. Auch ihren Angehörigen, für die dieser Schritt auch einige große Veränderungen mit sich bringt.


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 doda 25. Oktober 2018 

Nur zur Richtigstellung @Schlegl

Keinem Post von @Paddel kann ich die von Ihnen behauptete Ableitung des Zölibates entnehmen.
Auf diesen Passus aus einem Post von Ihnen an @Paddel bezog sich meine Feststellung, Sie seien ihr buchstäblich über den Mund gefahren:
"Also, wenn Sie das in Rom in der Ostkirchenkongregation sagen, oder in der Ukraine griechisch katholischen, oder orthodoxen Priestern, dann werden sie Probleme bekommen!Vermutlich würde man Ihnen sagen, weil Sie kein Priester sind, halten Sie sich bitte aus der ganzen Sache heraus.Das wäre doch eine vernünftige Lösung?!"
Das ist von einem Kleriker einer Frau gegenüber nicht wertschätzend formuliert- auch wenn Sie es im Konjunktiv formuliert Mitbrüdern in den Mund legen.
Für mich ist das Thema damit erledigt.


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 SCHLEGL 25. Oktober 2018 
 

@ freya

Bei dem von mir zitierten Text des Paulus handelt es sich aber um die Missionstätigkeit der Apostel NACH Ostern, also in Erfüllung des Missionsauftrages des Herrn.
Nachdem, wie ich sagte, die Bischöfe die Nachfolger der Apostel sind, hat es der kirchlichen Tradition ab dem 3/4.Jh gefallen für alle Bischöfe den Zölibat/Mönchsweihe zu fordern.
Jedoch von den Aposteln auf die Helfer der Bischöfe, also die Priester zu schließen, scheint einigermaßen schwierig und ist durch die Tradition der ersten Jahrhunderte und besonders im Osten nicht gedeckt.Msgr. Franz Schlegl


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 doda 25. Oktober 2018 

@Schlegl

In Ihrem Post @Paddel fahren Sie ihr buchstäblich über den Mund.
@Paddel stimme ich zu, dass ein Mann, der sich sexuell nicht enthalten kann, weder das Sakrament der Ehe noch das Sakrament des Priestertums leben kann.
Das würde auch jeder verheiratete Priester bestätigen der sich das ' sei wahrhaft Mann' zu eigen gemacht hat.
Wenn Sie in Ruhe darüber nachgedacht haben, werden Sie als Priester und Seelsorger auch zustimmen.
Mir wurde von einem Mann berichtet, der in der Ehe seiner Ehefrau wiederholt untreu war. Als seine Frau sehr schwer erkrankte und ins Pflegeheim musste, suchte er sich eine Frau mit der er zusammen lebte und eine sexuelle Beziehung hatte.
Vormittags war er im Pflegeheim, danach bei seiner Geliebten.
Jemand der sich so verhält, hat nicht verstanden, was Liebe ist, was das Sakrament der Ehe bedeutet.
Das ist nicht Mannhaftigkeit.


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 Montfort 24. Oktober 2018 

Gab es da nicht in Österreich auch einmal den Fall,

dass ein römisch-katholisch getaufter Mann zur evangelischen Kirche übertrat, Pastor wurde - verheiratet, einige Kinder - und dann wieder zur römisch-katholischen Kirche übertrat, zum Priester geweiht wurde und dann also katholisch getaufter, evangelisch verheirateter katholischer Pfarrer war?


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 Rolando 24. Oktober 2018 
 

freya

Wenn Pastorinnen konvertieren, haben Sie begriffen das es keine weiblichen Priester geben kann, das Problem erledigt sich von selbst.


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 Tschuschke 24. Oktober 2018 
 

Pastorinnen

@freya
Es ist in der Tat recht selten, dass eine Pastorin konvertiert. Das ist auch leicht zu verstehen, denn nur liberale protestantische Theologinnen lassen sich ordinieren. Und vom theologischen Liberalismus ist der Weg zur Kirche noch einmal weiter. Ich habe von einem Fall gehört.
@ wynfried
Und für die Enthaltsamkeit von konvertierten, verheirateten Priester könnte ich nicht nur ein Beispiel angeben.
Wolfgang Tschuschke, Pfr. i.R.


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

@Wynfried

Das sollten Sie wohl den betreffenden Geistlichen selbst überlassen, nicht wahr? Viele der orthodoxen, oder auch griechisch katholische Priester leben die Enthaltsamkeit zum Beispiel in der ganzen Fastenzeit.
Übrigens, das wissen Sie sicher nicht, wird sehr oft einer der Söhne eines Priesters selbst wieder Priester. Jedenfalls gibt es in der Ukraine und in Transsilvanien KEINEN PRIESTERMANGEL bei orientalischen katholischen Priestern. Auch darüber könnten Sie einmal nachdenken.Msgr.Franz Schlegl


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 goegy 24. Oktober 2018 
 

In England sind viele Pfarrstellen mit Männern besetzt, die vorher Geistliche der Anglikanischen Kirche oder evangelischer Denominationen waren. Die meisten sind verheiratet und haben auch mehrere Kinder.
Auffallend ist, dass diese Spät-Berufenen oftmals viel bessere Prediger sind als die in unseren Seminaren ausgebildeten Priester. Auch verspürt man generell mehr Ernst, Tiefgang und eine liebevollere Gestaltung der Gottesdienste. Keine Routine! Diese Männer sind eine Bereicherung!

In Gesprächen mit bereits im Katholizismus aufgewachsenen Pfarrern verspürt man zuweilen einen gewissen Unmut darüber, dass den "Neuankömmlingen" Ehe und glückliches Familienleben zugestanden wird, während jene auf alles verzichten müssen.
Bezüglich Zölibat sollte endlich ersthaft über Freiwilligkeit nachgedacht werden!
Den beiden Priester von Herzen die besten Wünsche! Sie müssen aber wissen, dass auch unsere Kirche mit Problemen voll gepackt ist und vieles sehr menschlich, all zu menschlich, ist.


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 freya 24. Oktober 2018 
 

Und wie geht man mit Pastorinnen um, die den Übertritt in die kath. Kirche beabsichtigen?

Diese müssten sich ja maximal mit dem Job einer Pastoralreferentin zufrieden geben. Aus ihrer Sicht sehr verständlich, wenn sie sich dadurch gegenüber ihren männlichen Amtskollegen benachteiligt oder auch diskriminiert fühlen!
Das dürfte auch der Grund sein, warum man noch nie etwas von der Konversion einer protestantischen Pfarrerin gehört oder gelesen hat! Oder kann mich da jemand eines besseren belehren?


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 Wynfried 24. Oktober 2018 

Wer es fassen kann, der fasse es!

Was wäre so falsch an dem Gedanken, dass verheiratete Konvertitenpriester nach ihrer Priesterweihe enthaltsam leben? Genau das haben die Apostel auch getan. Wenn schon Berufung, denn schon. Das wäre ein wirklich starkes Zeichen und viel Gnade und Segen.


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 Tschuschke 24. Oktober 2018 
 

Ja, seltene Ausnahmen!

Ich habe 1971 geheiratet, bin 1976 zum lutherischen Pfarrer ordiniert worden, bin mit meiner Familie 1986 katholisch geworden und wurde 1991 zum Priester geweiht. Mit großer Dankbarkeit schaue ich auf meine Zeit als Priester zurück, dankbar dem lieben Gott und auch der Mutter Kirche. Man sollte davon nicht so viel Aufhebens machen. Es sind immer nur wenige, die diesen Weg gehen wollen. Der Zölibat gerät dadurch bestimmt nicht ins Wanken, genauso wenig wie durch die verheirateten Priester der unierten Ostkirchen.Im Gegenteil! An diesen Beispielen kann man sehen, wie schwierig es ist, Ehe und Priestertum gleichzeitig zu leben. Es ist meine feste Überzeugung: Ehelosigkeit ist die beste Lebensform für einen Priester. Man müsste nur Wege finden, wie unsere Priester unter den heutigen Bedingungen den Zölibat leben können ohne dass sie vereinsamen. Das ist nach meiner Meinung die wirklich wichtige Frage.
Wolfgang Tschuschke, Pfr. i.R.


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 Zeitzeuge 24. Oktober 2018 
 

Seltene Ausnahmen!

Seit 1950-2010 hat es weltweit ca. 300 entsprechende Dispensen gegeben, das nenne ich weiterhin seltene Ausnahmen im Hinblick auf die Gesamtzahl katholischer Priester!

Quelle: welt.de vom 08.07.2010

Diese Dispensen mit dem Verbot des Empfangs der hl. Kommunion für die
sog. "wvh. Geschiedenen" zu vergleichen, wäre nicht korrekt.

Meine Ausführungen betreffen ausschliesslich nur die in Rede stehenden Dispensen gem. dem zugrundeliegenden kath.net-Artikel!

Abschliessend sei bemerkt, daß es keinen Rechtsanspruch auf die Priesterweihe gibt!


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 Paddel 24. Oktober 2018 

Geld

Ob diese Männer mit Familie sich zum Priestertum "berufen" gefühlt hätten, wenn sie, wie in anderen Teilen der Welt nicht mal genug verdienen würden, um sich selbst zu ernähren, sondern von den Spenden der Gläubigen abhängig wären?


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

@Smaragdos

Irrtum! Bereits unter Papst Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI habe ich erfahren, dass es einen seltsamen Ritus gibt, der sich "Revirginisation" nennt. Der wurde tatsächlich angewendet, wenn jemand "gottgeweihte Jungfrau" werden wollte, jedoch keine virgo intacta mehr gewesen ist. Das Ganze ist mir damals schon höchst seltsam vorgekommen, ich verstehe es bis heute nicht.Msgr. Franz Schlegl


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 bernhard_k 24. Oktober 2018 
 

@Schlegl

"Es wird in der lateinischen Kirche sicher keine allgemeine Änderung im Hinblick auf den Zölibat geben."

Das habe ich auch nicht behauptet bzw. prognostiziert.


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 Smaragdos 24. Oktober 2018 
 

@Diadochus:

Ihr Satz "Die (Jungfrauren-)Weihe kann ja auch nur erhalten, wenn eine Frau auch tatsächlich noch eine Jungfrau ist und nicht nur grad alleine lebt." ist leider auch schon passé - unser guter Papst Franzsikus hat es möglich gemacht!

Im Sommer kam nämlich ein Schreiben über die geweihten Jungfrauen heraus, das besagt, dass die leibliche Jungfräulichkeit der Jungfrauen keine Bedingung mehr ist, um geweihte Jungfrau zu werden. Protest kam nur aus den USA.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie PF jede Lehre der katholischen Kirche relativiert und somit das Zerstörungswerk der Kirche fortsetzt!


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 michael1500 24. Oktober 2018 
 

Nach Paulus

Der heilige Paulus hat gesagt, dass es gut sei, wenn der Mann alleine bleibt, weil man so dem Herrn am besten dienen kann. Wer aber schwach ist, der soll eine Frau haben. Wer dem Beispiel des heiligen Paulus folgen kann der soll es tun, wer aber schwach ist und sich selbst zu verzehren beginnt, der soll sich nicht vom Teufel besiegen lassen und heiraten. Ihr überseht, dass es schon viele Priester gibt, die heimlich in Partnerschaften leben und dies von den Gemeinden vor Ort stillschweigend toleriert wird, wenn der Priester seine Pflicht trotzdem ordentlich erfüllt.

Am wichtigsten ist mir, dass wir genug Arbeiter für das Ende haben.


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 bernhard_k 24. Oktober 2018 
 

@Rolando - exakt richtig

... und genau darauf bezieht sich mein Posting.


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 Paddel 24. Oktober 2018 

@Michael1500

Mit einem Mann, der sich nicht enthalten kann ist eine Eheführung unmöglich.


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 Rolando 24. Oktober 2018 
 

bernhard_k

Es geht um Konvertiten, die kath. Priester werden, nicht um Dispens von katholischen Priestern vom Zölibat. Das ist schon Jahrzehnte so, diese Ausnshme.


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 bernhard_k 24. Oktober 2018 
 

Prognose: Zölibatäre bald Sonderlinge?

Wenn es zunehmend zur Dispens kommen sollte, werden die zölibatären Priester (sie folgen Jesus Christus radikal, d.h. GANZ nach aus Liebe) bald mal als Sonderlinge gesehen werden, weil sie keine Frau haben bzw. haben wollen ...

So hat man(n) es dann über "feine" "Hintertürchen" endlich geschafft, den segensreichen und vorbildlichen Zölibat auch aus der hl. kath. Kirche raus zu kicken ...

Hoffentlich irre ich mich mit dieser düsteren Prognose!

Hl. Josef bitte hilf ...


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 Selene 24. Oktober 2018 
 

Macht mal halblang

Die einseitige Fixierung auf die priesterliche Enthaltsamkeit und damit auf die Sexualität nervt mich hier schon lange.

Evangelische Pfarrer, die zu uns konvertieren und danach zu Priestern geweiht wurden, durften schon immer verheiratet bleiben und noch niemand hat von ihnen bisher Enthaltsamkeit in der Ehe verlangt.

Es gibt wichtigere Themen als Sex und noch mal Sex (anderer Leute) gerade auch in unserer Kirche.

Übrigens gibt es auch für kath. Ehepaare keine Pflicht, nach der Menopause der Frau miteinander enthaltsam zu leben. Das kann jeder halten wie er will.


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 freya 24. Oktober 2018 
 

"Und jeder der um meinerwillen Häuser, Äcker, Brüder, Schwestern oder Vater, Mutter oder Kinder

verlassen hat, wird dafür das 100fache erhalten und das ewige Leben erben." (Mt 19,29).
Die Belohnung für Zölibat und Nicht-Zölibat wird im Himmel jedenfalls hundertfach verschieden ausfallen.

Trotzdem: Die meisten Priester die hierzulande ihre Berufung aufgeben, tun dies, weil sie mit einer Frau zusammenleben wollen. - Das ewige Leben ist da oft noch zu weit weg.
Für die meisten ist es eben nicht plausibel, nach der Priesterweihe keine Ehe mehr Eingehen zu können?! Wieso erteilt man den betroffenen Priestern nicht auch eine Dispens davon?!
Was für den einen recht ist, ist für den anderen schlecht? Warum?!

Es gibt inzwischen auch Diakone, die nach dem Tod ihrer Gattin eine Dispens von dem Eingehen einer Zweitehe nach ihrer Weihe erhielten.
Wie kompliziert wird es erst, wenn man um Dispens von der Dispens bittet...


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 Rolando 24. Oktober 2018 
 

Nachdenklich68

Ich denke, ein Katholik, der gültig verheiratet ist, kann während seiner Ehe kein Priester werden, erst nach dem Tod der Frau. Wenn die Ehe jedoch ungültig ist, (kann auch mit 4 Kindern sein), dann kann der Mann Priester werden. Bei den evangelischen Konvertiten ist eine andere Situation, man senkt die Schwelle etwas, auch, das ist meine Meinung, ist die evang. Ehe kein Sakrament wie bei uns, da bitte ich um Klarstellung, wer sich auskennt.


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 doda 24. Oktober 2018 

@gebsy

Der KKK erwähnt die Enthaltsamkeit der Eheleute zur verantworten Elternschaft und bei Krankheit eines Partners. Umschrieben Sie vielleicht mit der Formulierung 'dem Zeugungsalter entwachsen' die Möglichkeit der männlichen Impotenz im (hohen)Alter?
Dann ist die Ehefrau zu einem treuen enthaltsamen Eheleben gerufen.
Dass Sie tatsächlich meinen könnten, der eheliche Akt dürfe nur zur Zeugung vollzogen werden fällt mir schwer zu glauben.


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 Nachdenklich68 24. Oktober 2018 
 

@doda

In den letzten 10 Jahren habe ich ohne die beiden aktuellen Fälle in der Schnelle bereits 4 Fälle gefunden: Peter Kemmether, Hans Janßen, Hartmut Constein und Hans-Tilmann Golde. Bei einem katholischen Diakon mit 4 Kindern in der Diözese Osnabrück musste dagegen die Ehe zuvor annulliert werden, damit dieser katholische Diakon zum Priester geweiht werden konnte. Gerade das letzte Beispiel zeigt die Fragwürdigkeit der jetzigen Praxis, die sich allein auf evangelische Pfarrer beschränkt ...


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

@Nachdenklich68

Danke für die Blumen :) !
Es gehört tatsächlich zur Härte der byzantinischen Tradition, dass ein Priester, der Witwer geworden ist, niemals mehr heiraten darf. Allerdings ist durch die in den ethnischen Gebieten übliche Großfamilie die Sorge für die Kinder meistens gewährleistet! Eine Haushälterin kann sich dort keinPriester leisten. Noch ärmer sind die Witwen von Priestern! Sie müssen mit den Kindern nämlich das Pfarrhaus verlassen, weil der nächste Priester mit seiner Familie kommt.
Das sind große Härten, aber heutzutage sind die meisten Gattinnen orthodoxer beziehungsweise katholischer orientalischer Priester ebenfalls berufstätig, weil man von den Spenden, die ein Priester bekommt, meist nicht leben kann.Ein griechisch katholischer Priester in Kalabrien zum Beispiel, ist an Werktagen Fremdenführer und am Abend bzw. am Wochenende als Priester tätig.Seine Gemeinde ist so arm, dass sie ihn und seine Familie nicht erhalten kann.Msgr. Franz Schlegl


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

@landpfarrer

Die längere Zeit vertretene Meinung, die Materie der Priesterweihe sei die Übergabe von Patene und Kelch, war eindeutig unrichtig! Denn dann wären alle byzantinischen und altorientalischen Priester, ganz gleich, ob sie mit Rom verbunden sind, oder nicht, UNGÜLTIG gewesen! Wie so oft sind die Orientalen TREUE ZEUGEN der Wahrheit und der kirchlichen Tradition, wie übrigens eine Reihe von Päpsten festgestellt haben, wenn sie sich in verschiedenen Lehrschreiben auf die orientalischen Traditionen bezogen haben.Msgr. Franz Schlegl


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 Stephaninus 24. Oktober 2018 
 

Freuen wir uns doch

an diesen zwei Priestern. Solche Ausnahmen haben die Päpste meines Wissens des Öftern in der Vergangenheit gewährt. Und dass die verpflichtete Ehelosigkeit des römischen Klerus nicht auch grosse Probleme mitverursachen kann, hat die jüngste Vergangenheit wohl deutlich gezeigt.


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 phillip 24. Oktober 2018 
 

Gebsy mahnt eine Pflicht zur Enthaltsamkeit mit „Entwachsen des Zeugungsalters“

Der kirchliche Gesetzgeber hat mit dem CIC 1983 zwar eine verbale, keinesfalls aber eine inhaltliche Änderung des Wesens der sakramentalen Ehe vorgenommen; es gelten immer noch die sich auf die Göttliche Offenbarung, der Lehre Christi und der Katholischen Kirche - vom freien Willen und Wollen der Brautpaare zum Zeitpunkt des Eheversprechens abhängigen – rückbezüglichen essentialen Wesenselemente (tria bona matromonii), die da wären: Wechselseitige Treue (bonum fidei), Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft (bonum prolis) sowie wechselseitige Befriedigung des Geschlechtstriebes (remedium concopiscentiae). Dabei handelt es sich gleichwohl um wechselseitige Rechte und Pflichten, die nach göttlichem Willen auf irdische Lebensdauer (bis der Tod euch scheidet) ausgerichtet sind. Für die Meinung, das remedium entfalle mit dem „Entwachsen aus dem Zeugungsalter“ und es trete eine Verpflichtung zur dauernden Enthaltsamkeit ein, fehlt mir eine Sinnhaftigkeit und eine fundierte Belegstelle.


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 Diadochus 24. Oktober 2018 
 

@Nachdenklich68

Mir widerstrebt die Dispens genauso wie Ihnen und teile Ihre berechtigten Bedenken. Das von Ihnen benannte Beispiel mit Herrn Dr. Johannes Hartl im Vergleich zu den evangelischen Mitchristen bringt es letztlich genau auf den Punkt. Der Zölibat darf auf keiner Weise geschmälert werden. Wer es fassen kann, der fasse es. Falls ich noch darauf hinweisen darf: Vor Kurzem hatten wir die Diskussion über geweihte Jungrauen. Die Weihe kann ja auch nur erhalten, wenn eine Frau auch tatsächlich noch eine Jungfrau ist und nicht nur grad alleine lebt. Vielleicht dient der Hinweis noch zum besseren Verständnis. Nicht jede Dispens macht Sinn.


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 doda 24. Oktober 2018 

Nun, @Nachdenklich68

da haben Sie es sich mit Ihrer Antwort einfach gemacht.
Haben Sie tatsächlich die Beiträge alle gelesen, die Dopplungen herausgezählt und die Namen sortiert?
Wie Sie schätze ich es, dass hier im Kommentarbereich intelligente und informierte Poster Daten, Fakten und Zahlen nicht scheuen.
Haben Sie schon zuverlässige Zahlen aus den Googl Einträgen ermittelt und nennen uns die Weihen konvertierter evangelischer Pfarrer im Zeitraum 2008-2018 oder wenigstens 2013-2018?


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 landpfarrer 24. Oktober 2018 
 

@Schlegl : Materie der Sakramente

Bezüglich der Materie der Sakramente hat die Kirche dennoch eine gewisse Vollmacht bzgl. Aenderungen. So wurde nach dem Konzil festgelegt, dass für die Krankensalbung nötigenfalls auch ein anderes Oel als Olivenöl verwendet werden kann. Bei der Priesterweihe war über Jahrhunderte gar nicht wirklich klar, worin die Materie des Sakramentes bestand, man nahm meist an in der Ueberreichung von Kelch und Patene, erst Pius XII hat 1947 definitiv festgelegt, dass die Materie des Sakramentes in der unter Gebet erfolgenden Handauflegung durch den Weihespender geschieht und legte zugleich fest, welcher Text zur Gültigkeit erforderlich sei.


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 Nachdenklich68 24. Oktober 2018 
 

@Schlegl

Ich stimme Ihnen voll zu, was Sie zu der selektiven Inanspruchnahme orientalischer Traditionen durch die lateinische Kirche schreiben. Ebenfalls wichtig ist Ihr Hinweis darauf, was Sie über das erforderliche Weihealter schreiben. Denn was würde geschehen, wenn sich ein zuvor vom Zölibat dispensierter Priester scheiden ließe oder wenn seine Frau sterben und bspw. 4 kleine Kinder zurücklassen würde. Was wäre, wenn dieser Witwer um die Dispens für eine neue Ehe ersuchen würde, damit seine kleinen Kinder wieder eine Mutter haben könnten??? Was außer einer neuerlichen Dispens in dieser weiteren "Ausnahmesituation" wäre hier der einzig - weil aus Gründen der Barmherzigkeit gebotene - gangbare Weg? Im Übrigen möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen, sehr geehrter Msgr. Schlegl, bedanken. Sie schreiben stets mit großem Wissen, großer Liebe zur Kirche und immer sachlich fair. Sie sind ein großer Gewinn für dieses Forum!


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 Herbstlicht 24. Oktober 2018 
 

Alles, was geschieht hat Folgen, ob beabsichtigt oder nicht!

Und welche langfristigen Folgen bezüglich des Zölibats und des Priesterbildes werden diese Entscheidungen haben?

So sehr ich die Freude über die bevorstehende Priesterweihe der beiden verheirateten Diakone Andreas Theurer und André Schneider nachvollziehen kann, so sehr fühle ich mich aber auch verunsichert, was die langfristigen Folgen sein werden.

Vielleicht bin ich zu naiv oder zu gutgläubig, aber ich stelle mir vor, dass für einen Mann, der sich zum katholischen Priester berufen weiß, Jesus Christus an allererster Stelle steht.
Wenn er aber verheiratet ist, wer hat dann Vorrang für ihn:
Christus oder seine Frau?


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 Paddel 24. Oktober 2018 

@gebsy?????

Der eheliche Akt, nach den Regeln der Kirche, ist sakramental! Nicht die Zeugung!!!


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

Das hat @ Gebsy geschrieben und es ist falsch: ZITAT" Verheiratet und enthaltsam
zu leben betrifft doch jedes Ehepaar, wenn die Partner dem Zeugungsalter entwachsen sind und auf dem Weg geistiger Reifung dem Himmel entgegen wachsen ..." ENDE des Zitates.
Hier [email protected] urserolu recht!Msgr. Franz Schlegl


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

@Zeitzeuge

Richtig!Vor einigen Jahren habe mich alle griechisch katholischen Mitbrüder ersucht, den von Ihnen erwähnten Text zu schreiben, weil ich der einzige Deutsch-Nativspeaker bin! Also 75 % des Textes sind von mir.
Mit dem griechisch katholischen Weihbischof von Kiew, der in Innsbruck studiert hat und dem ukrainischen Generalvikar haben wir den Text dann überarbeitet und etwas abgemildert, weil ich teilweise viel radikaler geschrieben habe.
Es hat mich nämlich gestört, dass die Lateiner die orientalischen Traditionen IMMER DANN ZITIEREN, wenn es gegen den Zölibat geht, oder um die Wahl des Bischofs/Patriarchen durch die zuständige Synode des betreffenden Ritus. Was die strenge Ordnung in der Liturgie und des Fastens betrifft, wird das hingegen niemals zitiert.
Übrigens hat die griechisch katholische Kirche der Ukraine, ebenso wie die orthodoxe Kirche in Russland teilweise bereits Erfahrungen mit Ehen von Priestern, die gescheitert sind! Deswegen Priesterweihe erst mit 35!Msgr.F.Schlegl


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 doda 24. Oktober 2018 

@urserolu

Das steht im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK rote Ausgabe,2005) unter 'periodische Enthaltsamkeit und Empfängnisverhütung' 2370,2399.


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 SCHLEGL 24. Oktober 2018 
 

@urserolu

Da haben Sie schon recht! In der Sache ist der gute @ Gebsy ein bisschen "verschwurbelt!"
Auch für Personen NACH dem 50. Lebensjahr (wenn sie keine Kinder zeugen können) begründet erst der geschlechtlichen Vollzug der Ehe deren Unauflöslichkeit!
Schon der heilige Papst Gregor I († 604) sagt ganz deutlich: "Der eheliche Verkehr ist ohne jede Schuld". Und ganz eindeutig hat die katholische, ebenso wie die orthodoxe Kirche immer gelehrt, dass der eheliche Akt nicht nur der Zeugung von Nachkommenschaft dient, sondern auch Ausdruck der Gattenliebe ist! Msgr. Franz Schlegl


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 doda 24. Oktober 2018 

@Michael1500

Überdenke ich Ihre Posts hier im Kommentarbereich komme ich zu dem Schluss, daß Sie aus nicht römisch-katholischer Position posten.
Sehr gut?
Nein.


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 Nachdenklich68 24. Oktober 2018 
 

"Pfarrer" Dr. Johannes Hartl

Um auch noch dem letzten Befürworter dieser Dispensen die Augen für deren Willkür und letztlich Widersinnigkeit zu öffnen, will ich folgendes Beispiel anführen. Nehmen wir einmal an, Johannes Hartl vom Gebetshaus in Augsburg würde die Berufung zum Priester verspüren und diese glaubhaft darlegen - Johannes Hartl würde diese Möglichkeit natürlich weit von sich weisen und auf seine ihm eigene Berufung hinweisen. Aber darum geht es hier nicht. In diesem hypothetisch angenommenen Fall wäre eine Dispens per se nicht möglich. Wer würde die Behauptung aufstellen, dass ein evangelischer Pastor es mehr "verdient" hat, eine Dispens zu erhalten, als ein "geistliches Schwergewicht" vom Kaliber eines Johannes Hartl? Ich denke, jedem muss angesichts dieses Beispiels deutlich werden, wie widersinnig und letztlich wider den Heiligen Geist diese kirchliche Dispenspraxis ist!


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 doda 24. Oktober 2018 

@Nachdenklich68

"Zum einen sind das keine seltenen Ausnahmen mehr. Die Fälle häufen sich, insbesondere in Deutschland."
Bitte posten Sie Belege für Ihre Behauptung!


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 michael1500 24. Oktober 2018 
 

Sehr gut!

Priester die sich nicht enthalten können und in Gefahr laufen vom Teufel versucht zu werden, sollt man vom Zölibat befreien.

Priester aber die sich selbst beherrschen sollten dem Zölibat treu bleiben.

Dies dient nur dem Leib Christi!

Man sollte sowieso viel mehr mit den anderen Kirchen zusammenarbeiten. Schließlich haben wir einem gemeinsamen Feind den Teufel


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 gebsy 24. Oktober 2018 

@urserolu

NER - ist eine Einübung, aber KKK2352 sollte von der Pubertät an beachtet werden, um die geistige Dimension der Sexualität zu ERLEBEN.
Ein "Schlüsselerlebnis" macht sicher und befreit, selbst wenn es keine lehramtliche Richtlinie gibt.
Potenzmittel (Viagra) sind dann kontraproduktiv ...


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 Nachdenklich68 24. Oktober 2018 
 

@Zeitzeuge; @Rolando

Zum einen sind das keine seltenen Ausnahmen mehr. Die Fälle häufen sich, insbesondere in Deutschland. Zum anderen haben diese Ausnahmen Willkürcharakter und haben ausschließlich (!) konfessionspolitische Gründe. Denn wer wollte behaupten, dass Berufungen verheirateter evangelischer Pfarrer mehr wert sind als Berufungen verheirateter pastoraler Mitarbeiter? Mit dieser verqueren Logik darf auch niemand mehr kritisieren, dass der Papst Ausnahmen vom Kommunionverbot wiederverheirateter Geschiedener macht. Für diese Dispensen gibt es keine Not. Da das evangelische Pfarramt in keinster Weise mit dem Weiheamt vergleichbar ist, besteht keine Notwendigkeit, dieses durch eine Dispens zum Weiheamt zu kompensieren. Anders würde es sich verhalten, wenn ein orthodoxer Priester zur katholischen Kirche konvertieren würde. Ausnahmen sind niemals nur Ausnahmen, sondern der Anfang vom Ende einer Regel. Denn wenn die Logik nicht mehr gilt und 1+1 auch 3 sein kann, dann ist irgendwann alles möglich.


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 Zeitzeuge 24. Oktober 2018 
 

Dann sei auch mir eine Wiederholung zum Thema gestattet:

Damit niemand hier einen falschen Eindruck bzgl. Zölibat bei den Lateinern
von Msgr. Schlegl bekommt, verweise ich nochmals auf die von diesem maßgebl.
mitverfaßte Erklärung der Priester des byzantinischen Ritus in Österreich:

Verheiratete Priester sind kein Allheilmittel,

kath.net vom 17.02.2012-35239!

Ich sagte bereits, daß mir kein Heiliger der Westkirche bekannt ist,
der für die Abschaffung des Zölibats
b.d. Lateinern eingetreten ist.

Es war in der Neuzeit stets das Anliegen sich "liberal" nennender
Katholiken gegen den Zölibat b.d. Lat. zu votieren!

Siehe auch die Stellungnahme des gr. Theologen Johann-Adam Möhler zu einer Denkschrift von 23 Freiburger (!) Professoren, die 1828(!) die Aufhebung des Zölibats gefordert hatten:

Möhler: Vom Geist des Zölibats, online verfügbar und Neuausgabe von Prof.Dr. D. Hattrup 1992,

wissenschaftl. Kommentar:

Maragrete Eich: Joh.A. Möhlers "Beleuchtung der Denkschrift"

Die Dispensen sind seltene Ausnahmen,
nicht mehr u, nicht weniger!!


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 Rolando 24. Oktober 2018 
 

Es ist wie bei der roten Ampel

Es gibt Ausnahmen, die Fahren dürfen, wenn alle fahren würden gäbe es ein Chaos. Diese Ausnahmen sollten auch Ausnahmen bleiben. Die betreffenden Priester mit Frauen, sollten, könnten auf eine Enthaltsamkeit aus Liebe zum Herrn hinarbeiten. Da höchste Ideal sollte immer hochgehalten werden. Es sollten keine Diskussionen über das für und wider des Zölibats wegen Ausnahmen vom Zaun gebrochen werden. Wäre auch bei roten Ampeln sinnlos. Ausnahmen akzeptieren, den die Messlatte sollte oben bleiben.


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 sinefine 24. Oktober 2018 
 

na und?

Soll mich das aufregen? Das Problem liegt an der Dispens, nicht an der Form. Dank sei Gott für die neuen Priester


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 urserolu 24. Oktober 2018 
 

@gebsy

>Verheiratet und enthaltsam<
Wo steht so eine Forderung an katholische Paare?


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 freya 23. Oktober 2018 
 

Mit der Dispens vom Zölibat wollte man evang. Pastoren den Weg in die kath. Kirche erleichtern

und hoffte auf massenhaften Zustrom evang. Pfarrer. Mit den Pastoren käme auch der Rest der Gläubigen - so dachte man sich. - Allein, die Rechnung ging nicht auf und der Ansturm in die Kirche hielt sich sehr in Grenzen. Nach Vat. II sind die Konversionen sogar drastisch zurück gegangen, weil die Kirche massiv an Anziehungskraft verloren hat. Hin und wieder tröpfelt es mal, aber das ist nicht Mal ein Bruchteil dessen was man sich erwartet hat.
Die Dispens vom Zölibat hat folglich nicht das gewünschte Ergebnis gebracht und sollte deshalb neu überdacht werden.
Mir geht es jedenfalls wie @nachdenklich68: Entweder das Zölibat ist Wesen des Priestertums oder es ist es nicht! Es kann nicht sein, dass mit zweierlei Maß gemessen wird! Die Apostel waren verheiratet und mussten ihre Frauen und Kinder verlassen. Das Priestertum ist so ein hohes Gut, dass es dem der es anstrebt, wert sein muss, a l l e s dafür hinzugeben. Für den Dienst am Altar sollte die Enthaltsamkeit oberste Priorität sein


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 winthir 23. Oktober 2018 

wozu die aufgeregte Diskussion?

das war doch schon länger so.
ich erinnere an den Konsitorialrat Wilhelm v. Pechmann, den Pfr. I. R. BGR Gerhard Betzner, den + Pfr. Wolf Bachbauer - das sind die, die mir spontan einfallen.


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 landpfarrer 23. Oktober 2018 
 

@Schlegl 2

2.) In der Ostkirche ist aber die Praxis, dass nach der Priesterweihe nicht mehr geheiratet werden darf nicht mehr einhellig akzeptiert. Ich erinnere mich dass einmal in diesem Forum vor einiger Zeit (ich meine sogar durch Sie) darauf hingewiesen wurde, dass eine zumindest eine orthodoxe Nationalkirche (weiss nicht mehr welche) die Zweitehe auch bei verwitweten Priestern (bei Weiterausübung des Amtes) mittlerweile erlaubt.


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 landpfarrer 23. Oktober 2018 
 

@Schlegl

Sie schrieben:" Der Papst kann tatsächlich von JEDEM KIRCHENGESETZ dispensieren,aber die Regel,dass die Eheschliessung VOR der Weihe erfolgen muss,ist eine Konzilsentscheidung des Kuppelkonzils v.Konstantinopel! Da hat sich noch kein Papst darüber hinweggesetzt."
Hierzu zwei Anmerkungen: 1.)Dies (d.h heisst die Weihe als Ehehindernis) gilt de facto nur noch für die Priesterweihe nicht mehr jedoch für die Diakonenweihe. Als man im Gefolge des Zweiten Vatikanums das Ständige Diakonat wiederbelebte und dieses auch für Verheiratete öffnete, galt die Regel, dass ein Diakon, dessen Frau starb nicht mehr als Diakon tätig sein durfte, wenn er erneut heiraten durfte. In letzter Zeit (bereits vor Papst Franziskus) ist man jedoch von dieser Praxis abgegangen und es ist jetzt möglich, dass der für den Diakon zuständige Bischof in Rom eine Eingabe machen kann, wenn er auf die Dienste des Diakons nicht verzichten zu können glaubt, und diesem erneute Heirat und zugleich Diakonenamt gestattet wird.


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 Steve Acker 23. Oktober 2018 
 

Den beiden Neupriestern alles Gute und ganz viel

Gottes Segen.
Trotzdem hab ich gemischte Gefühle, weil
dies dann gleich den Forderungen nach Abschaffung des Zölibats neuen Auftrieb
geben wird.
Ich weiss dass es verheiratete kathol.Priester schon immer gab (z.B. ehem.orthodox), aber kannte persönlich keine.
Die beiden Neupriester sind für mich jetzt ziemlich nah.


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 SCHLEGL 23. Oktober 2018 
 

@Couperin

Ein Wechsel eines Lateiners in den byz.Ritus,zum Zweck der Eheschliessung und nachfolgender Priesterweihe ist ABSOLUT verboten!Msgr. Franz Schlegl


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 gebsy 23. Oktober 2018 

Verheiratet und enthaltsam

zu leben betrifft doch jedes Ehepaar, wenn die Partner dem Zeugungsalter entwachsen sind und auf dem Weg geistiger Reifung dem Himmel entgegen wachsen ...


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 Wynfried 23. Oktober 2018 

@SCHLEGL

Das mag ja so sein, aber dann sind die Assyrer oder Nestorianer eben von der apostolischen Tradition abgewichen.
Sie wollen doch nicht behaupten, dass Heid kein seriöser Kirchenhistoriker ist?


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 Wynfried 23. Oktober 2018 

Apostolische Tradition der priesterlichen Enthaltsamkeit

Bei der Diskussion über den Zölibat wird oft übersehen, dass die verheirateten Kleriker seit den Anfängen der Kirche nach ihrer Weihe zur Enthaltsamkeit bzw. die nichtverheirateten Kleriker zur Ehelosigkeit (und damit ebenfalls zur Enthaltsamkeit) verpflichtet waren. Aus praktischen Gründen hat man dann später alle Kleriker zur Ehelosigkeit verpflichtet.

Folgte man der apostolischen Tradition, dürften die Konvertitenpriester zwar weiterhin verheiratet bleiben, müssten aber streng genommen fortan enthaltsam leben, wie es der apostolischen Tradition der Kirche entspricht. Ansonsten kommt man tatsächlich in eine "logische Problematik", wie Nachdenklich68 völlig richtig dargelegt hat.


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 Zabaot 23. Oktober 2018 
 

OPUS DEI

....weiter :
Unser Heiliger Vater Papst Johannes Paulus II bekräftigte dies im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben SACRAMENTUM CARITATIS (2007).
Weiteres nachzulesen auf 'Opus Dei ' Bericht von Arturo Cattaneo (Lugano) vom 12.01.2011
'Über den Priesterzölibat , Antworten auf Kritik am Priesterzölibat.


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 Paddel 23. Oktober 2018 

Ab sofort Abstinenz?

Verheiratet bleiben ja, aber nach meinem Empfinden sollten sie in Zukunft abstinent leben, oder eben Diakone bleiben.


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 bernhard_k 23. Oktober 2018 
 

@Nachdenklich68

Ich finde den Dispens ebenfalls unstimmig. So könnte durch die "Hintertür" der Zölibat aufgeweicht werden durch den "Umweg" über das protestantische Pastorenamt ...

Dispens bedeutet hier eine Dispens von der radikalen Jesusnachfolge aus Liebe. "Pflicht"-Zölibat ist immer Liebeszölibat ...


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 SCHLEGL 23. Oktober 2018 
 

@Julimond

Der Papst kann tatsächlich von JEDEM KIRCHENGESETZ dispensieren,aber die Regel,dass die Eheschliessung VOR der Weihe erfolgen muss,ist eine Konzilsentscheidung des Kuppelkonzils v.Konstantinopel! Da hat sich noch kein Papst darüber hinweggesetzt.Msgr. Franz Schlegl


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 Couperin 23. Oktober 2018 
 

@Schlegl

Könnten verheiratete römisch-katholische Männer, die Priester werden wollen, zum Byzantinischen Ritus übertreten? 1944 hat Kardinal Innitzer einen Mitarbeiter Pius Parsch, Josef Casper, für den Byzantinischen Ritus ordiniert (nachdem Casper vorher den Ritus gewechselt hatte).


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 Phil2 23. Oktober 2018 
 

Dispens

Dispens vom Zölibat ist meines Wissens nur für bereits Verheiratete möglich, die die Pristerweihe empfangen sollen, nicht umgekehrt. Eine Priesterweihe ist doch sicher ein Ehehindernis.


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 nazareth 23. Oktober 2018 
 

Regel wider Dispense

Der katholische Priester der sich im röm. Kath. Ritus weihen lässt weiß dass er den Zölibat als Vorgabe und Berufung hat. Er erkennt Sinn und Gnade desselben und hält (hoffentlich)beharrlich daran fest. Andere Konfessionen hatten diese Prämisse nicht. Also beruft sie Gott wie den Petrus und andere Apostel mitten aus ihrem Leben heraus. Auch Nikolaus von der Flüe hatte einen ungewöhnlichen Weg der auch nicht das Ehesakrament in Frage stellt als solches.Gott führt individuell das muss uns klar sein und dennoch gibt es Reifungswege der Kirche die ein konstantes inhaltliches Wachstum,eine gewisse Form,einen Rahmen, der kirchlichen Berufungen als Ideal erkannt haben.


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 Triceratops 23. Oktober 2018 
 

Zölibat muss nicht sein,

wenn man Priester sein will. Also sind diese Priesterweihen OK.
Aber ein bisschen verstehe ich es angesichts solcher Priesterweihen schon, warum es ständige Diakone (verheiratet, seit jeher katholisch) gibt, die sich schön langsam verschaukelt fühlen, weil ihnen die Weihe verwehrt wird.


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 Julimond 23. Oktober 2018 
 

Wahrscheinlich

sind die beiden katholischer als Kard. Marx. Trotzdem finde ich es nicht gut dass der Papst mit einem Strich eine Dispens vom Zölibat erteilen kann. So kann der Papst doch jeden Priester eine Dispens erteilen wenn dieser das möchte.


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 Nachdenklich68 23. Oktober 2018 
 

Bitte um Erklärung

Ich schätze bei kath.net sehr, dass viele klar denkende Menschen im Kommentarbereich aktiv sind. Daher habe ich eine herzliche Bitte: ist jemand in der Lage, mir außerhalb der Kirchenpolitik zu erklären, warum ein verheirateter evangelischer Pfarrer die Dispens vom Zölibat erhält, während dies bspw. für einen katholischen verheirateten Pastoralreferenten, der erst im Laufe seiner Tätigkeit - also nicht bei seiner Beauftragung zum Pastoralreferenten (!) - die Berufung zum Priester verspürt, nicht möglich ist? Tatsache ist dabei, dass der evangelische Pfarrer die Dispens erst erhält, nachdem er konvertiert ist. Also auch er ist - wie im Beispiel der der nachträglich zum Priester berufene Pastoralreferent - bereits zum Zeitpunkt der Dispens katholisch.


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 Couperin 23. Oktober 2018 
 

Wesenselement?

Der Zölibat ist dem Amtspriestertum höchst angemessen, aber kein Wesenselement des Priestertums (vgl. Presbyterorum ordinis Art. 16).


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 Menschenfischer 23. Oktober 2018 
 

wäre ich Bischof...

dann maximal Weihe zum ständigen Diakon!


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 Dottrina 23. Oktober 2018 
 

Gottes Segen für beider priesterliches Wirken!

Das Buch von Herrn Theurer habe ich damals mit viel Freude und Gewinn gelesen und es auch weiterempfohlen. Freut mich, dass er und sein Kollege diesen schönen Weg nun als Priester gehen dürfen!


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 Nachdenklich68 23. Oktober 2018 
 

Mangelnde Stringenz

Ich freue mich sehr über diese Berufungen. Gleichwohl kommt durch die Dispenz vom Zölibat auch eine mangelnde Stringenz zum Ausdruck. Auf der einen Seite wird der Zölibat de facto wesenshaft mit dem Priesteramt verbunden. Auf der anderen Seite wird die Dispenz von einem Wesenselement ermöglicht. Damit gibt man allen Recht, die den Zölibat als ein rein juristisches Instrument ansehen. Meiner Meinung nach hat dies konfessionspolitische Gründe. Pointiert und damit zugegeben überzeichnet formuliert: wenn man demonstrieren kann, dass ein evangelischer Pfarrer die Wahrheit erkannt hat, dann lässt man 5 gerade sein!


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 doda 23. Oktober 2018 

Ich erbitte für Sie beide und für Ihr priesterliches Wirken, Gottes reichen Segen!


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 Roman 2505 23. Oktober 2018 
 

Priesterweihe für 2 ev. Pfarrer

Glückwunsch nach Augsburg!
Ihre Biografien sagen sehr viel aus. Ich bin davon überzeugt, dass sie sehr gute Priester sein werden!


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