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Beichtgeheimnis kann nicht durch Politiker-Gesetze abgeschafft werden

18. Juni 2018 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Australien: Die katholische Kirche stellt klar, dass die Priester sich weiterhin an das Beichtgeheimnis halten werde und sich nicht einer Gesetzesänderung verpflichtet fühlt


Australien (kath.net)
Das Beichtgeheimnis kann nicht durch Politiker-Gesetze abgeschafft werden. Mit einer klaren Ansage hat sich die katholische Kirche in Australien zu Wort gemeldet. Bischof Gregory O’Kelly, der derzeitige Administrator, der Erzdiözese von Adelaide, kündigte an, dass Priester trotz einer geplanten Gesetzesänderung, die Priester verpflichten soll, Missbrauchsfälle zu melden, nicht das Beichtgeheimnis brechen werden. Gegenüber dem AVC Radio Adelaide erklärte der Bischof, dass sich das Beichtgeheimnis im Bereich des Heiligen befinde. "Politiker können die Gesetze ändern, aber wir können nicht die Natur der Beichte verändern, die eine heilige Begegnung zwischen einem Penitenten ist, der Vergebung sucht und einen Priester, der Christus repräsentiert." Ein Priester, der das Beichtgeheimnis verletzt, wäre automatisch exkommuniziert.


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Lesermeinungen

 Kirchental 19. Juni 2018 

@Alpenglühen

Sie haben vollkommen recht. Ich hatte mich unpräzise ausgedrückt. Der Staat kann natürlich nur den Schutz des Beichtgeheimnisses abschaffen.

Mir ging es primär auch nur um diese rechtliche Möglichkeit. Für sinnvoll erachte ich das nicht. Denn Errungenschaften wie das Zeugnusverweigerungsrecht sind mE in geschichtlichen Prozessen entstanden, die zeigten, dass die Staaten auf Voraussetzungen aufbauen, die Sue selbst nicht schaffen können.

Doch davon unabhängig müsste die Kirche viel selbstbewusster auf solche Drohungen reagieren. In der Sicherheit, dass Prüfungen wie diese ihr zum Segen werden können.


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 Alpenglühen 18. Juni 2018 

@Kirchental – s. auch meine Posts zu Art. 64133

Der Staat kann den SCHUTZ des Beichtgeheimnisses abschaffen, aber nicht das BG selber. 02/2010, s. Art. 25727, forderte der HVD von der Bundesjustizmin., das Aussageverweig.-recht für Priester im StGB zu streichen. Es gibt in D aber keine gesetzl. Anzeigepflicht, zumal Opferverbände dringend abgeraten haben. BG lockern? 1 Mal nachgegeben, wie würde man die weiteren Begehrlichkeiten des Staates abwehren wollen?? Die kämen so sicher wie „das Amen in der Kirche“! Priester als Handlanger der Strafverfolgungsbehörden? ‚Exkommunikation’ ist dem Staat egal.
lt. de.sputniknews.com/religion/20180609321082879-beichtgeheimnis-abschaffung-anglikanische-kirche/
gilt auch in der russ. orthodox. Kirche strikt das BG.
Komfortzone? Finanziell in D vermutl. schon. Aber sonst? Australien, USA unter Obama, teilw. EU: Wer authentisch Christi Lehre verkündet, steht oft mit 1 Bein im Gefängnis. Wie viele Priester wurden in D schon von ihrem Bf. geschaßt, weil sie sich dem Zeitgeist nicht anpassen wollten?


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 Smaragdos 18. Juni 2018 
 

Wovon träumen die australischen Politiker nachts?


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 griasdigott 18. Juni 2018 

@Kirchental

Neue Berufungen - hoffen wir es, erbeten wir Berufungen. Wir brauchen die besten Männer, bestens ausgebildete Männer, integer, christusähnlich.Priester, die Menschen führen können, auf dem Weg, der in den Himmel führt.


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 Kirchental 18. Juni 2018 

@Schlegl

Wie die Rechtslage in Australien aussieht, welche Paragraphen geändert werden sollen, ob die Neuregelung nur für Priester gilt oder auch für andere bevorzugte Berufsgruppen - Anwälte, Therapeuten, Journalisten - darüber wissen wir immer noch zu wenig.

Klar ist: natürlich kann ein Staat das Beichtgeheimnis abschaffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hinter dem eisernen Vorhang ein Beichtgeheimnis galt?

Klar ist aber auch, dass innerkirchlich das Beichtgeheimnis natürlich weiterhin gilt.

Priester müssen wieder Flagge zeigen. Sie müssen tatsächlich wieder für ihre Berufung einstehen. Plötzlich bekommen Vorschriften wie Zölibat einen Sinn. Denn ein unverheirateter Priester kann ohne Rücksicht auf eine Familie für seinen Glauben einstehen... ins Gefängnis gehen...

Und ganz vorsichtig -
Vielleicht werden solche Zeugen Ursache neuer Berufungen? Vielleicht tut es der Kirche gut, wenn sie aus ihrer Komfortzone heraus muss?


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 Maria_Jesus 18. Juni 2018 
 

Die eigentlich Gefahr für ds Beichgeheimnis ist die Kirche, nicht die Politik

Denn wenn die Kirche nicht so viele Fälle vertuscht hätte, wäre der Vertrauensverlust in die Kirche nicht so groß und niemand würde an einer Aufhebung des Beichtgeheimnisses denken.

Das haben die Katholiken in Australien ihren Bischöfen zu verdanken.


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 SCHLEGL 18. Juni 2018 
 

@girsberg74

Mit dem Wort "endlich" haben Sie völlig recht! Ich habe auf den Umstand, dass der direkte Bruch des Beichtgeheimnisses die sofort eintretende Exkommunikation des Priesters, die nur vom Papst aufgehoben werden kann, zur Folge hat, bereits vor Tage hingewiesen!
Über diese Materie kann keine Regelung, keine Volksvertretung abstimmen. Normalerweise sind solche Dinge auch im Konkordat des Heiligen Stuhls mit dem betreffenden Land verankert. Man muss diesen Politikern, die ganze Sache nur an der Kirche abarbeiten wollen, einfach ihre Grenzen zeigen, nötigenfalls durch Einstellung kirchlicher Sozialleistungen , die der Allgemeinheit zugute kommen.Msgr. Franz Schlegl


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 girsberg74 18. Juni 2018 
 

Die Wahrung des Beichtgeheimnisses ist absolut!

@Hesychast „Johannes Nepomuk“

Die Einhaltung des Beichtgeheimnisses darf nichts mit Überlegungen hinsichtlich einer Bestrafung bzw. eines Strafmaßes zu tun haben.


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 Hesychast 18. Juni 2018 
 

Johannes Nepomuk

Die Kirchengeschichte kennt einen heiligen Märtyrer des Beichtgeheimnisses: Johannes Nepomuk.
Wenn ein Staat den Priester unter Strafandrohung zum Bruch des Beichtgeheimnisses verpflichtet, dann muss er halt eher die Strafe auf sich nehmen als das Gesetz befolgen. So drastisch wie bei Johannes Nepomuk - Tod durch Ertränken in der Moldau - wird heutzutage die Strafe schon nicht sein.


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 girsberg74 18. Juni 2018 
 

Endlich!

Eine klare Ansage.

Auf den ersten Blick verlagert sich das Beichtgeheimnis allerdings auf den einzelnen Priester, der dazu angehalten ist, das Geheimnis zu wahren.

Die Rolle der Kirche ergibt sich dann mit der Feststellung, dass ein Bruch des Beichtgeheimnisses die Exkommunikation es Priesters nach sich ziehe.

Nach meinem Verständnis von Hierarchie, als einer Über-/Unterordnung in der Sache, hätte die Institution Kirche zuerst stehen müssen.


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