Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Expertin: Politik auf Basis von Songcontest-Sieg 'ist unseriös'

16. Mai 2014 in Österreich, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bioethikkommissionsmitglied und IEF-Expertin Merckens im ORF-Radio: Ablehnung der "Homo-Ehe" ist "nicht diskriminierend oder homophob"


Wien (kath.net/KAP) Conchita Wursts Sieg beim Songcontest als Basis für eine politische Diskussion zu benutzen ist unseriös und wird den besonderen Bedürfnissen der Gruppen von betroffenen Menschen nicht gerecht: Das betonte Stephanie Merckens (Foto), Mitglied der Bioethikkommission und Referentin für Bioethik und Lebensschutz des Instituts für Ehe und Familie (IEF) der Österreichischen Bischofskonferenz, am Mittwochabend in der ORF-Sendung "Journal Panorama". Zu erwarten, die auf guten Argumenten basierende ablehnende Haltung von Bürgern etwa zur "Homo-Ehe" oder "Homo-Adoption" würde sich durch einen Songcontest-Sieg ändern, ist nicht nachvollziehbar, so Merckens.

Die Diskussion rund um das Thema Homosexualität und Transgender sei grundsätzlich schwer zu führen. Die Verteidigung von Rechten und Schutzmaßnahmen von homosexuellen Menschen sei zwar legitim, werde aber "überspannt betrieben" und gehe oft soweit, "dass eine gegenteilige Position nicht mehr gehört werden darf". Wenn es um die politische Dimension der Forderungen von Homosexuellen oder Transgender-Personen geht, müsse eine Diskussion aber erlaubt sein.


So sei auch die Ablehnung der "Homo-Ehe" nicht diskriminierend oder homophob. Es gehe viel mehr um die Bewahrung dessen, was Ehe in ihrem Kern meint: nämlich die Verbindung von Mann und Frau mit der Potenzialität, Kinder zu zeugen, betonte die Expertin, die auch Kardinal Christoph Schönborn in familienrechtlichen Fragen berät. Das Bedürfnis nach einem rechtlichen Rahmen für eine Verbindung sei verstehbar. Wieso das aber auch für homosexuelle Paare im Rahmen einer Ehe sein sollte, könne sie nicht nachvollziehen. Was Österreich betrifft gebe es bereits einen entsprechenden rechtlichen Rahmen für homosexuelle Paare.

Aus einer staatlichen Verbindungsanerkennung ein Recht auf Kinder abzuleiten ergibt sich für Merckens nicht. "Kein Erwachsener hat ein Recht auf ein Kind", so die Expertin.

Es gehe viel mehr darum, das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen. Von daher sei zu fragen, in welche Konstellation ein Kind hineingeboren werden dürfe.

Bereits die UN-Kinderrechtskonvention definiere den Elternbegriff mit der leiblichen Mutter und dem leiblichen Vater eines Kindes, so die Juristin. Das könnten auch Umdeutungsversuche nicht ändern, die so weit gingen, dass "Eltern" - anders als im bisherigen Verständnis - "auf einmal alles sein kann". Jedes Kind habe ein Recht, wenn möglich, bei seinen leiblichen Eltern aufzuwachsen, betonte Merckens.

Die Diskussion um mehr Rechte für Homosexuellen war am Samstag mit dem Songcontest-Sieg von Dragqueen Conchita Wurst neu aufgeflammt. Mittlerweile ist daraus eine Regierungsdebatte geworden.

Die Rechte von heterosexuellen und gleichgeschlechtlichen Beziehungen wurden in den vergangenen Jahren in vielen Punkten angeglichen. Helmut Graupner vom "Rechtskomitee Lambda" brachte am Mittwochabend im "Journal Panorama" die zusätzlichen Forderungen vor. So solle für Homosexuelle nicht nur die sogenannte "Eingetragene Partnerschaft" möglich sein, sondern auch die Ehe. Diese biete laut Graupner in 40 Punkten ein Mehr. Unter anderem bestünden in der Partnerschaft keine Treuepflichten, sei die Partnerschaft leichter auflösbar und schreibe weniger Unterhaltspflichten nach einer Trennung vor.

In Österreich ist gleichgeschlechtlichen Paaren eine Adoption nicht möglich. Sehr wohl durch Gerichtsurteile etabliert wurde die Möglichkeit einer Stiefkind-Adoption, wenngleich mit einer Einschränkung. Auch diese Adoption ist nur möglich, wenn es sich um leibliche Kinder eines Partners handelt. Graupner forderte hier eine Änderung in Richtung allgemeines Adoptionsrecht.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto: (c) ÖVP Perg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  8. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  9. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  10. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz