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Zorniger Kardinal Kasper bläst zum Halali auf Vatikanmitarbeiter

7. Juni 2018 in Aktuelles, 38 Lesermeinungen
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Kardinal Kasper ist wütend und trommelt zum Angriff auf Vatikanmitarbeiter, die angeblich Informationen aus dem Vatikan an "Papst-Franziskus-kritische"-Medien weitergegeben haben sollen


Bonn (kath.net)
Kardinal Walter Kasper, der ehemalige Chef-Ökumeniker des Vatikans, hat in einem Beitrag für das offiziell nichtoffizielle „Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland“ auf das Schreiben der Glaubenskongregation an Kardinal Marx mit Zorn reagiert und zum Halali auf alle geblasen, die in dem Zusammenhang vermeintlich Informationen aus dem Vatikan geleakt haben. Er kritisierte heftig, dass ein Brief, der „persönlich adressiert“ sei, ausgerechnet an „solche Medien“ weitergeben wurde, deren „Papst-Franziskus-kritische Einstellung“ allgemein bekannt sei. Mit dieser Behauptung soll offensichtlich kath.net als auch die Tagespost und italienische Vatikanjournalisten, die den Brief erhalten haben, diskreditiert werden. Kasper stellt dies in einem Zusammenhang mit „einer Reihe von Vatileaks“ und spricht von einem „Loyalitätsbruch von Mitarbeitern der Kurie“ und behauptet weiters, dass damit die Autorität der deutschen Bischöfe als auch die der Kurie und des Papstes sowie das Ansehen der Kirche allgemein beschädigt wurden und unter den Gläubigen Verwirrung angerichtet werden. „Man muss erwarten, dass die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und mit Konsequenzen rechnen müssen.“, erklärt Kasper weiter im zornigen Ton. Interessanterweise hat sich der ehemalige Ökumene-Präfekt in der Vergangenheit nie dazu geäußert, als interne Schreiben der Deutschen Bischofskonferenz regelmäßig unter anderem an Joachim Frank vom Kölner Stadtanzeiger übermittelt wurden.


"Man mag ja über Kath.net vieles sagen, aber immerhin die Redaktion bemüht sich um Fairness" (Kardinal Kasper 2016 über kath.net)

Walter Kardinal Kasper



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