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'Ich sehe häufiger Christen, die alles daransetzen zu relativieren'

10. Juli 2017 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Bischof Algermissen beim „Forum Deutscher Katholiken“: „Wenn wir feststellen, dass der Grundwasserspiegel des Glaubenswissens erschreckend gesunken ist, dann gehört dies auf die Tagesordnung der deutschen Bistümer und der Bischofskonferenz“ - VIDEO


Fulda (kath.net/pbf) „Wenn wir feststellen, dass der Grundwasserspiegel des Glaubenswissens erschreckend gesunken ist, und so viele auf Fragen hinsichtlich von Glauben und Kirche keine Antwort mehr zu geben imstande sind, dann gehört dieses an die Substanz gehende Defizit endlich auf die Tagesordnung der deutschen Bistümer und der Bischofskonferenz.“ Darauf wies der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen in seiner Predigt im Pontifikalamt zur Eröffnung des Kongresses „Freude am Glauben“ am 7. Juli 2017 im Hohen Dom zu Fulda hin.

kath.net dokumentiert die Vorlage zur Predigt von Bischof Algermissen in voller Länge (es gilt das gesprochene Wort):
(Biblischer Bezugstext: Evangelium: Lk 12,22-32)

In seinem Schreiben an die deutschen Bischöfe, am 20. November 2015 im Rahmen des Ad-limina-Besuchs ihnen übergeben, stellt der Hl. Vater „eine Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland“ fest und mahnt zu einer pastoralen Neuausrichtung der Kirche.

Angesichts der festgestellten Erosion, die sich im leisen Auszug von mittlerweile zwei Generationen aus der Kirche darstellt, wollen manche kirchlichen Gruppierungen und Verbände aus der Not eine Tugend machen. Sie behaupten, die Entkirchlichung sei ein Preis der Freiheit. Die Menschen hätten sich autoritärer Lenkung im Religiösen entzogen, hätten sich aus dem Zwangssystem einer gesellschaftlich verordneten Christlichkeit befreit. Moderner Glaube verdanke sich eben freier Wahl, er sei ein Glaube der Entscheidung: souverän und notwendig plural.

Ich halte diese Interpretation für eine Beschwichtigung, gar einen gefährlichen Irrtum.

Ganz anders und im Gegenteil: Es ist zu befürchten, dass die nächste Generation von Christen eine der Synkretisten sein wird – nach dem Motto lebend: „Ich mache mir meine Religion selbst, stelle mir zusammen, was ich glauben möchte und was nicht.“

Liebe zum Kongress versammelte Schwestern und Brüder im Glauben!
Ich sehe ihn nicht, diesen Typ des freien, entschiedenen und profilierten katholischen Christen, der selbstbewusst und in Kenntnis zum katholischen Glauben steht. Als Bischof sehne ich mich nach ihm, entdecke ihn bei Visitationen und in Diskussionsveranstaltungen nur sehr selten in unseren Gemeinden und im Alltag fast gar nicht.


Stattdessen nehme ich häufiger Christinnen und Christen wahr, die alles daransetzen zu relativieren, was sie von anderen unterscheiden könnte. Unbestimmtheit und Indifferenz greifen um sich und die erbärmliche Entschuldigung, dass man katholisch ist. Die verschämten Bekenntnisse, die auf Nachbohren kommen, sind geprägt von Teilidentifikation und Unwissen: Der Papst ist schon in Ordnung, auch zu Jesus mag man noch irgendwie stehen. Aber muss man deshalb an einen persönlichen Gott glauben? Engel? Schon eher, weil daran auch Prominente glauben. Ewiges Leben? Keine Ahnung!

Das Resultat nach Umfragen zum Glaubenswissen in unseren Gemeinden ist deprimierend. Sie offenbaren eine Realität, die wir gerne verdrängen: Die Kirche stirbt schleichend in den Seelen ihrer Mitglieder, wenn nicht entschlossen gegengesteuert wird.

Mir ist durchaus bewusst, dass dieser Befund präzisiert werden muss. Gott sei Dank gibt es die „kleine Herde“ bekenntnisstarker und beispielhafter Christinnen und Christen.
Es gibt lebendige Gemeinden mit Glaubensfreude im Bistum Fulda und in anderen Bistümern.
Es gibt auch Glaubenszellen, kleine geistliche Gemeinschaften, Bibelkreise und soziale Projektgruppen im Sinne der Nachfolge Jesu.
Es gibt die spirituellen Zentren der Orden, in denen die Glut des Glaubens gehütet wird.
Und ich nehme auch junge, entschiedene Christen wahr, die sich bei eucharistischer Anbetung und im Bußsakrament Kraft holen, und auf die das Wort des hl. Augustinus zutrifft: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“

In der breiten Fläche indes sieht es ganz anders aus. Monokausale Erklärungen dafür bringen uns nicht weiter. Zugegeben, der Zerfall vieler Familien und gewachsener Strukturen, die Mobilität der Menschen, die sogenannten sozialen Netzwerke mit ihren Enthemmungen spielen eine große Rolle.

Nach nunmehr fast 21 Jahren als Bischof ist mir besonders in letzter Zeit durch persönliche Erfahrungen in meinem Amt immer deutlicher klargeworden, dass der Zerfall christlicher Identität und der Glaubensabbruch in der Kirche Folgen einer Selbstsäkularisierung und Indifferenz sind, die zum Profilverlust führten.

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!
Der Glaube der Kirche hat verbindliche Inhalte. Er ist nicht denkbar als bloße Haltung, als ergebnisoffene unbestimmte Gläubigkeit. Wir haben zwei wesentliche Quellen, nämlich die Schrift und die Tradition, aus denen durch die Führung des Hl. Geistes der Kirche als Leib Christi im Laufe der Glaubensgeschichte Wahrheiten zugewachsen sind.
Die großen mittelalterlichen Kirchenlehrer Albert der Große, Thomas von Aquin, Duns Scotus und Bonaventura haben allesamt gelehrt, dass zu einer verantwortbaren Glaubensentscheidung Vernunftgründe gehören. Das ist eine fundamentale Einsicht angesichts der fatalen Meinung, um zu glauben, müsse man vorher den Verstand ausschalten, Glaube sei eine Art vorwissenschaftliche Einstellung.

Die erste Enzyklika von Papst Franziskus „Lumen Fidei“ („Über den Glauben“) vom 29. Juni 2013 nimmt die Lehre der großen Theologen auf und führt sie durch die Aussage weiter: „Da der Glaube ein Licht ist, lädt er uns ein, in ihn einzudringen, den Horizont, den er erleuchtet, immer mehr zu erforschen“ (Nr. 36). Und später heißt es: „Da der Glaube eine Einheit ist, muss er in seiner ganzen Reinheit und Unversehrtheit bekannt werden. Gerade weil alle Glaubensartikel in Einheit verbunden sind, kommt die Leugnung eines von ihnen… der Beschädigung aller gleich“ (Nr. 48).

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben! Wenn wir feststellen, dass der Grundwasserspiegel des Glaubenswissens erschreckend gesunken ist, und so viele auf Fragen hinsichtlich von Glauben und Kirche keine Antwort mehr zu geben imstande sind, dann gehört dieses an die Substanz gehende Defizit endlich auf die Tagesordnung der deutschen Bistümer und der Bischofskonferenz.

Wenn die Herde kleiner wird (vgl. Lk 12,32), so ist das nach Jesu Zusage kein Grund zur Furcht, denn ihre Stärke liegt nicht in weltlicher Repräsentation, sondern in der Erwählung zur „Herde Gottes“ (Ps 80,2; Jes 40,11). Das „Kleinerwerden“ darf allerdings nicht in verschämtes Schweigen und Indifferenz ausmünden, muss sich vielmehr verbinden mit einer erkennbaren Profilierung durch einen Glauben, der durchdacht ist und auskunftsfähig und im Gebet vertieft wurde.

Diese Gesellschaft braucht wirklich Menschen, die Auskunft darüber geben können, was sie glauben und warum. Und die jedem Rede und Antwort stehen, der nach der Hoffnung fragt, die sie erfüllt (vgl. 1 Petr 3,15). Kurzum: Menschen, die von der Wahrheit des Glaubens überzeugt und von ihrer Mission beseelt sind.

Liebe Schwestern und Brüder im Forum deutscher Katholiken! Auf dem Hintergrund dieser dringenden Notwendigkeit und angesichts der Defizite in den Gemeinden unserer Bistümer bin ich dankbar für die Sammlungsbewegung des „Forums deutscher Katholiken“, in der sich glaubenstreue Frauen und Männer aus verschiedenen Generationen zusammengeschlossen haben, denen der Glaube an Jesus Christus und die Verbindung zu seiner Kirche Quelle der Hoffnung und Freude ist. Bitte gehen Sie Ihren Weg als Zeuginnen und Zeugen der Botschaft Jesu Christi weiter – wissend, dass es der beste ist und der einzige, dem Zukunft verheißen wurde. Leben Sie weiter den Mut zur Identität und zum Profil, damit der christliche Glaube in dieser Gesellschaft nicht noch konturen-loser wird. Dem Kongress wünsche ich Gottes Segen. Amen.

Bonifatius-TV: Bischof Heinz Josef Algermissen, Predigt zur Eröffnung des Kongresses des ´Forums deutscher Katholiken´


Foto oben: Bischof Algermissen (c) Bistum Fulda



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Lesermeinungen

 Herbert Klupp 11. Juli 2017 
 

Das Grundwasser wird aktiv abgelassen

Wenn Bischof Algermissen ganz richtig und klar erkennt: "Wenn wir feststellen, dass der Grundwasserspiegel des Glaubenswissens erschreckend gesunken ist, und so viele auf Fragen hinsichtlich von Glauben und Kirche keine Antwort mehr zu geben imstande sind, dann gehört dieses an die Substanz gehende Defizit endlich auf die Tagesordnung der deutschen Bistümer und der Bischofskonferenz" dann ist nur noch zu ergänzen, daß man wissen kann, WER uns das Wasser des Glaubens ständig weiter abgräbt: es sind die Öffentlich-Rechtlichen Medien. Sie erst geben den ganzen linken, grünen, kulturzersetzenden, kirchen- und glaubensfeindlichen Stimmen jene Präsenz, Prominenz und normierende Kraft und Bedeutung, die diese von sich aus gar nicht haben. ARD und ZDF und all die anderen zwangsfinanzierten Kanäle mit ihrer auf linksgrüne Linie gebrachten Journalistenschar ( "rechte" gibt es dort nicht mehr ) verzerren die Wirklichkeit und lassen den Glauben immer nur als ewiggestrig erscheinen.


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 Ad Verbum Tuum 10. Juli 2017 

Dietrich von Hildebrand

gibt es auf kathtube:
http://document.kathtube.com/8736.doc


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 Zeitzeuge 10. Juli 2017 
 

Dietrich von Hildebrand (1889-1977) war ein glühender Verteidiger

von Humanae Vitae und ein sehr bedeutender Kritiker der nachkonziliaren Entwicklungen
innerhalb der kath. Kirche.

Seine Werkausgabe in deutsch umfasst 10 Bde. (nur noch antiquarisch lieferbar),

Die Grundlagenwerke seiner Kritik lauten:

Das trojanische Pferd i.d. Stadt Gottes
(1969, übers.v. Josef Seifert!),

Der verwüstete Weinberg, Neuaufl. 2014

Zur Einführung von Joseph Overath:

Diktat der Wahrheit - Ein Dietrich von Hildebrand Lesebuch, Neuaufl. b. Lepanto Verlag geplant

Grundlegend: Wahre Sittlichkeit u. Situationsethik (1957)

Ethik (1959/1970)

Biographisch: Alice von Hildebarand, lebende Witwe des Philosophen (94):

Die Seele eines Löwen, neu lieferbar!

Alice v. Hildebrand teilte auch unter Berufung auf die 1966 verstorbene, bekehrte Kommunistin Dr. Bella Dodd ("School of Darkness" steht online) mit, daß die Kommunisten bereits vor dem II. WK ca. 1000 junge Männer in den USA i.d. Priesterseminarien eingeschleust hätten, die sogar teilw. in höhere Ämter gelangt seien!


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 Savanorola 10. Juli 2017 

@ PBaldauf und @ ad verbum tuum

Mit Dietrich von Hildebrandt können leider so viele in Deutschland nichts anfangen - wenn ich es so salopp einmal sagen darf. Pius XII nannte ihn einen Kirchenlehrer des 20. Jahrhunderts.Sein philosopisches und ethisches Erbe harrt der Aufarbeitung für unsere Una Sancta. Leider ist diese bislang nicht geschehen.


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 Savanorola 10. Juli 2017 

Agenda der Bischofskonferenz

Ex. Algermissen ist Angehöriger der Bischofskonferenz und gastgebender Bischof am Grab des hl. Bonifatius für die deutschen Bischöfe. Da dürfte es doch ein leichtes sein, seine Anliegen auf die Sitzungsvorlage der Konferenz zu bringen. Oder redet er nur einfach hier für gutmeinende Ohren? Nicht nur Worte, Herr Bischof, auch Taten! Oder ist der 75. Geburtstag schon so nah...


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 Ad Verbum Tuum 10. Juli 2017 

@PBaldauf

Like!
Dietrich von Hildebrandt kann ich auch nur empfehlen. 4-5 Jahre später schrieb er noch "Der verwüstete Ölberg" - ebenfalls in diesem Sinne sehr zu erhellend.
Nur die Ethik, die Moral des Einzelnen vermag auf Dauer den Niedergang der Welt aufzuhalten. Dazu braucht es eine starke, überzeugte und überzeugende kath. Kirche.
Was aber haben wir? Gerade die theol. Fakultäten... Noch immer werden Jahr für Jahr die jungen Studenten verdorben. Ihnen wird der verbindliche Glaube genommen und statt dessen ein leerer Relativismus gepredigt. Und die Bischöfe lassen gewähren, schauen zu.
Ein jahrzehntelanger Skandal.

Die Unterwerfung von Houellebecq zeichnet ein Szenario dem wir u.a. angesichts der "Ehe für alle" immer näher kommen: Die Konservativen wenden sich in ihrer Not und angesichts des eigenen Glaubensunwissens der einzigen konservativen politischen Option zu, dem Islam ...


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 Wynfried 10. Juli 2017 

Bischof Algermissen

Bei Bischof Algermissen habe ich immer das Problem, dass siech seine Worte sehr gut anhören, ihnen dann aber keine Taten folgen.
Auch missfällt mir das Verharren in endlosen Strukturdebatten ("Bistum Fulda 2030"), anstatt tatsächlich einen missionarischen Aufbruch zu wagen!


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 ottokar 10. Juli 2017 
 

Das Spiel mit der Barmherzigkeit

Der Führungsstiel unserer Kirche erinnert an antiautoritäre Erziehung. Es werden der Freiheit des Einzelnen keine Grenzen gesetzt, jeder nimmt sich das Recht, seine Glaubensinhalte selbst zu bestimmen .Diese Glaubensinhalte werden ständig vom Wandel des Zeitgeistes beeinflusst, so dass heute "moralisch" gilt, was gestern noch verabscheuungswürdig war.Somit fehlt uns ein schützendes Glaubensgerüst.Von kirchlicher Seite wird wenig gegen die gesellschaftlich veränderte Einstellung zur Sünde unternommen, und man sagt uns, dass wir doch auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes zählen dürfen.Erstaunlich, wie eigennützig wir doch über die göttliche Barmherzigkeit verfügen. Gottes unendliche Liebe aber zu uns fordert Verantwortung, die wir zu erfüllen haben, bevor wir auf seine Barmherzigkeit bauen können.Ob wir diese Verantwortung wahrnehmen, liegt alleine in unserer gottgegebenen, unendlichen Entscheidungsfreiheit. Zu dieser Verantwortung muss uns unsere Kirche erziehen!


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 PBaldauf 10. Juli 2017 
 

Man lese "Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes" des großen Philosophen Dietrich von Hildebrand und man wird sehen, dass von den Diagnosen und Zustandsbeschreibungen die er vor Jahrzehnten aufstellte, noch sehr viel aktuell ist.


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 lakota 10. Juli 2017 
 

Wie @Zeitzeuge schreibt:

Gute Diagnose, wo bleibt die Therapie? Bischof Algermissen sagt, er sei seit 21 Jahren Bischof, unsere anderen Hirten sind das zum Teil auch schon recht lange. Haben alle fest die Augen zugedrückt, während gläubige Christen diese "Diagnose" schon lange gestellt haben? Lieber @Zeitzeuge, ich kann Ihren letzten Satz nur unterstreichen und fürchte, es wird auch künftig von Seiten der DBK nichts zum Positiven verändert werden. Es gibt Gott sei Dank noch Orte an denen der Glaube blüht und wächst, wie Marienfried, Maria Vesperbild oder Maria Brünnlein in Wemding, aber das ist nicht das Verdienst unserer Bischöfe!


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 ThomasR 10. Juli 2017 
 

Relativierung der Bedeutung der Pfarrereien und der Heimatkirchen als Orte der Glaubensübertragung

und Glaubenspflege und Glorifiezierung des Kirchensteuersystems (obwohl nur rd, 25% der Kirchensteuerereinnahmen im Schnitt in die Seelesorge weitergeleitet werden)
kommt v.A. leider seitens der Amtskirche und nicht seitens der Gläubigen (die Gläubigen haben sogar oft versucht der Bildung der Pfarrverbunde zu widersprechen )
Als ob inwzischen Selbstliquidationsprozesse innerhalb der Kirche eingeleitet wären.
Trotz steigenden Kirchensteuereinnahmen wurden inzwischen rd über 140 Kirchen und Kapellen (v.A. Bistümer Essen, Münster, Berlin) profaniert und die sich dort treffenden Gemeinschaften per Dekret aufgelöst (nur ein Teil der MItgleider ist in die Nachbargemeinschaften gewichen)
Verheerende Folgen der Bildung der Pfarrverbunde (u.A. durch Relativierung der Werte und der Sakramente ) sind inzwischen in ganz Deutschland spürbar-wenn Orte an den sich Gemeinden getroffen haben und Glauben bis jetzt vermittelt wurde fehlen, dann ist Vermittlung des Glaubens auch kaum möglich


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 Zeitzeuge 10. Juli 2017 
 

Sehr gute Diagnose - und die Therapie?

Die Diagnose ist eindeutig!

Und die Therapie?

3 Beispiele:

Wird die Königsteiner Erklärung revidiert?

Wäre eine positive Sensation!

Werden im deutschen, neu bearbeiteten Missale die Kelchworte biblisch korrekt übersetzt mit "für viele"?

In der entsprechenden Kommission wird so etwas wohl per Abstimmung entschieden, also nicht unbedingt nach der Wahrheit, sondern nach einer Mehrheit, hier befürchte ich, daß keine Korrektur mit entspr. Katechesen erfolgen wird, wie von Papst Benedikt XVI. gefordert!

Entfernung von Falschlehrern/innen an den theol. Fakultäten und von entsprechenden Religionslehrern/innen, die doktrinär nicht einwandfrei sind!

Wäre ebenfalls sensationell, aber...!

Schliessen möchte ich mit einem Zitat von Hubert Jedin:

"Die DBK konnte sich nicht dazu aufraffen, zu eindeutig destruktiven Lehren und Vorgängen klare Stellung zu beziehen. Sie begnügte sich fast immer mit Kompromissen, die das Übel nicht beseitigten, sondern weiterwuchern ließen"!

Kyrie Eleison!


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