Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Sankt Maron für Liturgie und Pilger wiedereröffnet

5. August 2018 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Libanon ist das historische und bedeutsame Felsenkloster vom maronitischen Bischof Hanna Rahmé OLM feierlich wieder geöffnet worden


Baalbek (kath.net/ Fides)
Das Felsenkloster Sankt Maron, ein Ort der für die maronitischen Christen lieb gewonnene historische und spirituelle Erinnerungen birgt, wurde nach jahrhundertelanger Verwahrlosung wiedereröffnet für Liturgiefeiern, Andachten und Wallfahrten. Am Dienstag, 31.Juli, dem Tag „der Studenten von Sankt Maron“ fand dort eine eucharistische Liturgiefeier unter dem Vorsitz des maronitischen Bischofs von Baalbek- Deir el Ahmar, Hanna Rahmé OLM, statt. An der Messe nahmen auch einige Politiker sowie eine ansehnliche Abordnung des Libanesischen Maroniten-Ordens teil.

Das im Nord-Osten, nicht weit von der syrischen Grenze und der Quelle des Oronte-Flusses liegende Felsenkloster ist Teil des Erinnerungsschatzes und der Orte, die mit dem christlichen Abenteuer des heiligen Maron zusammenhängen. Der heilige Maron lebte zwischen dem IV. und V. Jh. Er gilt als der Vater der monastisch-spirituellen Kongregation, auf die die Entstehung der maronitischen Kirche zurückgeht. Bereits im V.Jh. waren dieselben Grotten von den ersten Schülern des heiligen Maron bewohnt. Die Wiedereröffnung des Ortes für Liturgie und Andacht wird von zahlreichen Christen dankbar erlebt. Es ist eine freudige Nachricht, dass ein der christlichen Erinnerung so lieber Ort aus Vergessenheit und Verwahrlosung geholt wurde; Grund dafür waren auch die Rechtsstreite um die Eigentumsfrage des Gebietes, auf dem sich die Klosterhöhle befindet.


„Es ist uns gelungen dieses Kloster nach dem Betrug in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wieder zu bekommen, bei dem es um die Gegend geht, auf der das Kloster steht“, sagte Bischof Hanna während der Homilie; „jetzt wollen wir diesen heiligen Ort mit unseren christlichen und muslimischen Brüdern teilen. Vielleicht wurde der erste maronitische Patriarch hier gewählt. Wer immer hierher kommt, spürt die Gegenwart Gottes.“ Der Bischof von Baalbek – erfährt Fides aus maronitischen Quellen – hat auch angekündigt, dass im Felsenkloster wenigstens einmal am Tag die Messe gelesen werde.

Die Möglichkeit jetzt wieder Zugang zu diesem Ort zu haben, macht der langen Zeit der Verwahrlosung ein Ende. Nachdem die Mönche in ottomanischer Zeit den Ort verlassen hatten, war er Jahrhunderte lang vergessen und der atmosphärischen Unbill ausgesetzt. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts war er dann Gegenstand des Streites zwischen der maronitischen Diözese von Baalbek-Deir el Ahmar und einigen einflussreichen, muslimischen Familien der Gegend, die die Diözese beschuldigten, das ihnen gehörende Klostergelände 1923 usurpiert zu haben, und sie gezwungen wurden nach Syrien, damals unter französischem Mandat, abzuwandern. In einem weiteren, jüngeren Rechtsstreit standen sich die Diözese Baalbek-Deir el Ahmar und das libanesische Ministerium für Wasser-und Energiequellen gegenüber; eine Einigung erfolgte, als die Regierung mit der Diözese die Möglichkeit der Wiederherstellung des Klosters und der Öffnung der Grotten vereinbart hatte.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Libanon

  1. Vatikan-Medien: Pfarrer im Libanon von israelischen Bomben getötet
  2. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  3. Libanesin: "Papst hat unsere Nation aufgerichtet"
  4. Papst Leo: Deutliche Unterschiede zwischen Synodalem Prozess und deutsch-synodalem Weg!
  5. Auch im Libanon zeigte sich Leo XIV. in kraftvoller Energie - "Lasst die Welt in Hoffnung erblühen!"
  6. Ganz Beirut freut sich über den Papst
  7. Erste fliegende Papst-Pressekonferenz: Lob für Vermittler Erdogan
  8. Libanon und Syrien: „Die Menschen versuchen, mit einem US-Dollar pro Tag zu überleben“
  9. Libanon: Ein interreligiöses Wunder am Stadtrand von Beirut
  10. Libanon: Ein Weihnachtswunder inmitten von Hitze, Verwüstung und Tod







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  3. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  4. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  5. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  6. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  7. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  8. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  9. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  10. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  11. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  12. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  13. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  14. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  15. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz