Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  4. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  5. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Die Welt heilen
  8. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  11. Ich glaube an … Engel?
  12. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  15. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche

Christ stirbt, nachdem sich drei Ärzte weigern, ihn zu berühren

8. Juni 2017 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pakistan: Ärzte hatten Angst, während des Ramadan ihr Fasten zu brechen


Kelkheim (kath.net/Open Doors) Im pakistanischen Umerkot ist ein christlicher Kanalarbeiter gestorben, nachdem sich drei Ärzte weigerten, ihn zu berühren. Die Ärzte hätten gesagt, sie könnten den bewusstlosen Irfan Masih nicht anfassen, da sie damit ihr Fasten während des Ramadan brechen würden, berichtet Parvaiz Masih, der Bruder des Toten.

„Unrein“ in den Augen der Ärzte

Der 35-jährige Irfan Masih war am 1. Juni gemeinsam mit zwei anderen christlichen Kollegen dazu abgestellt worden, Abwasserleitungen zu reinigen. Wie Irfans Bruder berichtet, wurde den Arbeitern keine Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt. Das kann in der alten Kanalisation Pakistans lebensgefährlich sein: Als einer der Kollegen Irfans eine Abwasserleitung öffnete, strömten giftige Gase aus, die ihn bewusstlos werden ließen. Bei dem Versuch, ihren Kollegen zu retten, wurden auch Irfan und der dritte Arbeiter bewusstlos.


Als die drei Männer schließlich ins Krankenhaus gebracht wurden, weigerten sich nacheinander drei Ärzte, die Arbeiter zu behandeln, da sie voller Schmutz aus der Kanalisation waren. Parvaiz Masih, Irfans Bruder, sagt, die Ärzte hätten befürchtet, dass ihr Fasten gebrochen wäre, wenn sie die unreinen Männer berühren würden, die zudem zu der unteren Kaste gehörten.

Kastensystem noch immer tief in Gesellschaft verankert

Nachdem Parvaiz Masih seinen Bruder gewaschen hatte und ein anderer Arzt gerufen worden war, war es bereits zu spät: Irfan konnte nicht wiederbelebt werden – der hinzugerufene Arzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Einige der Christen in Umerkot forderten in Protesten, dass ein Verfahren gegen die drei Ärzte eingeleitet würde, die sich geweigert hatten, Irfan zu behandeln. Eine christliche Nichtregierungsorganisation aus Pakistan hob hervor, dass der ärztliche Eid es gebiete, Patienten in lebensbedrohlichen Situationen zu behandeln – unabhängig von ihrer Religion und gesellschaftlichen Stellung. Tatsächlich nahm die Polizei Ermittlungen in dem Fall gegen die Ärzte auf.

Offiziell ist das Kastensystem in Pakistan abgeschafft – faktisch diktiert es noch immer die Regeln der Gesellschaft. Das Wort „chuhra“, mit dem Menschen der niedrigen Kaste bezeichnet werden, wird vor allem für Arbeiter in Sanitäranlagen genutzt und wird in Pakistan häufig synonym für „Christen“ verwendet. In Umerkot etwa leben etwa 75 christliche Familien – fast alle sind Arbeiter in diesem Wirtschaftszweig, da die Arbeit häufig von Muslimen gemieden wird. Viele Christen in Pakistan müssen noch immer die Arbeiten übernehmen, die ihre „unberührbaren“ Vorfahren erledigen mussten: die Straßen zu fegen und andere Arbeiten, die von den höheren Kasten als „unrein“ angesehen werden.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Pakistan stellen!

- Bitte beten Sie um Trost für die Familie von Irfan Masih.
- Bitte beten Sie für die Situation der Christen, die der unteren Kaste angehören und schlecht angesehen werden und gefährliche Arbeiten erledigen müssen.
- Bitte beten Sie insbesondere während des Ramadan um Sicherheit für die Menschen in Pakistan.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Leonore 14. Juni 2017 
 

Den Verweis auf das Kastensystem halte ich für einen - sicher gut gemeintes - Ablenkmanöver

Natürlich geht es hier um Christenverfolgung! Die Muslime empfinden Christen als unrein! Ausscheidungen natürlich ebenfalls - aber es ist ja schon eine bewußt quälerische Demütigung, den Christen beim Säubern der Kanalisation Schutzkleidung zu verwehren! Ich weigere mich, davon die Augen oder den Mund zu verschließen! Auch sowas ist Christenverfolgung! Die armen Menschen! Wie treu und brennend sie glauben müssen, daß sie nicht den Weg der Konversion zum Islam gehen! Herr, erbarme Dich! Christus, mein Herr und mein Gott, erbarme Dich ihrer! Schütze sie und erweiche das Herz ihrer Peiniger! Bekehre alle Muslime, damit sie unsere geliebten und liebenden Glaubensgeschwister werden! Amen


0

0
 
 Leonore 14. Juni 2017 
 

@Micha 1984 Prophylaxe u. Chris2 haben recht!

Es heißt: Du sollst deinen NÄCHSTEN lieben wie dich selbst! Und nicht: "Du sollst auch noch den Fernsten herholen (lassen), und ihm das Erbe, das deinen Kindern gebührt, schenken!" Unsere Sozialsysteme sind nicht per Zufall entstanden, sondern weil wir fleißig waren und Steuern gezahlt haben! Wer sein privates Eigentum an Bedürftige verschenkt (und da denke ich nicht an die wohlgenährten, gut gekleideten jungen Männer, unter denen christliche Flüchtlinge auch schon mal ihre Peiniger wiedererkennen), der hat meinen Respekt! Aber nicht Politiker und NGOs, die das Geschäft der Schlepper betreiben und dafür unsere Steuern veruntreuen. Wie kommt Merkel dazu, Menschen mit dem Ruf "Wir brauchen euch aus demographischen Gründen" hierher zu locken? Offene Grenzen und ein Sozialstaat schließen sich gegenseitig aus. Nach Anschlägen werden die Freiheitsrechte stets eingeschränkt (Notstand - s. England!) Deshalb darf/kann/sollte man sich Gedanken über das "cui bono?" machen.


0

0
 
 chiarajohanna 9. Juni 2017 
 

Gerade sie, die zur unteren Schicht gehören - können soviel Gutes tun (Mutter Theresa)

Sich selbst rein + sauber halten,
den Hilflosen nur beobachten,
die Gesetze einhalten,
was hat die Theorie an Gutem gebracht?

Mutter Theresa machte sich schmutzig,
sie trat aus der Beobachter-Distanz heraus - in die Nähe + kam zur Hilfe.
Ihr Gesetz war im Herzen,
in der lebendigen Liebe zum Nächsten und nicht draußen auf totem Papier.
Was hat sie in der Praxis ...
nicht alles an Gutem bewirkt,
diese heilige Frau ...
aus unterster Christenschicht?


2

0
 
 girsberg74 8. Juni 2017 
 

Wo liegt der Hauptpunkt?

Wenn diese Ärzte den Grund ihres Nichthandelns wahrheitsgemäß so benennen, mag man über ihre engen Grenzen urteilen, verurteilen kann man sie deswegen jedoch nicht.

Unbedingt anzuklagen und gegebenenfalls zu verurteilen sind die Behörden, die solchen Ärzten (so etwas wie) eine Approbation erteilen.

Vielleicht wussten diese Behörden das bisher nicht, dann aber wird es höchste Zeit, dass diese Behörden tätig werden.

Wer hat Zeit und Kraft, diesen Behörden zu schreiben?


2

0
 
 Chris2 8. Juni 2017 
 

@Prophylaxe @Micha1984

und praktisch alle Flüchtlinge und "Flüchtlinge" stammen aus muslimisch dominierten oder zumindest stark muslimisch geprägten Staaten (vom Kosovo bis Afghanistan). Vielleicht liegt ja doch genau da das Kernproblem?


9

0
 
 Prophylaxe 8. Juni 2017 
 

@Micha: Die negative Entwicklung

auf der Weltl gebührt natürlich nicht allein der CDU, aber können Sie mir erklären, wie ein geistig gesunder Finanzminister wiederholt so einen hanebüchenen Unsinn von sich geben kann, dass man- angesichts der Entwicklung auf der Welt- vom Moslems Toleranz lernen kann ? Übrigens völlig ohne Reaktion der Medien und Establishment. Genauso wie die Nachricht oben. Eine öffentliche Reaktion in Bild/ Spiegel/ Zeit/ Welt wäre da nur erfolgt, wenn ein Christ einen Moslem nicht helfen würde. Ergo schließe ist: Wir leben in einer westlichen ''Wertegemeinschaft'', die sich durch Negation des Eigenen auszeichnet. Bunt und Tolerant ist nur, was von außen auf uns einströmt.
Überprüfbar steht der Westen auf Seiten der sunnitischen Terror unterstützenden Staaten, die Waffen in Milliardenhöhe erhalten.
Die Flüchtlingsströme kommen ( kein Zufall ) hauptsächlich auf den Ländern, die der Westen zuvor durch Rebellen destabilisiert, und/ oder durch Krieg die staatliche Ordnung beseitigt hat.


