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Vielfalt der Weltkirche ist im Schweigen vor dem einen Herrn vereint

26. Juli 2016 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Mit 15.500 Pilgern gehören die deutschen Pilger zu den stärksten Gruppen auf dem Weltjugendtag. Ein Bericht von Peter Winnemöller aus Krakau von einer Pressekonferenz mit Bischof Wiesemann


Krakau (kath.net/pw)
Mit 15.500 Pilgern gehören die deutschen Pilger zu den stärksten Gruppen auf dem Weltjugendtag. Davon heben sich lediglich Italien und die USA mit etwa 70.000 Pilgern deutlich ab. Wegen der Nähe zu Polen wird am Samstag und Sonntag noch mit einer größeren Zahl spontan anreisenden Pilger gerechnet. Das betonte Paul Metzlaff von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) im Pressegespräch zu Beginn des Weltjugendtages in Krakau. Außer den Jugendlichen nehmen 27 deutsche Bischöfe und Weihbischöfe am WJT teil. In den Katechesen unterweisen die Bischöfe die Jugendlichen von Mittwoch bis Freitag an den Vormittagen im Glauben. Es schließt sich jeweils eine gemeinsame Feier der Hl. Messe an. „Die Mitte des Weltjugendtages tritt hervor, wenn in der eucharistischen Anbetung Begegnung mit Christus geschieht. Die Vielfalt der Weltkirche ist im Schweigen vor dem einen Herrn vereint. Das wird großartig!“, so Paul Metzlaff.

„Wie dringend braucht die Welt das Erbarmen Gottes“, so Papst Johannes Paul II. bei der Weihe der Basilika der Göttlichen Barmherzigkeit im Jahr 2002 hier in Krakau. An diese Worte des Heiligen, die an Aktualität nichts verloren hätten, erinnerte der Bundespräses des Bdkj, Pfarrer Dirk Bingener.

Beim diesjährigen Weltjugendtag, so stellte der Vorsitzende der Jugendkommission der DBK, Bischof Karl Heinz Wiesemann, heraus, habe Papst Franziskus die Botschaft der Barmherzigkeit in den Mittelpunkt gerückt.“ Die Jugendlichen sollen zu Aposteln der Barmherzigkeit werden.

„Die Botschaft des Weltjugendtags an jede Pilgerin und jeden Pilger ist also: Du bist gewollt! Du bist wertvoll, unabhängig von Deiner Herkunft und Deinem sozialen Status, weil Gott Dich liebt. Dies ist gerade in dieser von viel Unruhe, Krieg, Terror und Veränderungen geprägten Zeit eine besonders wichtige Botschaft, von der ich mir wünsche, dass sie laut vom Weltjugendtag in die Welt hinausschallt.“, fuhr der Jugendbischof fort.

Besonders hob er die Bedeutung der Tage der Begegnung in den Diözesen vor dem eigentlichen Weltjugendtag hervor. Hier finde eine besonders intensive Begegnung mit dem Menschen in Gastgeberland statt. Danach folge die Begegnung mit den Jugendlichen aus über 180 Nationen.

Erstmals wird es in Krakau einen deutschen Pilgerabend geben. Die Jugendlichen aus Deutschland versammeln sich am Mittwochabend zu einem Treffen mit Gebet, Liedern, Gesprächen und der abschließenden Jugendvesper, teilte Bischof Wiesemann mit. Besonders erfreut war der Jugendbischof über den Ort des Treffens. Die deutschen Weltjugendtagsteilnehmer treffen sich im Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit. Das sei, so betonte er, ein ganz besonderer Ort für ein solches Treffen. Der Heilige Papst Johannes Paul II. habe diesen Ort sehr oft besucht.

Auch Nightfever ist beim WJT in Krakau vertreten. Das Nightfever beim Weltjugendtag in Krakau wird am Donnerstag, den 28. Juli 2016 ab 20.00 Uhr in der Kirche „Kościół św. Kazimierza“ (ul. Bobrowskiego 6, 31-552 Kraków) stattfinden.

Ferner waren bei dem Pressegespräch noch zwei Jugendliche aus der Diözese Rottenburg- Stuttgart anwesend, die in kurzen Statements besonders die Gastfreundschaft in Polen lobten. Beiden freuen sich sehr auf die Katechesen und die vielen Begegnungen mit Jugendlichen aus aller Welt.

Auf Nachfrage, welchen Schwerpunkt er in seiner Katechese legen werde, antwortete Bischof Wiesemann, ihm gehe es darum, dass sich die Jugendlichen von der Barmherzigkeit Gottes berühren lassen. Sie sollen die Botschaft von der Barmherzigkeit in ihren Alltag tragen. Gottes Liebe, so der Bischof, kann mich berühren, wenn ich mich ihm öffne.

Foto: (c) Peter Winnemöller


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