Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Ich kann die Heuchelei um Peter Singer nicht mehr hören!

30. Mai 2015 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ausschließlich an den Worten des Bioethikers Peter Singer arbeiten sich seine verschiedensten Kritiker ab. Doch sie stellen die längst eingeführte Praxis in der Regel nicht mit einem einzigen Wort infrage! Gastkommentar von Gerhard Steier


Köln (kath.net/KALEB) Nun schwappt nach Berlin am 26.5. die zweite Welle der Empörung innerhalb einer Woche über Peter Singer: nach der Ausladung von dem Kölner Philosophie-Ereignis philCologne. Das ärgert ihn so, dass er sich in eine Reihe mit Sokrates stellt. Nun denn.

Ich wiederhole meine am Dienstag in Berlin vorgetragene Kritik an der Kritik seiner Thesen, nicht weil diese nicht heftig zu kritisieren sind, sondern weil seine verschiedensten Kritiker sich ausschließlich an seinen Worten abarbeiten und die längst eingeführte Praxis in der Regel nicht mit einem einzigen Wort infrage stellen.

Beispiele:

- Singer findet PID sinnvoll, um Eltern die Wahl zu ermöglichen, ob sie ein krankes Kind haben wollen: Genau dies hat der Bundestag im Dezember 2011 beschlossen und ist inzwischen in Kraft.

- Singer tritt für das uneingeschränkte Recht auf Abtreibung ein, weil das ungeborene Kind noch keine Person ist und der Verfügungsgewalt der Mutter unterliegt: Genau das ist seit über vierzig Jahren in weiten Teilen der Welt und bei uns geltendes (Un-!)Recht.


- Singer geht noch etwas weiter und gibt noch 28 Tage nach der Geburt für schwerstbehinderte Kinder dazu: Genau das wird seit 10 Jahren in Holland praktiziert, an Kindern bis 12 Jahren! (siehe „Groningen-Protokoll“)

- Singer hält es für vernünftig sich für den Suizid zu entscheiden, wenn man sich selbst, der Familie oder der Gesellschaft zur Last wird: Noch in diesem Jahr will der Bundestag den nächsten Schritt in die Euthanasie-Gesellschaft gehen und ein Gesetz über den assistierten Suizid beschließen (Wir sind Meister im Erfinden wohlklingender Begriffe für schreckliche Taten, so wie „Fetozid“ für die Säurespritze ins schlagende Babyherz!). Wenn nicht noch ein Wunder des Einlenkens passiert, wird es einen Freibrief für Angehörige und Ärzte geben.

Wer ist also schlimmer als Singer?!

Bürger, die Abtreibung, Suizidbeihilfe und teilweise auch schon Tötung auf Verlangen laut Meinungsumfragen mehrheitlich gutheißen?
Kirchen und Christen, die kaum klare Worte dazu sagen, nichts dabei finden, den Beratungsschein ausstellen, genau wie alle anderen vom Ersten Gebot der Selbstbestimmung schwafeln?

Ärzte, die sich in erschreckend großer Zahl zu Tötungshandlungen bereit finden?

Politiker, die nachgeben oder aktiv Gesetze vorantreiben oder nicht mehr ändern wollen, weil Ihnen Wählerstimmen heilig sind?

Journalisten, die willfährig Stimmungen schüren, die gerade angesagt zu sein scheinen oder bewusst in die Schöne-Neue-Welt-Richtung manipulieren?

Peter Singer raus aus Deutschland, Redeverbot für ihn – damit wir ungestört weitermachen können und keiner uns die radikale Logik des Todes wie in einem Spiegel vorhält. Wir könnten ja noch ein schlechtes Gewissen bekommen oder uns zu Tode erschrecken…

Herzlichen Einladung: Unterstützen Sie den Marsch für das Leben am Sa 19.09.2015 in Berlin!

Öffentlicher Einspruch gegen Ehrung von Peter Singer in Berlin


Bundesverband Lebensrecht: Interview mit Gerhard Steier zu den Protesten gegen Peter Singer


Foto Gerhard Steier © EWTN/Screenshot


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  6. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  7. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  8. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  11. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  12. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  15. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz