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Katholischer Erzbischof: Kinder mit Downsyndrom nicht abtreiben

25. November 2016 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Früherer Vorsitzender der US-amerikanischen Bischofskonferenz ist betrübt über französisches Verbot der Ausstrahlung eines Videos mit Downsyndrom-Betroffenen


Louisville (kath.net/idea) Mit sehr persönlichen Aussagen gegen die Abtreibung von Kindern mit Downsyndrom hat sich der frühere Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz in den USA, Erzbischof Joseph Kurtz (Louisville/Bundesstaat Kentucky), an die Öffentlichkeit gewandt. Anlass ist die Entscheidung des obersten Verwaltungsgerichts in Frankreich, die Ausstrahlung des Kurzvideos „Dear Future Mom“ (Liebe zukünftige Mutter) über Menschen mit Downsyndrom im Fernsehen zu verbieten. Darin berichten sie über ihr Leben und über die Begabungen, die Gott ihnen geschenkt habe. Das Video wurde erstmals 2014 auf YouTube veröffentlicht. Das französische Gericht ist der Meinung, dass es auf Frauen, die ein ungeborenes Kind mit Downsyndrom abgetrieben haben, „verstörend“ wirken könnte. Erzbischof Kurtz schreibt, dass er über das Verbot betrübt sei. Werdende Eltern, die die Diagnose für ihr Kind im Mutterleib bekommen, müssten sich nicht fürchten. Das wisse er aus eigener Erfahrung.


Ich vermisse meinen Bruder, der Downsyndrom hatte, jeden Tag

Sein Bruder George habe Downsyndrom gehabt. Nach dem Tod der Mutter sei George zu ihm gezogen. Er habe in der Kirchengemeinde geholfen, die Gemeinschaft zu stärken: „Er hat in das Pfarrhaus eine Leichtigkeit hineingebracht, die ansteckend war.“ Sein Bruder habe allen das Gefühl gegeben, Teil der Familie zu sein. Er sei sanftmütig und immer liebevoll gewesen, so der Erzbischof: „Durch ihn bin ich eine bessere Person.“ Sein Bruder sei 2001 gestorben: „Ich vermisse ihn jeden Tag.“ Es sei tragisch, dass weltweit 90 Prozent aller Kinder abgetrieben werden, bei denen Downsyndrom diagnostiziert werde. Er ermutigte, sich das Video anzuschauen. Es widerlege die Vorurteile über Menschen mit Downsyndrom. Er hoffe, so der Erzbischof, dass es dazu beitrage, die wundervollen Begabungen und Potenziale der ungeborenen Kindern besser zu verstehen und dass Menschen sich gegen Abtreibung engagieren.

DEAR FUTURE MOM - Menschen mit Down-Syndrom erzählen einer werdenden Mutter, wie ihr Kind mit Down-Syndrom leben wird (engl. Untertitel) - BEWEGEND!




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Lesermeinungen

 Adamo 25. November 2016 
 

Kinder mit Down-Syndrom

sind doch auch Menschen mit Leib und Seele!


1
 
  25. November 2016 
 

Das französische Gericht „macht die Wasser tückisch trübe“, wie es im Lied von der Forelle heißt.
Eine Gewissensbildung soll es nicht geben, da ein möglicherweise schlechtes Gewissen unerwünscht ist. In logischer Folge müsste am Ende auch der Beichtspiegel verboten werden.

Es gibt zwei Einstellungen gegenüber Kindern mit Down-Syndrom:
- Was für ein Unglück für die Eltern! So die Meinung der Welt.
- Ein „gesegnetes Kind!" So die kath. Kirche.
Es sind aber ausschließlich die Eltern, die diese Entscheidung treffen können. Diese Sinnfindung kann zwar unterstützt, aber nicht aufgezwungen werden (s. Frankls Logotherapie). Manche Eltern sind todunglücklich, für andere ist das Kind ihr kleiner Sonnenschein, für den sie alles gäben.


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