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Venedigs Regions-Hauptmann kritisiert Asylappell des Papstes

12. August 2015 in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Lega-Nord-Politiker Zaia: Anstatt nur auf die Bischöfe zu hören, die ständig für die bedingungslose Aufnahme von Migranten eintreten, soll sich Franziskus bei den Priestern informieren


Rom (kath.net/KAP) Der Lega-Nord-Politiker und Präsident der italienischen Region Venetien, Luca Zaia, hat die Appelle von Papst Franziskus für die Aufnahme von Migranten kritisiert. "Vielleicht hat dem Papst noch niemand erklärt, dass zwei von dreien gar keine Flüchtlinge sind", sagte er der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Dienstag). Die Menschen flüchteten meist nicht vor Bedrohung etwa durch einen Krieg.


Anstatt nur auf die Bischöfe zu hören, die ständig für die bedingungslose Aufnahme von Migranten einträten, solle sich Franziskus bei den Priestern informieren. Diese erlebten die damit entstehenden Probleme vor Ort, so Zaia.

Im Übrigen müsse sich die italienische Kirche fragen, ob sie selbst genug für Migranten tue, sagte Zaia. So habe der Bürgermeister von Treviso vergeblich angefragt, ob Migranten in einem leerstehenden Seminar untergebracht werden könnten. Die Kirchenverantwortlichen hätten vielmehr abgelehnt.

Der Politiker reagierte damit auf Kritik des Generalsekretärs der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Nunzio Galantino. Dieser hatte der "Lega Nord" am Montag im Gespräch mit Radio Vatikan vorgeworfen, sie gehe mit "geistlosen" Äußerungen zur Einwanderung auf Stimmenfang.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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