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Sollen Mütter in der Öffentlichkeit stillen?

22. Mai 2014 in Familie, 29 Lesermeinungen
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Der Vatikan hat zum Stillen in der Öffentlichkeit ermutigt. Doch dies ist auch hierzulande nicht nur selbstverständlich. Es stellt sich die Frage: Ist unsere Kultur ausgerechnet beim Stillen prüde? Ein Kommentar von Petra Lorleberg


Stuttgart (kath.net/pl) Sollen Mütter in der Öffentlichkeit stillen? Den jüngsten Beitrag zu dieser Frage lieferte ausgerechnet die angeblich so leibfeindliche katholische Kirche. Gemäß Meldung der „Katholischen Nachrichtenagentur“ (KNA) sagte Erzbischof Zygmunt Zimowski, Präsident des päpstlichen Gesundheitsrates, vor der Weltgesundheitskonferenz in Genf am Mittwoch laut Redeskript: Frauen sollten ermutigt werden, ihre Kinder auch in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz zu stillen. Zimowski erinnerte daran, dass auch Papst Franziskus beim Taufgottesdienst in der Sixtinischen Kapelle Anfang Januar die Mütter zum Stillen während der liturgischen Feier eingeladen hatte.

In den USA ist das öffentliche Stillen beispielsweise durchaus nicht überall akzeptiert. In den Reisehinweisen für die USA veröffentlicht das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland folgenden Info: „Das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit wird zwar mittlerweile in wohl allen Bundesstaaten von den ‚indecent exposure‘-Strafvorschriften ausgenommen, sollte wie das Nacktbaden am besten jedoch zumindest in Restaurants und Bars bzw. in weniger ‚liberalen‘ Gegenden unterlassen werden“.


Auch für den deutschsprachigen Raum offenbart ein Blick in Internetdiskussionen Prüderie im Umgang mit stillenden Müttern. Der Anblick einer Mutterbrust, an der gesaugt werde, sei „unappetitlich“, postete da jemand, und man möchte mit diesem Thema nicht in einem Café konfrontiert werden. Missbilligende Blicke auf stillende Mütter sind offenbar so selbstverständlich, dass Aussagen darüber nicht in Zweifel gezogen werden. Manche Frauen diskutieren ernsthaft darüber, ob man sich zum Stillen im Café besser auf die Gasthaustoilette zurückziehen soll… ja, wir schreiben das Jahr 2014 und wir leben in einer modernen westlichen Gesellschaft!

Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ veröffentlichte erst im März dieses Jahres einen Bericht, wonach in Großbritannien eine in der Öffentlichkeit stillende Mutter heimlich fotografiert worden und das Foto auf Facebook veröffentlich worden war. Die stillende Mutter wurde dort mit dem Ausdruck „Flittchen“ bezeichnet. Daraufhin protestierten, so die „Brigitte“, Tausende britische Frauen für das Recht, ihren Babys auch in der Öffentlichkeit die Brust geben zu dürfen – und sie protestierten, indem sie öffentlich stillten.

Der Kurienerzbischof hat völlig Recht. Frauen, die öffentlich stillen, sollten selbstverständlich sein. Gut, dass die katholische Kirche darauf hinweist und man darf dies sicher auch im weiteren Zusammenhang mit der Theologie des Leibes gemäß dem hl. Papst Johannes Paul II. sehen.

Doch das Thema „Öffentliches Stillen“ führt zu einer nächsten Frage: Wieso brauchen wir Frauen eigentlich die Zustimmung der (männlichen?) Bürokollegen oder Cafébesucher für eine solche Selbstverständlichkeit? Wer als Mann mit dem Anblick einer stillenden Frau nicht zurechtkommt, der soll den Fehler bitteschön bei sich selbst suchen und nicht bei der Frau und den berechtigten Bedürfnissen eines hilflosen Babys. Es kann doch nicht sein, dass in unserer Kultur so ziemlich alles toleriert und akzeptiert werden muss (darunter weitaus Heftigeres als Illustriertenbilder entblößter silikonverzerrter Oberweite), aber völlig normale und gesunde Körperlichkeit wie das Stillen schamhaft verborgen werden soll? Es darf auch nicht sein, dass Abtreibung gesellschaftlich leichter zu akzeptieren ist als eine stillende Mutter. Unsere Gesellschaft ist eingeladen, über das Unrecht solcher Wertmaßstäbe einmal nachdenken.

Wir Frauen müssen uns in unserem Muttersein nicht verstecken. Weder wegen eines Babybauches noch wegen des Stillens und das ist durchaus eine Frage der Emanzipation. Denn Emanzipation heißt ja nicht, dass wir ausschließlich männliche Rollenbilder kopieren.

Wenn wir Frauen in unserer Gesellschaft wirklich emanzipiert sein wollen, dann sollten wir unsere Rechte gerade auch für das Muttersein voll in Anspruch nehmen. Und da fällt uns vermutlich noch einiges mehr ein als nur das Thema Stillen in der Öffentlichkeit - gerade im Bereich Mutterschaft und Familie!

Der Autorin auf Twitter folgen!

Gemälde des Renaissance-Malers Andrea Solario (1460-1524): Maria lactans - Maria stillt das Jesuskind



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Lesermeinungen

 PBaldauf 28. Mai 2014 
 

@bücherwurm

Bücherwurm: Ein schöner Name!
- Bei –würmin tippte ich auf Dame -
Da Wand-hoch hier sich Bücher türmen
Zähl ich wohl auch zu Bücherwürmen

Einst zog ein Franzmann einen Schluss
Knapp, formelhaft, aus einem Guss:
‘Ich DENKE, also gilt: ich BIN!‘
So ähnlich ging‘s ihm durch den Sinn
Man denkt zunächst: ‘Dies hat was Smartes‘
- Der Denker hieß: René Descartes -

Bei allen Lesezeichenbändern:
Den Spruch, ich will ihn nunmehr ändern:
‘Ich LESE, also gilt: ich BIN!‘
Zum Philosoph…reicht dies…nicht hin…

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 gertrud mc 27. Mai 2014 
 

JA!

Vor ein paar Tagen saß eine junge Mutter ganz selbstverständlich im Gastgarten eines Lokals und hat ihr Baby gestillt.
Diskret und selbstverständlich, Gott sei Dank. Was für eine Frage in einer Gesellschaft, wo einem fast überall von großen Plakaten aufdringliche Nacktheit entgegenkommt - und eine stillende Mutter, etwas völlig Normales würde als befremdend empfunden?


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 mirjamvonabelin 27. Mai 2014 
 

"das man junge menschen braucht

wenn man im Altersheim ist"
Scherzhaft, sagte ich als meine Kinder klein waren, ich muß nett sein zu meinen Kindern, damit sie später wenn ich alt bin, auch nett sind zu mir. Heute sind sie erwachsen, und ich erlebe das es kein Scherz ist.
Es ist wichtig, ein Baby zu stillen, wenn es braucht und nicht lange warten zu lassen.
Als Mutter geht man nicht mit dem hungrigem Kind aus dem Haus aber Kinder sind in der hinsicht unberechenbar, man kann das nicht immer steuern, wenn das Baby hungrig ist.
Vielleicht ist es gar nicht hungrig und braucht nur die beruigene nähe der Mutter. Und jedes Kind ist anderst.
Es sollte selbstverständlich sein, das Mütter überall stillen können.
Die Mütter tun es ja ohnehin diskret, bringen wir ihnen dieselbe Diskretion entgegen.
Diskretion ist überhaupt eine Tugend, ohne die wir pervers werden.


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 speedy 27. Mai 2014 
 

in usa gibt es cry- rooms, das sind räume gleich neben der Kirche, durch Fenster und Lautsprecher die in den räumen sind kann man den Ablauf der hl.messe verfolgen, wenn man zur Kommunion möchte, macht man die Tür auf und geht dann zur kommunion- ich finde das praktisch.
im übrigen finde ich es traurig das viele menschen vergessen daran zu denken, das man junge menschen braucht wenn man einmal im Altersheim ist, und muss zb. gefüttert werden.
ich kann mir nur so erklären, das es in Zukunft mehr Euthanasie Gesetze geben wird, weil die jungen Leute sagen, wir wurden auch abgeschoben als wir klein waren, zb in eine Krippe, die Nächstenliebe stirbt aus- welch ein Wahnsinn, zu vergessen, das ohne Kinder Völker aussterben


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 Diasporakatholik 26. Mai 2014 
 

@speedy

Die u.a. von Ihnen beschriebene Art zu stillen meinte ich u.a. mit "diskret".


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 bücherwurm 24. Mai 2014 

@PBaldauf:

Danke! P.L.


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 PBaldauf 24. Mai 2014 
 

Ein Kleinkind hat nen Hang zum Schmusen
zum Trinken auch, und zwar am Busen
Die Kirche rät: Zum ‘Public Stillen‘
Manch Spießern weckt dies Widerwillen

Man nannte Katholiken: Prüde
Ach, welch ein Wahn, ich lächele müde
Als ob man nicht historisch wüsste:
Bildhauernd formte einst schon Brüste
ein Kunst-Genie, ein Florentiner
und Katholik, dem Papst auch Diener:
Als ‘Michelangelo‘ bekannt
der Nackte recht natürlich fand

Stillt also eine Frau im Freien
So wird das Baby nicht mehr schreien
Das Kind, es wird sich gar nicht zieren
Die Frau, sie mög‘ sich nicht genieren
Der Mann, erhebe kein Geschrei
denk vielmehr: Dies natürlich sei
Nur soll beachten er die Sitte:
Ein Starr-Blick wär‘ daneben: Bitte!

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 Selene 24. Mai 2014 
 

@Sahra

Genau so ist es. Es fehlt hierzulande der Respekt vor Müttern.

Übrigens, die Sakristei befindet sich meistens neben dem Altarraum, wenn jetzt eine Mutter während des Gottesdienstes stillen muss, kann sie doch nicht mit dem womöglich schreienden Baby erst durch die ganze Kirche, dann durch den Chorraum zur Sakristei laufen und dann wieder zurück.

Ein Mann mit normalem sittlichen Empfinden sollte einer fremden Frau nicht beim Stillen auf die Brust starren.


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 bellis 23. Mai 2014 

Sehr persönliche Zuwendung zum Kind

Ich würde nie öffentlich stillen. Zum Stillen möchte ich Ruhe und auch das Kind soll Ruhe haben, eine sehr persönliche Zeit. Auch Erwachsene nehmen sich Ruhe und Zeit, wenn sie essen. Und warum setzen sich Verliebte im Restaurant in ein Separé, eben weil sie eine persönlichen Ruheraum möchten.
Wenn eine Frau so abschalten kann, dass sie beim Stillen in der Öffentlichkeit ihre ganz persönliche Ruhe für sich und das Kind finden kann, dann bitte.


2

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 Stiller 23. Mai 2014 
 

@ Sahra

Daumen hoch! So isses.


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 Sahra 23. Mai 2014 
 

Eine Brust ist durchaus etwas Schönes.

Und Stillen etwas Natürliches. Nicht die Mutter ist indezent, sondern der Mann, der gierig glotzt.


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 Diasporakatholik 23. Mai 2014 
 

Bitte diskretes Stillen im westlichen Kulturkreis (2)

Man kann in vielen öffentlichen Einrichtungen Wickelräume benutzen und z.B. in Kirchen eine Nische oder gar die Sakristei wählen.

Übrigens war man früher überall und auch kirchlicherseits durchaus prüde hierzulande, das habe ich mit allen Konsequenzen am eigenen Leibe erlebt - das sollte man auch ehrlicherweise zugeben.
Deshalb muss man heute nicht gleich ins andere Extrem verfallen.


2

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 Diasporakatholik 23. Mai 2014 
 

Bitte diskretes Stillen im westl. Kulturkreis (1)

Auch auf die Gefahr hin, missverstanden zu werden und als vorgestriger prüder Mucker zu gelten:

Stillen sollte in unserem westlichen Kulturkreis (zumindest Europa und Nordamerika) mit einer gewissen Diskretion erfolgen, das ist auch überall bei gutem Willen möglich, keine(r) soll etwas anderes behaupten.

Also nicht einfach Brust rausziehen und dann das Kind anlegen, sondern bitte wenigstens bis zum Anlegen des Kindes so verfahren, dass man die Brust nicht der übrigen Öffentlichkeit offen darbietet.

Denn immerhin sind die Brüste der Frau primäre Geschlechtsmerkmale, die als solche auch auf Männer wirken und es ja auch von Natur aus sollen.


7

0
 
 Der Nürnberger 23. Mai 2014 

Ich spreche mich auch für die eher dezente Variante aus. Aber warum nicht auch in der Kirche, U-Bahn, oder sonst wo.
Auch ich gehe davon aus, daß jetzt nicht gemeint ist, daß sich Mütter das T-Shirt hochreißen. Auch meine ich, es bleibt jeder Mutter selbst überlassen, wie sie es handhabt.
Der Vatikan mischt sich hier nicht ein, sondern fordert auf. Also bitte etwas Zurückhaltung zu diesem Punkt. Es bleibt nach wie vor jeder Mutter selbst anheimgestellt.


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 Leandra 23. Mai 2014 
 

Persoenliche Entscheidung

Ich denke, so etwas ist doch eine sehr persönliche Entscheidung. Es ist ein sehr intimer Moment, den manche Frauen lieber in der Geborgenheit verleben, die Brust wird zudem entbloesst, auch das möchte nicht jede in der vollen U-Bahn. Ich denke, heute wird da alles toleriert, zumal es auch gute Still-BHs gibt, die die Brust und das säugende Kind etwas bedeckt halten, was viele Frauen wollen.
Ich finde, das ist wirklich jeder Frau selbst überlassen, und geht den Vatikan nichts an ;o).

Wenn es als Aufmunterung gemeint war, nun gut ....


2

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 Antigone 22. Mai 2014 
 

Mal ehrlich,

was suche ich als stillende Mutter in einem Restaurant? Ein greinendes Kind in die Hl. Messe mitnehmen würde ich auch nicht. Eine Stunde wird es mal ohne gehen. Ich habe meine Tochter 13 Monate gestillt, aber nie die Notwendigkeit gesehen, dies in der Öffentlichkeit zu tun.


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 Paddel 22. Mai 2014 

Mal ehrlich

wie vielen stillenden Frauen begegnen wir täglich?
Ich kenne viele Frauen, die nicht stillen (manchmal geht es auch nicht) oder eben sehr bald wieder abstillen (vielleicht auch, damit die Pille wieder verlässlicher wird).

Sie geben oft an, dass sie dann wieder unabhängiger sein können. Mag sein, aber ich könnte mir auch denken, dass es manchen Frauen auch peinlich ist, unterwegs stillen zu müssen. Peinlich vielleicht gerade weil die Gesellschaft so sexistisch ist. Würde eine Frau, als Person wahrgenommen werden und nicht als Sexualobjekt, dann würden wir bei weitem mehr stillenden Frauen begegnen.
1. weil es mehr Babys geben würde und
2. weil sie keine Angst vor "Ausbeutung" hätten. Auch wenn dies wohl im Unterbewussten passiert.


5

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 veruka 22. Mai 2014 
 

Ich bin ja noch so aufgewachsen, dass man weder einen Babybauch zeigen durfte noch öffentlich stillen. Sowas sitzt tief, aber ich lächle jede Frau - seis mit Babybauch, seis beim Stillen - ganz bewusst kurz an, um meiner Freude über sie und ihr Kind Ausdruck zu verleihen. Und es ist mir dabei ganz egal, dass mein innerer Zeigefinger aus meiner Jugendzeit sich heben und "na, na" deuten möchte. Es gibt eben auch Traditionen, die über Bord zu werfen sind, wenn man erkennt, dass sie für die Mitmenschen schädlich sind.


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 maxjosef 22. Mai 2014 
 

Ich erinnere mich

an meinen alten Religionslehrer, der durchaus ein Priester vom alten Schlag war, manche würden wohl sagen "vorkonziliar"... Dieser Priester hat uns im Religionsunterricht erzählt, dass er nie etwas dagegen gehabt hätte, wenn Mütter ihren Säuglingen während der Messe die Brust gaben. Es habe ihn sogar eher mit Freude und Dankbarkeit über Gottes wunderbare Schöpfung erfüllt. Eine Zeit lang war er nämlich in Italien als Priester tätig gewesen, und dort sei das damals, in den 50er Jahren, durchaus üblich gewesen.


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 Selene 22. Mai 2014 
 

@Fink

Schamgefühl, ja. Aber muss eine Frau sich schämen, ihr Kind zu stillen? Ich denke nein.

Ich habe bis jetzt auch nur Frauen gesehen, die in der Öffentlichkeit diskret gestillt haben, also keine hat ihre Brust zur Schau gestellt.

Aber ganz ohne Entblößen geht es halt nicht und wen es stört, der soll halt wegschauen.

übrigens verhalten sich die meisten Menschen angesichts einer stillenden Mutter ebenfalls diskret, dh., man starrt der Frau natürlich nicht auf die Brust.

Ich lächele die Mutter immer freundlich an, gucke dann aber weg, weil ich denke, sie will sicher nicht beim Stillen beobachtet werden, sie möchte sich sicher auf ihr Kind konzentrieren und das Kleine braucht Ruhe beim Stillen.


8

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 Fink 22. Mai 2014 
 

Das halte ich für falsch !

Vorweg: man sollte überall Möglichkeiten schaffen, wo sich Mütter mit dem Säugling zum Stillen zurückziehen können. Wo das nicht geht, kann das Stillen diskret geschehen, dass es kaum einer merkt.-Wir wollen doch alle nicht prüde sein, gell? Also raus mit der Mutterbrust und hergezeigt. Wir Christen müssen doch zeigen, wie "leibfreundlich" wir sind. -Nein, die weibliche Brust- auch als Mutterbrust- muss etwas diskretes bleiben. Wir Christen sehen doch das Schamgefühl als etwas Positives ?!


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 Chris2 22. Mai 2014 
 

Dezent

Die Frauen, die ich beim Stillen im der Öffentlichkeit erlebt habe, haben das alle sehr dezent gemacht, etwa mit einem geschickt gewählten Gewand oder unauffälligen Tuch. Hat kaum jemand überhaupt gemerkt. Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich gehe natürlich davon aus, wir alle meinen nicht, daß sich Mama in der Kirche oder im Restaurant einfach das T-Shirt hochkrempeln soll...


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 TheAstonishing 22. Mai 2014 
 

Das erstaunlichste ist ja...

daß in wesentlich strengeren Gesellschaften das Stillen eines Kindes völlig in Ordnung ist. Ich habe schon dutzende alte und zeitgenössische Fotos von Frauen aus arabischen Ländern, Pakistan usw. gesehen, die ganz selbstverständlich ihr Kind stillen.

Ich glaube, die Provokation im öffentlichen Stillen liegt tatsächlich in der Erinnerung daran, daß Brüste primär zur Ernährung von Babies gedacht sind statt als Sexualobjekt und Werbemittel. Gesellschaften, die nicht für jeden Mist Werbung mit nackter Frauenhaut machen vergessen das nicht so leicht.


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 Selene 22. Mai 2014 
 

Unbedingt

Eine stillende Mutter ist etwas Schönes, nichts "Unappetitliches" und genauso schön ist ein Babybauch!

Mütter, steht ganz selbstverständlich zu der leiblichen Seite eurer Mutterschaft, auch das ist Emanzipation!

Und weil @Paddel das mit dem Zyklus angesprochen hat, auch der ist von Gott gewollt und gehört zum Frausein und auch, dass Frauen es "mit dem Pinkeln in der Öffentlichkeit" schwerer haben als Männer, deshalb sollten wir uns nicht genieren, die Sakristeitoilette zu benutzen.


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 Triceratops 22. Mai 2014 
 

Hab ich sowieso nie verstanden,

warum man eine Milchflasche nicht öffentlich herzeigen darf, nur weil sie in den Körper eingebaut ist.


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 SpatzInDerHand 22. Mai 2014 

Die Zeiten sind vorbei, wo Frauen hold errötend ihre hungrigen Kinder schreien lassen.

Falls es diese Zeiten überhaupt schon mal gegeben hat.
Selbstverständlich stillen Frauen einfach, wenn ein Baby Hunger hat. Auch in der Öffentlichkeit.


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 Paddel 22. Mai 2014 

"moderne Messe"

Damit meinte ich nicht den neuen Ritus. Den feiern wir sehr gerne.


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 Paddel 22. Mai 2014 

Super!

Papst Franziskus ist so herrlich praktisch!

Ich habe auch während der hl. Messe gestillt und auch im Restaurant.

Wo hätte ich denn hin sollen? Auf den Pflasterboden sitzen vor der Kirche? Oder auf der ekligen Toilette? Nein, sagte ich mir. Ich legte zuweilen das Spucktuch über das Kind, damit es seine Ruhe hatte und auch etwas Diskretion möglich war.

Unser sehr progressiver Priester, der uns zuweilen über die moderne Messe heutzutage aufklärte war ziemlich verdutzt, als ich ihm sagte, dass auch stillende Mütter in einer Messe ihren Platz haben sollten. Soviel "Modernität" hätte er mir nicht zugetraut :)Sein Gesicht dazu vergesse ich bis heute nicht :).
Genauso wollte uns bei einer Bischofsmesse ein Mann von der Sakristeitoilette verscheuchen. Wir Frauen blieben. Männer haben es mit dem Pinkeln eben einfacher in der Öffentlichkeit. Schade, dass er nicht so viel Empathie hatte. Hätten wir in den Pfarrgarten gehen sollen? Es gibt ja auch noch einen Zyklus ... .


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 Mysterium Ineffabile 22. Mai 2014 

Nun war es mir schon immer klar

Wenn jemand gegen jede Form der Prüderie ist, dann die katholische Kirche. Prüderie gehört zur "Welt", nicht zum "Geist".


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