Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  4. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  7. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  8. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  9. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

Papst geißelt Menschenhandel als humanitäres Verbrechen

8. November 2016 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus lobt europäische Ordensfrauen für ihren Einsatz gegen Menschenhandel - Kritik an "Gleichgültigkeit oder sogar Mittäterschaft"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat erneut Menschenhandel als moderne Form der Sklaverei und als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" gegeißelt. Während die Schwere und Reichweite dieses Phänomens inzwischen besser bekannt sei, gebe es noch immer große Defizite im öffentlichen Bewusstsein und bei der Zusammenarbeit der Regierungen, Justizbehörden und Gesetzgebern sowie Sozialeinrichtungen, sagte er am Montag im Vatikan. Als Hemmnis im Vorgehen gegen Menschenhandel bezeichnete er "eine gewisse Gleichgültigkeit oder sogar Mittäterschaft". Dahinter stünden mächtige Wirtschaftsinteressen und kriminelle Netzwerke.


Franziskus äußerte sich beim Empfang des Netzwerks europäischer Ordensleute gegen Menschenhandel und Ausbeutung, das seit Sonntag seine zweite Konferenz in Rom hält. Dabei geht es unter anderem um die Situation weiblicher und minderjähriger Flüchtlinge aus Syrien. Ausdrücklich dankte der Papst den Initiativen der Ordensleute, unter ihnen vor allem Mitglieder der Frauenorden. Es sei "der vor allem weibliche Charakter der Hilfe, der eine Heilung und erneute soziale Wiedereingliederung der zumeist weiblichen Opfer in die Gesellschaft möglich macht", so der Papst.

Eine Sprecherin des Netzwerks sagte vor der Tagung, in Kriegsgebieten steige das Risiko, in die Fänge von Menschenhändlern zu geraten. Die Nötigung vor allem von Frauen in Prostitution und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse im Ausland bilde inzwischen den drittgrößten Geschäftszweig für kriminelle Organisationen nach Waffen- und Drogenhandel.

Das Netzwerk der Ordensleute (Religious in Europe Networking Against Trafficking and Exploitation, RENATE) tagt noch bis diesen Samstag mit 130 Delegierten aus 27 Ländern. Das erste Treffen fand 2014 in Polen statt. Im gleichen Jahr gründete Papst Franziskus im Vatikan die sogenannte "Santa Marta Group" gegen internationalen Menschenhandel. Die Arbeitsgruppe versucht Aktivitäten von Polizei, Kirche und Sozialarbeitern auf diesem Feld zu bündeln und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Sowohl RENATE als auch die Santa Marta Group unterhalten Kontakte zu Fachstellen der EU und nationalen Regierungen.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Menschenhandel

  1. Film ‚Sound of Freedom’ mit Jim Caviezel war erfolgreichster Film am 4. Juli
  2. Ordensfrau protestiert gegen Öffnung von Bordellen in Corona-Zeit
  3. Wallner: Menschenhandel nimmt "dramatische Ausmaße" an
  4. Ivanka Trump bei Sant'Egidio: Besorgnis über Menschenhandel
  5. Trump kündigt Kampf gegen Menschenhandel an
  6. Es gibt moderne Sklaverei!
  7. Der Menschenhandel nimmt ungeahnte Ausmaße an







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz