Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  10. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  11. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Iran: Wie weit kann man Präsident Ruhani trauen?

31. Dezember 2013 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihnachtsbotschaft sichert Christen „Seelenruhe“ zu – Wieder Christen verhaftet.


Teheran (kath.net/ idea)
Wie weit können Christen dem iranischen Staatspräsidenten Hassan Ruhani trauen? Der 65-Jährige, der als Reformer gilt, hatte in einer Weihnachtsbotschaft den Christen „ein neues Jahr voller Zusammenarbeit, Frieden, Sicherheit und Seelenruhe“ gewünscht. Über den Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: „Möge Jesus Christus, der Prophet der Liebe und des Friedens, uns alle segnen!“ Der iranische Botschafter beim Vatikan, Mohammed Taher Rabbani, beschwor zudem in einem Interview mit dem katholischen Informationsdienst Zenit das „friedliche Zusammenleben von Muslimen und Christen“ in der Islamischen Republik als „ein Vorbild für den ganzen Nahen Osten“.

Gleichzeitig gingen Sicherheitsbehörden jedoch weiter gegen ehemalige Muslime vor, die zum christlichen Glauben konvertiert sind. So wurden nach Angaben des christlichen iranischen Pressedienstes Mohabat News am Heiligabend vier Christen festgenommen, die sich zu einer Weihnachtsfeier in Privaträumen versammelt hatten. Bei der Razzia seien auch Bücher, CDs und tragbare Computer beschlagnahmt worden. Außerdem bleiben zahlreiche Pastoren aus Glaubensgründen in Haft.


Christliches Hilfswerk: „Hohle Phrasen“

Vor diesem Hintergrund bezeichnete Jerry Dykstra (Santa Ana/Kalifornien), Sprecher des christlichen Hilfswerks Open Doors USA, Ruhanis versöhnende Worte als „hohle Phrasen“. Wenn der Staatspräsident es wirklich ernst meinte, müsste er dafür sorgen, dass Dutzende inhaftierter Christen in seinem Land freigelassen werden. Ähnlich äußerte sich der Direktor des Amerikanischen Zentrums für Gesetz und Gerechtigkeit, Jordan Sekulow (Washington). Ruhanis Worte stimmten nicht mit seinen Taten überein, sagte er gegenüber der Internetzeitung Christian Post.

Julia Klöckner ist „Patin“ eines inhaftierten Pastors

Als „Gefangene des Monats Dezember“ hatten die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea drei Christen im Iran benannt und zu ihrer Unterstützung aufgerufen. Es handelt sich um Masoud Mirzaei, Sevada Aghasar und Ebrahim Firouzi. Die Männer wurden am 21. August von Sicherheitskräften in der 1,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt Karadsch bei Teheran ohne Haftbefehl festgenommen.

Wie die Menschenrechtsorganisation „Christian Solidarity Worldwide“ (Christliche Solidarität Weltweit) berichtet, wurde außerdem das Haus von Kristina Irani durchsucht; ihr Ehemann ist der inhaftierte Pastor Behnam Irani. Er wurde zunächst wegen „Abfalls vom Islam“ zum Tode verurteilt; schließlich erhielt er eine sechsjährige Haftstrafe. Als seine „Patin“ setzt sich die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner (Mainz) für seine Freilassung ein.

Weitere Pastoren hinter Gittern

Weiterhin inhaftiert ist auch Pastor Saeed Abedini, der sowohl die iranische wie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Wegen der Gründung von Hauskirchen verbüßt er eine achtjährige Freiheitsstrafe. Ferner hatte der Revolutionsgerichtshof von Teheran den schwerkranken armenischen Pastor Vruir Avanessian zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Der 61-jährige ist Pastor der Pfingstkirche „Assemblies of God“ (Versammlungen Gottes). Er war bereits am 27. Dezember 2012 verhaftet worden – zusammen mit mehreren anderen Christen während einer Weihnachtsfeier.

Protest gegen „verheerende Zustände“ in Gefängnissen

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ruft jetzt zu einem neuartigen Protest gegen die „verheerenden und menschenunwürdigen Zustände in iranischen Gefängnissen“ auf. Wegen des Wintereinbruchs in Teheran sollten Bürger dem iranischen Botschafter in Berlin, Alireza Sheikh Attar, Mützen, Schals und Handschuhe senden. Insbesondere die politischen Gefangenen verfügten oftmals nicht über ausreichende Kleidung, um sich gegen die klirrende Kälte zu schützen, so die IGFM mit Sitz in Frankfurt am Main.

Von den 76,4 Millionen Einwohnern des Iran sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Iran

  1. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  2. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  3. Iran: Assyrische Patriarchen rufen zum Frieden auf
  4. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  5. Die AfD springt nun aber dem „blutigsten Islamisten-Regime der Welt“ zur Seite!
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. ".. als würde man Hitler nach der Reichspogromnacht zu einer Weltveranstaltung einladen"
  9. „Wo ist Fridays for Future?! Wo ist Greta?! Wo ist die UNO?! Wo ist Amnesty International?!“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  6. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  7. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  10. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  11. Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte: Kirchenrecht soll dem Heil der Seelen dienen
  12. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  13. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz