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Kardinal Kasper sieht Ökumene in "Zwischenphase"

3. Oktober 2018 in Weltkirche, 32 Lesermeinungen
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Früherer vatikanischer "Ökumeneminister": Evangelische Christen mit katholischen Ehepartnern, die "persönlich überzeugt sind, dass sie den Leib des Herrn empfangen", sollten zur Kommunion gehen können, wenn ihr Leben zum Sakrament passe.


Innsbruck (kath.net/KAP) Ein vorsichtig positives Zwischenresümee zum Stand der Ökumene hat der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, gezogen. In den Beziehungen der katholischen Kirche zu anderen christlichen Konfessionen sei in den vergangenen Jahrzehnten "sehr viel gewachsen, wenn auch noch wesentliche Fragen offen sind", sagte der emeritierte Kurienkardinal in einem Interview für die aktuelle Ausgabe der Kirchenzeitung "Tiroler Sonntag". Die Ökumene, die ein "Geschenk des Heiligen Geistes" sei, befinde sich in einer "Zwischenphase", in der man nichts überspringen oder erzwingen dürfe, so Kasper: "Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist nun auch weiterführt, was er angestoßen hat."

In der Zeit seiner Jugend und seiner ersten Priesterjahre hätte es noch "furchtbare Schimpfwörter für die Lutheraner" gegeben, erinnerte sich der heute 85-jährige aus Deutschland stammende Kardinal zurück. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) sei jedoch "viel in Bewegung gekommen", Neues gewachsen und oft auch tiefe Freundschaft entstanden, und zwar auf persönlicher Ebene wie auch auf offizieller im Verhältnis der Kirchen zueinander. "Es vergeht keine Woche in Rom, wo der Papst nicht irgendwelche Repräsentanten anderer Kirchen empfängt - als Brüder und Schwestern. Und ein evangelischer Bischof ist für den Papst nicht einfach ein Laie", verdeutlichte Kasper.


Wesentliche Fragen im Verhältnis zwischen den Kirchen seien jedoch weiterhin offen, bemerkte der frühere vatikanische "Ökumeneminister". Er selbst halte es zudem für eine "Utopie, dass einmal alle Christen in einer Kirche sein werden", sagte Kasper. "Aber ich sehe sehr viele Gruppen von anderen Christen, Orthodoxe wie Evangelische, die sehr nahe bei uns sind." Es sei daher eine "Frage der Zeit" und erfordere Geduld, "dass zusammen wächst, was zusammen gehört". Wesentlich sei dabei nicht nur die Theorie, sondern die gelebte christliche Praxis, so Kasper: "Ich habe manchmal den Eindruck, es gibt evangelische Christen, die sind mir näher als manche Katholiken, seien es ganz Liberale oder seien es Ultrakatholische."

Klares Ziel sei für ihn eindeutig die "Eucharistiegemeinschaft" als Zeichen der Kirchengemeinschaft, sagte Kasper in dem Interview. Man sei derzeit noch nicht soweit, um diese Gemeinschaft zu vollziehen. Hätten sich aber evangelische Christen mit katholischen Ehepartnern in einer katholischen Gottesdienstgemeinde beheimatet, sollten sie nach Kaspars Meinung zur Kommunion gehen können - "wenn sie persönlich überzeugt sind, dass sie den Leib des Herrn empfangen. Das ist schon die Bedingung. Und das Leben muss zum Sakrament passen."

Fehlende Berufungen eine "Existenzfrage"

Die Eucharistie sei "Zentrum und Höhepunkt kirchlichen Lebens" und könne nur von Priestern geleitet werden, betonte der Kardinal. Entsprechend könne auch die katholische Kirche zwar viele Aufgaben an Laien übertragen, dürfe dabei als "sakramentale Kirche" jedoch "nicht ohne Priester sein", weshalb die fehlenden Priesterberufungen in westlichen Ländern eine "Existenzfrage" für die Kirche darstellten.

Dabei gebe es "vermutlich mehr Berufungen als wir denken. Viele kommen nicht zum Durchbruch", fügte Kasper hinzu. "Viri probati" - also in Ehe und Gemeinde bewährte verheiratete Männer, die zu Priestern geweiht werden - könne er sich in Einzelfällen vorstellen, und auch über die Änderung der Zulassungsbedingungen zum Amt "soll man diskutieren". "Aber darin liegt nicht die erschöpfende Antwort", betonte der Kardinal.

Wichtiger wäre es, in den Familien und Gemeinden "das Bewusstsein der Mitverantwortung für Berufungen wecken", jungen Menschen in ihrem persönlichen Ringen "positive Unterstützung" zu bieten und Mut zur bewussten Beziehung mit Jesus zu machen. "Versuchen wir wieder zu vermitteln, dass Priesterberufung etwas Positives ist", sagte Kasper. Dazu gelte es auch der Überbelastung und Vereinsamung von Pfarrern entgegenzuwirken, u.a. durch Formen gemeinschaftlichen Lebens.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 per_plex 5. Oktober 2018 
 

Berichte aus der Praxis

Kasper:"....Hätten sich evangelische Christen mit katholischen Ehepartnern in einer katholischen Gottesdienstgemeinde beheimatet, sollten sie nach Kaspars Meinung zur Kommunion gehen können - "wenn sie persönlich überzeugt sind, dass sie den Leib des Herrn empfangen. Das ist schon die Bedingung. Und das Leben muss zum Sakrament passen."
WolebtKasper? Ich lebe im Bistum Magdeburg. Ich kenne 12 gemischte Ehepaare, 10 kath. Frauen u. 2. kath. Männer mit Parntern ev. Landeski. o. in d. freien Gemeinde. Von diesen zwölf Ppaaren sind noch 2 konfessverschieden, die anderen Frauen bzw. ein Mann sind mittlerweile kovertiert oder haben sich neu taufen lassen. Wohin? Klar nur protestantisch u gehen zum ev. GD bzw. freie Gemeinde. Das ist die Realität.
Kasper hat alles dran gesetzt, den hl. Geist in seine Richtung zu drängeln, um die
Sakramentenkirche zu kastrieren: Lasst uns den Glauben auf Sparflamme runterdimmen.
Die Fürsorge v. Feige u. Kasper um konvessionsverschiedene Ehepaare ist gelogen.


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 hape 4. Oktober 2018 

@urserolu

"… jedoch keineswegs ALLE katholischen Lehrmeinungen mittragen können." –

Wenn sie nur einige Lehrmeinungen mittragen können, sind sie ebnen noch nicht weit genug im Glauben gewachsen. Das ist ja nicht schlimm. Aber dann sollen sie sich eben so lange gedulden, bis sie tatsächlich alle katholischen Lehrmeinungen mittragen können.

Wenn man einen Apfel essen will, muss man ja auch solange warten, bis der Apfel reif ist. Würde man den unreifen Apfel essen, bekäme man Bauchschmerzen.


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 urserolu 4. Oktober 2018 
 

@Kirchental

>warum muss sich ein katholisches Kind erst mühsam auf die Erstkommunion vorbereiten<
Das ist eine gute Frage: Warum macht die römisch-katholische Kirche es den Menschen so schwer? Die orthodoxen Kirchen machen es vor: Dort empfängt jeder Getaufte die Kommunion... schon Säuglinge und auch demente Alte, die keinen Schimmer mehr haben... denn man glaubt an das Handeln Gottes im Sakrament!


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 urserolu 4. Oktober 2018 
 

[email protected]

>Warum konvertieren die Menschen, die katholisch leben wollen, nicht einfach offiziell zur katholischen Kirche.<
Weil sie gemeinsam mit dem Ehepartner die Kommunion empfangen möchten, jedoch keineswegs ALLE katholischen Lehrmeinungen mittragen können.


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 Rolando 4. Oktober 2018 
 

Diadochus / quia_absurdum

Es geht nicht darum, wer dem Kardinal näher steht, oder wen er meint, das er ihm näherstehe,
sondern wer glaubt und annimmt, daß die apostolische Weihesukzession unverzichtbar und notwendig ist, um das Erlösungsopfer Jesu Christi für die Lebenden und die Toten gegenwärtigzusetzen, und im Bußsakrament von den Sünden loszusprechen. All das ökumenische Gerede hat in diesen Punkten keine Fortschritte gebracht, im Gegenteil.


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 trueman 4. Oktober 2018 

Gott lässt es zu, dass deshalb so viele Moslems zu uns kommen,damit sie Jesus Christus kennenlernen!

Schenken wir ihnen dieses größte Geschenk, das wir selbst unverdient erhalten haben weiter! Pater Herget (LAK Kurs in Heiligenkreuz) bildet Missionare und Katecheten dafür aus, jeder kann sich ausbilden lassen! Sehen wir es als Chance und bringen wir Christus zu ihnen! Muslime sind sehr offen für Glaubensgespräche, nur fehlt uns Christen oft einfach das nötige Glaubenswissen - Dank des grandiosen Religionsunterrichts, den viele Schüler erfahren! Auch später sind wir Christen verpflichtet uns weiterzubilden und wer seine Glauben auch nur ein wenig ernst nimmt, der wird sich regelmäßig fortbilden - aber dort, wo er auch wirkliche gute Nahrung erhält und keine
Lebensmittelvergiftung im geistlichen Sinn! Warten wir nicht mehr länger, beginnen wir heute damit! Pater Herget hat schon mehrere Broschüren in türkischer und arabische sowie persischer Sprache herausgebracht, diese sind ein guter Türöffner zu einem Gespräch! Wenn wir die Moslem lieben, werden wir offene Türen finden!


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 Diadochus 3. Oktober 2018 
 

@quia_absurdum

Nein, das geschah nicht aus Unachtsamkeit. Ich sehe darin nämlich keine Sinnentstellung. Bei der Lektüre kann ich mich noch so anstrengen, darin lässt sich keine Wahrheit finden. Die Ökumene ist für mich indes nur ein Randthema. Das ist unwichtig. Hätte Kardinal Kasper mehr Ehrfurcht vor der hl. Eucharistie, so würde das viel mehr überzeugen als das viele Wortgeschwurbel.


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 quia_absurdum 3. Oktober 2018 
 

@Diadochus: sinnentstellend

Die aufmerksame Lektüre dient der Wahrheitfsfindung und wenn man auf Aussagen anderer Bezug nimmt, sollte das sorgfältig geschehen!

Kardinal Kapser sagt: "Ich habe manchmal den Eindruck, es gibt evangelische Christen, die sind mir näher als manche Katholiken ..."

Wenn man daraus die Aussage macht: "Er sagt ja selber, evangelische Christen stünden ihm näher als manche Katholiken." dann wird der Sinn verdreht.

Ich hoffe, daß dies aus Unachtsamkeit geschehen ist...


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 Hadrianus Antonius 3. Oktober 2018 
 

Fahrig wie immer

PFranziskus hat die Wortmeldungen des stets fahrigen Kardinals Kasper als "Theologie auf den Knien" genannt und sie auch zu seiner Führungstheorie und -praxis gemacht.
Inzwischen ist Kasper und Franziskus nicht nur bis an die Knien, sondern bis zum Hals in Häresie und Skandalen versenkt :-(
Die Fundamente ihres Systems komme jeden Tag mehr zu Tage.
Der Hl. Robertus Bellarminus wird wohl bald gewaltig in Aktion treten.


