Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  6. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  7. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  8. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  9. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  10. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  11. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  12. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Die große Täuschung
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

Fortpflanzungsmedizingesetz: 'Aktion Leben' bekräftigt Kritik

4. Dezember 2014 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Generalsekretärin Kronthaler in "Kurier"-Interview: Physische und psychische Folgen der Eizellspende noch kaum erforscht


Wien (kath.net/KAP) Heftige Kritik am geplanten neuen Fortpflanzungsmedizingesetz hat einmal mehr die "Aktion Leben" geübt. "Aktion Leben"-Generalsekretärin Maria Kronthaler äußerte sich im "Kurier"-Interview (Montag) "extrem überrascht" über den Entwurf zum neuen Fortpflanzungsmedizingesetz, vor allem über das Erlauben der Eizellspende, die in Österreich zuvor noch kaum diskutiert worden sei. Der verständliche Kinderwunsch werde hier "auch um den Preis durchgesetzt, dass es anderen schlechter gehen kann", so Kronthaler.

Eine Eizellspende mache eine gesunde, fruchtbare junge Frau zur Patientin, die sich ohne Notwendigkeit einer anstrengenden und schmerzhaften Hormonstimulation unterziehen solle, so Kronthaler. Auch seien physische und psychische Folgen der Eizellspende noch kaum erforscht.


Empfängerinnen einer gespendeten Eizelle seien immer Hochrisikopatientin, kämen doch Schwangerschafts-Bluthochdruck und Präeklampsie bei ihnen "signifikant öfter vor". Auch sei das maximale Alter von 45 für die Empfängerin zu hoch. "Wir sollten Frauen sagen, wie sie ihre Gesundheit schützen können und nicht, wie sie sie gefährden", so die "Aktion Leben"-Generalsekretärin.

In anderen Ländern habe sich gezeigt, dass es zu wenige Eizellenspenderinnen aus dem Familienkreis gebe. Kronthaler: "Frauen, die gut aufgeklärt sind und nichts bezahlt bekommen, spenden kaum. Also wird es Aufwandsentschädigungen geben - in Spanien etwa ein Anreiz für Migrantinnen."

Als weitere Kritikpunkte am Gesetzesentwurf führte Kronthaler dessen Geringachtung der Kinderrechte an sowie die Nichteinbindung von Kinderärzten in der Gesetzeswerdung, zumal diese "zu den größten Kritikern der Auswüchse der Kinderwunschbehandlungen zählen".

Die "Aktion Leben"-Generalsekretärin stellte auch die Kinder, bei denen Samen- oder Eizelle von Spendern stammen, in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen: "Die wenigsten Kinder erfahren das und wachsen mit einem Familiengeheimnis auf. Wir wissen aus der Adoptionsforschung, dass Familiengeheimnisse belastend sind. Den Kindern wird ein Teil ihrer Herkunft vorenthalten - das widerspricht den Kinderrechten." Deshalb sollten Eltern verpflichtet werden, ihre Kinder in einem gewissen Alter über die Spende kindgerecht aufzuklären - und sie sollten auf diesem Weg auch begleitet und unterstützt werden.

Zur geplanten bedingten Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) warnte Kronthaler vor möglichen Folgen. Es werde bereits davon gesprochen, dass man darüber nachdenken muss, auch auf ein erhöhtes genetisches Brustkrebsrisiko zu untersuchen. Das werde in England schon länger gemacht. Daran sehe man: "Die Tür steht offen und die ersten wollen schon durch diese Tür hindurch gehen. Und die PID ändert auch klimatisch etwas: Es besteht die Gefahr, dass dieses Gesetz zusätzliches Leid bei Menschen mit Behinderungen schaffen könnte. Manche fühlen sich infrage gestellt und als 'vermeidbar'."

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

In-Vitro-Fertilisati

  1. „Erinnerungsschmuck für IVF-Embryonen“ – „Spezialisten für Schmuck mit Embryoneneinschluss“
  2. Lebensschützer kritisieren Förderung der künstlichen Befruchtung (IVF) durch Präsident Trump
  3. US-amerikanische Bischofskonferenz lehnt In-vitro-Befruchtung komplett ab
  4. "Ich stimme mit dieser Position nicht überein" - Präsident Biden zur Lehre der Kirche über IVF
  5. Biden macht falsche Angaben zum Embryo-Urteil von Alabama
  6. Polen: Präsident Duda stimmt Gesetz zur Förderung der künstlichen Befruchtung zu
  7. Ethikerin: Künstliche Befruchtung für Mütter keineswegs harmlos
  8. 40 Jahre IVF: Mehr Kontrolle bei Fortpflanzungsmedizin gefordert
  9. Ethikerin: Nachteile der künstlichen Befruchtung nicht ausblenden
  10. Kinder - egal wie?!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  10. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz