08 Oktober 2018, 09:45
Aushilfspfarrer belästigte Mann mit sexuellen Whatsapp-Nachrichten
 
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Bistum Münster stellte brasilianischen Priester sofort vom Dienst frei – Generalvikar: Es sei unerheblich, ob das Opfer männlich oder weiblich ist – Zeitung: Für Priester wurde Übergangslösung gefunden, damit er finanziell nicht ins Bodenlose falle

Münster (kath.net) Ein brasilianischer Priester, der in einer Pfarrei des Bistums Münster sein Sabbatjahr verbrachte, wurde vom Bistum Münster mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt und seinen Heimatbischof informiert. Die weitere Ausübung priesterlicher Dienste wurde ihm im Bistum Münster untersagt, sein Heimatbischof wurde informiert. Das gab das Bistum Münster auf seiner Homepage bekannt. Der Priester hatte „über WhatsApp unangemessene Nachrichten pornografischen/sexuellen Inhalts mit einem anderen erwachsenen Mann ausgetauscht“. Das Bistum war darüber Ende September informiert worden und stellte ihn am 2. Oktober frei. Der Priester hat sein Vergehen gemäß Bistumsangabe „eingeräumt“. Der Betreffende war „im Rahmen einer Sabbatzeit seit einem Jahr als Pastor in der Pfarrei St. Franziskus Duisburg-Homberg im Bistum Münster eingesetzt“.

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Es habe „sich dabei nicht um ein Verhältnis auf Augenhöhe“ gehandelt, sondern es habe „ein Gefälle“ gegeben, erläuterte der neue Münsteraner Generalvikar Klaus Winterkamp bei einer kurzfristig anberaumten Gemeindeversammlung, berichtete die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Gleichzeitig betone er, es sei unerheblich, ob das Opfer männlich oder weiblich ist. Jedenfalls habe sich der Betreffende nicht anders gegen die Nachrichten zu helfen gewusst, als das Pfarreiteam zu informieren. Der Betroffene sei kein Minderjähriger gewesen, so der Generalvikar, auch sei es zu keinem strafrechtlich relevanten Missbrauch gekommen, trotzdem sei das Verhalten des Priesters übergriffig gewesen.

Das Gemeindeteam hatte die Nachricht – einschließlich Namensnennung (vermutlich der Name des Priesters, nicht des belästigten Opfers) sehr schnell auf Facebook veröffentlicht, aber angesichts der Reaktionen nach wenigen Minuten wieder zurückgezogen. Ein Sprecher des Pfarrteams erläuterte bei der Gemeindeversammlung, dass das Gemeindeteam bisher keine Erfahrung im Umgang mit solchen Vorfällen gehabt habe, deshalb sei es zu diesem Fehler gekommen.

Die WAZ berichtete außerdem, dass für den Priester eine Übergangslösung gefunden worden sei, „damit er finanziell nicht ins Bodenlose falle“. Der brasilianische Priester hatte noch bis Januar 2019 in Duisburg arbeiten sollen.

Pressemeldung des Bistums Münster: Pastor in Duisburg-Homberg entlassen

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: Gemeinde St. Franziskus - Pastor wegen pornografischer Nachrichten entlassen


Foto oben: Symbolbild

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