Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  9. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Rektor Jan Frąckowiak: „Ein Priester muss ein Mann des Glaubens sein“

Patriarch Rai: "Libanon riskiert wirtschaftlichen Kollaps"

7. April 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Strukturen der Sünde" bedrohen das Land - Kritik an mangelnder Bekämpfung der Korruption und fehlender Bereitschaft zu echter Sparpolitik


Beirut-Rom (kath.net/KAP) Der Libanon riskiert den wirtschaftlichen und finanziellen Kollaps, wenn der Kampf gegen die Korruption und die damit zusammenhängenden politischen Mechanismen erfolglos bleibt. Dies betonte der maronitische Patriarch, Kardinal Bechara Boutros Rai, wobei er laut dem vatikanischen Pressedienst "Fides" (Donnerstag) ausdrücklich von "Strukturen der Sünde" sprach. Dieser Begriff wurde im Rahmen der katholischen Soziallehre entwickelt, entsprechende Strukturen werden als Ergebnis einer Summe persönlicher und gesellschaftlicher Sünden gesehen. Diese Sünden richteten sich gegen das Gemeinwohl, die Gerechtigkeit und die Gleichheit der Menschen im Hinblick auf Rechte und Pflichten.


Der maronitische Kardinal-Patriarch kritisierte vor allem den Rückstand bei der Verwirklichung der von der internationalen Gemeinschaft verlangten Reformen, die internationale Gemeinschaft mache sich "offenbar mehr Sorgen um den Libanon als die libanesischen Politiker". Kein Minister wolle die notwendigen Einsparungsschritte im Rahmen der Austeritätspolitik auf sich nehmen. Nach wie vor stünden die Interessenkonflikte im Mittelpunkt des politischen Geschehens.

Es sei inakzeptabel, dass das Problem der Energieversorgung und der täglichen Verschwendung in diesem Sektor noch nicht angegangen wurde. Ebenso mangle es an "mutigen Entscheidungen" über die Aktivgehälter und Pensionen der Staatsbeamten und über alle anderen Ausgaben, die den Staat dem Konkurs nahebringen. Als "unannehmbar" bezeichnete der Patriarch die Tatsache, dass es kein verabschiedetes Budget für das laufende Jahr gibt. "Das sind Sünden gegen das libanesische Volk", so Rai wörtlich. Zugleich rief der Kardinal-Patriarch die libanesischen Politiker und das ganze libanesische Volk zu einem echten Sparprogramm auf, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes zu verhindern.

Am Familieninstitut der "Universite La Sagesse" in Beirut tagte am Dienstag und Mittwoch eine Konferenz über die "aktuelle Krise und die akademischen Antworten der Wissenschaften", bei der der Großkanzler des Päpstlichen Familieninstituts, Erzbischof Vincenzo Paglia, und der Direktor des Instituts, Msgr. Pierangelo Sequeri, referierten. Die Verbindung des Familieninstituts der "Universite La Sagesse" mit dem Päpstlichen Familieninstitut an der römischen Gregoriana war ein ausdrücklicher Wunsch von Papst Johannes Paul II. in seinem postsynodalen Dokument zur Libanon-Synode. Im letzten akademischen Jahr waren 100 Studentinnen und Studenten für unterschiedliche familienwissenschaftliche Studien am Institut der "La Sagesse" inskribiert.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Libanon

  1. Vatikan-Medien: Pfarrer im Libanon von israelischen Bomben getötet
  2. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  3. Libanesin: "Papst hat unsere Nation aufgerichtet"
  4. Papst Leo: Deutliche Unterschiede zwischen Synodalem Prozess und deutsch-synodalem Weg!
  5. Auch im Libanon zeigte sich Leo XIV. in kraftvoller Energie - "Lasst die Welt in Hoffnung erblühen!"
  6. Ganz Beirut freut sich über den Papst
  7. Erste fliegende Papst-Pressekonferenz: Lob für Vermittler Erdogan
  8. Libanon und Syrien: „Die Menschen versuchen, mit einem US-Dollar pro Tag zu überleben“
  9. Libanon: Ein interreligiöses Wunder am Stadtrand von Beirut
  10. Libanon: Ein Weihnachtswunder inmitten von Hitze, Verwüstung und Tod






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  7. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  8. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  13. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  14. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz