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Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt

11. Mai 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: Gebet für alle, die aufgrund der Pandemie in Arbeitslosigkeit gestürzt sind. Der Glaube ist keine statische Sache. Die Lehre ist keine statische Sache: sie wächst immer in die gleiche Richtung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – Montag der 5. Woche im Osterkreis, achtundfünfzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ in der messelosen Zeit.

In der Einleitung erinnerte der Papst an den 75. Jahrestag der Entdeckung des Leichnams des heiligen Timotheus in der Krypta der Kathedrale von Termoli während der Restaurierungsarbeiten im Jahr 1945 und richtete seine Gedanken an die Arbeitslosen:

„Gemeinsam mit den Gläubigen von Termoli feiern wir heute das Fest der Entdeckung des Leichnams des heiligen Timotheus. In diesen Tagen haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Sie wurden nicht wieder eingestellt, sie waren Schwarzarbeiter... Beten wir für unsere Brüder und Schwestern, die unter diesem Mangel an Arbeit leiden.

„Der Beistand, den der Vater senden wird, wird euch alles lehren“: Franziskus kommentierte in seiner Predigt das heutige Evangelium (Joh 14,21-26), in dem Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“.


„Es ist die Verheißung des Heiligen Geistes, der bei uns wohnt“, so der Papst, „und den der Vater und der Sohn senden, um uns im Leben zu begleiten. Man nennt ihn den Parakleten, denn er steht uns bei, er hält uns fest, damit wir nicht fallen. Der Herr hat uns diesen Beistand, die Gott ist, verheißen“.

„Und der Geist hilft uns, im Verstehen des Glaubens zu wachsen, ihn mehr zu verstehen und mehr zu verstehen, was der Glaube sagt. Der Glaube ist keine statische Sache. Die Lehre ist keine statische Sache: Sie wächst immer, aber sie wächst in die gleiche Richtung. Und der Heilige Geist verhindert, dass die Lehre Fehler macht, er verhindert, dass sie dort stehen bleibt, ohne in uns zu wachsen. Er wird uns die Dinge lehren, die Jesus uns gelehrt hat, er wird in uns das Verständnis dessen einführen, was Jesus uns gelehrt hat, er wird die Lehre des Herrn in uns wachsen lassen, bis zur Reife“.

Und eine weitere Sache, die der Heilige Geist wirke, sei die Erinnerung: „‚Er wird sich an alles erinnern, was ich euch gesagt habe’. Der Heilige Geist ist wie das Gedächtnis, er erweckt uns, er hält uns immer wach in den Dingen des Herrn, und er lässt uns auch an unser Leben erinnern, als wir dem Herrn begegnet sind oder als wir ihn verlassen haben“.

Der Papst erinnerte an eine Person, die so vor dem Herrn gebetet habe: „‚Herr, ich bin derselbe, der als Kind, als Junge, diese Träume hatte. Dann bin ich auf die falschen Wege gegangen. Jetzt hast du mich gerufen’. Dies ist die Erinnerung an den Heiligen Geist im eigenen Leben. Er bringt dich zum Gedächtnis der Erlösung, zum Gedächtnis dessen, was Jesus dich gelehrt hat, aber auch zum Gedächtnis deines eigenen Lebens. Das ist eine schöne Art, zum Herrn zu beten: ‚Ich bin derselbe. Ich bin viel unterwegs gewesen, ich habe viele Fehler gemacht, aber ich bin derselbe und du liebst mich’. Es ist die Erinnerung an den Weg des Lebens“.

In dieser Erinnerung „leitet uns der Heilige Geist. Er leitet uns, zu erkennen, zu unterscheiden, zu erkennen, was ich jetzt tun muss, was der richtige Weg ist und was der falsche, auch bei kleinen Entscheidungen. Wenn wir den Heiligen Geist um Licht bitten, wird er uns helfen, zu unterscheiden, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, die kleinen Entscheidungen des Alltags und die größeren“. Der Geist „begleitet uns, er unterstützt uns in der Unterscheidung, er wird uns alles lehren, das heißt: er lässt den Glauben wachsen, Er führt uns in das Geheimnis ein, der Geist, der uns erinnert: er erinnert uns an den Glauben, er erinnert uns an unser eigenes Leben und, der Geist ist es, der uns in dieser Lehre, in diesem Gedächtnis lehrt, die Entscheidungen zu erkennen, die wir treffen müssen.

Und die Evangelien geben dem Heiligen Geist neben ‚der Beistand’ einen weiteren Namen, weil er dich unterstützt, einen weiteren, schöneren Namen: er ist die Gabe Gottes. Der Geist ist die Gabe Gottes. Der Geist ist die Gabe schlechthin: ‚Ich lasse euch nicht allein, ich schicke euch einen Beistand, der euch unterstützt’ und der uns helfen wird, vorwärts zu gehen, uns zu erinnern, zu unterscheiden und zu wachsen. Die Gabe Gottes ist der Heilige Geist.“

„Möge der Herr“, so das abschließende Gebet des Papstes, „uns helfen, dieses Geschenk, das er uns in der Taufe gegeben hat und das wir alle in uns tragen, zu bewahren.

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Lesermeinungen

 hape 12. Mai 2020 

Vom Wachsen der Lehre.

Die Lehre wächst immer, aber sie wächst in die gleiche Richtung. So Papst Franziskus. – Wie wahr! Das bedeutet aber auch, dass die Lehre Wurzeln hat wie ein Weinstock. Wurzeln, die untrennbar mit der Rebe verbunden sind, sodass das Wasser des Lebens ungehindert von den Wurzeln bis zum jüngsten Trieb strömen kann. Das bedeutet auch, dass das Wachstum organisch verläuft. Der Weinstock mutiert nicht zur Distel. Selbst dann nicht, wenn der Weinberg verwildert.

So verstanden kann es beim Wachsen der Lehre keinen Widerspruch geben zwischen Jesus, den Aposteln und heute, sondern nur eine tiefere Entfaltung dessen, was von Beginn an gelehrt wurde. Ein Bruch in der Lehre ist damit kategorisch ausgeschlossen. Diese Wahrheit hindert freilich viele nicht daran, einen solchen Bruch zu fordern und zu praktizieren. Getarnt als Reform, Aufbruch oder Synodaler Weg wird die Tradition verspottet, belächelt und verleumdet, dass es nur so kracht. Wem ist damit gedient: Gott oder dem Fürsten dieser Welt?


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 Einsiedlerin 12. Mai 2020 
 

Sehr schöne Gedanken

Ich kann mich dem Papst nur anschließen und bestätigen, dass der Heilige Geist nicht aufgibt! Nach so manchem Irr- oder Umweg führt er uns wieder zurück zum Herrn und zu immer tieferer Erkenntnis, sofern wir unser Herz dem Heiligen Geist nicht verschließen.


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