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 Diadochus 3. Oktober 2018 
 

Kardinalshut

Bei Kardinal Kasper ist wohl nur noch der Kardinalshut katholisch. Bei der Rede sehe ich keine Ehrfurcht und keine Frömmigkeit zur hl. Eucharistie. Die Eucharistie ist kein Objekt der Beliebigkeit. Kardinal Kasper scheint das nicht erfasst zu haben. Er spricht wie ein evangelischer Pastor. Er sagt ja selber, evangelische Christen stünden ihm näher als manche Katholiken. Da kann er Papst Franziskus die Hand geben, der vor dem Allerheiligsten keine Kniebeuge macht.


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 Tonika 3. Oktober 2018 
 

Ökumene Geschenk des Heiligen Geistes? Nicht wirklich.

" Die Ökumene, die ein "Geschenk des Heiligen Geistes" sei, befinde sich in einer "Zwischenphase", in der man nichts überspringen oder erzwingen dürfe, so Kasper: "Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist nun auch weiterführt, was er angestoßen hat."

Jetzt setz sich Kasper gar mit dem Heiligen Geist gleich. Den Trick kennen wir schon von der Familiensynode.

Genau, weil Kasper und Papst Franziskus den Heiligen Geist so sehr vertrauen und nichts erzwingen wollen, wurde und wird nichts dem Zufall überlassen und Synoden organsiert, wo getrickst und manipuliert wurde und wird.

Dank vom Papst eigenhändig gewählte liberale Mehrheit stand/steht das Ergebnis in der Familien-Synode bzw. in der kommenden Jugend-Synode im Sinne der liberalen Agenda bereits im voraus fest. Die frisierte Resultate werden einfach dem Heiligen Geist zugeschrieben, merkt ja keiner.Was Kasper sagt und wie er den Heiligen Geist vor seinem eigenen Karren spannt, ist für meine Begriffe pure Blasphemie.


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 scheinfrager 3. Oktober 2018 
 

Kardinal Kasper

sollte auch mal gefragt werden, wie denn die Ökumene mit den ganzen Katholiken vorangeht, die ihm nicht so nahe sind.


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 lesa 3. Oktober 2018 

Die Offenbarung ist keine "Theorie", sondern fleischgewordener Weg, Wahrheit und Leben..


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 Smaragdos 3. Oktober 2018 
 

Es ist bekannt, dass Kardinal Kasper für die Kommunion an WvG war - so eingeführt in Amoris Laetitia.

In obigem Artikel ist er, wenig überraschend, auch für die Kommunion an evangelische Partner - von Papst Franziskus dieses Jahr mit "F." abgesegnet.

Anders gesagt: alle heterdoxen Wünsche von Kardinal Kasper gehen in Erfüllung. Da kann es einem mulmig werden. Ist er der eigentliche Drahtzieher im Vatikan?


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 Bernhard Joseph 3. Oktober 2018 
 

@Katholikheute - Treffender Hinweis auf Kardinal Newman

Kardinal Newman konvertierte zum katholischen Glauben unter größten Widerständen auch in der katholischen Kirche. Er sah es aber als seine Gewissenspflicht an zu konvertieren, weil er den katholischen Glauben als einzig wahren Glauben erfahren hat.

Kardinal Kasper scheint überhaupt nicht erfassen zu können, was ein Gewissenentscheid heißt und welche Konsequenzen er erfordert, es sei denn, man sieht alles - auch das Gewissen - als relativ und damit jederzeit wandelbar an.

Der Glaube wird dann zu einem Wischiwaschi und da kann man sich natürlich überall beheimatet fühlen und auch an ein Sakrament glauben, selbst wenn man nicht einmal weiß, was uner einem Sakrament zu verstehen ist.

Kard. Kasper und andere haben die Hauptverantwortung dafür, dass heute so wenige Berufungen zu finden sind. Auf einen Wischiwaschi-Glauben kann und will doch keiner sein ganzes Leben aufbauen.

Es ist immer wieder erschütternd, welch mangelnder Glaubensernst bei Hirten wie Kard. Kasper anzutreffen ist.


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 hape 3. Oktober 2018 

Der Mann für alle Fälle - 2

Unterm Strich halte ich das alles für einen Angriff auf das Weihesakrament. Dank Kasper wird das am Ende aber auch kein Ökumenehinderniss mehr sein. Angesichts solch großartiger Perspektiven kann er sich deshalb auch heute schon, mit einem vorsichtig positiven Zwischenresümee zum Stand der Ökumene, selber loben.

In einem hat Kardinal Kasper aber mit Sicherheit recht: Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Hl. Geist nun auch weiterführt, was er angestoßen hat. – Nur, dass der Hl. Geist seine Rechnung nicht unbedingt von Kardinal Kasper abhängig macht. Der Hl. Geist weht nämlich dort, wo er will. Manchmal weht er irgendwie auch rückwärts. Dann nämlich, wenn die Rückbesinnung auf das was man hatte, die Gläubigen näher zu Gott bringt, als das, was sich geleerte Kardinäle ausgedacht haben. – Warten wir’s ab.

–––
Ende


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 hape 3. Oktober 2018 

Der Mann für alle Fälle - 1

Kasper wäre ja nicht Kasper, hätte er nicht für alle Existenzfragen der Kirche die ultimative Lösung parat. Wenn er also vom Priestermangel spricht, kann man getrost mitdenken: Viri probati, Frauendiakonat, Frauenpriestertum, Aufhebung des Pflichtzölibates, Gemeindeleitung durch Laien. – Hab ich etwas vergessen?

Richtungsweisend für die Ökumene ist sein Hinweis, ein evangelischer Bischof sei für den Papst nicht einfach ein Laie. Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich. Lässt sich die apostolische Sukzession bei den Evangelischen jetzt doch nachweisen?

Wenn Kasper dann erwähnt, dass er die Einheit der Kirche für eine Utopie halte, dann verschiebt er en passant auch die Rückkehrökumene in die „Ablage Papierkorb“: unerreichbares Ideal, nicht zumutbar, weg damit. Mitdenken muss man hier das protestantische Konzept von der „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“, mit dem Papst als Grußonkel.

–––
Fortsetzung


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 JohannBaptist 3. Oktober 2018 
 

Vervollständigung

@Montfort.
Franziskus empfängt nicht nur Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften sondern auch AbtreibungsbefürworterInnen und Atheisten.


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 lydia stenzel 3. Oktober 2018 
 

"Der größte deutsche Theologe"

Dies waren die Worte des neugewählten Papstes beim ersten Angelusgebet 2013. Ein Mitglied der St.Gallen Mafia, ein fundierter Lutherkenner und Bewunderer desselben wird als größter deutscher Theologe hingestellt. Welche Theologie meint der Papst wohl? Sicher nicht die Katholische. Diese bedeutet doch weltumfassend, bis zum heutigen Tag in der Tradition der Lehre Jesu Christi stehend, oder? Was redet dieser Kardinal von gemeinsamer Eucharistiefeier, mit wem eigentlich? Mit seinen Lutheranern, den anderen Freikirchen und sonstigen Sekten, vielleicht noch mit Muslimen, Buddhisten oder Hinduisten, die ja schon mit ihren Göttern in katholische Kirchen eingezogen sind? Jemand, der den Leib des Herrn empfangen möchte, muß sich leider der Mühe unterziehen, zu konvertieren! Deshalb bezieht sich die Ökomene meines Erachtens nur auf die Ostkirchen, die an die Transsubstantiation glauben. Die Protestanten tun das nicht. Luther hat sogar Fronleichnamsprozessionen als Götzendienst bezeichnet!


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 Eliah 3. Oktober 2018 
 

@Kirchenthal: Danken Sie dem Herrn!

und zwar dafür, daß Ihnen die Kaspersche Erleuchtung fehlt. Denken Sie immer an die Worte Jesu Christi: "Ich preise dich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast". Wir Unmündigen müssen uns an den Herrn halten und zusammenhalten in diesen Zeiten!


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 Kurti 3. Oktober 2018 
 

Wann endlich hört das

Kasperletheater einmal auf? Hat dieser Mann nicht genug Schaden in der Kirche angerichtet?


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 Karlmaria 3. Oktober 2018 

Kommunion hat ja auch mit Gemeinschaft zu tun

Ich höre gerade nebenher die Predigt Seiner Heiligkeit bei der Jugendsynode. Da ist Seine Heiligkeit echt gut wenn es darum geht den jungen Leuten Seine Erfahrungen mitzugeben. Jeder achte nicht nur auf sein eigenes Wohl sondern auch auf das Wohl der anderen hat Seine Heiligkeit gerade gesagt. Das passt auch zu diesem Thema der Ökumene. Ich glaube ja dass die Tradition der Kirche in fast allen Punkten recht hat. Das was in letzter Zeit so kommt ist meist kein Fortschritt. Aber einen dunklen Punkt in der Tradition der Kirche gibt es doch: Es wurde sich viel zu wenig um die von Gott gewünschte Einheit gekümmert. Wir müssen uns da viel mehr bemühen und auf den anderen zugehen. So wie das ja bei jeder Sünde ist. Wir sollen auf die Sünder hilfreich zugehen. Jeder achte nicht nur auf sein eigenes Wohl sondern auch auf das Wohl der anderen!


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 Mariat 3. Oktober 2018 

Ökumene = Irrweg!

Vor langer Zeit angestossen. Doch was ist das ZIEL?
Gott zu dienen; sich IHM zu unterstellen; Jesus Christus - als den Sohn Gottes anzunehmen; der EHRFÜRCHTIG behandelt werden sollte; die Lehre der kath. Kirche vollständig anzunehmen und zu leben.

Oder: der Welt zu dienen, dem anderen GOTT - dem Widersacher Gottes?
Ökumene - bedeutet - die Welt zu lieben. Alle Menschen sind gleich. Alle unterschiedlichen Glaubensrichtungen( Kirchen) haben gutes in ihrer Lehre. Deshalb gehören alle zusammen - die ist das Streben der Ökumene.
Keineswegs den Glauben der kath. Kirche( die Jesus gegründet hat) zu verbreiten.
Ökumene ist eine Irrlehre.Vor der immer wieder gewarnt wurde - wie man auch in der Bibel nachlesen kann.

Haben nicht die Freimaurer dieses Ziel: "Baumeister der Welten" zu gründen. Dies ist aber nicht der Gott der Katholiken - der WAHRE GOTT!
IHM sollen wir dienen; und auf Seine Worte hören;
Also kann der Hl. Geist - die Ökumene wollen?
NEIN!


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 lakota 3. Oktober 2018 
 

Weiß dieser Kardinal eigentlich was er sagt?

"Die Ökumene, die ein "Geschenk des Heiligen Geistes" sei" - "Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist nun auch weiterführt, was er angestoßen hat." -
ABER: " Er selbst halte es zudem für eine "Utopie, dass einmal alle Christen in einer Kirche sein werden", sagte Kasper". Wirkt der Heilige Geist nur dort, wo ein Kasper es will?


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 Montfort 3. Oktober 2018 

Zweierlei Arten von Gläubigen

"Es vergeht keine Woche in Rom, wo der Papst nicht irgendwelche Repräsentanten anderer Kirchen empfängt - als Brüder und Schwestern."

Nur die "Dubia-Kardinäle" weigert er sich seit Jahren, zu empfangen! Repräsentanten anderer Konfessionen und Religionen stehen ihm anscheinend näher als die von ihm bei jeder Gelegenheit "verteufelten" Kardinäle und Gläubigen der eigenen Kirche, die so "naiv" sind, zu glauben und leben zu wollen, was Glaube und Sittenlehre der Kirche ist.

Himmel, hilf!


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 Kirchental 3. Oktober 2018 

Unterschied

Was unterscheidet eigentlich einen evangelischen Christen, der mit einem Katholiken verheiratet ist, von einem, der nicht mit einem Katholiken verheiratet ist?

Warum also darf der eine zur Heiligen Kommunion gehen - der andere aber nicht - selbst wenn beide den Glauben an das Sakrament gemeinsam haben?

Und warum muss sich ein katholisches Kind erst mühsam auf die Erstkommunion vorbereiten - der evangelische Ehepartner aber nicht?

Wahrscheinlich fehlt mir die kaspersche Erleuchtung, um diese und ähnliche Fragen zu verstehen!


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 elisabetta 3. Oktober 2018 
 

Kardinalfehler

Klares Ziel sei für ihn eindeutig die "Eucharistiegemeinschaft" als Zeichen der Kirchengemeinschaft, sagte Kasper in dem Interview.
Sie erliegen einem fatalen Irrtum, Herr Kardinal! In der Heiligen Eucharistie geht es um die Gemeinschaft mit Jesus Christus, nicht um die Gemeinschaft zwischen Protestanten und Katholiken.


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 phillip 3. Oktober 2018 
 

"evangelische Christen mit katholischen Ehepartnern sollten zur Kommunion gehen können,

wenn sie persönlich überzeugt sind, dass sie den Leib des Herrn empfangen und das Leben zum Sakrament passt, sagt der Kasper. Wann passt nun das Sakrament zum Leben? Nach KKK 1327 ist die Eucharistie der Inbegriff und die Summe unseres Glaubens: „Unsere (Anmerkung: katholische) Denkweise stimmt mit der Eucharistie überein, und die Eucharistie wiederum bestätigt unsere Denkweise" (Irenäus, hæer. 4,18,5). Nach KKK 1355 nennen wir dieses Brot und diesen Wein - nach einem alten Ausdruck „eucharistiert" - als Nahrung Eucharistie. Niemand darf daran teilnehmen, als wer unsere Lehren für wahr hält, das Bad zur Vergebung der Sünden und zur Wiedergeburt empfangen hat und nach den Weisungen Christi lebt" (Justin, apol. 1,66, 1-2). Ist es einsichtig und redlich, dass jemand, der das Leben der Katholiken lebt, Protestant bleibt?


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 bernhard_k 3. Oktober 2018 
 

Das passt alles hinten und vorne nicht ...

"...sollten sie nach Kaspars Meinung zur Kommunion gehen können - "wenn sie persönlich überzeugt sind, dass sie den Leib des Herrn empfangen..."

Nun, wenn sie "überzeugt sind" und dann aber nicht konvertieren, sind sie eben nicht überzeugt.


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 Katholikheute 3. Oktober 2018 
 

Warum?

Warum konvertieren die Menschen, die katholisch leben wollen, nicht einfach offiziell zur katholischen Kirche.

Was würde wohl Cardinal Newman zu so einem Artikel schreiben??

Warum soll sich die Kirche an jedes persönliche Wehwehchen anpassen??

Wenn einer evangelisch ist, dann soll er evangelisch leben - will er katholisch leben, dann katholisch.

Oder will Herr Kaspar die katholische Kirche in eine evangelikale Freikirche umwandeln, mit dem Titel "katholische Kirche??"


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 mphc 3. Oktober 2018 

Wichtiger wäre, dass in den Familien der Katechismus

der kath. Kirche von Johannes Paul II. studiert und reflektiert wird, damit eine gesunde Basis für das Glaubensleben gelegt werden kann.


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 JuM+ 3. Oktober 2018 
 

Ökumene in der Endphase...

Wie auch die kasperlichen Umschreibungen bzw. Relativierungen.


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