Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  2. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  12. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  15. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel

Das Geschenk der am Kreuz entäußerten Fülle des Alles und Nichts

28. Februar 2017 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: ‚Contento, Señor, contento’. Sich für Gott entscheiden, der alles gibt, macht froh, auch in den Verfolgungen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Man kann nicht zwei Herren dienen“, entweder man dient Gott oder den Reichtümern. In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der 8. Woche im Jahreskreis unterstrich
Papst Franziskus, dass die Kirche in diesen Tagen vor der Fastenzeit über die Beziehung zwischen Gott und den Reichtümern nachdenken lasse. Der Papst erinnerte an das Evangelium des Vortages vom reichen jungen Mann (Mk 10,17-27), „der dem Herrn folgen wollte. Doch am Ende war er so vermögend, dass er sich für die Reichtümer entschlossen hatte“.

Das Gebot Jesu erschrecke die Jünger ein wenig: „Wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“. Das Evangelium vom Tag (Mk 10,28-31) zeige dann Petrus, der zum Herrn sage: „Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt“, weil er wissen wolle, was aus ihnen werden solle. Es habe fast den Anschein, dass Petrus dem Herrn die Rechung für seine Nachfolge präsentiere:


„Er wusste nicht, was er sagen sollte: ‚Ja, der da ist weggegangen, aber wir?’ Die Antwort Jesu ist klar: ‚Ich sage euch: es gibt keinen, der alles verlassen hat, ohne alles zu empfangen’. ‚Wir haben alles verlassen’. ‚Ihr werdet alles empfangen’, in jenem Übermaß, mit dem Gott seine Gaben schenkt. ‚Ihr werdet alles empfangen. Es gibt keinen, der Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Äcker für mich und für das Anliegen des Evangeliums verlassen hat, der nicht bereits jetzt, in dieser Zeit, das Hundertfache an Häusern, Brüdern, Schwestern, Müttern, Äckern erhält und in der kommenden Zeit das ewige Leben empfangen wird’. Alles. Der Herr kann nicht weniger als alles geben. Wenn er etwas schenkt, schenkt er sich selbst, der alles ist“.

Dennoch gebe es in diesem Abschnitt aus dem Evangelium ein Wort, das uns nachdenken lasse: „Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen“. Dies bedeute, in eine andere Denkart und in eine andere Weise des Handelns einzutreten. Jesus „schenkt sich selbst, alles, denn die Fülle, die Fülle Gottes ist eine am Kreuz entäußerte Fülle“:

„Das ist das Geschenk Gottes: die entäußerte Fülle. Und das ist der Stil des Christen: die Fülle suchen, die entäußerte Fülle empfangen und auf diesem Weg weitergehen. Das ist nicht leicht, das ist nicht leicht. Und was ist das Zeichen dafür, was ist das Signal, dass ich auf diesem Weg des Gebens von allem und des Empfangens von allem weitergehe? Wir haben es in der ersten Lesung gehört (Sir 35,1-15): ‚Zufriedenen Auges ehre den Herrn, bei all deinen guten Werken zeig ein frohes Gesicht und weihe deinen Zehnten mit Freude! Wie Gott dir gegeben hat, so gib auch ihm, zufriedenen Auges, und so gut, wie du kannst“. Zufriedenen Auges, mit einem frohen Gesicht, Freude, zufriedenen Auges... Das Zeichen dafür, dass wir auf diesem Weg des Alles und Nichts vorangehen, auf dem Weg der entäußerten Fülle, ist die Freude“.

Der junge reiche Mann dagegen „war betrübt und ging traurig weg“. Er „vermochte es nicht, zu empfangen, diese entäußerte Fülle zu empfangen. Petrus selbst, die Heiligen – sie haben sie angenommen. Und inmitten der Prüfungen, der Schwierigkeiten haben sie ein frohes Gesicht, das zufriedene Auge und die Freude des Herzens“. Das, so der Papst, „ist das Zeichen“.

Abschließend erinnerte Franziskus an den chilenischen Jesuiten und Heiligen Alberto Hurtado (* 22. Januar 1901 in Viña del Mar, Chile; † 18. August 1952 in Santiago de Chile):

„Er arbeitete immer, eine Schwierigkeit nach der anderen, eine nach der anderen... Er arbeitete für die Armen... Aber er wurde verfolgt, so viele Leiden. Doch als er dort war, entäußert am Kreuz, war sein Satz: ‚Contento, Señor, contento’, ‚Froh, Herr, froh’. Er möge uns lehren, auf diesem Weg zu gehen, er schenke uns die Gnade, auf diesem ein wenig schwierigen Weg des Alles und Nichts, der entäußerten Fülle Jesu Christi zu gehen und immer zu sagen, vor allem in den Schwierigkeiten: ‚Froh, Herr, froh’“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Rosenzweig 28. Februar 2017 

Ja - werter @ FranzX – Wie wunderbar...

DANKE - Sie schreiben:
"Wie wunderbar...mit dem Heiligen Vater einen Blick in das Geheimnis Jesu werfen zu können!" + ergänzend, SEINEN Reichtum empfangen zu können.. !
Genau so ist es.. und wie wahr- im Blick auf unser/ mein Herz - dass es doch WEIT werde - um LOS!lassen zu können..!
Aber JESUS sagt auch zu UNS: “(.....)für GOTT ist alles möglich..”!
So vertrauend verbunden..


5
 
 FranzX 28. Februar 2017 

Wie wunderbar ...

... mit dem Heilien Vater einen Blick in das Geheimnis Jesu werfen zu können! Ach, dass unser, das mein Herz doch weit werde, loszulassen, um dieses "alles" zu empfangen. Eigenen Besitz, eigene Werke, eigene Gerechtigkeit - dies alles loslassen. Wie träge und trotzig ist doch unser Herz oft, von diesen Dingen loszulassen, auch wenn unser Mund dies schon so oft bekannt hat!


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  8. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  9. Ein Frühstück für den Verleugner
  10. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  11. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  12. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  13. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden
  14. „Ich fragte mich: Welche Drogen hat er jetzt genommen?“
  15. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz