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Bistum Erfurt, schlechte kirchliche Öffentlichkeitsarbeit und Geld

24. November 2014 in Deutschland, 19 Lesermeinungen
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Am Wochenende wurde im Bistum Erfurt die Amtseinführung des Erfurter Bischofs Neymeyr begangen. Im Hintergrund fand eine bizarre Öffentlichkeitsarbeit statt. UPDATE zu Behauptungen des Generalvikars


Erfurt (kath.net/rn)
Geld regiert so manche deutsche Kirchenwelt. Zumindest vermittelt diesen Eindruck Peter Weidemann, offizieller Pressereferent des Bistums Erfurt in zwei Zuschriften an kath.net in den letzten Stunden. Was war passiert? kath.net hatte am Wochenende am Sonntagvormittag kurz in einem Artikel über die Amtseinführung des neuen Erfurter Bischofs Neymeyr berichtet und dabei auch – wie üblich und mit Quellenangabe (c) Bistum Erfurt – ein aktuelles Foto von der Bistumshomepage verwendet. Weidemann hat dazu bereits am Sonntag am Vormittag ein Email von seinem privaten Email-Account an kath.net geschickt und behauptete, dass es sich bei dem Bild um ein "Pool-Foto" handle. Dies dürften laut Weidemann nur bei der Amtseinführung "akkreditierte Foto-Journalisten und ihre Redaktionen" kostenfrei nutzen. Alle anderen Redaktionen können das Foto nur "kostenpflichtig publizieren", z.B. durch Bezug von dpa oder KNA. Dann drohte Weidemann kath.net aufgrund des Verwendung des Fotos mit "finanziellen und oder juristischen Unannehmlichkeiten".


Beim Foto selbst stand übrigens auf der Website des Bistums kein Hinweis, dass dies kostenpflichtig sei. Am Montag legte Weidemann dann von seinem offiziellen Bistumsaccount nach, er sprach von einem Ultimatum bis 12.00 Uhr und dass er dann die Rechteinhaber informieren wolle.

kath.net hat seit Anbeginn noch niemals Geld für Fotos bei Bistümern bezahlen müssen. Üblicherweise stellen die meisten deutschen Bistümer bei wichtigen Anlässen den Medien ausgewählte Fotos gratis zur freien Verfügung. Dass es in Deutschland auch schlechte kirchliche Medienarbeit gibt, dürfte Weidemann mit seiner Aktion, die möglicherweise nicht einmal mit seinem Bischof abgesprochen worden ist, jetzt bewiesen haben.

Die bizarre Öffentlichkeitsarbeit des Bistums fand am Montag am Nachmittag eine Fortsetzung. Der Erfurter Generalvikar Raimund Beck hat am Montag Nachmittag in einer Aussendung folgendes behauptet: "Kath.net hat es erst nach einer zweiten Mail für nötig befunden, darauf zu reagieren. Dass die Redaktion das Foto dann entfernt hat, lässt für uns nur den Schluss zu, dass sie um die Fahrlässigkeit ihres Tuns weiß." Kath.net weist die Behauptung klipp und klar zurück. Weidemann hatte an einem Sonntag Vormittag von seiner privaten Email-Adresse an die Admin-Adresse von kath.net geschrieben und nicht an die Redaktion. Die kath.net-Administration ist normalerweise nur unter der Woche besetzt. Unabhängig davon zeugt eine Zusendung eines Pressereferenten von einem privaten E-mail-Account von geringer Professionalität.

Beck meinte dann in der Aussendung, dass dass Bistum Erfurt Redaktionen kostenlos Fotos zur Verfügung stelle, wenn es die "Urheberrechte" zuließen. Warum dies im besagten Falle, der immerhin kein unbedeutendes Ereignis war, nicht geschehen ist, bleibt ein Geheimnis des Bistums Erfurts. Interessant ist aber dann folgende Behauptung: "Kath.net hatte für die Amtseinführung allerdings keinen Journalisten akkreditiert. Trotzdem hat Herr Weidemann einer kath.net-Mitarbeiterin, die ihn noch kurz vor dem Gottesdienst angesprochen hatte, einen Sitzplatz im überfüllten Erfurter Dom besorgt. So sieht also nach Auffassung von kath.net 'schlechte kirchliche Medienarbeit' aus." Die Behauptung ist offensichtlich falsch. Kath.net war bei dem Gottesdienst mit keiner Mitarbeiterin vertreten, kein einziger Mitarbeiter war in Erfurt vertreten.


Kontakt Bistum Erfurt:
Bischöfliches Ordinariat
Herrmannsplatz 9, 99084 Erfurt
Postfach 80 06 62, 99032 Erfurt
Tel. 0361-6572-0 (Zentrale), Fax -444
[email protected]

MDR: Ein neuer Bischof für Erfurt - Amtseinführung von Dr. Ulrich Neymeyr im Dom St. Marien (In voller Länge)



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Lesermeinungen

 Udalricus 26. November 2014 
 

Wie bei den Royals

Interessant bleibt, vor allem bei Lektüre der Stellungnahme des H.H. Generalvikars, weshalb das Bistum Erfurt offenbar die Amtseinführung des neuen Bischofs medial analog zu Hochzeitsbildern irgendwelcher Promis administriert. Ein Pool wäre dann sinnvoll, wenn er frei nutzbare Bilder enthält. Einen Medienpool zu schaffen, der Dritten Geschäfte ermöglicht, dürfte kaum im Sinne des kirchlichen Auftrags der Verkündigung liegen.


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 Claudius80 26. November 2014 
 

Bistum Erfurt

Das alles ist richtig peinlich. Hoffen wir, dass der neue Bischof anders denkt und handelt. Sonst muss man sich, der aus dem Bistum Erfurt ist, wirklich dafür schämen.


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 speedy 25. November 2014 
 

unter oeffentlichkeitsarbei verstehe ich auch unter anderem, wenn im Gottesdienst erklärt wurde das für alle und für viele das gleiche bedeutet, also bleibt man bei für alle


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 resistance 24. November 2014 
 

Schweigen wäre Gold gewesen

Bitte, bloß kein Nachtreten mehr! Sonst muss ich mich fremdschämen.


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 Helena_WW 24. November 2014 
 

So weit ich weiß hätte die Webseite des Bistums schon selbst explizit drauf hinweisen müssen,

das ein referenzieren, verlinken, im Sinne von verlinken verwenden mit Quellenangabe ihrer Webseitenfotos nicht gestattet ist. Sonst ist implizit Public Domain anzunehmen. Alles andere lief der Grundidee des freien, offenen Internets zuwider.
Scheint ehr so, daß Gewisse kathnet eins auswischen wollen. Damit freie Kirchenberichtserstattung unterdrücken ?


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 Rademann 24. November 2014 

Unverschämtheit

Das Gebaren des Bistums ist in der Tat eine Unverschämtheit. Ich finde es gut, dass Kath.net dies anprangert. Vielen Dank auch für die Angabe der Adresse der Pressestelle, ich werde da direkt mal ein Protestschreiben absenden. Nur durch Widerstand werden die lernen. Danke, kath.net!


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 doda 24. November 2014 

Orakel von Delphi?

..."Dass die Redaktion das Foto dann entfernt hat, lässt für uns nur den Schluss zu, dass sie um die Fahrlässigkeit ihres Tuns weiß."
Nun, das sagt nur etwas über den Horizont derer aus, die mit 'uns' gemeint sind.
Ich frage mich, ob das Orakel von Delphi jetzt in Erfurt steht?


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 Osterlamm 24. November 2014 

Urheber rächte

Was immer es für Gründe für diese skurile Situation gibt, möchte ich doch 2 Anmerkungen/Anfragen geben
1: wäre es nicht im Sinne einer guten Pressearbeit, wenn man die fotos gratis anbietet? Dazu müsste die diözese halt einem Fotografen die Rechte abgelten.
2: die Urheberrechte entwickeln sich immer mehr zu einem Hindernis in der Evangelisation. Eine EINHEITSÜBERSETZUNG der Bibel sucht man beispielsweise vergeblich als APP, angeblich weil der Herder Verlag auf den Rechten sitzt.Rechte sollten aber auch Pflichten beinhalten,...hier: mitzuhelfen, in der Verbreitung des Wortes Gottes


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 girsberg74 24. November 2014 
 

Hoffentlich gehen diese Leute in Erfurt in ihrer Honorarpusseligkeit mit den Autorenrechten von Jesus Christus ebenso penibel um, vor allem dass seine Texte richtig verkündet werden; sein Bild würde er vermutlich honorarfrei draufgeben.


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 waghäusler 24. November 2014 
 

Ist das ganze nicht zu Kindisch und kleinlich?
Hätte man in Erfurt nicht sagen können, was solls
schließlich sind wir beide Katholisch und ziehen am gleichen Strang, Urheberrechte hin oder her?

Oder wollte man Kath.net eins auswischen,weil es etwa zu Katholisch ist?


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 Gandalf 24. November 2014 

Ganz allgemein

Eine gute Pressearbeit schaut so. Bei so einem Anlass macht das Bistum einige Bilder und stellt diese gratis zur Verfügung. Das machen auch viele dt. Bistümer und hier können sich JOurnalisten unter Quellenangabe bedienen. Alles andere ist Geschäftemacherei auf Kosten von Medien, die es ohnedies nicht leicht haben. Und was Papst Franziskus dazu sagen würde... das würd mich mal interessieren ;-)


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 Katholik 24. November 2014 

Portraitfotos

Normalerweise sind wenigstens Portraitfotos honorarfrei zu haben.


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 Gandalf 24. November 2014 


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 Gandalf 24. November 2014 

Urheberrechte.

Normalerweise ist es so, dass Bistümer bei solchen Veranstaltungen Fotos von einem Fotografen machen lassen. Fast jedes Bistum hat eigene Fotografen. Diese stellen dies dann Medien gratis zur Verfügung. Wir haben hier oft genug von den vers. Bistümern das genau so vermittelt bekommen. Bei Fotos, wo das nicht möglich war, wird dies von Bistümern auch extra beim Foto erwähnt. Dies wurde nicht gemacht. Der Fehler liegt hier ganz klar beim Bistum.


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 G. Koch 24. November 2014 
 

Urheberrechte sind ein wichtiges Gut

Die Worte vom Pressesprecher klingen harsch, aber heutzutage ist mit dem Urheberrecht nicht zu spaßen. Wenn das Bistum die Fotos online stellt, muss es wahrscheinlich den Rechteinhabern ordnungsgemäßen Gebrauch zusichern, sicher gibt es da Verträge mit den Urhebern. Wenn auf der Homepage nicht auf eine Verwendungsbeschränkung hingewiesen wurde, ist das natürlich ärgerlich. Mit seinem Hinweis im Nachhinein hat Ihnen Herr Weidemann evtl. eine Klage des Fotografen erspart. Ich denke, beide Seiten sollten Frieden schließen und froh über Berichterstattung aus der Diaspora sein. Der beschriebene Vorgang an sich rechtfertigt jedenfalls nicht den öffentlichen verbalen Angriff auf den Pressesprecher und seine Arbeit insgesamt. Finde ich als Leser.


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 niclaas 24. November 2014 
 

Schönes Beispiel für ein selbstreferenzielles System

Wäre der Missionsgedanke im Apparat halbwegs lebendig, würde man auch bei liturgischen Texten nicht so mit Lizenzfragen umgehen.

Es geht auch anders: in den USA gelten alle Bilder als »Public Domain«, die von Bediensteten einer Regierungsbehörde im Rahmen ihrer Aufgaben erstellt wurden. Und in der Kirche sollten nur die Tätigkeiten legitim sein, die der Verkündigung dienen …


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 Christa 24. November 2014 

Geldgier eines einzelnen Mitarbeiters?

Mir scheint, dass es eher ein Hieb von seiten eines Mitarbeiters gegen diese wertvolle Online-Zeitschrift ist, die vieles aufdeckt. Gut, dass es kath.net gibt!


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 USCA_Ecclesiam 24. November 2014 

Liebe kath.net-Redaktion,

Sie schreiben im letzten Satz, dass die Aktion von Herrn Weidemann "möglicherweise nicht einmal mit seinem Bischof abgesprochen worden ist". Es ist doch sicherlich in unser aller Interesse, dass ein Bischof von seinem Pressesprecher nicht gleich für mit einer Lappalie belästigt wird, oder? Die Bischöfe haben doch bestimmt wichtigeres zu tun.
Ausserdem: Mag sein, dass der Pressesprecher rein sachlich gesehen im Recht ist. Aber die Art und Weise, wie er damit umzugehen scheint, ist ziemlich daneben.


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 doda 24. November 2014 

Braucht, wer solche 'Freunde' hat, noch Feinde?, frage ich mich...


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