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Schönborn: Tiefe Betroffenheit nach Flugzeug-Absturz

28. März 2015 in Österreich, keine Lesermeinung
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Kardinal in "Heute"-Kolumne: "Tränen der Trauer" und Anteilnehmen sind einzige angemessene Antwort - Münchner Kardinal Marx: Der Trauer Raum geben.


Wien-München (kath.net/ KAP) "Tränen der Trauer" und Anteilnehmen am Leid so vieler Menschen sind die einzige angemessene Antwort auf Katastrophen wie jene des Flugzeug-Absturzes in Frankreich. Das schreibt Kardinal Christoph Schönborn in seinem Freitag-Kommentar in der Tageszeitung "Heute". Es gehöre "zu den kostbarsten Fähigkeiten, die wir Menschen haben, sich in das Leid des anderen hineindenken zu können. Den Schmerz und die Trauer nachempfinden. Anteil nehmen am Kummer des Nächsten." Der Tod einer ganzen Schulklasse habe viele besonders tief berührt, so Schönborn. Eine seiner Mitarbeiterinnen habe ihm erzählt, "dass eines ihrer Kinder in wenigen Tagen ebenfalls eine Klassenreise per Flug unternimmt".

Weiter schreibt der Kardinal wörtlich: "Immer müssen wir uns sagen: es hätte auch mich oder einen meiner Lieben treffen können! Immer, wenn ich nach einem Flug gelandet bin, spreche ich ein kleines Dankgebet. Und nie versäume ich es, beim Starten ein Kreuzzeichen zu machen und für alle, Piloten und Passagiere, um einen guten Flug zu beten." Jetzt aber bete er mit vielen für die, die so plötzlich aus dem Leben gerissen wurden, und für ihre Hinterbliebenen. "Und ich wünsche ihnen, dass sich in die Tränen ihrer Trauer ein Lichtstrahl der Hoffnung mischt." Ein Flugbegleiter von "Germanwings" habe für seine toten Kollegen diese Hoffnung so getwittert: "Flugbegleiter sterben nicht. Sie fliegen nur höher hinauf".


Marx: Trauernde können "wirklich mitempfinden"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat am Donnerstag dazu aufgerufen, der Trauer einen Raum zu geben. "Die schreckliche Nachricht von dem Unglück bewegt viele Menschen", sagte Marx beim zentralen Bußgottesdienst der Erzdiözese München und Freising in der Jesuitenkirche Sankt Michael in München. "Ein Mensch, der trauert, kann wirklich mitempfinden. Er weiß, dass diese Welt noch nicht am Ziel ist", so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Gleichgültigkeit sei kein Weg, der zu Gott führe: "Was ist das, wenn die Nachrichten einfach so vorüberrauschen und wenn wir in persönlichen Begegnungen keine Empfindungen mehr haben?"

Die Seligpreisungen in der Bergpredigt, zu denen auch der Vers "Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden" zählt, seien nicht als Gebote von oben herab, sondern als Verheißungen zu verstehen, so Kardinal Marx. "Sie sind ein Aufruf Jesu, das Leben in diese Richtung zu entfalten. Sie sind Verheißungen, die unser Leben verwandeln und es in eine neue Dimension führen."

Am Dienstagvormittag war die Linienmaschine der Lufthansa-Tochter "Germanwings" auf ihrem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in Südfrankreich abgestürzt. Dabei kamen alle 144 Passagiere sowie die sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. Laut Ergebnissen der Ermittler soll der Co-Pilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht haben. Erschüttert über diese jüngsten Erkenntnisse zum Flugzeugabsturz zeigte sich auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick: "Als wäre alles nicht schon schlimm genug!", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. "Was müssen die Angehörigen leiden?"

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

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