Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  11. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

Papst ruft in Banja Luka zur Versöhnung auf

22. Juni 2003 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


100.000 Menschen beim Seligsprechungsgottesdienst für Ivan Merz in Banja Luka. Eine "Reinigung der Erinnerung" sei nur durch Vergebung möglich, sagte Johannes Paul II.


Banja Luka (www.kath.net / red,ch) Im Zeichen von Versöhnung und Wiederaufbau stand die Reise von Papst Johannes Paul II. nach Bosnien-Herzegowina. Höhepunkt des eintägigen Aufenthalts in Banja Luka war die Seligsprechung des katholischen Intellektuellen Ivan Merz. Vor der Seligsprechungsfeier, bei der rund 100.000 Menschen anwesend waren, traf Johannes Paul II. mit dem Dreierpräsidium von Bosnien-Herzegowina zusammen, das die Volksgruppen der Serben, Kroaten und Bosniaken vertritt. Eine "Reinigung der Erinnerung" könne es nur durch gegenseitige Vergebung geben, betonte der Papst. Interessen einzelner Gruppen dürften nicht überwiegen.

„Aus dieser Stadt, die in der Geschichte von so viel Leid und so viel Blut gekennzeichnet war, bitte ich den Allmächtigen Herrn, dass er Erbarmen habe mit den Schlägen, die hier dem Menschen, seiner Würde und seiner Freiheit zugefügt wurden – auch durch Kinder der katholischen Kirche", sagte Johannes Paul II. "Ich bete, dass er allen die Sehnsucht nach gegenseitiger Vergebung eingebe. Nur in einem Klima wahrer Versöhnung wird die Erinnerung so vieler unschuldiger Opfer nicht ungewiss sein.“

Vor allem an die Jugendlichen der noch immer unter den Kriegsfolgen leidenden Region appellierte er, "nicht der Versuchung der Entmutigung zu erliegen, sondern die Initiativen zu vermehren, damit Bosnien und Herzegowina wieder ein Land der Versöhnung, der Begegnung und des Friedens" werde. "Die Zukunft dieser Gegend hängt auch von euch ab!", rief Johannes Paul II. "Sucht nicht woanders ein angenehmeres Leben, flieht nicht vor eurer Verantwortung, indem ihr darauf wartet, dass andere eure Probleme lösen, sondern stellt entschieden dem Bösen ein Gegenmittel entgegen in der Kraft des Guten.“ Als sichtbares Zeichen ihres Auftrags übergab der Papst nach der hl. Messe den Jugendlichen ein Kreuz.

Foto: (c) www.korazym.org



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bosnien-Herzegowina

  1. Bosnien und Herzegowina: „Katholiken werden in jeder Hinsicht benachteiligt“
  2. Bosnien und Herzegowina: „Dayton-Vertrag hat keinen stabilen Frieden geschaffen“
  3. Bosnien und Herzegowina: Die Vergessenen
  4. Bosnien und Herzegowina: „Eine Blamage für Europa“
  5. Stärker als Kommunismus und Krieg
  6. „Für Katholiken gibt es keine Gleichberechtigung“
  7. Schönborn: EU-Beitritt Bosniens wäre "guter Schritt"
  8. „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“
  9. „Bosnien-Herzegowina ist der Lackmustest für die Prinzipien der EU“
  10. Bosniens Katholiken: Minderheit mit ungewisser Zukunft






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz