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Papst würdigt bei Audienz für Haus Habsburg Kaiser Karl

7. November 2016 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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Franziskus erinnert an Karl I. von Österreich, der vor einhundert Jahren am 21. November 1916 als letzter Kaiser den Thron bestiegen hatte.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat am Samstag Mitglieder des Hauses Habsburg empfangen, die sich aus Anlass des Heiligen Jahres zu einer Wallfahrt in Rom aufhalten. Wer aus der weitläufigen Adelsfamilie im Einzelnen an der Audienz teilnahm, gab der Vatikan zunächst nicht bekannt.

Franziskus erinnerte lobend an Karl I. von Österreich (1887-1922), der vor einhundert Jahren am 21. November 1916 als letzter Kaiser der Donaumonarchie den Thron bestiegen hatte. Im Ersten Weltkrieg habe sich Karl I., dem Ruf von Papst Benedikt XV. (1914-1922) folgend, mit allen Kräften für den Frieden eingesetzt, "auf die Gefahr hin, nicht verstanden und verlacht zu werden".

Franziskus lobte weiter das gesellschaftliche und kulturelle Engagement der aktuellen Familie Habsburg sowie die "Unterstützung des Projekts Europa als gemeinsames Haus, das auf humanistische und christliche Werte gegründet ist". Priester, Seminaristen und Ordensleute im Kreis der Adelsfamilie machten deutlich, dass die christliche Ehe und Familie der beste Boden für geistliche Berufungen sei.


Karl I., der 2004 von Johannes Paul II. (1978-2005) seliggesprochen wurde, sei in erster Linie "ein guter Familienvater und als solcher ein Diener des Lebens und des Friedens" gewesen, so der Papst weiter. Auch die Familienwallfahrt der Habsburger verweise darauf, dass "die Familie im weiten Sinn, mit ihrem Beziehungsreichtum und ihrer Vielfalt, ein Wert ist, der in unserer Zeit wiederzuentdecken ist", sagte Franziskus.

Weiter ging der Papst auf Kriege und Friedensbemühungen damals und heute ein: "Auch Karl hat den Krieg gekannt. Denn zu Beginn des Ersten Weltkrieges war er einfacher Soldat. Nach der Herrschaftsübernahme im Jahre 1916 war er empfindlich für die Stimme von Papst Benedikt XV. und hat sich mit allen seinen Kräften für den Frieden eingesetzt". Karl biete aus diesem Grund ein Beispiel, das "so aktuell wie eh und je ist: wir können ihn als Fürsprecher anrufen, dass Gott den Frieden für die Menschheit erhalte".

300 Mitglieder der Familie Habsburg zur Audienz beim Papst


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Lesermeinungen

 chorbisch 8. November 2016 
 

@ hortensius

Wie kommen Sie zu der Meinung, die Friedensbemühungen "dürften nicht bekannt werden"?
Der Kaiser ist doch schon nach dem Krieg dafür scharf kritisiert worden, es ist also längst bekannt.
Auch neuere Darstellungen, wie die Biographie Karls v. Peter Broucek, Rauchensteiners "Tod des Doppeladlers" oder das schon 1968 erschienene Werk "Deutschland und der Erste Weltkrieg" v. Peter Graf Kielmansegg erwähnen es, ebenso der wikipedia-Artikel zu Benedikt XV.

Mich würde interessieren, wie Papst Franziskus zu der Ansicht kommt, der Kaiser sei bei Kriegbeginn "einfacher Soldat" gewesen und habe die Schrecken des Krieges gekannt. Selbst wenn Karl 1914 noch keinen hohen Rang hatte, hätte es die Staatsraison verboten, ihn als "einfachen Soldaten" an der Front dienen - und sterben zu lassen. Bei der hohen symbolischen Bedeutung des Kaisers konnte es sich die Monarchie nicht erlauben, potentielle Thronfolger solchen Gefahren auszusetzen, selbst wenn Karl persönlich das gewünscht haben mag.


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 edih 7. November 2016 
 

Dienser Gottes......

sel. Kaiser Karl, bitte für das christliche Abendland.


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 hortensius 7. November 2016 
 

Leider unbekannt

Die gemeinsamen Friedensbemühungen von Kaiser Karl und Papst Benedikt XV. sind leider unbekannt. Warum denn? Sie dürfen wohl nicht bekannt werden, damit kein Licht auf die Kirche fällt und die Machenschaften der Kriegsparteien einseitig gefärbt bleiben.


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