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Peter Kohlgraf wird neuer Bischof von Mainz

18. April 2017 in Deutschland, 55 Lesermeinungen
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Papst Franziskus hat heute Peter Kohlgraf zum neuen Bischof von Mainz ernannt - Mit VIDEO


Mainz (kath.net/pm/DBK)
Papst Franziskus hat heute Peter Kohlgraf zum neuen Bischof von Mainz ernannt. Er wird Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Mainzer Bischof und heißt ihn im Kreis der Deutschen Bischofskonferenz willkommen. „Ihre seelsorgliche Tätigkeit als Priester im Erzbistum Köln ist sicherlich eine gute und wichtige Voraussetzung für Ihr künftiges Amt. Vielfältige Kompetenz haben Sie sich in Ihrer Aufgabe als Schulseelsorger erworben“, so Kardinal Marx. Für die Deutsche Bischofskonferenz sei es sicherlich bereichernd, einen Lehrstuhlinhaber in den eigenen Reihen zu wissen: „Schließlich verantworten Sie seit mehreren Jahren den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Katholischen Hochschule Mainz. Ihre Arbeiten über Ehe- und Familienfragen und eine diakonische Kirche haben weite Beachtung gefunden.“


Kardinal Marx wünscht dem künftigen Bischof Kohlgraf Gottes Segen und hofft, dass er als Bischof von Mainz den Gläubigen Hirte und Seelsorger sein kann: „Vermitteln Sie den Menschen etwas von jener Kirche, für die Sie sich so intensiv eingesetzt haben: eine Kirche die zuhört und begleitet, eine Kirche die hilft und Richtung gibt.“

Peter Kohlgraf wurde 1967 in Köln geboren, nach dem Abitur studierte er Theologie und Philosophie in Bonn. Nach der Priesterweihe 1993 war er zunächst als Kaplan, dann in der Ausbildung am Bonner Theologenkonvikt Collegium Albertinum und in der Schulseelsorge tätig. Bereits 2000 erfolgte die Promotion an der Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Bonn, 2010 die Habilitation an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Seit dem Wintersemester 2012/2103 ist Peter Kohlgraf Professor für Pastoraltheologie an der Katholischen Hochschule Mainz und Pfarrvikar in Wörrstadt (Dekanat Alzey).

Bistum Mainz - Bischofsernennung - Statement Prof. Peter Kohlgraf


Foto: (c) Bistum Mainz


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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 20. April 2017 
 

Das historisch-kritische Jesusbuch von Jean Steinmann, Paris,

wurde trotz Imprimatur 1961 unter Papst Johannes XXIII. auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt!
Warum fussen nahezu alle "kath. Exegeten" seitdem auf Bultmann, Dibelius, Käsemann oder Kümmel um nur einige Vorbilder zu benennen?
Weil diese ein rationalistisches Vorverständnis, wenn auch aus dem 19. Jahrhundert, als Grundlage ihrer Arbeiten hatten und damit hatte Papst Pius XII. genausowenig wie Papst Johannes XXIII. irgendeine Geistesverwandschaft, also bitte diese Päpste nicht als angebliche Protektoren der modernen (modernistischen) Exegese missbrauchen um der historischen Wahrheit willen, danke!
Die HKM in gläubiger Anwendung(z.B. Scharbert f.d. AT oder Schlier f.d. NT) unterscheidet sich wesentlich von einer solchen in rationalistischer Betrachtung, die ja, wenn ehrlich, mit einer gläubig als Wort Gottes verstandenen Schriftinspiration nichts mehr zu tun hat!


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 Nadal 20. April 2017 

@ Bernhard Joseph

Da gebe ich ihnen ganz recht und das Dokument der Päpstlichen Bibelkommission hält das auch deutlich fest.
Ich selber kenne viele Bibliker, die sich unter anderen auch der historisch-kritischen Methode bedienen (es ist ja die Vielzahl der Methoden, die erst das Ganze erfassen lässt), die aber keineswegs glaubenslos sind. Oft sind das Unterstellungen von Seiten jener, die das Gesamt der Publikationen nicht im Blick haben, nur einzelne Passagen aus dem Zusammenhang gerissen kritisieren oder missverstehen und dann einen Menschen oder gleich eine ganze Zunft pauschal des Unglaubens verdächtigen.
Ich habe hier im Forum diesen Reflex gesehen: Es wird ein neu ernannter Bischof kritisiert, weil er sich positiv zur hist.-krit. Exegese verhält, ohne jede weitere Überlegung dazu. Und das geht nicht, es ist nicht christlich und nicht katholisch.
Nur darauf kam es mir an.


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 Bernhard Joseph 20. April 2017 
 

@Nadal

Solange die Grenzen der historisch-kritischen Methode gewahrt bleiben, ist das sicher richtig, was sie in Ihrem Schlusssatz schreiben.

Sobald sich aber die historisch-kritische Methode insofern verabsolutiert als sie ein rein naturwissenschaftliches Denken zum alleinigen Maßstab macht, wird sie zu einem verfälschenden Instrument.

Zudem muss sich jede Methode auch selbst einer Kritik unterziehen, um verdeckte oder unbewusste Setzungen zu vermeiden bzw. diese offen zu legen.

Die Auferstehung als zentraler Glaubensinhalt lässt sich weder historisch-kritisch beweisen noch wiederlegen. Hier sind einfach Grenzen gesetzt, da wir es im Glauben nicht mit der Materie sondern ihrem Schöpfer zu tun haben. Unser Verstand stößt notwendig an die ihm immanenten Grenzen, daher sprechen wir ja von Glaubenswahrheiten.

Viele Irrtümer in der Rezeption der Bibel resultieren aus einem falschen Herangehen. Glaube ist eine eigene Form von Erkenntnis mit eigenen Gesetzmäßigkeiten und Erkenntnisform.


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 Nadal 20. April 2017 

Historisch-kritisch

"Die historisch-kritische Methode ist die unerläßliche Methode für die wissenschaftliche Erforschung des Sinnes alter Texte. Da die Heilige Schrift, als „Wort Gottes in menschlicher Sprache“, in all ihren Teilen und Quellen von menschlichen Autoren verfaßt wurde, läßt ihr echtes Verständnis diese Methode nicht nur als legitim zu, sondern es erfordert auch ihre Anwendung."
Das stellte 1993 - also unter Papst Johannes Paul II. und unter der Aufsicht von Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation - die päpstliche Bibelkommission fest.
Es ist also nicht gegen den katholischen Glauben, die historisch-kritische Exegese zu benützen; ja es ist sogar "unverzichtbar".


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 Montfort 20. April 2017 

Die "historisch-kritische Methode" ist eben "nur" eine METHODE - und EINE Methode neben anderen, ...

... um das WORT GOTTES an uns in seiner kirchlich tradierten SCHRIFTLICHEN Form zu empfangen, zu ergründen, daraus auch - aber nicht nur daraus! - zu leben und es weiterzugeben.

Eine Methode ist immer ein Hilfsmittel der Annäherung an die "Wahrheit" einer lebendigen Beziehung - sie kann aber WEDER die Philosophie, noch die Theologie (hier besonders die Dogmatik), noch die alltäglichen Formen, die Beziehung zu leben, ersetzen, sondern dient ihnen.

Und wo sie sich um sich selbst dreht, statt "Nach-Gehen/Verfolgen" der lebendigen Wahrheit zu sein, führt sie eben zu nichts, verwirrt ehrlich Suchende und führt schließlich sich selbst ad absurdum.


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 Olfen 20. April 2017 
 

Möglichkeiten und Wirklichkeiten

Prinzipiell spricht ja auch nichts dagegen, sich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln der Bibel zu nähern. Die historisch-kritische Methode ist schlichtweg ein denkbarer Zugang. Die Problematik ist - und jeder, der in jüngster Vergangenheit Theologie studiert hat, wird das, denke ich, bestätigen -, daß das gemeinhin einfach eine Chiffre für einen Zugang ist, der jedwede Übernatur prinzipiell ablehnt und dann von hierher in der Tat ja auch Vorgaben für die Dogmatik machen will. Eine solche Exegese hat mit der patristischen und mittlalterlichen Bibelauslegung nichts mehr gemein und der Umstand, daß Theologiestudenten in Deutschland erklärt wird, daß das Markusevangelium beispielsweise erst nach der Tempelzerstörung geschrieben worden sei, weil Jesus diese in MK vorhersagt, sagt im Grunde alles darüber aus, was davon zu halten ist. Was tut die Hierarchie dagegen? Nichts.


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 Bernhard Joseph 20. April 2017 
 

@Msgr.F.Schlegl

"Die Auferstehung ist eine historisch durch Zeugen belegte Tatsache!"

Auch da gibt es Stimmen, die aus einem "kritischen" Standpunkt heraus diese Zeugen nicht als solche gelten lassen, sondern von Fälschungen späterer Gemeinden sprechen.

Der renommierte Bibelexeget Klaus Berger hat in seinem Buch "Die Bibelfälscher" sehr anschaulich beschrieben, wie eine sich verabsolutierende kritische Methode die Wahrheit der Bibel radikal verfälscht.

Auch Papst Benedikt hat im Vorwort seiner Jesus Bücher auf diese Problematik hingewiesen. Es kommt im wesentlichen darauf an, mit welchem Vorverständnis man an die Zeugnisse des Glaubens herangeht und wie man Offenbarung versteht.

Natürlich ist die Bibel kein Buch, das man als Geschichtsschreibung im heutigen Sinne bezeichnen könnte. Der hermeneutische Zugang zum Inhalt ist ein anderer als bei einem Geschichtsbuch.

Darum ist aber der Glaube nicht eine Verfügungsmasse einer Kritik, die sich selbst nicht von ihren Voraussetzungen her reflektiert.


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 Montfort 20. April 2017 

Divino afflante Spiritu 43

"So bleibt Uns denn nur noch übrig, Ehrwürdige Brüder und geliebte Söhne, alle Vertreter der biblischen Wissenschaft, die ERGEBENE SÖHNE DER KIRCHE sind und DEREN LEHRE UND ANORDNUNGEN TREU BEFOLGEN, mit väterlicher Liebe zu beglückwünschen, dass sie zu einem so erhabenen Amt erwählt und berufen sind, und ihnen zugleich Mut machen, auf dass sie fortfahren, die glücklich übernommene Aufgabe mit täglich neuer Kraft, mit vollem Eifer und mit aller Sorgfalt erfüllen."


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 Montfort 20. April 2017 

Divino afflante Spiritu 39:

"In der exegetischen Erklärung sollen sie vor allem auf den theologischen Gehalt achten, überflüssige Ausführungen vermeiden und sich nicht bei Fragen aufhalten, die eher die Neugierde befriedigen, als dass sie das echte Wissen und die gesunde Frömmigkeit fördern."


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 Montfort 20. April 2017 

Schön dass A.Reik dem "Lehramt Papst Pius XII." so gehorsam ist!

Divino afflante Spiritu 23: "Wie darum der Exeget den Literalsinn der Worte, den der heilige Schriftsteller beabsichtigte und ausdrückte, auffinden und erklären muß, so auch den geistigen, sofern nur gebührend feststeht, dass Gott diesen Sinn wirklich gewollt hat. Denn nur Gott konnte diesen geistigen Sinn kennen und uns offenbaren. Diesen Sinn zeigt und lehrt uns in den Evangelien der göttliche Heiland selbst; ihn verkünden auch, nach dem Beispiel des Meisters, die Apostel in Wort und Schrift; ihn zeigt die ununterbrochene Überlieferung der Kirche; ihn beweist endlich die uralte Verwendung in der Liturgie, wo immer das bekannte Wort: „Das Gesetz des Betens ist das Gesetz des Glaubens“ in berechtigter Weise angewandt werden kann."


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 SCHLEGL 20. April 2017 
 

@Bernhard Joseph

Manchmal ist es ein mühsam verstanden zu werden!
Ich habe Beispiele aus dem A.T. angeführt,um zu zeigen,wohin man mit einer wörtlichen Auslegung käme.Pius XII uns in "divino afflante Spiritu" ,dass die Orientalen ANDERE LITERARISCHE GATTUNGEN als wir gebrauchen!Wer alle Texte des A.T. historisch nimmt,kommt zu den Aporien, die ich angeführt hatte.
Das N.T. ist weitgehend im Hintergrund des Geschichtsbildes der HELLENISTISCHEN Kultur geschrieben,(Die Auferstehung ist eine historisch durch Zeugen belegte Tatsache!)dennoch muss man manches hinterfragen.(z.B.war der "mondsüchtige Knabe" BESESSEN, oder EPILEPTIKER, wie Ihnen jeder Neurologe aus dem Text beweisen wird.Die Passion der Synoptiker und des Johannes DIFFERIERT um einen GANZEN Tag!Dann wäre bei Johannes das letzte Abendmahl KEIN Passahmahl gewesen,sondern Jesus stirbt in der Stunde,als im Tempel die Osterlämmer geschlachtet werden. Benedikt XVI gibt dieser Lesart den Vorzug.Oder, wie kommt das Kamel logisch zum Nadelöhr?) usw.


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 A.Reik 20. April 2017 

Pius XII.

Ich finde es erstaunlich, wie viele selbst ernannte Theologen und Lehrämter hier nicht in Kontinuität zum Lehramt von Pius XII. stehen, der die historisch-kritische Methode als etwas völlig selbstverständliches in Divino afflante Spiritu akzeptierte - und der Theologie auch vorschrieb!


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 SCHLEGL 19. April 2017 
 

@wedlerg

Was die historisch-kritische-Methode betrifft, empfehle ich mehr Differenzierung!Sie kommt besonders beim Alten Testament zur Anwendung (1943 hat Papst Pius XII sie in seiner Enzyklika "divino afflante Spiritu" gutgeheißen!).
Sonst landen Sie bei den Zeugen Jehovas, die die Weltschöpfung 6000 v. Chr.annehmen.Oder Sie wissen nicht,wo der 3. Sohn der Stammeltern eine Frau hergenommen hat,oder von wo so viel Wasser kam,alles Land in der Sintflut untergehen zu lassen,wie groß eine Arche war,sodass ALLE Tiergattungen gerettet werden konnten,oder Sie suchen die Arche Noa auf den Berg Ararat.Sie versuchen vergeblich die Stadt Ninive (angeblich 3 Tagesreisen breit,also 60 km)auszugraben und suchen dann einen Wal,der einen ganzen Menschen verschlingen und gesund ausspeien kann usw.Ich könnte noch viele andere Beispiele nennen.
Das Neue Testament ist jedoch in einem griechisch geprägten historischen Umfeld entstanden,Zeugnisse zeigen,da ging es um Anbindung an die Geschichte!Msgr.F.Schlegl


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 Joh v Kreuz 19. April 2017 
 

@ wandersmann

Sie haben natürlich vollkommen recht.
Die Lektüre sollte bereits in der Haltung des Gebetes beginnen und hat als alleiniges Ziel die gereinigtere und vertiefte Christusbeziehung.
(siehe auch mein Post zuvor, der gerade noch "unterwegs" war)

Lassen Sie uns dafür beten, dass solch Haltung wieder unter den Christen, und den Theologen insbesondere, umgreift.

Zudem durften wir alle gerade im Ostergeheimnis sehen, daß der Verstand allein für Gott nicht ausreicht. Gott beansprucht und sehnt sich nach der Ganzheit des Menschen, die er ja weise schuf.

Gott mit Ihnen und uns- und einen wunder(!)vollen Tag für uns alle!


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 Eremitin 19. April 2017 
 

Unserem neuen Bischof Peter Gottes Segen!


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 Joh v Kreuz 19. April 2017 
 

@ montfort, carl eugen

Werter Montfort, Sie haben das Problem treffend zusammengefasst! Theologie ist die "Wissenschaft von Gott". Wer Wissenschaft ohne die Liebe zum Arbeitsobjekt betreibt, ist in seiner Erkenntnis zusätzlich beschränkt. Wievielmehr gilt das erst für die Theologie: Sie hat ja gerade kein Objekt, sondern den unermeßlichen Schöpfer und die Wahrheit selbst zum Thema! Ungläubige Theologie ist bloßes Gelaber von armen Wichten. Erfreuen wir und stattdessen an den hl. Theologen der Tradition, wie dem wunderbaren Aquinaten, oder der Gegenwart, wie BenediktXVI. Wie die hl. Teresa von Avila sinngemäß meint: Ohne Gott ist alles nichts!

Werter carl eugen,

Sie haben doch eine wunderbare Quelle für Ihre Glaubensfreude schon erwähnt- das Wirken unseres Papstes em. Und da sind ja auch noch die wunderbaren Zeugnisse der Heiligen. Vertrauen wir gemeinsam auf ihren Beistand und den hl. GEIST, daß das Gute weiterwirkt.
Ihre Freude möge auferstehen!

Gott mit Ihnen und allen anderen bei kath.net!


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 wandersmann 19. April 2017 
 

@Joh v Kreuz u.a.

Ich freue mich, dass die Parabel vom kleinen Fischfang gefällt.

@Joh v Kreuz ich stimme ihnen zu. Aber wer etwas von Christus verstehen will, der soll nicht historisch-kritische Literatur lesen, sondern die Bibel und die Heiligen.
Historisch-kritsch fängt man nur die kleinen Fische, sozusagen das, was an Christus weltlich verstehbar ist.
Aber Gott ist kein Gott der Intellektuellen.

Christus versteht man nur, indem man eine Beziehung zu ihm hat und nicht indem man viel über ihn liest.
Es sei denn, dass das, was man über ihn liest ins Gebet führt oder wenn diese Lektüre selbst schon gebetet wird.

Eine Lektüre, die nicht ins Gebet führt ist wertlos.


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 Olfen 19. April 2017 
 

Worauf warten?

Kohlgraf betet in dem von Siri verlinkten Artikel das Brevier des Modernismus: Der Glaube befinde sich seit jeher in einem Transformationsprozeß - und das gelte auch heute und erfordere, daß man ihn immer wieder neu entwerfe. Um es einmal kurz zu machen: Das, was eine Vielzahl von Kirchenvertretern und betrüblicherweise insbesondere jene, die in der Hierarchie einflußreiche Positionen wahrnehmen, ist substantiell das, was von den Päpsten lange Zeit verurteilt worden ist (vgl. Syllabus, Pascendi). Es gibt keine Brücke, die diese beiden Entwürfe von Glaube miteinander in Einklang bringen kann -- und ganz gleich, was man von Franziskus und seinen Vorgängern halten mag, gehen sie nicht dagegen vor.


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 carl eugen 19. April 2017 

Lieber @Montfort!

Nun, meine Freude am Glauben ist natürlich nicht komplett tot. Seit der Wahl von Franziskus liegt sie vielmehr im Koma.😊
Aber mal im Ernst. Zum Geburtstag Benedikts strahlte BR-Alpha ein altes Interview mit Kardinal Ratzinger aus. Wahrscheinlich so aus dem Jahr 2003. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen, als ich diese Stimme hörte, die Tiefe seiner Gedanken auf mich wirken liess. Man hat wieder gesehen, welch genialer und gottbegnadeter Mann er ist. Seine Stimme ist wie Musik und er kann einem die Freude am Glauben in den schillerndsten Farben schildern. Wenn man so viele Jahre verwöhnt wurde, jede seiner Predigten und Ansprachen war der pure Genuss, fällt es einem schwer, den bisherigen 4 Jahren unter Papst Franziskus etwas Positives abzuringen. Diese Jahre ähneln vielmehr dem entbehrungsreichen Gang des Volkes Israel durch die Wüste. Aber wir müssen es nehmen, wie es ist. Franziskus ist der Papst! Nur gefallen muss es einem ja nicht unbedingt. Gottes Segen für Sie!


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 carl eugen 19. April 2017 

Lieber @D.universalis!

Die Gefahr, dass es von A.Reik mal lobende bis anerkennende Worte für Benedikt XVI. gibt (mal abgesehen von seinem Rücktritt, der ja von Progressiven aller Coleur als seine einzige grosse Tat gefeiert wird) ist ziemlich gering. Deshalb sehe ich der Situation gelassen entgegen.


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 Montfort 19. April 2017 

@zweifelTom, @carl eugen , @wandersmann

@zweifelTom: gut beobachtet.
"Problematisierung von ‚Katholisch-Sein‘ und ‚Wahrheiten‘, ‚Ringen um und im Glauben‘ und jede Menge modernistischer Codes, die auf in Frage stellen, verunsichern, relativieren abzielen."
Natürlich jubeln die Trolle über Kohlgrafs Wahl, die damit zu erwartende "Schützenhilfe": @A.REik, @D.universalis, @aleandro, ...

@carl eugen, dass Sie die Freude am Glauben verloren haben, glaube ich nicht - dass Gott sie mit der Wahl von PF gehörig auf die Probe stellt bzw. läutert, damit sie noch reiner und stärker werden kann, nehme ich eher an.

@wandersmann, danke für den Hinweis auf den "kleinen Fischfang".
Die historisch-kritische Methode ist nur EIN Hilfsmittel für den Zugang zur Wahrheit der Glaubensbeziehung. Wo die Glaubensbeziehung verlorengeht, wird aus dem demütigen Hilfmittel der „HISTORISCH-kritischen“ Auslegung meist eine „HYSTERISCH-kritische“ Sezierkunst am leblosen Körper des "Textes", die das lebendige Wort des Auferstandenen gar nicht erfassen kann.


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 Willigis 19. April 2017 
 

@ Rozario

Stimmt. Man muss allerdings anfangen, solange man noch Zeit für solche Abwägungen hat. Aber die gibt es in Mainz vielleicht ja noch.


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 Joh v Kreuz 18. April 2017 
 

@ wandersmann, wedlerg

Geehrter wandersmann,

das Bild, daß Papst em. Benedikt in dem von Ihnen veröffentlichten Zitat gebraucht, ist wirklich sehr gut. Es beschreibt anschaulich, was ich mit meinen nüchternen Gedanken meinte. M.E ist das aber keine Verurteilung der historisch- kritischen Betrachtungsweise an sich, sondern gilt nur deren Überstrapazierung und Verabsolutierung. Dasselbe hatte ich ja generell in meinen Äußerungen zuvor dargelegt.

Geehrter wedlerg,

einen Unterschied zu den Menschen der Bibel sehe ich doch: Alle darauffolgenden Generationen waren durch Jesu Opfer wieder in die Lage versetzt in und durch Christus ganz zu Gott zu finden.

Ihrer Bemerkung zu den zusammengestrickten Meinungen der selbsternannten modernen Welt(v)erklärer kann ich nur zustimmen. Es entspricht genau dem, was ich auf andere Weise zuvor meinte.
Als Physiker bin ich natürlich interessiert, welche konkreten Details in der Bibel und physikalische Vorstellungen Sie genau meinen. Würden Sie mir bitte ein paar nennen?


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 Rozario 18. April 2017 
 

@Willigis

Manchmal ist so ein "Reformstau" vielleicht gar nicht so schlecht. - Da kann man rückblickend auf die anderen sehen, was man besser machen könnte, und so Fehler vermeiden, die anderswo nur noch schwer rückgängig zu machen sind.


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 Joh v Kreuz 18. April 2017 
 

historisch- kritische Methode kritisch

Ich muß hierbei Archangelus zustimmen.
Diese auf die geschichtlichen Umstände der Bibel zielende Betrachtungsweise kann eine! gute Ergänzung sein. So z.B. zur Vergegenwärtigung der uns (und va. für nicht abendländisch geprägte Menschen) z.T. sehr fremden biblischen Lebenswelten. Analog gilt das für alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, solange man diese nicht unseriös hinbiegt oder deren generelle Vorläufigkeit ignoriert.

Das PROBLEM dabei ist, daß solche Zugänge von ihren Verfechtern gegen andere - auch die der kirchlichen Tradition- ausgespielt werden.
Das war schon beim Egomanen Galilei so und ist bis heute weit verbreitet:
Einer glaubt sich auf einem Gebiet einigermaßen versiert. Im Irrtum bzgl. der immanenten Grenzen seiner Betrachtungsweise setzt er dann jene zum einzigen und absoluten Weg zur Wahrheit.
So spielt er dann in seiner Hybris Torwächter oder gar Besitzer der Wahrheit und negiert und verunglimpft alle anderen Sichtweisen. Siehe die militanten Atheisten heutzutage.


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 wedlerg 18. April 2017 
 

@Archangelus: die historisch-kritische Methode ist unhistorisch

Die historisch-kritische Methode ist eine Textanalyse, die historische Wahrheiten gerade nicht akzeptiert.

BIs die Archäologie des späten 20.Jh. kam, hat die historisch-kritische Methode die Bibel spätdatiert - entgegen der Tradition, hat historische Ereignisse als Sagen uminterpretiert und hat v.a. den jüdisch-historischen Kontext des Evangeliums geleugnet. Die Methode entstammt gerade nicht der historischen Forschung, sondern der liberalen Ideologie des 18./19.Jh.


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 Archangelus 18. April 2017 

Augustinus

Bevor man urteilt muß man ersteinmal hören was der Bischof sagen wird. Von "Vorverurteilungen " halte ich gar NICHTS.
Was die Historisch - Kritische Methode angeht so bin Ich für ein Sowohl -Als auch.Selbst der Papst em. Benedikt XVI.
hat in seinen Jesusbüchern Bezüge zum
geschichtlichen Jesus ,wohlwissend , Daß Er Gottes Sohn war oder ist. Wir sind auch zur geschichtlichen Wahrheit verpflichtet , ohne verfälschen zu dürfen.


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 Willigis 18. April 2017 
 

Nicht zu beneiden

Egal wie der Bischof kirchenpolitisch und theologisch steht: Zu beneiden ist er nicht. Im Bistum Mainz gibt es einen Reformstau sondergleichen. Was andere Diözesen schon vor 10 Jahren angestoßen haben um die Pfarreien zukunftsfähig zu halten, das steckt in Mainz noch in den Kinderschuhen, wenn es überhaupt begonnen hat.
Bislang konnte man bei den Priestern noch aus den Vollen schöpfen. Inzwischen ist das Seminar aber leer. Bischof Kohlgraf wird in seiner Amtszeit also ziemlich ungemütliche Entscheidungen zu treffen haben.


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 Rosenzweig 18. April 2017 

Und woo aber bleiben Unsere “STURM"- GEBETE ...?

“Peter Kohlgraf wird neuer Bischof von Mainz”- so heute die erfreuliche oder evtl.weniger erfreuliche Nachricht!?!

Ich persönlich kenne Herrn Pfr.Vikar Peter Kohlgraf nicht+ habe heute erstmalig hier von Ihm erfahren...!

Allerdings habe ich als ERSTES-schon in der Früh-
Herrn Pfr.Vikar Peter Kohlgraf+sein künftig Bischof/HIRTEN(!)-Amtim Bistum Mainz
betend der Allmacht(!)GOTTES- SEINER Allwissend/Liebenden FÜHRUNG anvertraut..!

Und jetzt noch- Herrn Pfr.Vikar Kohlgraf auch der Gottesmutter MARIA–der KÖNIGIN der APOSTEL + ihrem Mütterl. Unbfl.HERZEN übergeben- mit der innig BITTE- lass Ihn fortan als HIRTE des ihm anvertrauten Bistums Mainz immer mehr“TOTUS TUS” werden..!
Ebenfalls dankb.verbunden werte @SELEN+ Ihr Vorschlag!
Und werter Herr @GANDALF- Ihr WEITBLICK- da möchte ich aber bedenken:
JESUS hat seine KIRCHE auf PETRUS+ seine Apostel gegründet..!
Und darum,wie auch Sie schlußendlich auf DEREN (Bischöfe)VERANTWORTUNG hinweisen...!
So zuversichtlich verbunden...


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 wandersmann 18. April 2017 
 

@wedlerg - Benedikt hat historisch-kritisch klar verurteilt

http://www.kath.net/news/30615

Man fängt damit eben nur kleine Fische.

Dabei steht eine derartige gelebte „scientia fidei“ einem vermeintlich autonomen Vernunftgebrauch entgegen, der, wie Benedikt XVI. mit einer Parabel vom Hochmut des „kleinen Fischfangs“ sagte, oft auch in der Theologie festzustellen sei: „Man fischt in den Wassern der Heiligen Schrift mit einem Netz, das nur Fische bis zu einer bestimmten Größe fangen kann. Alles was größer ist, passt nicht in dieses Netz hinein und darf daher nicht existieren. Auf diese Weise wird das große Geheimnis Jesu, des menschgewordenen Gottessohnes, auf den historischen Jesus verkürzt: eine tragische Gestalt, ein Gespenst ohne Fleisch und Blut, ein Mensch, der im Grab geblieben, verwest und wirklich gestorben ist. Mit dieser Methode kann man zwar einige Fische ‚fangen’, doch das große Geheimnis bleibt ausgeschlossen, da sich der Mensch zum Maß aller Dinge macht: diese Vorgehensweise trägt einen Hochmut in sich, der zugleich eine große Dum


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 nicodemus 18. April 2017 
 

Diesen Namen:

Peter Kohlgraf, habe ich auch noch nicht
gekannt. Was ich aber gerne wüsste, wie denkt der liebe Kardinal von Köln, Emerit Joachim Meisner, über diese Wahl?
Egal - seiner Meinung schließe ich mich ohne Wenn und Aber an!!!


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 wandersmann 18. April 2017 
 

Der Bischof muss nicht erst in sein Amt ankommen ...

Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Bischof, der voher als Pfarrer liberal war dann plötzlich im Amt konservativ gworden ist.

Den umgekehrten Fall gibt es allerdings: Marx oder Woelki oder Overbeck wären vielleicht Kandidaten dafür.

Insofern kann man sich schon jetzt auf einen Bischof "freuen", der sich an dem orientieren wird, was er in dem @Siri-Artikel geschrieben hat.


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 A.Reik 18. April 2017 

@Carl Eugen

Die wahre Freude am Glauben kann nicht sterben.


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 Antonius Bacci 18. April 2017 
 

Es wird wieder einmal...

... der Untergang des Abendlandes heraufbeschworen, zumindest von einigen Foristen. Vermutlich kaum jemand könnte etwas zu Peter Kohlgraf sagen, sondern man stützt seine Statements auf Vermutungen und Extrapolationen. Was bisher gar nicht gewürdigt wurde: Peter Kohlgraf ist promovierter Patrologe - übrigens ein Schüler des renommierten Bonner Kirchenhistorikers E. Dassmann -, und seine Habilitation in praktischer Theologie weist auch einen Bezugspunkt zur Patrologie auf. So ganz dürfte Peter Kohlgraf die Tradition der Kirche also nicht unbekannt sein. Von daher sollte man einfach abwarten und nicht vorschnell vom Untergang des Abendlandes ausgehen. Er wird wahrscheinlich nicht den außerordentlichen Usus feiern, aber dafür ist im deutschen Epikopat insgesamt die Zeit noch nicht gekommen. Von daher sollte man ihm eine Chance geben und abwarten, wie er sich auf dem Mainzer Bischofsstuhl entwickelt. Gottes Segen dem episcopus designatus.


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 Herbstlicht 18. April 2017 
 

Warten wir fairerweise in Geduld ab, wie Peter Kohlgraf als künftiger Bischof von Mainz einmal agieren wird.
Jeder, der eine neue Stelle antritt, hat ein Recht auf Zeit. Die nötige Zeit nämlich, sich in seine Aufgabe gründlich einzuarbeiten.
Ob er sich dann auf die progressive Seite schlägt oder sich auch dem bisher gültigen Glauben verbunden fühlt und deshalb ausgleichend wirkt, wird zu gegebener Zeit sichtbar werden.

Den Beistand und den Segen Gottes wird Peter Kohlgraf als künftiger Bischof auf jeden Fall nötig haben, nötiger jedenfalls als die schon heute begeisterte Zustimmung prominenter Kirchenleute.
Bitten wir also um diesen Beistand für Peter Kohlgraf!


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 Chris2 18. April 2017 
 

"Große Vorgänger" wie Kardinal Lehmann?

@Ullrich Sie belieben zu scherzen? Ich darf nur exemplarisch an die glatte und dreiste Lüge vor laufenden Kameras "Wir erfüllen doch den Willen des Papstes" in Sachen "Beratungsschein" / Abtreibung erinnern. Aber ob Marx, Zollitsch oder Lehmann, die Politik ist eh immer dieselbe...


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 wedlerg 18. April 2017 
 

Fehler im Artikel -Teil 2-

Was Kohlgraf in seinem Artikel dann letztlich anbietet, ist ein Märchen: das Märchen vom ständig wandelnden Glauben, der mit der Zeit Schritt hält und als Synthese immer neu wahr wird und bleibt: billiger Hegelianismus, den er Transformation nennt.

Dem kann man getrost entgegenhalten: Die Menschen von heute sind nicht anders als vor 2000 Jahren.

Es sind die Märchen vom Fortschritt, von der Entwicklung, die uns Politologen und Soziologen gerne auftischen, die in die Weltbilder der Intellektuellen einfließen und es schwer machen, die Glaubenswahrheiten zu verkünden.

Dabei war die Kirche immer in der Situation, den Glauben verschiedensten Kulturen und Interessen nahezubringen. So divers die Welt der Anitke war, so ist sie heute auch. Nur haben die Apostel und Missionare ihren Kopf für den Glauben hingehalten, etwas, was soziolgisch geprägte Hirten (Pastoralarbeiter) nicht zu tun bereit sind. Die Krise kommt nicht aus der Welt, sondern aus der Verkündigung!


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 Gandalf 18. April 2017 

Zeitalter der Bischöfe ist abgelauffen

Leute, es ist relativ egal, wer in Mainz Bischof wird. Das Zeitalter der Bischöfe ist vorbei, das Zeitalter der Laien hat begonnen. Die großen Aufbrüche der Kirche werden nicht von den Bischöfen kommen, sondern von den betenden Laien. Face it! Das sind die Zeichen der Zeit. wenn Bischöfe hier mitmachen, ist es ok, wenn nicht, dann müssen sie das mitverantworten.


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 wedlerg 18. April 2017 
 

grundlegende Fehler in Kohlgrafs Artikel von Siri

Gefordert werden dort
- Bibel, Leben und Wissen miteinander zu verknüpfen


Bemängelt wird, dass "der Graben zwischen der biblischen
Welt, ihrem Wahrheits- und Wirklichkeitsverständnis
einfach zu groß zu dem heutigen, oft rein an den Naturwissenschaften
und dem Messbaren orientierten
Weltverständnis" sei.

Gemeint ist aber etwas ganz anderes: nicht die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse oder historischen Wahrheiten stehen der biblischen Offenbarung entgegen (ganz im Gegenteil: diese zeigen die Plausibilität und Detailtreue der Schrift immer mehr auf, wie archologische Funde oder physikalische Messungen zeigen), sondern das (meist politische) Weltbild, das sich in Mitteleuropa bestimmte Kreise daraus zusammengebastelt haben und fälschlich als "Lebenswirklichkeit" bezeichnen, ist nicht kompatibel mit dem Wahrheitsanspruch der Bibel: Unauflöslichkeit der Ehe, Christus als einziger Weg, Wunder sind keine sozialpädagogische Dimension! Sie sind dennoch real.


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 Selene 18. April 2017 
 

Mein Vorschlag

wir lassen den neuen Bischof erstmal in seinem Amt ankommen und wünschen ihm vorab schon mal Gottes Segen.

Alles Weitere findet sich dann. Mir zumindest sagt nämlich der Name Kohlgraf bis jetzt überhaupt nichts, dh., ich habe nie von ihm gehört, bis heute.


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 wedlerg 18. April 2017 
 

Der Artikel von Siri zeigt nichts Gutes

Ein Bischof, der die historisch-kritische Exegese für "historisch" und "wissenschaftlich" hält und das Festhalten an der Bibel im ursprünglichen Sinne als frommes Wunschdenken charaktierisiert, dürfte kaum Wahrheitssuchender sein. Hier sitzt einer dem protestantischen Narrativ des 18./19. Jh. auf und denjenigen, die der Exeget Berger als "Bibelfälscher" (und nicht als Wissenschaftler) charakterisiert.

Der Rest des Textes zeigt die Karrierefähigkeit des Kandidaten im relativistischen Deutschland auf: er kann alles mit allem vereinbaren und auf diejenigen mit dem Finger zeigen, die er selber konservativ bis rechts einordnet. Denen spricht er im übrigen Wahrheitssuche und Rechtgläubigkeit ab.

Mein Fazit: Hier wurde einer befördert, der das nachschwurbelt, was Lehmann und Kasper möglich gemacht haben: eine Kirche, die möglichst viele "Lebenswirklichkeiten" ansprechen will, aber das Evangelium nicht mehr ernst nimmt und die Wahrheit aufgibt.


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 Bernhard Joseph 18. April 2017 
 

Was soll im Bistum Mainz noch an Katholizität gefährdet werden?

Unter Kardinal Lehmann hat sich doch dieses Bistum immer weiter von Katholizität entfernt. Peter Kohlgraf setzt also wahrscheinlich nur fort, was Lehmann über Jahrzehnte im Bistum fundiert hat.

Dass sich einige Foristen über diese Wahl freuen, verwundert nicht, glaubt doch so mancher in unserem Land, dass katholisch zu sein mit klarer Bindung an die Tradition ein Auslaufmodell darstellt.

Einmal mehr findet sich ein weiterer, eher farbloser Bischof in der DBK.


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 D.universalis 18. April 2017 
 

@Carl Eugen

Ihr Differenzierungsvermögen ist erstaunlich. Wenn @Reik schriebe, dass Benedikt XVI. wunderbar sei, dann würden Sie ihn aus purem Reflex in die Hölle wünschen. Pfui!


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 carl eugen 18. April 2017 

Werter @D.universalis!

Die ist mit der Wahl von Papst Franziskus gestorben!


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 myschkin 18. April 2017 
 

@D.universalis

Vielleicht musste der Ärmste an Ostern arbeiten und ist deshalb etwas mürrisch?

;-)


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 ad Orientem 18. April 2017 
 

@Siri: Da haben Sie Recht! Ein zukünftiger Mainer Erzbischof,

der katholisch nicht als Wahrheit, sondern als "Transformationsprozess" begriffen haben will, lässt nur das Allerschlimmste befürchten, ist freilich ganz auf der Wellenlänge der Kirchenleitung.


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 zweifelTom 18. April 2017 
 

Schlechte Aussichten für die deutsche Kirche

Voderholzer und Oster waren vor ihrer Bischofsernennung Vertreter der theologischen "Königsdisziplin" Dogmatik, während Dr. Kohlgraf für die Pastoraltheologie steht.
Allein das macht m. E. den Paradigmenwechsel offenkundig.
Es ist doch längst kein Geheimnis mehr, sondern schmerzliche kirchliche Realität, dass dogmatisch feststehende Wahrheiten im Namen der "Pastoral" unterlaufen, ausgehöhlt und in der Praxis ins Gegenteil verkehrt werden. (AL lässt grüßen.)
Da kommt ein Dr. Kohlgraf der Marx-Fraktion in der DBK als "Verstärkung" wie gerufen.
Wohin die Reise geht, lässt sich am "Basisartikel" (siehe "Siri") erkennen: Problematisierung von "Katholisch-Sein" und "Wahrheiten", "Ringen um und im Glauben" und jede Menge modernistischer Codes, die auf in Frage stellen, verunsichern, relativieren abzielen. Am Ende des "Transformationsprozesses" ist dann nichts "Katholisches" mehr übrig.
Dabei steht im "Katechismus der katholischen Kirche" (1992) klipp und klar, was "katholisch" beinhaltet.


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 aleandro 18. April 2017 
 

Herzlichen Glückwunsch

Habe Peter Kohlgraf als Schulseelsorger meiner Kinder erlebt.
Eine sehr gute Wahl für Mainz und den deutschen Episkopat.


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 serafina 18. April 2017 
 

Armes Bistum


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 Ullrich 18. April 2017 
 

Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl und Annahme dieses Amtes verbunden mit Gottes Segen, den Gaben des Heiligen Geistes und Gesundheit. Dem BO Mainz geschieht damit eine gute Wahl, nach großen Vorgängern wie Kardinal und Lehmann.


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 carl eugen 18. April 2017 

Wenn ein @A.Reik zufrieden ist, ...

...dann herrscht höchste Alarmbereitschaft. Das kann nichts werden.
Andererseits hat Kardinal Lehmann die Latte des Katholischen in seinem Bistum so niedrig gelegt, dass man sie schon ausgraben muss, um ebenerdig darüberzulaufen.


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 DamianBLogos 18. April 2017 
 

Erbacher vom ZDF wusste es gestern schon

Oder war er rein zufällig bei Prof. Kohlgraf im Gottesdienst? http://blog.zdf.de/papstgefluester/2017/04/18/pastoraltheologe-kohlgraf-wird-bischof-in-mainz/


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 Lämmchen 18. April 2017 
 

zur Erinnerung

Auch Voderholzer und Oster wurden als Lehrstuhlinhaber uum Bischof berufen


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 Siri 18. April 2017 
 

Oje

Dieser Artikel lässt nichts Gutes von ihm erwarten, eine Verkennung der wahren Probleme in der Kirche: https://www.erzbistum-koeln.de/kultur_und_bildung/schulen/religionsunterricht/zeitschrift_impulse/Jahrgang_2014/Heft_3/14imp3basisartikel.pdf.


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 A.Reik 18. April 2017 

Das ist...

... eine exzellente Wahl von Domkapitel, Bischofskongregation und Papst. Ad multos annos, Bischof Peter! Und danke Papst Franziskus für einen solchen Vorschlag!


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