Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe ist 'Brand-gefährlich'

15. Juni 2015 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Christdemokraten für das Leben“: Eine „groteske Fehlleistung“ - „Gerade bei Angehörigen, die unterhaltspflichtig oder mögliche Erben sind, ist leicht eine eigene Interessenlage denkbar.“


Nordwalde (kath.net/idea) Als „Brand-gefährlich“ bewerten die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL/Nordwalde bei Münster) einen neuen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe. Die Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD) wollen die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ unter Strafe stellen. Angehörige und Ärzte, die todkranken Menschen hohe Dosen an lebensverkürzenden Schmerzmedikamenten verabreichen, sollen hingegen straffrei bleiben. Der Vorschlag wird von Parlamentariern aller im Bundestag vertretenen Parteien unterstützt.

Die „Christdemokraten für das Leben“ vermissen hingegen eine Begründung, warum nur Sterbehilfevereine – etwa „Dignitas Deutschland“ (Hannover) und „Sterbehilfe Deutschland“ (Hamburg) – das Leben Sterbender gefährden würden, nicht aber „geschäftsmäßig auftretende Gehilfen, etwa Angehörige oder Ärzte“.


Die Gefahr, dass nahe Verwandte den Todkranken beeinflussten, sei mindestens ebenso groß: „Gerade bei Angehörigen, die unterhaltspflichtig oder mögliche Erben sind, ist leicht eine eigene Interessenlage denkbar. Der Tod des aufwändig zu pflegenden, zuweilen auch lebensunlustigen Verwandten kann bewusst oder unbewusst auch aus eigenen Interessen angestrebt werden.“ Der Staat müsse verhindern, dass auf schwache und entschlussschwache Mitbürger ein sozialer Sterbedruck ausgeübt wird.

Der Entwurf von Brand und Griese gebe jedoch jedem Sohn die Erlaubnis, „dem alten Vater zu sagen: ‚Ich kann Dir gerne ein Glas hinstellen, dann bist du schnell erlöst.‘“ Alte Menschen wollten häufig niemandem zur Last fallen. Dass aber gerade diejenigen Personen, denen sie zur Last fallen könnten, Einfluss und Beihilfe zum Sterben bekommen sollen, sei eine „groteske Fehlleistung“.

Außerdem gebe der Entwurf von Brand und Griese keinen Hinweis, wie die assistierte Selbsttötung geschehen könne. In Deutschland sei das in der Schweiz bevorzugte Präparat zum Einschläfern und Töten, Pentobarbital, bisher nur für Tiere zugelassen. Brand und Griese müssten demnach auch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes anstreben.

Für Solidarität und Rechtssicherheit

Nach Ansicht der „Christdemokraten für das Leben“ sollten die Parlamentarier ein Zeichen der Solidarität und Rechtssicherheit setzen. Dafür eigene sich der Gesetzentwurf des CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (Brilon/Hochsauerlandkreis), der ein vollständiges Verbot der Beihilfe zur Selbsttötung vorsieht: „Bei Fragen des Schutzes von alten, kranken und lebensmüden Menschen braucht es den besten Schutz und keine Kompromisse.“ In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Selbstmordversuche unternommen, bei denen etwa 10.000 Menschen sterben. Mit Hilfe von „Dignitas“ beenden jährlich etwa 70 Deutsche ihr Leben, mit „Sterbehilfe Deutschland“ rund 40. Es ist vorgesehen, dass der Deutsche Bundestag am 6. November über die Neuregelung der Suizidbeihilfe abstimmen wird.

Ärzte wollen keine Beihilfe zur Selbsttötung leisten

Gegen ärztliche Beihilfe zur Selbsttötung hat sich auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery (Hamburg), gewandt. Es gehört nicht zu den ärztlichen Aufgaben, Sterbehilfe zu leisten, sagte er am 10. Juni bei einer Veranstaltung der Caritas-Akademie in Köln. In Umfragen hätten sich zwar 70 Prozent der Bevölkerung für aktive Sterbehilfe ausgesprochen, aber weniger als zehn Prozent würden sie für sich selbst in Anspruch nehmen. „Sie wollen sicher nicht, dass ihnen ihr Hausarzt ein Rezept oder einen Becher mit Pillen in die Hand drückt“, so Montgomery.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  2. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  3. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  4. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  5. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  6. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  7. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  8. Logische Konsequenzen der Freigabe der Abtreibung
  9. Vatikan bestätigt: Kliniken des belgischen Ordens sind nicht mehr katholisch!
  10. Österreichische Bischofskonferenz: Für umfassenden Lebensschutz!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. Die große Täuschung
  13. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz