Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  11. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Offener Brief: Warnung vor Abkommen des Heiligen Stuhls mit China

14. Februar 2018 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beim Versuch, einen schnellen Erfolg zu erzielen, könne ein falscher Schritt zu einem totalen Fehlschlag führen. Das kommunistische Regime Chinas sei im Begriff, seine Kontrolle über die Religionen zu verstärken.


Hongkong (kath.net/jg)
Eine Gruppe von 15 katholischen Akademikern, Rechtsanwälten und Menschenrechtsaktivisten, die meisten von ihnen aus Hongkong, hat sich in einem offenen Brief an die Bischöfe der Welt gewandt und diese gebeten, beim Heiligen Stuhl gegen ein mögliches Abkommen zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik China zu intervenieren.

Das Abkommen soll Medienberichten zufolge die Ernennung von Bischöfen in der Volksrepublik China regeln. Der Vatikan soll sieben „Bischöfe“ der regimetreuen Katholischen Patriotischen Vereinigung Chinas als legitime Bischöfe anerkennen. Die Unterzeichner bezeichnen sich angesichts dieser Schritte als „zutiefst schockiert und enttäuscht“. Beim Versuch, einen schnellen Erfolg zu erzielen, könne ein falscher Schritt zu einem totalen Fehlschlag führen, heißt es in dem Brief.


Die Bischöfe seien Nachfolger der Apostel. Daher müssten alle Bischöfe vom Papst, dem Nachfolger des heiligen Petrus, ernannt werden, schreiben die Unterzeichner. Im Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe in der Kirche „Christus Dominus“ des II. Vatikanischen Konzils sei unmissverständlich festgelegt, dass staatliche Autoritäten keine Rolle in der Auswahl und Bestellung von Bischöfen spielen dürften, erinnern sie.

Die sieben illegitimen „Bischöfe“ seien nicht vom Papst eingesetzt. Ihre moralische Integrität sei „fragwürdig“. Würden sie als legitime Bischöfe anerkannt werden, würde dies ein Schisma in der Kirche Chinas heraufbeschwören. Leid und Verwirrung für die Gläubigen wären die Folgen, fürchten die Unterzeichner.

Sie erinnern daran, dass die religiöse Verfolgung durch das kommunistische Regime Chinas nie beendet worden sei. Xi Jinping, der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas, habe klar gemacht, dass die Partei ihre Kontrolle über die Religionen noch verstärken wolle. Es sei also nicht zu erwarten, dass die Kirche in Zukunft mehr Freiheit genießen werde. Darüber hinaus habe die Kommunistische Partei Chinas eine lange Liste an gebrochenen Versprechen. Ein Abkommen mit diesem Regime könnte die Kirche kompromittieren und ihre moralische Autorität untergraben, warnen sie.

Jedes Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China müsse daher Garantien für den Schutz der Religionsfreiheit und ein Ende der Verfolgung beinhalten. Angesichts der im Februar in Kraft getretenen Regelungen zur staatlichen Kontrolle der religiösen Angelegenheiten sehen die Unterzeichner, ähnlich wie Kardinal Zen, der emeritierte Erzbischof von Hongkong, keine Chance für ein Abkommen, das diesen Kriterien entspricht.

Abschließend bitten die Unterzeichner die katholischen Bischöfe, an den Heiligen Stuhl zu appellieren. Der Vatikan möge das Abkommen überdenken und einen irreversiblen und bedauerlichen Fehler vermeiden.


Link zum offenen Brief (englisch):

freecatholicsinchina.org



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. "Ein tragisches Unrecht"
  2. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  3. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  4. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  5. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  6. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  7. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  8. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  9. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China
  10. Vatikan verlängert skandalöses China-Abkommen






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  15. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz