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Papst Franziskus: Zölibat ist ein Geschenk und eine Gnade!

10. Februar 2020 in Weltkirche, 55 Lesermeinungen
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Papst Franziskus verteidigt in neuem Buch den Zölibat und betont, dass die Frage der Priesterweihen für Frauen in der katholischen Kirche nicht länger eine Diskussion offen sei. Gender-Theorie: Böse und Angriff auf die Kreativität Gottes


Rom (kath.net)
"Ich bin überzeugt davon, dass der Zölibat ein Geschenk und eine Gnade ist und den Fußspuren von Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. folgend, fühle ich eine ganz starke Verpflichtung daran zu denken, dass der Zölibat eine entscheidende Gnade ist, die Latainische Kirche beschreibt. Ich wiederhole: Es ist eine Gnade." Dies betonte Papst Franziskus in einem im Februar veröffentlichten Buch "Heiliger Johannes Paul II. der Große", welches in Italien vorgestellt wurde und anlässlich des 100sten Geburtstags des polnischen Papstes veröffentlicht wurde. P. Luigi Maria Epicoco, der Autor, hat dazu mehrfach mit Franziskus gesprochen.


Angesprochen auf die nicht mögliche Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche betonte Franziskus, dass diese Frage nicht länger für Diskussionen offen sei. "Die Frage ist nicht länger für Diskussionen offen, weil die Ankündigung von Johannes Paul II. definitiv war.", betonte Franziskus. Der Papst erinnerte auch daran, dass diese Frage ein Missverständis mit der Rolle des Priestertums zeigt und nur auf die Funktion von Menschen in der Kirche abziele, nicht aber auf deren Wichtigkeit.

Wie Maria seien die Frauen in der Kirche diejenigen, die der Kirche lehren, wie man durch die Nacht hindurchgeht, bis das Tageslicht kommt, sogar wenn das Tageslicht noch weit entfernt ist. "Nur eine Frau kann uns eine Liebe lehren, die auch Hoffnung ist."

P. Epicoco merkte in den Buch auch, dass der Papst sehr oft über das Böse spreche. Auf die Frage, wo Franziskus das Böse heute sehe, erklärte Franziskus: "Ein Platz davon ist die 'Gender-Theorie'". Diese sei ein gefährliches kulturelles Ziel und zielt auf die Auslöschung aller Unterschieden zwischen Männer und Frauen an. Dadurch werde Gottes fundamentaler Plan den Wurzeln zerstört. "Das würde alle gleichförmig und neutral machen. Es ist ein Angriff auf die Verschiedenheit, auf die Kreativität Gottes und auf Männer und Frauen."


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Lesermeinungen

 lesa 12. Februar 2020 

Glaube ist bestimmt von der "Weisheit von oben", vom Heiligen Geist

[email protected]: Danke für die Hinweise und überzeugenden Darlegungen! Hier noch ein Zitat von W. Kard. Brandmüller: "Je mehr das in sakramentaler Weihe gründende Priestertum als die Weise begriffen wird, in der der Erhöhte Christus in seiner Kirche sein Erlösungswerk bis zum Ende der Zeiten fortsetzt, desto selbstverständlicher wird der Priester die Lebensform seines Meisters Jesus Christus auch für sich selbst übernehmen. Es wäre also an der Zeit, die Vorgaben des oft berufenen und doch ignorierten Zweiten Vatikanums über Priestertum und Priesterausbildung endlich zur Kenntnis zu nehmen und umzusetzen."

Im Rückblick auf zweitausend Jahre Kirchengeschichte wird klar, dass hohe Zeiten des kirchlichen Lebens immer auch Zeiten des treu gelebten Zölibats waren – und umgekehrt."
[email protected] Jodeph: Wie sehr bedarf die Theologie der "Weisheit von oben" (Jak),der Gaben des Heiligen Geistes, der Unterscheidung der Geister.
"Der Geist ist es, der lebendig macht" (Joh 6)


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 Paddel 11. Februar 2020 

Blendend!

Ich habe kein Vertrauen in unseren hl. Vater. Nachdem er sich mit Erzbischof Gänswein verkracht hat, jetzt das. Für mich wirkt das unehrlich, ja ich würde sogar wagen zu sagen einfach blendend!


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

Lieber Zeitzeuge!

Herzlichen Dank nochmals für den Hinweis und Link auf den Artikel von Kardinal Brandmüller.

Es wäre in der Tat interessant, ob die konvertierten Pastoren und Anglikaner nach der Weihe enthaltsam leb(t)en.

Normalerweise sollte man das annehmen, ansonsten sie den Glauben, insbesondere was den priesterlichen Dienst und seinen heiligen Charakter anbetrifft, nur unvollständig, ja mit dem Vorbehalt sich nicht Ganz in den Dienst zu stellen, angenommen hätten.


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 Zeitzeuge 11. Februar 2020 
 

Liebe lesa und Bernhard Joseph, (2)

Im Link eine zusätzliche Kurzinfo über
die beiden päpstlichen Ehedispensen "privilegium
paulinum und privilegium petrinum"!

Lesenswert bzgl. Zölibat bei den Lateinern
ist bestimmt die beim Peter Lang Verlag
verlegte Disseration von:

Margarete Eirich:

Johann Adam Möhlers "Beleuchtung der
Denkschrift"

1828 forderten 23 Freiburger, nichttheol. Professoren die Aufhebung
des Zölibats in einer Denkschrift.

Der große Möhler antwortete darauf mit
einer Verteidigungsschrift, auf die ich
hier schon hingewiesen habe:

Johann Adam Möhler:

Der Kampf um den Zölibat

192 Seiten, 19,90 EUR

bei Verlagsbuchhandlung Sabat

Ich betone nochmals, daß mir keine
Heiligen bekannt sind, welche den
Zölibat hinterfragten, geschweige denn
dessen Aufhebung oder auch nur "Aufweichung" forderten, es war immer
eine Domäne sich "liberal" dünkender
Katholiken/innen gegen den Zölibat
als ungeteilten Dienst (Möhler) zu
agitieren, diesen Menschen sind übernatürliche Argumente leider wohl
nur schwer zu vermittlen.

www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/offizialat/wiederheirat/gruende/nichtsakramentale_ehe/


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 Zeitzeuge 11. Februar 2020 
 

Liebe lesa und Bernhard Joseph,

Im Link ist der bedeutende Artikel über
die Verteidigung des Zölibats von Kardinal
Brandmüller zu finden. Darin sind m.E.
eigentlich alle Aspekte behandelt.

Bzgl. der päpstl. Dispensen in bgründeten
Ausnahmefällen bei Konvertiten, wäre zu
fragen, ob diese Priester dann sexuell
enthaltsam leben mußten/müssen oder nicht, leider waren meine Recherchen hierzu
ohne Erfolg.

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang
ein Vergleich mit dem kath. Eherecht
angebracht. Es ist kirchliche Lehre,
daß die sog. "Naturehe" ebenfalls unauflöslich ist (DH 3724)!
Nun gibt es aber "in favorem fidei"
die beiden päpstlichen Dispensen von
dieser Wesenseigenschaft auch der "Naturehe", nämlich die privilegia paulinum und petrinum, vgl. hierzu
z.B. C. 1142-50 CIC sowie die entsprechenden Artikel in der kathpedia!

Diese Dispensen sind ebenfalls absolute
Ausnahmen und niemand käme auf den Gedanken, hieraus zusätzliche Weiterungen bzgl. der Unauflöslichkeit
der Ehe ziehen, analog muß das auch für
den Zölibat gelten!

chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/1351397.html


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

Liebe @lesa!

Ich sehe das Grundproblem in einer Verengung des Denkens auf die Scholastik, die in der Abstraktion das Lebendig-Konkrete verdeckt.

Heidegger hat in seiner Existentialphilosphie zwischen Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit unterschieden.

Sprache gehört wesenhaft zum Menschsein, gleichwohl gibt es taubstumme Menschen. Das Sprachvermögen ist darum eigentlich nicht vom Wesen des Menschen ablösbar, uneigentlich doch, da es eben Menschen gibt, denen es fehlt.

Das Fehlen des Sprachvermögens zerstört also nicht kategorial gefasst das Wesen des Menschen, bleibt aber von der Eigentlichkeit des Seins des Menschen gesehen unverzichtbar, weil eigentlich zur Natur des Menschen gehörend.

Es ist auch nicht falsch, wenn ich sage, Sprache ist das dem Menschen allein eigene und bestimmt sein Sein als ein sprachfähiges Sein.

Unverzichtbar für das Dasein des Menschen ist darum Sprache nicht, denn ein Mensch lebt auch ohne Sprachvermögen.

Sollen wir darum jetzt stumm werden!


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 Mariat 11. Februar 2020 

Diese Aussage ist doch Eindeutig!

"Für die Priester stehe ihr ganzes Leben in der Berührung mit dem göttlichen Geheimnis und verlange so eine Auschließlichkeit für Gott, die eine andere, das ganze Leben umgreifende Bindung wie die Ehe ausschließe. Aus der täglichen Eucharistiefeier, so Ratzinger, und dem umfassenden Dienst für Gott habe sich die Unmöglichkeit einer ehelichen Bindung wie von selbst ergeben."
Das heißt: Ein katholischer Priester kann nicht mit einer Frau verheiratet sein - eine Ehe führen und zugleich Priester sein - der Sein Leben ganz in den Dienst Gottes gestellt hat. Er ist für Seine Schäfchen, die ihm Familie sind, verantwortlich.


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 lesa 11. Februar 2020 

Es wird gebetet und Jesus kann wirken und führen

[email protected] JosepH. Volle Zustimmung!
Etwas Vergleichbares geschah schon einmal. Benedikt XVI. hat sehr wohl gewusst, warum er DIESEN Artikel schrieb. In dieser Zeit können die Leute nämlich meistens nicht mehr so viel differenzieren, dass eine solche Dispens richtig eingeordnet wird. (Den Beweis haben wir ja am laufenden Band.) Nein, die Dispens ist nicht zum Wesen gehörend einzuordnen, und für die jetzige Zeit schon gar nicht, wo das innere Erfassen der Zugehörigkeit des Zölibats zum Priestertum nicht nur nicht leicht zugänglich ist - man packt jede Gelegenheit beim Schopf, ihn zu relativieren und auszuhebeln. In dieser Frage und im Verständnis dieses so bedeutungsvollen Artikels, schon seiner bloßen Tatsache, bin ich hundertprozentig mit Ihnen übereinstimmend. Und es scheint ein dringliches Anliegen, dass dies erkannt wird.


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

Liebe @lesa! - II

Wenn nun @HildegardW auf das II Vaticanum abstellt, und gleubt in der Formulierung "NICHT VOM WESEN des Priestertums selbst gefordert" sei schon alles gesagt, dann gibt das schon zu denken, denn wie @HildegardW selbst hervorhebt, war es ein Ökumenisches Konzil, dass dies ausssagt.

Es ging hierbei um das Kategoriale.

Wie an meinem unteren Beispiel lässt sich rein kategorial durchaus sagen, dass die Denkfähigkeit nicht vom WESEN des Menschen gefordert ist, da es ja Menschen gibt, die keines besitzen und dennoch Menschen sind, aber mit stark eingeschränkter Fähigkeit.

Daraus leitet sich aber doch nicht ab, dass eben auf die Denkfähigkeit verzichtet werden könne, das bleibt eben weiterhin eine "UNMÖGLICHKEIT" will man das Menschliche nicht schwerst beschädigen.

Der Dispens ist ein Ungenügen, dass niemals zum Genügen werden kann. So verstanden macht die genau gewählte Formulierung von Ratzinger sofort Sinn.


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 Mariat 11. Februar 2020 

Wir beten, bitten Gott, dass Er eingreift - auch in der Zölibatsfrage.

Wir beten und glauben fest daran, dass Gott in dieser Welt wirkt! Dass Sein Wille geschehe.
Warum dann, frage ich mich, stellen manche die Entscheidung zum Zölibat der Priester, worüber Papst Franziskus sagte: "Zölibat ist ein Geschenk und eine Gnade!" - in Frage?
Möchten sie es anders?
Wer verstanden hat, dass die Keuschheit und die Enthaltsamkeit eines Zölibatär lebenden Priesters wirklich große GNADEN beinhaltet - die uns Gläubigen zugute kommen; der wünscht ob der Liebe zu Gott und zu den Priesterseelen nichts anderes - sondern betet darum: Dass sie den Zölibat leben können.

Petrus war verheiratet - doch aus Liebe zu Jesus - in der Nachfolge hat er seine Frau verlassen.
Ein Ehemann kümmert sich um Frau und Kinder.
In Bezug auf den Priester sagt man: Durch die Weihe geht der Priester einen Bund mit Gott ein. Es ist eine Ehe mit Gott.
Gelobt sei Jesus Christus. Amen.


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 lesa 11. Februar 2020 

Rufe zu mir, und ich werde dir große unfassbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst

Lieber @Bernhard Joseph:
"Die r.-k. Kirche täte also gut daran, dieses Geschenk GOTTES auch als solches weiterhin nicht infrage zu stellen, sondern noch viel stärker zum Leuchten zu bringen. Die Vitalisierung des Zölibates im christlichen Bewusstsein ist die Aufgabe, der sich Papst Franziskus widmen müsste, wenn er denn seine Worte ernst meint!" Absolut wahr, aber das wird kommen, wenn auch langsam. Die jetzige Situation kann nur dazu dienen, dass es sich wieder neu herauskristallisiert, wenn auch nicht ohne großen Mühen und Opfer.
Heute ist der Gedenktag von Lourdes.
An einem nebligen, kalten Tag, an dem das Heizmaterial im Cachot ausgegangen war, erschien Maria in einer Grotte, die als Unterkunft für Schweine gedient hatte, einem asthmakranken Mädchen.
Maria ist ja auch in unserem düsteren Zeitalter präsent und Menschen reinen Herzens beten treu und sind voll Eifer um Gottes Willen bemüht. Durch sie kann viel geschehen, was wir noch gar nicht ahnen und absehen können ...


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 lesa 11. Februar 2020 

Licht weist den Weg

@[email protected] Joseph: Vielleicht sehen Sie da schärfer. Das kommt wohl auch unter anderem von Ihren gründlichen philosophischen Beschäftigung mit den teuflischen Ausfaltungen des marx´schen Giftes. Und in meinem Denken gibt es keine Winkelzüge, ich rechne nicht mit ihnen und erkenne sie daher nicht gleich. Aber Bücher wie die von Sarah mit dem Beitrag von Benedikt XVI. ist ein Beweis, dass nicht nur die Zerrüttung, Verwirrung, Schein und Lüge am Werk ist, sondern das Licht des Heiligen Geistes. Die leuchtende Wolke geht dem Volk Gottes voran durch die Nacht des Exodus! Auch durch Ihre Beiträge und Ihre inneren Anstrengungen für die Wahrheit!


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

HildegardW.

Auch in der frühen Kirche wurden verheiratete Männer zu Priestern geweiht, das hat Stefan Heid in seinem Forschungen zum Thema nachgewiesen.

Nach der Weihe hatten ABER diese Männer völlig enthaltsam zu leben, also sich vom ehelichen Geschlechtsverkehr fern zu halten.

Insofern hebelt der Dispens den Zölibat nicht aus. Enthaltsam kann der Geweihte auch in der Ehe leben. Der von mir zitierte Satz von Ratzinger ist glasklar!

Und sie gehen wieder nicht auf mein Beispiel mit dem Denkvermögen ein. Dieses kann fehlen oder beieinträchtigt sein und dennoch gehört es zum Wesen des Menschen.

Der Dispens als absolute Ausnahme, der zudem durchaus problematisch gesehen werden kann, denn vor Pius XII gab es keinen Dispens, hebt die Natur des Priestertums nicht auf, ebenso wenig, wie aus der eingeschränkten Denkfähigkeit einiger Menschen geschlossen werden könnte, dass die Denkfähigkeit dem Menschsein nicht wesenhaft ist.

Aber das ist ohnehin alles müßig, die Würfel sind längst gefallen!


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

Sehr geehrte(r) @Palmsonntag!

Herzlichen Dank für Ihre aufmunternden Worte!

Angesichts der mittlerweile in unserer Kirche überall sichtbaren Glaubensübermüdung, dem bloßen Kleben an einem inhaltsleeren Formalismus, dem Auflösen des Glaubens in einen politischen Institutionalismus, der brutalsten Heuchelei auch von Klerikern, der sittlichen Verwahrlosung bis tief in den Vatikan, fällt es wahrlich schwer, den Kampf gegen die innerkirchlich sich immer weiter ausbreitende theologische Dekadenz zu führen.

Schon Dante sah in seiner Göttlichen Komödie Kleriker in der Hölle schmoren, da auch zu seiner Zeit ein Großteil des Klerus glaubte, sie könnten sich durch scholastische Winkelzüge vom göttlichen Willen emanzipieren und tun und lassen, was sie wollen.

Der Abfall vom Glauben in die Dekadenz ist also nicht ein neues, sondern die Kirche stets bedrohendes Phänomen!


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW

Ich warte vergeblich auf eine inhaltliche Widerlegung des Textes zum Zölibat von Papst BXVI!

Werden Sie die mal konkret. Wo irrt da Ratzinger, an welcher Stelle fasst er den priesterlichen Dienst falsch auf und wodurch kommt er zu falschen theologischen Schlüssen in seinem Text?

Und an welcher Stelle widerspricht der Text und seine Kernaussagen dem kirchlichen Lehramt?

Da kommt von IHNEN GAR NICHTS!

Die Frage ist doch, warum sprechen ausgewiesene Theologen, wie Kardinal Müller, Kardinal Sarah und insbesondere Papst BXVI davon, dass der Zölibat zur Natur des Priestertums gehören?

Und bitte geben Sie mal eine inhaltliche tragende Antwort, was unter "UNMÖGLICHKEIT einer ehelichen Bindung" anderes verstanden werden kann, als eben dass der Zölibat dem priesterlichen Dienst wesenszugehörig ist.

Und wo bleibt Ihr Lehramt bezüglich der Nichtbeantwortung der Dubia, der Abu Dabhi Erklärung, des "Pachamama" Kultes und der Befreiungstheologie und des synodalen Wegs der DBK Funktionäre?


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW. - Was sollen diese rein formalen Tricksereien!

Papst BXVI hat also seine theologische Aussage: "Aus der täglichen Eucharistiefeier und aus dem umfassenden Dienst für Gott, der darin mitgegeben ist, ergab sich die UNMÖGLICHKEIT einer ehelichen Bindung von selbst." nicht ernst gemeint?

Ein theologischer Joke, sozusagen?!

Und soll der von Ihnen als "genialer Theologe" zum Schein hofierte Ratzinger in einer längeren theologischen Reflexion das kirchliche Lehramt außen vorlassen und als ehemaliger langjähriger Präfekt der Glaubenskongregation sich über die kirchliche Lehre hinwegsetzen?

Da schwingen bei Ihnen ganz bestimmte Unterstellungen mit, die man aus bestimmten Kirchenkreisen (ZdK) besten kennt!

Hören Sie doch mit Ihrem üblen Spiel auf, das ist doch alles leicht durchschaubar.

Ihre Lobhudelei ist unehrlich, weil sie im gleichen Augenblick aufhebt, was sie angeblich preist!

Wem wollen Sie weismachen, dass Papst BXVI das kirchliche Lehramt missachtet und nicht mehr weiß, was er sagt?


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 lesa 11. Februar 2020 

Angebot himmlischer Führung

@Fides Mariä: Es kann sein, dass uns ein "Zuckerl" gegeben wurde, um den morgigen Tag zu verkraften. Vielleicht aber gibt es eine weitere positive Überraschung. Noch ist alles möglich.
Aber ich teile auf jeden Fall Ihren Eindruck, dass die Situation eine Herausforderung ist zum Aufwachen, zu mehr Gebet, zur Konsolidisierung in Bezug auf die Lehre der Kirche.
Auf jeden Fall aber ist die glasklare Absage an Weihe von Frauen eine Grenzlinie, die von großer Bedeutung ist, und an der der "synodale Weg" nicht vorbeikommt. Was die Lockerung des Zölibats betrifft, falls sie passiert, ist gut vorstellbar, dass dies wieder revidiert wird. Allerdings wäre großer Schaden voraussehbar bis dorthin, denn das dauert doch wieder Jahre.
[email protected] JosepH: Der Artikel von Papst Benedikt XVI. im neuen Buch von K. S. ist, wie Sie betonen, gewiss keine Nebensächlichkeit, sondern ein Stück Führung des Heiligen Geistes - welche eine Kostbarkeit in seiner theologischen Durchdringung und Sprachkunst!


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW - V

An anderer Stelle habe ich anhand des dem Menschen eigenen Denkvermögens erklärt, dass eine Ausnahme nicht das Wesenhafte des Denkvermögens für den Menschen aufhebt.

Das Denkvermögen ist dem Menschen nicht wesensfremd, nur weil es faktisch Menschen gibt, denen dieses Vermögen fehlt. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, das Denkvermögen als dem Menschen verzichtbar zu erklären, nur weil es eben die Ausnahme gibt.

Bezogen auf den priesterlichen Dienst kann man also sagen, dass der priesterliche Dienst nicht zu dem von GOTT gewollten vollen Ausdruck kommt, er also bei Fehlen der Enthaltsamkeit an einem schwerwiegenden Mangel leidet.

Die r.-k. Kirche täte also gut daran, dieses Geschenk GOTTES auch als solches weiterhin nicht infrage zu stellen, sondern noch viel stärker zum Leuchten zu bringen. Die Vitalisierung des Zölibates im christlichen Bewusstsein ist die Aufgabe, der sich Papst Franziskus widmen müsste, wenn er denn seine Worte ernst meint!


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 lesa 11. Februar 2020 

Von der Kirche getragenes Zeichen oder private Absonderlichkeit, das ist die Frage

@berno: Den Zölibat kann man auch von Anforderungen der Ehe her sehen. Ehe und Zölibat ergänzen sich u. sind beide für das Wachstum der Kirche nötig.
Dass sich gleich viele Priester für den Zölibat entscheiden würden, scheint eher fraglich. Da unterschätzen Sie den Einfluss und den Druck der Gesellschaft auf Entscheidungen. So gefeit sind wir Menschen nicht dagegen. Deswegen sei hier wieder das Wort von J. Ratzinger, das er wohl aus großer Erfahrung und Kenntnis formuliert hat: "Wenn der Zölibat der Weltpriester nicht eine gemeinschaftliche kirchliche Form ist, sondern eine private Entscheidung, dann verliert er seinen wesentlichen theologischen Gehalt und seine entscheidende persönliche Fundierung, denn dann hört er auf, ein von der Kirche getragenes Zeichen zu sein und wird zur privaten Absonderlichkeit. Dann ist er nicht mehr zeichenhafter Verzicht um des Himmelreiches willen, sondern Eigenbrötelei, die deshalb aus gutem Grund verschwindet." (JRGS 12, 154-158.)


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW - IV

Und wie steht es mit der Verfügungsgewalt über das Geschenk, liegt die beim Menschen oder bei Gott?

Auf den Punkt gebracht, muss also die Frage lauten: ist der Zölibat letztlich rein formal gesehen ein überflüssiges Geschenk Gottes?

Warum schenkt GOTT dann diese Gnade, wenn sie dann doch verzichtbar ist?

Die r.-k. katholische Kirche hat immer an Lk 14,26 festgehalten, bis heute, also zweitausend Jahre. Die Ostkirche hat das nicht vermocht, die russisch orthodoxe Kirche auch nicht. Die r.-k. Kirche hat auch immer an Mt 16,18 festgehalten.

Die Dispensen vom Zölibat waren fragwürdige Entscheidungen, die man ganz klar als solche ansehen kann und darf. Man darf auch den Rücktritt von Papst BXVI für theologisch problematisch halten. Kardinal Brandmüller und andere sehen es so!

Leider gab es in der Kirche immer schon Inkonsistenzen, was die Verbindlichkeit der Schrift anbetrifft. Darum hebt aber die von einem falschen Ökumenismus getragene Inkonsistenz ein göttliches Gebot nicht auf.


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW - III

Was bei Ihnen und anderen Vertretern des Relativismus auffällt, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung immer ausfällt, die gibt es nicht. Alle bleibt im abstrakt Formalen stecken, wie bei Ihnen mit dem Dispens.

Die großen Krisen der Kirche resultierten immer aus einer schleichenden Relativierung der Schrift. Insofern hatte Luther mit seinem "sola scriptura" schon einen wunden Punkt getroffen, nur hat er sich selbst nicht größer um die Schrift (Lk 14,26) geschert, als er sich Weib, Heim und schönes Auskommen beim Fürsten mit seinem Protest erkaufte!

Die Frage des Zölibates ist unablösbar mit der Frage verbunden, was der priesterlichen Dienst von seinem Wesen her ist; ein heiliger Dienst.

Wenn Papst Franziskus betont, der Zölibat sei ein Geschenk und eine Gnade, dann verbindet sich damit doch die Frage; ein verzichtbares oder ein unverzichtbares göttliches Geschenk und eine verzichtbare göttliche Gnade oder eine unverzichtbare Gnade?

Ist Gottes Wille inkonsistent?


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW - II

Nach Ihrer durchsichtigen Strategie, wäre alles, was unsere großen Kirchenlehrer geschrieben haben, Privatmeinung!

Meinen Sie das Ernst?

Ratzinger macht in seiner theologischen Betrachtung des Zölibates deutlich, in welchen Bezügen der Zölibat als ein heiliger Dienst unablösbar steht.

Das ist keine Privatmeinung, sondern Theologie auf höchstem Niveau!

Theologie positivistisch aufzufassen, wie Sie es hier tun, führt zur Preisgabe des Wahrheitsanspruches der Theologie, ebenso wie in der säkularen Wissenschaft. Dann kann Theologie nichts Verbindliches mehr aussagen, dann wäre auch die Verbindlichkeit der Dogmen, die ja aus der theologischen Reflexion hervorgegangen sind, relativer Natur.

Besonders dreist finde ich Ihren Versuch, Papst BXVI zu unterstellen, er wüsste nicht, was er sagt, wenn er hervorhebt: "Aus der täglichen Eucharistiefeier und aus dem umfassenden Dienst für Gott, der darin mitgegeben ist, ergab sich die UNMÖGLICHKEIT einer ehelichen Bindung von selbst."


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 Bernhard Joseph 11. Februar 2020 
 

@HildegardW - "die Worte des emeritierten Papstes nicht zum Superdogma überhöhen"

Das Jesus Buch von Papst Benedikt hat in der Tat einen mehr erzählenden Charakter, eine persönliche Liebeserklärung an unseren Herrn!

Darum ist aber nicht das, was Papst BXVI. als Theologe hier zum Zölibat sagt, eine Privatmeinung, der man nach Gusto widersprechen könnte. Ratzinger war beratender Konzilstheologe, war ein brillanter Theologieprofessor, war über Jahrzehnte Präfekt der Glaubenskongregation und kann heute schon als einer der ganz großen Kirchenlehrer angesehen werden.

Sie haben eine ausgesprochen positivistische Auffassung von Theologie, die in dem Credo mündet, in der Theologie sei letztlich alles relativ, was nicht durch ein Dogma festgeschrieben sei.

Sie scheinen zu übersehen, dass auch Dogmen nicht einfach so vom Himmel fallen und vorm Petersdom aufgelesen werden, sondern sich aus theologischen Reflexionen über teils sehr lange Zeiträume erst ausprägen. Die theologische Klärung gehört also zum Dogma, sie ist ihr nicht äußerlich und auch keine Privatmeinung.


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 Fides Mariae 1 11. Februar 2020 
 

Das wird den Papst nicht daran hindern....

... AUSNAHMSWEISE die Weihe von viri probati für das Amazonasgebiet zu erlauben, denn für sein südamerikanisches Denken ist fast alles mit allem vereinbar und kein Widerspruch in sich.
Ich denke, dass dies eine Verblendung ist, die Gott zugelassen hat, damit wir in der Kirche aufwachen. Wappnen wir uns für das Amazonasschreiben, das morgen herauskommt, und beten wir weiter eifrig für unseren Papst.


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 Palmsonntag 10. Februar 2020 
 

Es ist doch merkwürdig:

einseits verteidigt PF jetzt den Zölibat als Gnade, andererseits soll es nach dem Bekanntwerden des rein theologischen (!) Beitrags von em. Papst Benedikt XVI in dem Buch von Kardinal Sarah zu "Wutausbrüchen" gekommen sein, in deren Folge EB Gänswein auch nicht mehr geduldet sein kann.

@ Sehr verehrter Bernhard Joseph,
Ihre Analysen sind immer sehr gut formuliert, glasklar im Gedanken und m.E. völlig richtig: es ist ein abgekartes Spiel und von langer Hand trickreich vorbereitet - der Zweck heiligt bei den Jesuiten bekanntlich die Mittel, und wenn es nicht geradewegs geht, dann eben "von hinten durch die Brust ins Auge".


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 Einsiedlerin 10. Februar 2020 
 

Da staunt der Laie

Also das ist endlich endlich endlich einmal eine Klarstellung, die überfällig war. Ist es nicht seltsam, dass sein Buch fast zeitgleich mit dem Buch von Kard. Sarah erscheint? Von den Mainstreammedien wurde Benedikt XVI em. für sein Zölibatskapitel schon in der Luft zerrissen. Was werden die fassungslosen Medienleute nun sagen?


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 berno 10. Februar 2020 
 

Wertschätzung des Zölibats III

Übrigens: als verheirateter Familienvater, der keinerlei Ambitionen auf das Priesteramt hat, zäume ich persönlich das Pferd von der anderen Seite auf: Nicht das Priesteramt ist so groß, dass es sich mit der Ehe nicht verträgt; sondern für mich ist die Ehe so groß, dass sie sich mit dem Priesterberuf nicht verträgt. Um dieses Sakrament (die Ehe) ganz und vorbehaltlos auszufüllen, kann ich mir eine andere geistliche Aufgabe (als welche ich das Leben in Ehe und Familie unbedingt sehe) nicht vorstellen. Aber das möchte ich nicht unbedingt auf andere übertragen.


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 berno 10. Februar 2020 
 

Wertschätzung des Zölibats I

Wenn Papst Franziskus seine Wertschätzung des Zölibats (den er ja auch selbst lebt) betont, wird das hier von manchen nur als versteckte Vorbereitung einer Priesterweihe für viri probati verdächtigt. Aber es ist dann ja erst einmal das, was es ist: die Wertschätzung des Zölibats. Mal angenommen, er würde übermorgen auch die (eingeschränkte) Priesterweihe von viri probati zulassen. - Meint hier jemand, dass es dann weniger (bzw. noch weniger) Priester gäbe, die den zölibatären Weg einschlagen würden? Und wenn ja, warum? Weil sie den Zölibat gar nicht leben wollen, und deshalb erst heiraten und (in vielen, vielen Jahren) zum Priester geweiht werden? Wären das dann wirklich gute "verlorene" zölibatäre Priester? Oder würden diese nicht eher zwischendrin doch heiraten, aber dann suspendiert werden? Und wer wirklich zölibatär leben möchte, würde doch auch weiterhin diesen Weg gehen.


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 Adamo 10. Februar 2020 
 

Na endlich! Klarstellung zu den elementaren Themen von Papst Franziskus!


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 Bernhard Joseph 10. Februar 2020 
 

Lieber @Federico R. - III

Das Interview mit Hubert Wolf zeigt deutlich das enge Zusammenspiel zwischen lateinamerikanischer Befreiungstheologie, dem ZdK, einem Großteil der Bischöfe der DBK mit ihrem "synodalen Weg" und ideologisch zölibatsfeindlichen "Historikern".

Die Hauptkräfte liegen in D!

Kardinal Lehmanns langer Marsch!


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 Bernhard Joseph 10. Februar 2020 
 

Lieber @Federico R. - II

Wie aus dem Wolf Interview klar ersichtlich gibt es schon seit Mitte letzten Jahres seitens der Befreiungstheologie nahe stehenden Bischöfen eine präzise festgelegte Strategie, wie man den Zölibat beseitigen will.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Amazonas Synode ein, in der, wie Wolf treffend ausplaudert, der Weg erstmal grundsätzlich durch die sogenannten "viri probati" geebnet wird.

Anschließend kümmert sich die DBK im synodalen Weg um die Weiterentwicklung respektive darum, dass die "Ausnahme" zur Regel wird.

Hat man das geschafft, beseitigt Kardinal Marx in päpstlicher Machtvollkommenheit dann noch die Bindung des Priestertums an den Mann.

Alles von LANGER Hand geplant und nichts dem Zufall überlassen, wie bei Jesuiten üblich!


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 Bernhard Joseph 10. Februar 2020 
 

Lieber @Federico R.

In dem Interview "Gebt ihn frei!" vom 01.08.2019 (!!!) im Dlf plaudert der ZdK Frontkämpfer Hubert Wolf locker aus dem Nähkästchen.

Wolf schimpf sich Kirchenhistoriker und hat eine Kampfschrift gegen den Zölibat verfasst!

Hier ein paar Auszüge aus dem Interview: "Ich habe dieses Buch eigentlich nur geschrieben, weil ich vor zwei Jahren von Bischöfen und Laien aus Brasilien gebeten worden bin, ihnen historisch nachzuweisen, dass man den Zölibat abschaffen könnte,..."

„Ich halte den Pflichtzölibat für überholt, machtbegründet, menschenunwürdig, krankmachend und empfinde ihn als einen zu starken Eingriff in das Intimleben des Priesters“.

und abschließend: "Mein Wunschergebnis wäre erst, dass die Amazonas-Synode die Möglichkeit verheirateter Priester für die Kirche in Amazonien aufmacht."

Um dann anschließend den Zölibat ganz zu kippen!

Glaubt jemand, dass die Bischöfe aus Brasilien, von denen Wolf spricht, ihr "Anliegen" ohne Billigung von Bergolio an Wolf herangetragen haben?!


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 Federico R. 10. Februar 2020 
 

Wahrscheinlich wird am 12. Februar in Rom ...

... als festliche Intrada erst einmal ein Hohes Lied auf den Zölibat angestimmt werden. Um im nächsten Atemzug die Weihe von verheirateten Ständigen Diakonen nach soundsovielen Dienstjahren - selbstverständlich nur in sorgfältig zu prüfenden Einzelfällen und nur in den entlegensten Winkeln der Erde – zu Priestern mit eingeschränktem Einsatzbereich zu erlauben. Deren Aufgabenbereich dürfte sich zunächst einmal auf die Ausübung des „munus sanctificandi“ beschränken. Sie wären dann eine Art Hilfspriester für liturgische Dienste, wie es in früheren Zeiten hierzulande auch schon mal üblich war - damals, als es noch einen mitzuversorgenden Überschuss an Weltpriestern gab. Das waren dann die sog. Leutepriester. Die Entscheidung wird voraussichtlich den Ortsordinarien oder auch den einzelnen Bischofskonferenzen anheimgestellt werden.

Jetzt am Mittwoch werden wir wissen, in welche Richtung der Zug fährt. Kaum anzunehmen, das Bergoglio seinem Freund Hummes total in die Parade fahren wird.


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 hape 10. Februar 2020 

Bevor das Ding nicht schwarz auf weiß

auf dem Tisch liegt, ich meine das nachsynodale Schreiben zur Pachamama-Synode, solange glaub'ich garnix von dem, was da aus irgendwelchen Büchern von Papst Franziskus kolpotiert wird.


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 Herbstlicht 10. Februar 2020 
 

Es wird sich zeigen!

Kein vorzeitiges Misstrauen, aber auch
kein vorzeitiger Jubel.
Warten wir in Ruhe und Geduld den kommenden Mittwoch ab, dann wird sich hoffentlich klar herausstellen, welche Einstellung Franziskus wirklich zum Zölibat hat.


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 Bernhard Joseph 10. Februar 2020 
 

Kardinal Sarah

"Es ist dringend notwendig, dass alle, Bischöfe, Priester und Laien, sich nicht mehr beeindrucken lassen durch üble Plädoyers, theatralische Inszenierungen, diabolische Lügen und Modeirrtümer, die den priesterlichen Zölibat entwerten wollen."


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 Bernhard Joseph 10. Februar 2020 
 

@einsucher - Zweifeln Sie an der theologischen Kompetenz von Papst BXVI.?

"So war die Fähigkeit, auf die Ehe zu verzichten, um ganz für den Herrn da zu sein, zu einem Kriterium für den priesterlichen Dienst geworden...Für die Priester der Kirche Jesu Christi war die Situation durch die regelmäßige oder in vielen Teilen tägliche Eucharistiefeier grundsätzlich verändert. Ihr ganzes Leben steht in der Berührung mit dem göttlichen Geheimnis und verlangt so eine Ausschließlichkeit für Gott, die eine andere, das ganze Leben umgreifende Bindung wie die Ehe neben sich ausschließt. Aus der täglichen Eucharistiefeier und aus dem umfassenden Dienst für Gott, der darin mitgegeben ist, ergab sich die UNMÖGLICHKEIT einer ehelichen Bindung von selbst. Man könnte sagen, die funktionale Enthaltsamkeit war von selbst zu einer ontologischen geworden."

Siehe link auf kath.net Artikel unten!

Und Kardinal Müller betonte nochmals für kurzem: Der Zölibat gehört zur Natur des Priestertum!

In den Ostkirchen hat sich halt nur ein rudimentäres Priesterbild erhalten.

kath.net/news/70384


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 einsucher 10. Februar 2020 
 

Lieber Berndhard Joseph

»Sogenannte "viri probati", ob im Amazonas Gebiet oder anderswo, stehen dem katholischen Verständnis des Priestertums, das nur in der Gnade der Enthaltsamkeit den priesterlichen Dienst in gottgewollter Form erfüllen kann, entgegen.«

In wiefern widersprächen verheiratete Priester dem Katholischen Verständnis des priesterlichen Dienst?
Mir kommen da spontan eine Handvoll von griechisch-katholischen Priestern in den Sinn die ihren priesterlichen Dienst segensreich ausüben. Oder sind das Priester zweiter Klasse, da sie verheiratete Priester sind?


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 Sureno 10. Februar 2020 

Wie jetzt?

- "Der Zölibat ist Gnade" - aber natürlich darf man keine Gnade erzwingen wollen, man darf doch nicht so rigide sein etc.???
- Ich spreche mich heute gegen Priesterinnen aus, dann werden die doofen Konservativen die Aushebelung des Zölibates schon schlucken ... und die Priesterinnen bringt dann mein Nachfolger?

Holzauge sei wachsam!


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 Smaragdos 10. Februar 2020 
 

Mit Verlaub, was PF vom Priesterzölibat WIRKLICH hält, erfahren wir erst am Mittwoch, also übermorgen, wenn "Querida Amazonia" veröffentlicht wird. Davor traue ich ihm nicht.


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 Diasporakatholik 10. Februar 2020 
 

Der amtierende Papst muss endlich mal KLARTEXT sprechen

Nicht irgendwo versteckt in einem mehr oder weniger bekannten Büchlein etwas absondern.

Solange er nicht - am besten ex cathedra - offen und unmissverständlich seine Meinung lehrt, wird das Gezerre und Relativieren immer weiter gehen und schließlich schlimmstenfalls in Anarchie enden!

Dann wäre allerdings Papst Franziskus nicht länger der Darling der Medien und der sog. Progressiven.


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 Hadrianus Antonius 10. Februar 2020 
 

Inkohärenzen à la 2014

Im Sommer 2014 posaunte PFranziskus anläßlich einer kurzen Ansprache auf dem Petersplatz (auch betr. Kommunikationsmedien) sehr laut "Das Internet ist ein Geschenk Gottes!".
Und vier (4) Tage später in der Aula Paulus VI vor Jugendlichen ebenso laut: "Vertrödelt eure Zeit nicht mit dem Internet".
PFranziskus ist natürlich verantwortlich für was er sagt und nicht sagt.
Und diese seine jetzige Aussagen sind notiert und bilden auch die Grenzmarkierungen für künftige Aussagen seinerseits, gerade auch in Reflektion auf der sog. "Amazonas"synode.
@HildegardW: Da Sie offensichtlich gut im Bilde sind: welche Verbindung gibt es zwischen "Pachamama" und Amazonien?


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 Bernhard Joseph 10. Februar 2020 
 

Ich bleibe da skeptisch

Sogenannte "viri probati", ob im Amazonas Gebiet oder anderswo, stehen dem katholischen Verständnis des Priestertums, das nur in der Gnade der Enthaltsamkeit den priesterlichen Dienst in gottgewollter Form erfüllen kann, entgegen.

Wenn Papst Franziskus das wirklich so meint, wie er es jetzt sagt, ohne dann wieder mit einer Relativierung der Gnade aufzuwarten, dann wäre das Thema "viri probati" tatsächlich beerdigt!

So recht glauben, kann ich das noch nicht!

Bin jetzt auch mal gespannt, was unsere Maria 2.0 Aktivistinnen mit ihrem Ultimatum machen und wie es mit den apostatischen deutschen Bischöfen weiter geht, die öffentlich das Frauenpriestertum forderten.

Auch Kardinal Marx muss sich nun die Frage gefallen lassen, ob er noch katholisch ist.


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 Muddel 10. Februar 2020 

Danke, Hl. Vater!


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 anjali 10. Februar 2020 
 

Kein Vertrauen.

Ja, das ist alles sehr schön gesagt, aber leider traue ich diesen Papst gar nicht. Da er heute etwas sagt und morgen das Gegenteil davon.


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 arialdus 10. Februar 2020 
 

"Der Zölibat ist ein Geschenk und eine Gnade". F.

Die Fußnote dazu folgt am Mittwoch in "Querida Amazonia". Unterschrieben von ... ?

Kleiner Tipp: er liebt den "Gott der Überraschungen".


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 lakota 10. Februar 2020 
 

Ja, das sind sehr schöne Worte!

Ich hoffe, daß der Abschlußbericht von Papst Franziskus zur Amazonas Synode, der am Mittwoch herauskommen soll, auch so klingt.


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 Dottrina 10. Februar 2020 
 

Sehr schöne Klar- und Richtigstellung

von Papst Franziskus, über die ich mich auch sehr freue! Wäre er doch sonst immer so klar und unmißverständlich! Sollte er diese Aussagen ernst meinen - und davon gehe ich ja mal aus - so müsste er dem sog. "Synodalen Weg" in Deutschland schon jetzt eine klare Absage erteilen und den ganzen Schwachsinn stoppen. Noch wäre Zeit dazu!


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 Mariat 10. Februar 2020 

DANK sei Gott, dem Vater, Sohn und Hl. Geist!

Vergelt`s Gott Papst Franziskus, dass Sie diese Klarstellung veröffentlicht haben.
Gottes reichen Segen
Maria T.


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 ottokar 10. Februar 2020 
 

Lasst uns inständig hoffen:

dass sich unser Papst auch ganz sicher an das erinnern wird, was er in dem Interview mit dem Autor des Buches, Pater Luigi Maria Epicoco gesagt und auch gemeint hat. Warten wir es hoffnungsvoll ab, denn dann könnte er sich zwanglos hinter Paul VI, Johannes Paul II, Benedikt XVI einreihen.


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 Chris2 10. Februar 2020 
 

Eine sehr wichtige Klarstellung.

Ein herzliches vergelt's Gott an Papst Franziskus dafür. Ich hoffe, dass künftig auch die anderen, vom Herrn selbst gestifteten, Sakramente (insbesondere die Hl. Beichte, die den Aposteln übertragene Vollmacht, Sünden zu vergeben) und die Dogmen der Kirche wieder stärker gegen Angriffe von innen wie außen verteidigt werden. Und dass die Kirche wieder aktiver und positiver von Sinn und Schönheit der göttlichen Stiftung und ihrer Regeln spricht.


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 lesa 10. Februar 2020 

Wohltuende Klarheit!

Klare, stärkende Aussagen des Heiligen Vaters.
Die müssen auch die Vertreter des synodalen Weges zur Kenntnis nehmen!
Zum "Frauenpriestrtum": klipp und klar! Zu Gender auch. Das ist schon viel wert!

Nun hoffen wir, dass die "Gnade des Zölibats" durch eindeutige Ampelregelung beschützt bleibt!


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 HildegardW 10. Februar 2020 
 

@wedlerg

Weil es in der Amazonssynode hauptsächlich um andere Themen ging.

Aber bei uns haben sich die Medien und interessierte kirchliche Kreise fast ausschließlich auf die Zölibatsfrage gestürzt.Da sieht man, wie Wirklichkeit verzerrt werden kann.

Ich freue mich über die Aussagen des Hl. Vaters.


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 ottokar 10. Februar 2020 
 

Bischof Bose von Osnabrück sollte da besser weghören

Für Bode ist ja Jesus Christus nur Mensch, nicht Mann und nicht Frau. Somit ein Gendergebilde, das er bei der Sitzung des synodalen Weges vorstellen durfte , um bei den anwesenden Damen von Maria 2.o Beifall zu erheischen. Blasphemie als Mittel zum Zweck.


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 wedlerg 10. Februar 2020 
 

Warum die Amazonas Synode?

Wenn das alles so ist, wie hier geschrieben steht, dann fragt man sich, warum die Amazonas-Synode abgehalten wurde?


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