Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

«Wir bitten Sie, der rezeptfreien 'Pille danach' nicht zuzustimmen»

28. November 2014 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Alexandra Linder schreibt für die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Gröhe: ‚Pille danach‘ ist oft nicht notwendig, kann frühabtreibend wirken und senkt nicht Abtreibungszahlen


Berlin (kath.net) „Wir bitten wir Sie, der rezeptfreien Vergabe der Pille danach keinesfalls zuzustimmen.“ Dies schreibt Alexandra Linder für die „Aktion Lebensrecht für Alle“ e.V. (ALfA) in ihrem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Foto). Der CDU-Politiker hatte sich lange gegen die Abschaffung der Rezeptpflicht für die hochdosierte Hormongabe ausgesprochen, nach einer Entscheidung des EU-Arzneimittelausschusses änderte er inzwischen allerdings seinen Kurs.

kath.net dokumentiert den Brief von Alexandra Linder, stellvertretende Bundesvorsitzende der ALfA e.V., an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, in voller Länge:

Sehr geehrter Herr Minister Gröhe,

als größter Lebensrechtsverband Deutschlands beschäftigen wir uns seit langem mit der Wirkungsweise und den gesundheitlichen sowie gesellschaftlichen Folgen der Pille danach. Bevor Sie die rezeptfreie Vergabe der Pille danach für Deutschland erwägen, bitten wir um Berücksichtigung folgender Tatsachen:


1. In vielen Fällen ist die Vergabe der Pille danach nicht notwendig. Der Zyklustag kann mittlerweile sehr genau bestimmt werden, allerdings nur dann, wenn dies unter ärztlicher Aufsicht geschieht. Zum Schutz der Gesundheit gerade von jungen Frauen ist daher die ärztliche Prüfung, ob diese hohe Hormongabe überhaupt angebracht ist, sehr wichtig. Leider halten sich viele Ärzte nicht daran; sie untersuchen die Frauen gar nicht, sondern stellen einfach ein Rezept aus: Das ist der Punkt, an dem in der Tat etwas geändert werden muss.

2. Die beiden Wirkstoffe Ulipristalacetat und LNG haben neben einer verhütenden auch eine frühabtreibende Wirkung, weil sie interzeptiv wirken. Die Umdefinition des Begriffes Mensch und Schwangerschaft ändert an dieser Tatsache nichts. Wenn Sie Packungsbeilagen aus anderen Ländern lesen, werden Sie feststellen, dass darin diese Wirkung eindeutig angegeben ist (die Packungsbeilagen von PiDaNa und NextChoice können wir Ihnen gerne zusenden, ebenso eine spanischsprachige Studie zur Wirkung von LNG). In Deutschland hat man diese eindeutigen Hinweise und Studien zwar zum Teil innerhalb weniger Tage gestrichen, nichtsdestoweniger steht seit Jahrzehnten in jedem Lehrbuch, dass diese Wirkstoffe diese Wirkung haben. Daher ist auch hier Vorsicht angebracht beziehungsweise muss noch sehr viel ehrliche Aufklärung erfolgen.

3. In keinem Staat, wo die Pille danach rezeptfrei vergeben wird, sind die Abtreibungszahlen wirklich gesunken, zum Teil (Großbritannien, Schweden, Niederlande, Belgien, USA) steigen sie sogar bzw. bleiben trotz sinkender Bevölkerungszahlen auf sehr hohem Niveau. Dieses Argument ist also in keiner Weise stichhaltig.

4. Zu beobachten ist in diesen Staaten auch, dass eine "Spätverhütungsmentalität" entsteht bzw. sich verstärkt, wobei die Grenze zwischen der Pille danach und der Abtreibungspille RU 486 mehr und mehr verwischt wird. Gesellschaftlich bedeutet das zum einen eine immer vernachlässigendere Sicht auf den Ursprung und Beginn des Lebens, sprich der menschlichen Person, zum anderen eine Mentalität, die Sexualität für jederzeit folgenlos machbar hält, was weder für die menschliche Person noch für die Gesundheit der Betroffenen (u.a. sexuell übertragbare Krankheiten) einen Positivfaktor darstellt.

Aus all diesen Gründen bitten wir Sie, der rezeptfreien Vergabe der Pille danach keinesfalls zuzustimmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Alexandra Maria Linder
1. Stellvertretende Bundesvorsitzende
Im Namen des Geschäftsführenden Bundesvorstandes der ALfA e.V.

Foto Bundesgesundheitsminister Gröhe © www.hermann-groehe.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz