Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  2. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  5. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  6. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  7. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  8. R.I.P. Georg Ratzinger
  9. Dümmer geht nimmer!
  10. Vatikanberaterin bringt "Kardinalskollegium mit Frauen" ins Spiel
  11. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  12. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  13. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  14. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  15. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung

Behinderung wird zum Todesurteil

23. September 2019 in Prolife, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach G-BA-Beschluss zur Kassen-Zulassung von Bluttest auf Down Syndrom - "Wer diese Tests befürwortet, muss sich im Klaren darüber sein, dass es künftig kaum mehr Schutz für Menschen mit Down Syndrom und anderen Diagnosen gibt"


Berlin (kath.net/CDL) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 19.9.2019 die Zulassung nicht-invasiver molekulargenetischer Pränataltests (NIPT) als Kassenleistung beschlossen. Hierzu nimmt für die Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL) deren Pressesprechesprecherin, Susanne Wenzel, kritisch Stellung:

"Mit dem Beschluss, künftig nicht-invasive Bluttests als Kassenleistung schrittweise zuzulassen, hat der Gemeinsame Bundesausschuss dem Lebensrecht von Menschen mit Behinderung schweren Schaden zugefügt. Völlig zu Recht kritisieren Bundestagsabgeordnete wie Alexander Krauß (CDU) daher, dass es künftig nun zu einer "Fahndung" nach behinderten Kindern im Mutterleib komme. Behinderung wird nun faktisch zum Todesurteil.

Zwar wird von Befürwortern der Zulassung behauptet, dass der Test doch nur unter bestimmten, jedoch vagen Bedingungen als Kassenleistung durchgeführt werden sollte und wenn eine vermeintliche "Risikoschwangerschaft" vorläge, darüber hinaus soll er mit besonderer Beratung und Aufklärung gekoppelt sein. Darunter fällt jedoch heute bereits ein Großteil aller Schwangerschaften. Es ist daher nur konsequent, dass z.B. der Hersteller des PraenaTest, Lifecodexx, seinen Test für alle Schwangeren empfiehlt, und bei diesen für vermeintliche "Sicherheit" und "Wissen", "ohne Risiko für das Kind" wirbt!


"Sicher" ist dabei allerdings leider meist nach einem kritischen Testergebnis vor allem die Abtreibung! Was die Kasse jetzt nicht übernimmt, wird künftig dann selbstverständlich privat gezahlt werden, da diese Tests relativ günstig angeboten werden. In einigen europäischen Ländern gehört der Test bereits jetzt zu den Standard-Untersuchungen und wird allen Schwangeren angeboten. In Dänemark und Island hatte dies zum Beispiel den Anstieg der Abtreibungszahlen zur Folge, dort liegt die Geburtenrate von Kindern mit Down-Syndrom inzwischen bei nahezu Null. Auch andere Diagnosen, sowie Geschlechterselektion sind damit im ersten Trisemester bereits Standard geworden. Eltern berichten, dass sie sich teilweise von Ärzten zu dieser Untersuchung gedrängt fühlen. Aber auch gesellschaftlich wird der Druck auf Eltern mit behinderten Kindern immer weiter erhöht.

Wer diese Tests befürwortet, muss sich im Klaren darüber sein, dass es künftig kaum mehr Schutz für Menschen mit Down Syndrom und anderen Diagnosen gibt. Die nicht-invasiven molekulargenetischen Pränatalen Tests sind keinesfalls harmlose medizinische Tests im herkömmlichen Sinne, die therapeutischen Zwecken dienen. Die Fehlerhäufigkeit bei Trisomiediagnose ist zudem mit fast 18 Prozent recht hoch.

Das Ziel ist einzig und allein die Aufdeckung von Trisomien und anderen Chromosomenveränderungen. Analog den beschriebenen Entwicklungen in Ländern wie Dänemark und Island wird dies auch hier zwangsläufig zu einem Anstieg der Abtreibungen führen. Bereits mit den herkömmlichen Untersuchungen ist die Abtreibungsrate bei Kindern mit dem Down Syndrom schon deutlich erhöht. So verständlich der Wunsch nach einem gesunden Kind ist, bleibt dennoch festzuhalten, dass es keinen Anspruch auf das „perfekte“ Kind gibt. Auch ist die offizielle staatliche Förderung faktisch eugenisch wirkender Maßnahmen – gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte – durch nichts zu rechtfertigen und abzulehnen.

Statt Eltern - und vor allem wieder Frauen, die vermehrt in Schwangerschaftskonflikte getrieben werden durch diesen Beschluss – unter Druck zu setzen, kein behindertes Kind zu bekommen, sollte die Regierung über finanzielle Hilfen und Förderungen für Familien mit behinderten Kindern nachdenken. Die Eliminierung einer Gruppe aus unserer Gesellschaft ist durch nichts zu rechtfertigen und absolut inakzeptabel."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Adamo 23. September 2019 
 

Down Syndrom = Todesurteil !

Nichts anderes als das ist es.

So war es in der Nazi-Zeit: Lebensunwertes Leben.

So hat unser Bundestag heuchlerisch mit Mehrheit sich für Nazivorstellungen entschieden.


4

0
 
 Kirchental 23. September 2019 

Liebe Hausfrau und Mutter und liebe Autentisch!

Gottes Segen für Ihr Zeugnis und Ihre Bereitschaft, Ihr Kind so durch sein Leben zu begleiten, wie Gott es für Ihr Kind bestimmt hat.

Der Druck auf Schwangere ist immens. Ich höre meine Schwiegermutter immer noch: ich bete zu Gott, dass das Kind eher stirbt, als dass es behindert zur Welt kommt. Wie sieht es dann wohl in unchristlichen Familien aus?

Und auf der anderen Seite kämpfen die Pränataldiagnostiker um jedes Kind. Im Krankenhaus wurde den kleinen Mädchen neben mir in der 30SSW eine Lungendrainage im Uterus gelegt. So etwas ging schon vor 25 Jahren!

Ohne diese Diagnostik hätten meine Kinder und ich die Schwangerschaft wohl nicht überlebt.

Ich kann einfach nicht verstehen, dass die gleichen Ärzte, die hier verzweifelt um jedes Leben kämpfen, auf der anderen Seite so einfach den Daumen senken!


2

0
 
 Authentisch 23. September 2019 

(2) Zeugnis

...
Unser Sohn lebte 29 Tage! Dies war dank der Medizin! (Universitätsklinik) auch möglich. Hinweis: Weltweit - so sagte man uns - gab es nur 24/25 (wissenschaftlich beschriebene) Fälle mit Trisomie 22.
Wir hatten - trotz meines Alters - aus Glaubensüberzeugung bewusst keine Untersuchungen vor der Schwangerschaft oder am Anfang der Schwangerschaft gemacht. Selbstverständlich haben wir ab der 25. SSW einer engmaschigen (Ultraschall) medizinischen Begleitung zugestimmt.
Wir trauern um unseren Sohn in der ganzen Familie! Wir glauben, ich bin fest davon überzeugt: Gott macht keine Fehler!
Beten wir für die ungeborenen Kinder! Sie alle sind vollkommen vor Gott, immer!


3

0
 
 Authentisch 23. September 2019 

(1) Zeugnis

Ich bin traurig über die Abstimmung zu Gunsten der kassenmäßigen Leistung "NIPT". Ich bin ebenfalls fest davon überzeugt, dass dies eine Erhöhung der Schwangerschaftsabbruch-Zahlen zur Folge haben wird.
Ich sage, dass hier mit der "Angst" Geschäfte gemacht werden. Wer hat nicht Angst, vor Schwierigkeiten, die im Leben nicht ausbleiben werden? Wer möchte nicht ein "Leben ohne zusätzliche Schwierigkeiten haben"? Ganz besonders, wenn man "doch Familie gründen will".
Alles menschlich nachvollziehbar.
ABER: Wir können uns nicht vor "Schwierigem im Leben (vollkommen) schützen"! Nicht wir als Menschen!
Die Frohe Botschaft sagt: "Das müssen wir auch nicht vermögen!" Es ist Gott der Vater, der uns seinen Beistand durch Jesus Christus zugesagt hat. Und ER ist wahrhaftig bei uns! Gerade in schweren Zeiten!
Ich weiß es in meinem Glauben: Wir haben einen kleinen Sohn für eine kurze Zeit hier bei uns lebend in unserer Familie gehabt. Er hatte (freie) Trisomie 22(!) - höchst-,höchstselten. (2)


3

0
 
 Hausfrau und Mutter 23. September 2019 
 

Hast du es nicht vorher gewußt????

Ich habe u.a ein Kind mit geistiger Behinderung. Seine Behinderung lässt sich aus heutigem Stand der Medizin nicht diagnostizieren; also weder Fruchtwasseruntersuchung (die mir auch bei dieser Schwangerschaft mit erheblichem Druck angeboten wurde) noch den NIPT können diese Behinderung feststellen. Ich habe ohnehin beide Tests abgelehnt (NIPT war zu diesem Zeitpunkt bereits in D vorhanden und an Frauen angeboten, die die andere Methode ablehnten).

Ich wurde mehrmals angesprochen ("Freunden", Bekannten, usw.), ob ich nicht "vorher" etwas dagegen hätte machen können. Unabhängig von der Intrusion anderen Personen in meiner persönlichen Sphären (und insbesondere mein Glauben), ist leider festzustellen, dass es sich um eine etablierte gängige Praxis handelt, Kinder mit Behinderungen abzutreiben. Dies betrifft auch weitere Behinderungen. Es werden auch Tests gemacht, um festzustellen, ob bestimmten Familienkrankheiten vorhanden sind...und entsprechend abgetrieben.

H&M


8

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Behinderte

  1. Amsel Donata
  2. Eltern haben kein Risiko, Eltern haben die Chance
  3. Münchner Rollstuhlfahrerin wurde Baby weggenommen – Behördenversagen?
  4. Trisomie-Test als Kassenleistung - weitere Aushöhlung des Lebensrechts
  5. Vatikan fordert offiziell Weiterversorgung von Komapatient
  6. „Solchen Kindern schneiden wir nicht die Haare“
  7. Gründer der Arche-Gemeinschaften Jean Vanier verstorben
  8. Expertin warnt vor Pränataldiagnostik als Selektionsinstrument
  9. Kein guter Tag für Menschen mit Down Syndrom
  10. „Ich kann gar nicht glauben, dass dieser FDP-Post echt sein soll!“








Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  3. Dümmer geht nimmer!
  4. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  5. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  6. Die Sprache der Engel
  7. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  8. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  9. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  10. „In dieser Stunde der Trauer…“
  11. Abschied von Prälat Georg Ratzinger
  12. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  13. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  14. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung
  15. #alllivesmatter - Unser kath.net-Sommer-T-Shirt 2020

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz