Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  4. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  5. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  6. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  7. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  8. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück
  12. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  13. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix

Debatte um Amoris laetitia: Papst in ‚schwieriger Position’

2. Dezember 2016 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für Franziskus sei es wichtiger einen Prozess zu starten als ein Ergebnis zu diktieren. Es sei aber auch Aufgabe des Papstes, die eröffnete Debatte zum Abschluss zu bringen. Es gehe um die Einheit der Kirche, schreibt Mark Drew.


London/Rom (kath.net/jg)
Papst Franziskus habe sich in der Diskussion um seine Enzyklika „Amoris laetitia“ in eine schwierige Position manövriert, schreibt der britische Theologe und Priester Mark Drew in einem Artikel für den Catholic Herald (siehe Link am Ende des Artikels).

Erklärt er die von Johannes Paul II. gelehrten Prinzipien hinsichtlich des Kommunionempfanges für zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene für überholt, löst er damit ein theologisches Erdbeben aus. Dieser Schritt würde zum offenen Widerstand jener führen, die an der Überlieferung der kirchlichen Lehre festhalten, die seit Jahrhunderten gilt. Ein offener Bruch, ein formales Schisma, sei dann nicht auszuschließen, ist Drew überzeugt.


Papst Franziskus würde damit gleichzeitig seine eigene Lehrautorität in Frage stellen. Wenn er selbst die Ansicht vertrete, seine Vorgänger hätten den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen nicht richtig gehandhabt, gäbe es keinen Grund warum seine die von ihm vertretene Lehre über seinen Tod hinaus bestand haben sollte, fährt Drew fort.

Wenn der Papst die überlieferte Lehre bestätigen sollte, müsse er entweder seine Versuche aufgeben, die Disziplin der Sakramentenspendung zu ändern oder Argumente bringen, die zeigen, dass es keinen echten Widerspruch zwischen bestehender Lehre und neuer Disziplin gibt. Kardinal Schönborn habe versucht, die Änderung nicht als Aufhebung sondern als Weiterentwicklung der bisher gültigen Lehre zu charakterisieren. Bis jetzt habe er allerdings keine Gründe gefunden, welche dies rational nachvollziehbar machen würden, schreibt Drew.

Er könne sich nicht vorstellen, dass Papst Franziskus auf die vier Kardinäle wütend sei, die den Brief mit den „Dubia“ verfasst und veröffentlicht haben. Schließlich habe er selbst um eine mutige und offene Debatte gebeten. Für Franziskus sei es wichtiger, einen Prozess zu starten als ein Ergebnis zu diktieren. Doch dazu gehörten auch Initiativen, die gegen eine Änderung eintreten würden. Das sei ein normaler Teil des Prozesses, gerade in einer Kirche die „synodaler“ sein solle, wie Papst Franziskus dies wolle.

Letztlich sei es aber die Aufgabe des Papstes, eine von ihm eröffnete Debatte auch wieder zum Abschluss zu bringen. Er müsse die Einheit der Kirche auf Basis der Wahrheit sicherstellen, betont Drew. Die Bischöfe hätten in diesem Prozess die Aufgabe, den Papst zu beraten und, falls notwendig, zur Vorsicht zu mahnen, schreibt er.


Link zum Artikel von Mark Drew im Catholic Herald (englisch):
How the ’dubia’ drama will end


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus

  1. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  2. Basiert 'Traditionis Custodes' von Franziskus auf einer Lüge?
  3. Gemelli-Chefarzt: Papst Franziskus wäre fast gestorben
  4. "Nicht glücklich": Papst bedauert Äußerung zu Russland
  5. Papst tauft Kind in der Gemelli-Klinik
  6. Papst im Kongo eingetroffen
  7. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  8. Erneut keine Fasten-Exerzitien mit Papst und Kurie in den Bergen
  9. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  10. Vatikan: Papst stellt Live-Gottesdienste ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  15. Papst Leo XIV. setzt in Kamerun seine Friedenspredigten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz