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Kölner Glocken werden für 23.000 tote Flüchtlinge läuten

4. Juni 2015 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Auch am Kölner Dom wird die größte Glocke, der „Dicke Pitter“, läuten. Die 230 katholischen Kirchen des Erzbistums werden je 100mal läuten- Kardinal Woelki: „Die Totenglocken sollen bis zu den Politikern in Berlin schallen“


Köln (kath.net) Einen Glockenschlag für jeden im Mittelmeer gestorbenen Flüchtling. Das plant das Erzbistum Köln für den Vorabend des Welttages der Flüchtlinge am 20. Juni. Alle 230 Kirchen des Erzbistums Köln werden ihre Glocken jeweils 100mal läuten. Dies kündigte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bei der „WDR Lokalzeit aus Köln“, wie die „Rheinische Post“ berichtete. Woelki sagte wörtlich: „Die Totenglocken sollen bis zu den Politikern in Berlin schallen, damit diese endlich eine europäische Flüchtlingspolitik machen, die einen legalen Weg für Flüchtlinge nach Europa schafft“. Er wolle auf diese Weise auch selbst sein Mitgefühl mit den Tausenden Flüchtlingen ausdrücken, die auf ihrer Flucht in Richtung Europa im Mittelmeer starben.


Auch der „Dicke Pitter“, die größte Glocke des Kölner Doms, wird in das Totengeläut mit einstimmen. Das Geläut wird Bestandteil eines internationalen Festes vor dem Kölner Dom sein, bei dem Spenden für die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot in Italien gesammelt werden.


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