Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe ist 'Brand-gefährlich'

15. Juni 2015 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Christdemokraten für das Leben“: Eine „groteske Fehlleistung“ - „Gerade bei Angehörigen, die unterhaltspflichtig oder mögliche Erben sind, ist leicht eine eigene Interessenlage denkbar.“


Nordwalde (kath.net/idea) Als „Brand-gefährlich“ bewerten die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL/Nordwalde bei Münster) einen neuen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe. Die Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD) wollen die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ unter Strafe stellen. Angehörige und Ärzte, die todkranken Menschen hohe Dosen an lebensverkürzenden Schmerzmedikamenten verabreichen, sollen hingegen straffrei bleiben. Der Vorschlag wird von Parlamentariern aller im Bundestag vertretenen Parteien unterstützt.

Die „Christdemokraten für das Leben“ vermissen hingegen eine Begründung, warum nur Sterbehilfevereine – etwa „Dignitas Deutschland“ (Hannover) und „Sterbehilfe Deutschland“ (Hamburg) – das Leben Sterbender gefährden würden, nicht aber „geschäftsmäßig auftretende Gehilfen, etwa Angehörige oder Ärzte“.


Die Gefahr, dass nahe Verwandte den Todkranken beeinflussten, sei mindestens ebenso groß: „Gerade bei Angehörigen, die unterhaltspflichtig oder mögliche Erben sind, ist leicht eine eigene Interessenlage denkbar. Der Tod des aufwändig zu pflegenden, zuweilen auch lebensunlustigen Verwandten kann bewusst oder unbewusst auch aus eigenen Interessen angestrebt werden.“ Der Staat müsse verhindern, dass auf schwache und entschlussschwache Mitbürger ein sozialer Sterbedruck ausgeübt wird.

Der Entwurf von Brand und Griese gebe jedoch jedem Sohn die Erlaubnis, „dem alten Vater zu sagen: ‚Ich kann Dir gerne ein Glas hinstellen, dann bist du schnell erlöst.‘“ Alte Menschen wollten häufig niemandem zur Last fallen. Dass aber gerade diejenigen Personen, denen sie zur Last fallen könnten, Einfluss und Beihilfe zum Sterben bekommen sollen, sei eine „groteske Fehlleistung“.

Außerdem gebe der Entwurf von Brand und Griese keinen Hinweis, wie die assistierte Selbsttötung geschehen könne. In Deutschland sei das in der Schweiz bevorzugte Präparat zum Einschläfern und Töten, Pentobarbital, bisher nur für Tiere zugelassen. Brand und Griese müssten demnach auch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes anstreben.

Für Solidarität und Rechtssicherheit

Nach Ansicht der „Christdemokraten für das Leben“ sollten die Parlamentarier ein Zeichen der Solidarität und Rechtssicherheit setzen. Dafür eigene sich der Gesetzentwurf des CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (Brilon/Hochsauerlandkreis), der ein vollständiges Verbot der Beihilfe zur Selbsttötung vorsieht: „Bei Fragen des Schutzes von alten, kranken und lebensmüden Menschen braucht es den besten Schutz und keine Kompromisse.“ In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Selbstmordversuche unternommen, bei denen etwa 10.000 Menschen sterben. Mit Hilfe von „Dignitas“ beenden jährlich etwa 70 Deutsche ihr Leben, mit „Sterbehilfe Deutschland“ rund 40. Es ist vorgesehen, dass der Deutsche Bundestag am 6. November über die Neuregelung der Suizidbeihilfe abstimmen wird.

Ärzte wollen keine Beihilfe zur Selbsttötung leisten

Gegen ärztliche Beihilfe zur Selbsttötung hat sich auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery (Hamburg), gewandt. Es gehört nicht zu den ärztlichen Aufgaben, Sterbehilfe zu leisten, sagte er am 10. Juni bei einer Veranstaltung der Caritas-Akademie in Köln. In Umfragen hätten sich zwar 70 Prozent der Bevölkerung für aktive Sterbehilfe ausgesprochen, aber weniger als zehn Prozent würden sie für sich selbst in Anspruch nehmen. „Sie wollen sicher nicht, dass ihnen ihr Hausarzt ein Rezept oder einen Becher mit Pillen in die Hand drückt“, so Montgomery.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens
  3. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  6. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  7. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  8. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  9. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  10. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz