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Man spricht vom 'Neonazi'. Und der 'Immer-Noch-Kommunist'?

15. Februar 2016 in Kommentar, 38 Lesermeinungen
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Ich höre praktisch nie von der DDR-Grenze und von dort stationierten Hunden, die auf „Zerfleischen von Flüchtlingen“ abgerichtet waren; vom „Gulag“ und Berichten Solschenizyns. Ein kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Auf meinem Schreibtisch landete kürzlich die Einladung zu einer Gedenkmesse für die Opfer des Nationalsozialismus. Gedenken an diese Opfer? Ja, sehr gerne! Aber mit einem Zusatz: Es gibt eine „Nazikeule“ in politischen Debatten, aber keine Stalin- oder Kommunismuskeule! Abgesehen von dem Missbrauch, jeden andersdenkenden Nicht-Linken einfach „Nazi“ zu nennen und dadurch an einen gesellschaftlichen Pranger zu stellen: Warum ist das so?

Man spricht viel über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen, behandelt das Thema in den Schulen, zeigt Dokumentationsfilme und errichtet Denkmäler – wieder und wieder. Aber ich höre praktisch nie von der DDR-Grenze und zum Beispiel von den dort stationierten Hunden, die auf „Zerfleischen von Flüchtlingen“ abgerichtet waren, warum weiß die Jugend kaum mehr vom „Gulag“ und den Berichten Alexander Solschenizyns darüber? Warum spricht man praktisch nie von den Opferzahlen des Kommunismus in den Ländern des „realen Sozialismus“, auch nicht von dem, was die Ideologie des Sozialismus in China und vielen anderen asiatischen Ländern angerichtet hat?

Warum ist das so? Mein Verdacht: Alle Diktaturen, die „sozialistisch“ waren, gelten bei den „Parteigenossen“ als „nicht so schlimm! Ihre Täter sind zum Teil wieder anerkannte Bürger und sogar Politiker, deren Vergangenheit man nicht berührt, weil das politisch unkorrekt wäre. Nazi-Täter hingegen bringt man noch als Greise und Alzheimer-Patienten vor Gericht. Man kann sich auch des Eindrucks nicht erwehren: Bestimmte Leute drücken ihre Ablehnung der Nazis in einer Tonlage aus, als ob diese ihre Ablehnung beweisen sollte, wie moralisch sie selbst sind und vor allem auch wie sauber ihre ideologische Weste ihrer Herkunft nach ist!!!


Während man von „Neonazis“ spricht, die ich eigentlich immer nur aus Zeitungen „kenne“, redet man nie von „Immer-Noch-Kommunisten“, vor allem nicht mit demselben Abscheu wie von Neonazis. Als solche bezeichnet man auch Menschen, die klar und eindeutig, in Wort und Tat, der braunen Teufelsideologie abgeschworen haben. Natürlich, Menschen können lügen und können sich verstellen. Richtig, aber das können alle Kriminelle, Nazis, die es immer noch heimlich sind, aber eben auch Kommunisten, deren KZS und Folterkammern nichts besser waren als die der Nazis!

Teufel ist Teufel, er ist unabhängig von der Farbe seines Pelzes.

Das ist kein „Vergleich“, sondern die Feststellung, dass Hass und Grausamkeit einfach überall dieselben waren und sind – wie noch vor kurzem in Burundi, heute wieder bei Bokoharam in Nigeria, bei der Isis und in anderen Ländern auch!

Ich möchte Gedenkmessen für die Opfer feiern, aber für alle Opfer, nicht nur für die der Nazis, sondern für alle!

Übrigens auch für die Opfer in den Staaten, die sich mit besonderem Pathos ihrer „Rechtsstaatlichkeit“ rühmen, während sie unter dem Schutz ihrer Pseudo-Gesetze Millionen Kinder töten lassen.

Zur näheren Begründung: Ein Gesetz, das einem Gebot Gottes diametral widerspricht, ist ungültig! Es gibt eine legitime und notwendige Unterscheidung von Kirche und Staat, aber keine legitime Trennung der staatlichen Gesetze vom höheren Gesetz Gottes.

Die Frage nach dem Rechtsstaat und den Menschenrechten entscheidet sich nicht an „Demokratie oder Monarchie oder Oligarchie“, sondern einzig daran, ob das Gottesgesetz, das „Naturrecht“ von den Machthabern in einem Land anerkannt wird oder nicht.

Otto von Habsburg fügte einmal hinzu: Nur die Anerkennung dieses höheren Rechtes schützt den Einzelnen vor Willkür und Unfreiheit! Das heißt doch auch: Die Lage im heutigen Europa ist hoch gefährlich!

kath.net-Buchtipp
Klartext III - Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR

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Interview mit Bischof Andreas Laun: Gott wirkt in unserem Leben



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