14

0
 
 Chris2 8. Juni 2017 
 

@Micha1984

Wo hat @Prophylaxe unrecht? Meinen Sie ernsthaft, die gesunden jungen Männer, die zu uns kommen, sind wirklich die Ärmsten und Bedürftigsten? Und es sind keine Terroristen oder Kriminelle darunter, die in ihr Eldorado pilgern? Wenn schon EU-Länder verurteilte Kriminelle nach Deutschland freilassen (wie Griechemland im Fall des Mörders der Freiburger Studentin), warum sollten es dann afrikanische Staaten nicht auch tun. Fakten zählen, nicht Wohlfühlmeinungen. Denn Naivität kann grenzenlos sein. Manchmal buchstäblich.


14

0
 
 priska 8. Juni 2017 
 

Micha 1984

Teils gebe ich ihnen recht..den
wirklichen Flüchtlinge muss geholfen werden .aber es kommen auch solche die es mit uns nicht gut meinen ,dass sieht man auch mit dem Terror was wir täglich lesen ..auch den Wirtschaftsflüchtlingen wo große Hungersnot besteht muß geholfen werden ,aber nicht in unseren Land ,sondern vor Ort wo sie leben ..Europa kann nicht der Retter für die ganze Welt sein,für dass ist es zu klein!


12

0
 
 Micha1984 8. Juni 2017 

@Prophylaxe

Ich habe selten so muntere Verschwörungstheorien gehört wie von Ihnen. Die negativen Entwicklungen auf der Welt alle der regierenden CDU-Regierung anzulasten, darauf muss man erstmal kommen.

Und mal ehrlich - man kann vom Islam in unserem Land halten was man will und unterschiedliche harte Asyl- und Einreisebedingungen befürworten. Kein Problem, auch nicht mit Abschiebungen.
Aber Menschen erstmal zu helfen, die aus Kriegsgebieten zu uns kommen, ist Teil unseres christlichen Glaubens. Und auch Wirtschaftsflüchtlingen sind bedingungslos wertzuschätzen. Sie sind gottesebenbildliche Geschöpfe wie wir.
Deswegen haben Ehrenamtliche, die in ihrer Freizeit Flüchtlinge betreuen, meinen tiefsten Respekt und meine Dankbarkeit.


3

0
 
 Prophylaxe 8. Juni 2017 
 

Was sagte dazu vor Kurzem ein

gewisser Herr Schäuble ? Vom Islam können wir Toleranz lernen und wenn wir uns mit ihnen nicht paaren, würden wir ''degenerieren''. Da immer noch 40% diese angeblich christliche Partei wählen, wird der immer größere Wahnsinn auf der Welt munter weiter gehen und die Zerstörung auch, denn der zunehmende Terrorismus ist politikgemacht. Er dient wunderbar dazu einen Polizeistaat zu errichten, während sich die Täter des Übels für ihre ''Humanität'' und Flüchtlingshelfer feiern lassen- auf Kosten des Steuerzahlers natürlich und nicht auf Kosten der Diätenempfänger oder Privatversicherten.
Selbst im ehemals katholischen Bayern soll der Quali- Abschluss wegen Ramadan verschoben worden sein.


19

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pakistan

  1. Pakistan: Christ getötet, weil er in einem muslimischen Stadtviertel wohnte
  2. Durchbruch für verschleppte 14-jährige Christin?
  3. Pakistan: Corona-Nothilfen von „Kirche in Not“ zeigen Wirkung
  4. Pakistan: Islamischer Beistand für entführte Christin
  5. Pakistan: „Kirche in Not“ hilft christlichen Familien in der Corona-Krise
  6. Pakistan: Christen wird Corona-Hilfe verweigert
  7. Kurienkardinal würdigt vor neun Jahren ermordeten Minister Bhatti
  8. Asia Bibi: Treffen mit einer Ikone der Religionsfreiheit
  9. Asia Bibi: Treffen mit einer Ikone der Religionsfreiheit
  10. Pakistan: Christen schützen Kinder durch muslimische Namen








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  7. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  8. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  11. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  12. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  15. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz