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Protestanten in Griechenland: Öffnet die Grenzen!

5. März 2016 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Allianz-Generalsekretär warnt vor einer humanitären Katastrophe


Athen (kath.net/idea) Die Flüchtlingssituation in Griechenland ist katastrophal. Die Grenze zu Mazedonien sollte so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, damit die Flüchtlinge weiter in die nördlichen Staaten können. Das hat der Generalsekretär der Griechischen (Panhellenischen) Evangelischen Allianz, Fotis Romeos (Athen), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea gefordert. In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Flüchtlinge in Griechenland stark angestiegen, da von der türkischen Küste Tausende Migranten angekommen sind. Gleichzeitig ist der griechisch-mazedonische Übergang weiterhin geschlossen. Im Grenzort Idomeni warten etwa 11.000 Flüchtlinge auf Durchlass. Am 2. März hat die mazedonische Polizei griechischen Medienberichten zufolge nur 480 Syrer und Iraker einreisen lassen. Romeos warnte vor einer humanitären Katastrophe: „Unser Land ist klein, und wir haben große wirtschaftliche Probleme. Wir versuchen natürlich zu helfen, aber das ist kaum zu schaffen.“


Im Norden Griechenlands würden rund 250 Freiwillige aus evangelikalen Gemeinden zusammen mit Ehrenamtlichen anderer Kirchen und Mitarbeitern säkularer Nichtregierungsorganisationen helfen. Gemeinsam versorge man die Flüchtlinge mit Essen und Holz. Viele müssten unter freiem Himmel übernachten und sich nachts am Feuer wärmen. Es gebe nicht genügend Essen, Zelte, Decken und Medizin. Die rund 5.000 Mahlzeiten, die die Hilfsorganisationen verteilten, reichten bei weitem nicht aus, um alle zu versorgen. Unter den Wartenden sind laut Romeos viele Familien mit kleinen Kindern. Wie Umfragen ergeben haben, wollen fast alle nach Deutschland.

Angespannte Situation auch in Athen

Auch in der Hauptstadt Athen wächst die Zahl der Flüchtlinge. Um sie kümmert sich unter anderem die griechische Organisation „Hellenic Ministries“ (Dienste in Griechenland). Ihr Mitarbeiter Nico Spies sagte idea, dass das Werk mit Essen, Sprachkursen und Kleidung helfe. Viele Familien kämen zudem mit Schuhen, die „nach langem Wandern und beschwerlicher Reise nicht mehr zu tragen sind“. Sehr wichtig seien auch Medikamente und Impfungen für Kinder. Spies: „Die meisten haben noch nie einen Kinderarzt besucht.“ Man biete den Flüchtlingen auch kostenlose Bibeln an.

Auf dem zentralen Viktoria-Platz, einem Treffpunkt für Flüchtlinge, sei die Stimmung angespannt. Insbesondere Afghanen hätten viele Fragen und könnten nicht verstehen, warum sie nicht mehr über die Grenze dürften, so Spies. Manche überlegten, in Griechenland Asyl zu beantragen, andere fragten, wer ihnen helfe könne, wieder in die afghanische Hauptstadt Kabul zu kommen, oder sagten, dass sie nicht zurückgehen könnten und auf dem Platz bis zu ihrem Tod bleiben würden. Der kroatische Ministerpräsident Tihomir Oreskovic bezeichnete Deutschland währenddessen als Nutznießer der Grenzschließungen auf der Balkanroute. Er sagte der „Bild“-Zeitung, dass nun nicht mehr Tag für Tag 3.000 Flüchtlinge über Österreich nach Deutschland kämen, sondern weniger als 500. Das sei zwar „keine Dauerlösung – aber eine erhebliche Verbesserung“. Von den mehr als elf Millionen Einwohnern Griechenlands sind etwa 91,5 Prozent Mitglied einer Kirche, 5,8 Prozent Muslime und der Rest meist Nichtreligiöse. Unter den Kirchenmitgliedern stellen die Orthodoxen mit fast 92 Prozent den Löwenanteil. 1,5 Prozent sind Katholiken; die Übrigen sind Protestanten unterschiedlicher Denominationen.


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