Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Bosniens Bischöfe beklagen Verdrängung der Kroaten

3. Dezember 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Stellungnahme nach Suizid von Kriegsverbrecher Praljak vor dem UN-Tribunal: Viele unbestrafte Verbrechen gegen Bosniens Kroaten seit Kriegsende


Sarajevo (kath.net/KAP) Die katholischen Bischöfe von Bosnien-Herzegowina haben die Verdrängung der kroatischen Volksgruppe aus ihrem Land beklagt. Den in Bosnien ansässigen Kroaten werde seit den Verträgen von Washington und Dayton bis heute durch vielerlei Belehrungen und Bedrohungen vermittelt, "dass Bosnien und Herzegowina nicht auch ihre Heimat ist und dass für sie in dem Land kein Platz ist". Dies sei unmoralisch und ein gefährliches "Verbrechen", dessen Verantwortliche Rechenschaft ablegen sollten - worauf jedoch derzeit keine Aussicht bestehe, so die Bischöfe in einer von der katholischen Nachrichtenagenturen KTA und IKA verbreiteten Stellungnahme.


Die Bischöfe reagierten mit ihrer Äußerung auf das Urteil gegen den Kriegsverbrecher Slobodan Praljak und fünf Mitangeklagte durch den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Der 72-jährige Ex-Kommandant der bosnisch-kroatischen Armee (HVO) im Balkankrieg hatte im Gerichtssaal vor den Kameras Gift getrunken und war kurz darauf im Spital verstorben. "Obwohl wir spüren, dass nach dem Urteil und dem tragischen Tod von Slobodan Praljak in Den Haag am 29. November 2017 das Schweigen der geeignetste Ausdruck unserer Gefühle wäre, wissen wir, dass - vielleicht mit Recht - alle wohlwollende Menschen dieses Landes und vor allem die Katholiken auch unsere Meldung erwarten", so die Bischöfe am Folgetag. Das Urteil selbst wollten sie nicht kommentieren.

Gleichlautend mit ihren Äußerungen während des Balkankrieges würden sie sich auch jetzt jedem Verbrechen widersetzen, stellten die Bischöfe klar. Jedes Verbrechen, egal von welcher Seite, sei zu verurteilen und müsse auch zur Verantwortung gezogen werden, und die von den (kroatischen) Katholiken begangenen Verbrechen des Krieges täten ihnen am meisten leid. Zugleich gelte es allerdings auch die "bittere und schmerzhafte Tatsache" heute verübter Verbrechen nicht zu übersehen.

Die katholische Kirche des Landes sei trotz dieser Situation bereit für "jede fruchtbare Zusammenarbeit mit allen, die sich um gerechteren und menschenwürdigen allgemeinen Zustand in diesem Land kümmern", so die Bischöfe in ihrer Stellungnahme. Die kroatischen Katholiken Bosniens riefen sie dazu auf, die Hoffnung nicht zu verlieren und keine Angst vor der Zukunft in diesem Land zu haben.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bosnien-Herzegowina

  1. Bosnien und Herzegowina: „Katholiken werden in jeder Hinsicht benachteiligt“
  2. Bosnien und Herzegowina: „Dayton-Vertrag hat keinen stabilen Frieden geschaffen“
  3. Bosnien und Herzegowina: Die Vergessenen
  4. Bosnien und Herzegowina: „Eine Blamage für Europa“
  5. Stärker als Kommunismus und Krieg
  6. „Für Katholiken gibt es keine Gleichberechtigung“
  7. Schönborn: EU-Beitritt Bosniens wäre "guter Schritt"
  8. „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“
  9. „Bosnien-Herzegowina ist der Lackmustest für die Prinzipien der EU“
  10. Bosniens Katholiken: Minderheit mit ungewisser Zukunft







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz