Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Kontroverse um SPD-Politiker, der Homosexualität ablehnt

10. Juni 2014 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Christ musste seine Parteiämter in der örtlichen SPD aufgeben. Die SPD-Ortsvorsitzende warf Kretschmann vor, Grundprinzipien der SPD – Toleranz und Solidarität – aufs Gröbste verletzt zu haben.


Villingen-Schwenningen (kath.net/idea) Weil er aus seiner Ablehnung von Homosexualität keinen Hehl macht, hat ein baden-württembergischer SPD-Lokalpolitiker sein Parteiamt verloren. Der in einer Freikirche engagierte Christ Joachim Kretschmann war bis zum 4. Juni Vorstandsmitglied und Schriftführer im SPD-Ortsverein Villingen-Schwenningen. In einem Leserbrief an die Lokalzeitung „Südkurier“ (Konstanz) kritisierte er Aussagen des Schwenninger Pfarrers Frank Banse, der am 25. Mai für die SPD in den Gemeinderat gewählt worden war. Banse hatte in einem öffentlichen Vortrag Anfang Juni gesagt, dass christliche Fundamentalisten die wenigen Bibelstellen, die Homosexualität als „Gräuel“ und „Blutschande“ beschrieben, aus dem Zusammenhang rissen. Andere biblische Vorschriften, etwa die Erlaubnis zum Halten von Sklaven, beachteten sie nicht. Der „Südkurier“ zitiert Banse: „Wenn wir uns wirklich an die Bibel halten, wie sie geschrieben ist, dann gnade uns Gott.“ Die Liebe - auch die von Mann zu Mann und Frau zu Frau – sei die größte Gabe Gottes an den Menschen.


Die Autorität der Bibel wurde untergraben

Laut Kretschmann hat Banse „die Autorität der Bibel auf übelste Weise untergraben“. Hauptamtliche Mitarbeiter der Kirche, die „der Homo-Lobby ergeben oder erlegen“ seien, müssten sich fragen lassen, warum sie überhaupt noch in der Kirche seien, „wo Ihr doch Gottes Wort mit Füßen tretet und auf das Unkenntlichste verdreht?“

Wie Kretschmann schrieb, „will Gott unser Glück und möchte, dass jeder Homosexuelle erkennt, wo in seiner Biographie die Ursachen für seine Homosexualität zu finden sind“.

Wer Homosexualität hingegen als gottgegeben bezeichne, sei „im Grunde ein Glücksverhinderer des Menschen, dem er mit seiner Pro-Homo-Theologie hatte helfen wollen“.

Zustimmung und heftige Kritik

Nach der Veröffentlichung des Leserbriefes kam es zu einer heftigen Kontroverse in der örtlichen SPD. Die Vorsitzende, Silvia Wölfle, warf Kretschmann vor, Grundprinzipien der SPD – Toleranz und Solidarität – aufs Gröbste verletzt zu haben. Sie legte dem Parteifreund nahe, aus dem Vorstand auszuscheiden.

Nach kurzer Bedenkzeit legte Kretschmann alle Funktionen nieder, darunter auch seine Aufgabe als Kreisdelegierter. Ein Austritt aus der SPD sei für ihn aber „kein Thema“, teilte Kretschmann der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit.

Nachdem der Fall in ganz Deutschland bekannt geworden sei, habe er viel Zustimmung bekommen. Dagegen werde in Internetforen der Schwulen-Szene heftige Kritik geübt.

Prof. Ulrich Palm: Bildungsplananhörung der CDU/Stuttgarter Landtag - Werben für Akzeptanz sexueller Vielfalt in Schule verstößt gegen Grundgesetz




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  2. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  3. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  4. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  5. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  6. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  7. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  8. Pfarre in der Diözese Linz ignoriert Anweisungen aus Rom
  9. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  10. ‚Politischer Gottesdienst’ mit der Homosexuellen Initiative Linz







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz